LXXXI. Gartenbrief April 2019

Liebe Gartenfreundinnen und -freunde,

Der Frühling ist nun endgültig da und das nicht nur kalendarisch sondern auch das Wetter brachte uns schon warme Tage und lässt das erste Grün sprießen. Im Vitalisgarten ist die Vorbereitung für die Gartensaison 2019 voll im Gange und wir berichten euch unter der Überschrift „Frühlingsprolog“ was es zu tun gab. Am Ende des Winters denkt ihr bestimmt, dass es fast nichts mehr zu ernten gibt. Wir haben mal genau nachgeschaut und sind auf erstaunlich viel Ernte gekommen.

Am letzten Sonntag im März brunchten und planten wir im Vitalisgarten. Fest steht, dass wir künftig jeden ersten Samstag im Monat ab 14 Uhr ein Schnuppergärtnern anbieten. Los geht unser Angebot für Neulinge mit einer Gartenführung. Anschließend erklären wir unsere Orgastruktur und beantworten Fragen zum Gärtnern und unseren Werten. Letztlich bekommen alle eine erste Aufgabe. Wer möchte kann ernten, jäten, mähen, säen oder bauen. Das erste Schnuppergärtnern findet am 06. April 2019 statt. Unser Treffpunkt ist die Kräuterspirale am Eingang.

Der Vitalisgarten ist ein Ort für die Natur. Das zeigt uns beispielsweise der Fund eines Gartenschläfers im Gartenhaus Zwei. Inzwischen ist der kleine Bilch aus seinem Winterschlaf erwacht und bereits wieder unterwegs. Wir hoffen, er fühlt sich weiterhin im Vitalisgarten wohl und hat die Möglichkeit Nachkommen zu erzeugen.

Am 17. Februar 2019 fand die Klausur der Gemeinschaftsgärten Köln statt. Wir wollen, dass sich die Gemeinschaftsgärtnernden besser kennenlernen und deshalb findet am 07. April 2019 der erste Gemeinschaftsgärten Aktionstag im Finkennest statt. Außerdem wollen wir euch die erste Agora-Werkstatt empfehlen. Künftig könnt ihr euch einfacher in die Agora Köln einbringen und mit anderen Dinge voranbringen. Los geht es am 15. April 2019 im Allerweltshaus. (ve)

P1360941 Gartenschläfer & Co.: Überraschend entdeckten wir im Gartenhaus Zwei einen Gartenschläfer. Diese Tiere gehen in ihrem Bestand zurück und sind deshalb besonders geschützt. Im Vitalisgarten ist die Natur aber auch noch mit anderen Tieren und Pflanzen vertreten. Weiter lesen …
P1370002 Gärtnern im Leo-Amann-Park: Kann künftig im Leo-Amann-Park gemeinschaftlich gegärtnert werden? Zu diesem Anlass traf sich am 24. März 2019 eine kleine Gruppe vor Ort. Die Interessierten überlegten, wie dort gegärtnert werden könnte. Weiter lesen …
P1340933 Erster Gemeinschaftsgarten Aktionstag: Künftig soll es zwei Gemeinschaftsgarten Aktionstage pro Jahr geben. Der erste Aktionstag findet am 07. April 2019 im Finkennest statt. Wir wollen gemeinsam Dinge voranbringen und Gärten auf ein neues Niveau heben. Weiter lesen …
P1360760 Ernte im März: Der März ist kein klassischer Erntemonat. Am Ende des Winters schläft die Natur noch und es entwickeln sich keine Pflanzen mehr oder nur sehr langsam. Trotz der schlechten Bedingungen konnten wir im März erstaunlich viel ernten. Weiter lesen …
P1360753 Frühlingsprolog: Für uns begann der Frühling bereits im März und davor mit den Vorbereitungen für die kommende Gartensaison. Wir ziehen Pflanzen vor, brachten das erste Saatgut in den Boden, bereiteten Beete für die Aussaat vor und pflanzten ein. Weiter lesen …
P1360681 Opfertisch und Rattenschutz: Wir entwickelten unsere Kompostmieten fort. Es entstand ein Opfertisch mit Hilfe dessen Bioabfälle einfacher verkleinert werden können und wir versuchen mit Hilfe eines Metallgitters eine Miete vor Rattenbefall zu schützen. Weiter lesen …
P1240166 Erste Agora-Werkstatt: Am 15. April 2019 findet zwischen 18 und 21 Uhr die erste Agora-Werkstatt im Großen Saal des Allerwelthauses statt. Mitglieder der Agora Köln und Interessierte sind herzlich eingeladen mitzuwirken! Weiter lesen …
P1360957 Das ist sonst alles passiert!: Viele Neulinge waren da. Wir kümmerten uns, transportierten, diskutierten, planten, sägten, rechneten, zündelten, kürzten, räumten auf, entsorgten, schaufelten, bauten, verliehen, tauschten und berieten uns. Weiter lesen …

Gartenschläfer & Co.

Überraschend entdeckten wir im Gartenhaus Zwei einen Gartenschläfer. Diese Tiere gehen in ihrem Bestand zurück und sind deshalb besonders geschützt. Im Vitalisgarten ist die Natur aber auch noch mit anderen Tieren und Pflanzen vertreten.

Lara nahm sich diesmal das Gartenhaus Zwei vor und räumte den größten Raum frei. Beim Umräumen fand sie plötzlich ein interessantes Tier in einer Gardine eingerollt. Lara nahm es behutsam in die Hand und zeigte es den anderen Gärtnernden. Wir vermuteten direkt, dass sich ein Gartenschläfer im Gartenhaus Zwei eingenistet hatte. Der Gartenschläfer ist der „kleine Bruder“ des Siebenschläfers und gehört zur Familie der Bilche. Sein Bestand geht dramatisch zurück und er ist nach dem Bundesnaturschutz- und dem Bundesartenschutzgesetz besonders geschützt. Nachdem uns klar war, was für ein wertvoller Schatz im Gartenhaus Zwei wohnt, rollten wir ihn wieder in die Gardine ein. Wir wünschten dem Gartenschläfer, dass er nach der Störung wieder gut zur Ruhe kommt.

Für uns hat die Natur einen hohen Stellenwert und wir versuchen in Harmonie mit der Natur zu leben. Bei uns haben zahlreiche Tiere ein Zuhause oder nutzen den Vitalisgarten als Kinderstube. Beispielsweise bevölkern aktuell wieder Erdkröten und Molche unseren Teich und laichen ab. Gesichtet wurden auch schon Rotkehlchen, Meisen und andere Vögel und Igel, die uns als Nützlinge helfen Schädlinge wie Raupen des Kohlweißlings und Schnecken einzudämmen.

Unterschiedliche Pflanzen haben bei uns auch eine Chance. Wir nutzen nicht jeden Quadratmeter zum Gemüse-, Obst- und Kräuteranbau sondern lassen bewusst einige Flächen brachliegen. Wilde Ecken sind für Tiere und Pflanzen eine willkommene Niche um sich zu entfalten. Natürlich gehört zum Gärtnern das Jäten, weshalb an manchen Stellen Beikräuter nicht geduldet sind. Wir vermeiden das Wort „Unkraut“ denn wir denken, dass es keine Unkräuter gibt. Manche Pflanzen kommen leider an der falschen Stelle vor und müssen entfernt werden. Bekämpfen müssen wir ebenfalls invasive Arten wie den Japanischen Knöterich. Der gehört nach Asien aber nicht nach Europa.

Michaela war neu dabei und tat es Leid Beikräuter zu jäten und hatte Lust zu schauen, was da alles Interessantes wächst. Zusammen mit Dagmar ging sie auf Wildkräutersuche und fand Gundermann, Vogelmiere, Löwenzahn, Nesseln und andere Kräuter.

Zur Zeit haben wir ebenfalls Freude an unserer Wiese, denn die ist recht artenreich und stellt ein kleines blühendes Kleinod dar. Danny mähte das Wiesengrundstück und verschonte dabei Wildkräuter für Bienen. Am Ende löste ihn Caro ab und sie achtete ebenfalls darauf blühende Wildkräuter stehen zu lassen. (ve)

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Gärtnern im Leo-Amann-Park

Kann künftig im Leo-Amann-Park gemeinschaftlich gegärtnert werden? Zu diesem Anlass traf sich am 24. März 2019 eine kleine Gruppe vor Ort. Die Interessierten überlegten, wie auf einer kleinen Fläche gegärtnert werden könnte und schauten wie es weiter geht.

Frank vom Projektteam „Essbare Stadt Köln“ erwähnte am Ende der Stadtbibliotheks-Veranstaltung „Verliebt in die Natur – Gemeinschaftliches Gärtnern in Köln“, dass das Grünflächenamt der Stadt Köln im Leo-Amann-Park eine kleine Fläche fürs gemeinschaftliche Gärtnern anbietet. D. h. in Bezug auf die Essbare Stadt Köln gibt es vielleicht bald die Möglichkeit am Rande des Leo-Amann-Parks in Ehrenfeld essbare Pflanzen anzubauen. Die Fläche grenzt direkt an die Christianstraße und ist zur Zeit durch Rasen bewachsen.

Wer von euch hat Lust vor Ort gemeinschaftlich zu gärtnern? Zu diesem Frage trafen sich am 24. März 2019 um 14 Uhr bereits acht Interessierte im Leo-Amann-Park. Von uns waren Katharina und Volker dabei. Volker möchte dort das gemeinschaftliche Gärtnern fördern und Katharina hatte für die Interessierten viele nützliche Ratschläge. Beide sind stark im Vitalisgarten eingebunden und können deshalb nicht auf der Fläche gärtnern. Die anderen sechs Interessierten kamen aus der Nachbarschaft und wurden überwiegend durch nebenan.de auf das Treffen aufmerksam.

Unklar ist noch, ob auf der Fläche im Boden gegärtnert werden kann oder ob Kisten aufgestellt werden müssen. Mit beidem hat die Gartenwerkstadt Ehrenfeld viele Erfahrungen gesammelt. Die Interessierten wünschen sich beispielsweise Kürbis, Zucchini, alte Sorten, Möhren, Kräuter und Brom- und Himbeeren anzubauen. Toll wäre ein Wasseranschluss, Sitzgelegenheiten und ein Gartenschild. In der Nähe gibt es mit dem Ehrenfelder Verein für Arbeit und Qualifizierung e.V. (eva), der Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln und der Baugruppe Minge Onkel GbR mögliche lokale Kooperationspartner.

Klar wurde auch, dass das Gärtnern auf einer öffentlichen Fläche Frustrationstoleranz erfordert. Ernte kann verloren gehen, Hundekot kann ein Problem sein und Vandalismus ist möglich. Andererseits kann aber aus der langweiligen Rasenfläche eine Ort der Vielfalt werden in dem essbare Pflanzen wie Kartoffeln oder Tomaten wachsen.

Um zu starten, muss auch noch geklärt werden, in welcher Form das Gartenprojekt rechtlich getragen werden kann. Das könnte z. B. durch eine Privatperson, einen neuzugründenden Verein oder unter der Trägerschaft eines bestehenden Vereins, wie die Gartenwerkstadt Ehrenfeld, geschehen.

Im nächsten Schritt werden zunächst die Rahmenbedingungen durch die Stadt Köln erfragt. Anschließend soll zusammen mit Frank vom Projektteam „Essbare Stadt Köln“ und Volker von der Gartenwerkstadt ein Konzept erstellt werden. Danach ist ein Gespräch mit dem Grünflächenamt der Stadt Köln geplant. Meldet euch gerne, wenn ihr bei diesem Gartenprojekt mitmachen wollt: info@gartenwerkstadt-ehrenfeld.de. Wir verknüpfen euch mit den interessierten Menschen. (ve)

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Erster Gemeinschaftsgarten Aktionstag

Künftig soll es zwei Gemeinschaftsgarten Aktionstage pro Jahr geben. Der erste Aktionstag findet am 07. April 2019 im Finkennest statt. Wir wollen gemeinsam Dinge voranbringen und Gärten auf ein neues Niveau heben.

In Köln gibt es zahlreiche Gemeinschaftsgärten z. B. in Vogelsang, in Dellbrück, in Lindenthal, in Kalk oder in der Südstadt. Sieben der Initiativen haben sich zum Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln zusammengeschlossen. Um die Gemeinschaftsgärtnernden näher zusammen zu bringen, dachten wir uns die Gemeinschaftsgarten Aktionstage aus. An zwei Terminen im Jahr treffen wir uns in einem Gemeinschaftsgarten und werkeln dort gemeinsam. Damit haben wir die Möglichkeit Dinge in den Gärten voranzubringen. Beispielsweise könnten wir Kompostmieten bauen oder an anderer Stelle ein Tomatendach errichten.

Am 07. April startet der Gemeinschaftsgarten Aktionstag ab 13 Uhr im Finkennest. Die Finken möchten ein großes Beet mit Erde befüllen. Anschließend sollen neue Blumen und Stauden gepflanzt werden, sodass der Garten zu einem noch schöneren Fleckchen Erde wird. Darüber hinaus können wir Sitzgelegenheiten reparieren oder ganz neu bauen.

Benötigt werden Akkuschrauber und Holz für den Möbelbau. Wer von euch also eine gute, kostenlose Holzquelle kennt, möge sich gerne melden. Am Ende soll es ein gemeinsames Essen am Lagerfeuer geben. Dafür wäre es gut, wenn ihr eine Kleinigkeit fürs Mitbring-Buffet beisteuert.

Nochmal in Kürze:
Was? Gemeinschaftsgarten Aktionstag
Datum? 07. April 2019
Wann? ab 13.00 Uhr – ca. 16.00 Uhr
Wo? Gemeinschaftsgarten Finkennest GEGENÜBER Akazienweg 199
Anfahrt? https://finken-koeln.de/kontakt-und-impressum/

Schreibt gerne den Finken (info@finken-koeln.de) oder uns (info@gartenwerkstadt-ehrenfeld.de), mit wie vielen Menschen ihr vorbeischauen wollt. (ve)

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Ernte im März

Der März ist kein klassischer Erntemonat. Am Ende des Winters schläft die Natur noch und es entwickeln sich keine Pflanzen mehr oder nur sehr langsam. Trotz der schlechten Bedingungen konnten wir im März erstaunlich viel ernten.

Wir ernteten Rosenkohl, Schwarzkohl, Winterpostelein und Barbarakresse. Den Rosen- und Schwarzkohl zog Karin vor und wir setzten diese im letzten Sommer ins Beet A3 und B3. Der Schwarzkohl entwickelte sich in den letzten Monaten zu prächtigen palmartigen Pflanzen. Das Winterpostelein hatte sich selbst ausgesät, keimte im Herbst und wuchs zwischen unseren Asiasalaten, die wir ebenfalls noch ernten können. Die Barbarakresse säten wir im September neben einige Endiviensalate.

Im Beet C3 wächst noch Red Russian. Diese Kohlpflanze bauten wir ebenfalls im letzten Sommer an. Ende März ernteten Kai und Bastian mit HIlfe von Petra drei Red Russian-Pflanzen. Karin setzte zwei Red Russian-Pflanzen in den Schrebergarten von Friedel um. Dort sollen die kräftigen Exemplare Samen produzieren. Im Beet C4 befindet sich noch erntereifer Mangold, der im August ausgesät wurde.

In der Südostecke des Ackers wuchs Spinat, den wir im September aussäten. Alina und Laura ernteten Mitte März alle Spinatpflanzen. Max reinigte und sortierte den geernteten Spinat, so dass wir nicht alle Erdanhaftungen mit nach Hause nehmen mussten. Im Acker und im Beet A4 und B4 befanden sich noch Stauden- und Knollensellerie, den wir abernteten.

Dagmar, Petra und Caro ernteten unseren Lauch im Beet C2 ab. Praktischerweise säuberte Petra anschließend den Lauch. In den Stangen versteckt sich gerne Erde und das Knirschen ist beim Essen sehr unangenehm.

Unsere Kräuterspirale hat im März viel zu bieten. Dort gedeiht z. B. frischer Sauerampfer und Minze kommt aus dem Boden gekrochen. Klassische Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei, Majoran und Bohnenkraut sind ebenfalls noch vorhanden.

Dagmar und Danny gruben im wilden Teil des Gartens Zitronenmelisse aus und möchten die Pflanzen zu Hause vermehren. Zitronenmelisse verbreitet sich von alleine und kann ebenfalls schon genutzt werden.

Salat wächst ebenfalls noch im Vitalisgarten. Im Herbst säten wir Feldsalat und der ist jetzt erntereif. Zwischen dem Feldsalat wächst von alleine Vogelmiere, die ebenfalls genießbar ist. Im September bekamen wir Endivienpflänzchen vom netten Kiwi-Schrebergärtner Stefan geschenkt. Diese überstanden die kältesten Nächte und sollten jetzt geerntet werden, bevor sie in die Höhe schießen. Zwei oder drei Pflänzchen lassen wir auswachsen, denn dann können wir auch noch Samen ernten.

Zu Ernten gab es also Kohl (Rosenkohl, Schwarzkohl & Red Russian), Winterportulak, Barbarakresse, Mangold, Spinat, Lauch, Vogelmiere, Zitronenmelisse, Sellerie, Salate (Sauerampfer, Feldsalat, Asiasalate & Endivien) und zahlreiche Kräuter. Im März hat der Vitalisgarten also noch einige essbare Pflanzen zu bieten. (ve)

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Frühlingsprolog

Für uns begann der Frühling bereits im März und davor mit den Vorbereitungen für die kommende Gartensaison. Wir ziehen Pflanzen vor, brachten das erste Saatgut in den Boden, bereiteten Beete für die Aussaat vor und pflanzten ein.

Unsere Pflanzgruppe entscheidet was wir im Vitalisgarten anpflanzen und wer welche Pflanzen vorzieht. Karin ist dabei unsere große Pflanzenvorzieherin. Weitere Pflanzen werden von Iris und Katharina zu Hause vorgezogen. Karin brachte beispielsweise vorgezogene Erbsen mit in den Garten und pflanzte diese ins Beet B1. Niyal besuchte nach mehreren Monaten wieder den Vitalisgarten. Sie bekam das Angebot Pflanzen aufzuziehen. Dafür bekam sie Anzuchterde und Salatsamen von Karin.

Nach Ende des Winters werden unsere Beete und der Acker zunehmend von Beikräutern bevölkert. Damit diese nicht zu blühen beginnen und Saatgut bilden ist es wichtig Beikräuter rechtzeitig zu entfernen. Außerdem ist jetzt die Zeit Kompost einzubringen und der Erde Nährstoffe zuzuführen.

Iris und Birk kümmerten sich um unsere Tomatenbeete. Sie entfernten zusammen mit Kai Beikräuter und arbeiteten anschließend Kompost und Pferdeäpfel in die Erde ein. Zum Abschluss wässerte Iris die Erde um das Bodenleben fördern. Unter dem Tomatendach regnet es sonst ja nicht und wir bewässern die Fläche erst regelmäßig wenn die Tomaten einziehen.

Katharina fing mit der Schuffel an unsere Endiviensalate von Beikräutern zu befreien. Die Salatherzen waren etwas zu tief gesetzt worden, so dass das Jäten auch gleichzeitig den Salaten mehr Luft verschaffte.

Seit März ist Detlef regelmäßig mit von der Partie und ist dabei weitere Beete vorzubereiten. Katharina und Volker zeigten ihm bei einem kleinen Rundgang was es generell zu tun gibt. Es sind noch etliche Beete vorhanden, die entweder aktiviert oder aus denen Beikräuter entfernt werden können. Als erste Aufgabe befreite Detlef unser Gewächshaus von sprießenden Beikräutern. Am darauffolgenden Samstag widmete er sich überwucherten Beete westlich des Gartenhauses Zwei. Das verwilderte Grün zu entfernen war schwierig. Später plant Detlef dort Erdbeeren einzupflanzen.

Laura und Volker gingen in der Nordostecke des Ackers auf Beikräuterjagd. In der darauffolgenden Woche kümmerten sich Katharina, Michaela und Jakob um die Nordwestecke. Auch dort hatten sich zahlreiche Beikräuter ausgebreitet und mussten gejätet werden. Die drei befreiten außerdem unseren Maiwirsing und schufen Platz für die Aussaat von Möhren.

Der März ist der erste Monat der Gartensaison in dem einige Saaten in die Erde gebracht werden. Iris, Detlef, Max säten beispielsweise Möhren ins Beet B3 und C3. Karin säte Erbsen ins Beet B1 und A1 und Spinat in A3. Danny brachte im Gewächshaus Petersiliesamen in die Erde. Iris besorgte Steckzwiebeln und steckte diese ins Beet C4. Ins Beet kamen zusätzlich rot-gelb-grüner Mangold und ins Beet A1 kamen scharfer Rucola und Rübstiel. Dagmar nahm ebenfalls Charlotten in die Hand und steckte diese zwischen unsere Erdbeeren. Dagmar säte ansonsten die Kesselheimer Zuckererbse ins Beet A1. Außerdem säten Katharina, Caro und Volker unterschiedliche Möhrensorten in die Nordwestecke des Ackers. Zwischen die Reihen steckten Kathrin, Christian und Volker Zwiebeln. Leider fehlt uns noch Platz für Möhren und Zwiebeln, weshalb wir ein neues Beet anlegen wollen.

Der März ist ebenfalls die richtige Zeit um manche Pflanzen einzupflanzen. Karin und Katharina besuchten am 14. März die Klostergärtnerei der Alexianer und besorgten uns verschiedene Pflanzen. Am Samstag drauf pflanzte Katharina mitgebrachte Salatpflänzchen als Vorkultur ins Beet B4 ein. Im Mai soll nach der Salaternte Paprika und Chili das Beet übernehmen. Neben dem Salat brachten die beiden auch eine Waldmeisterpflanze mit, die einen neuen Standort unter einem Apfelbaum bekam.

Auf unseren Erdbeerhügeln wächst ebenfalls Knoblauch, da sich Erdbeeren und Knoblauch gut verstehen. Dummerweise hatten wir einige Knoblauchknollen im Boden vergessen. Jetzt galt es die jungen Knoblauchpflänzchen zu vereinzeln. Michaela legte Hand an und verteilte den Knoblauch. (ve)

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Opfertisch und Rattenschutz

Wir entwickelten unsere Kompostmieten fort. Es entstand ein Opfertisch mit Hilfe dessen Bioabfälle einfacher verkleinert werden können und wir versuchen mit Hilfe eines Metallgitters eine Miete vor Rattenbefall zu schützen.

Seit einigen Wochen übernimmt dankenswerterweise Danny den Transport von Bioabfällen von The Good Food. Die Bioabfälle landeten in der mittleren Kompostmiete und mussten anschließend mühevoll zerkleinert werden. Das war kraftraubend und wenig effektiv, da die neuen Bioabfälle sich mit alten vermischten. Außerdem war der Untergrund weich, wodurch Energie beim Zerhacken verpuffte.

Volker überlegte er sich, dass es klüger wäre den Bioabfall auf hartem Untergrund zu zerhacken. Die Idee des Opfertischs war geboren. Er baute sich mit Hilfe von Steinen und einer Balkenumrahmung einen kleinen Opfertisch. Außerdem standen Sellerieknollen und Brokkoli als Testmaterial zur Verfügung. Volker zerhackte also die Knollen und Brokkoli. Die Balken ließen sich wegrollen und so konnte er ganz einfach das zertrümmerte Material in den Kompost schaufeln.

In der Woche darauf wollte Volker die Konstruktion verfeinern. Er organisierte sich Gehwegplatten. Das Ziel war es vor den Kompostmieten eine Reihe Gehwegplatten zu verlegen und in der Mitte einen Opfertisch einzurichten. Außerdem sollten die Steinplatten auf das Bodenniveau gesenkt werden. Zur Hilfe nahm er Sand und eine Wasserwaage. Mit ein wenig Geduld und ein bisschen Können verlegte Volker letztendlich alle kleinen Steinplatten und die des Opfertisches. Fertig war das praktische Plattengebilde samt Opfertisch.

Unsere linke Kompostmiete war mit Material bestückt worden. Leider hatte sich der Außenpfosten unter der Last des Kompostinhalts nach außen geneigt. Das führte dazu, dass unsere Verschalungsbretter nicht mehr passten und herunterpurzelten. Die Lösung war einfach, denn Karin nagelte einfach zwei dünne Latten an die Konstruktion. Jetzt passen die Bretter wieder in die Verankerung und werden von dieser festgehalten.

Danny widmete sich hingegen unserem kleinen Rattenproblem. Dazu befestigte er Drahtgitter an der rechten Kompostmiete. Das Gitter soll verhindern, dass sich Ratten von unten in die Kompostmiete durchgraben. An der Seite befindet sich Holz, dass die Tiere hoffentlich ebenfalls abhält. Mal sehen ob das Gitter Rattennester verhindert. (ve)

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Erste Agora-Werkstatt

Am 15. April 2019 findet zwischen 18 und 21 Uhr die erste Agora-Werkstatt im Großen Saal des Allerwelthauses statt. Mitglieder der Agora Köln und Interessierte sind herzlich eingeladen mitzuwirken!

Die Agora-Werkstatt wird der zentrale Baustein der Agora Köln und ist offen für Alle. Dort werden nachhaltige Dinge vorangebracht. Wer neu ist kann die Agora Köln kennenlernen und direkt Anschluss finden.

Gestartet wird mit dem Agora-Pitch und anschließend bilden sich Arbeitsgruppen zu aktuellen und interessanten Themen. Beispielsweise werden Teilnehmende überlegen wie der Tag des guten Lebens in Ehrenfeld gestaltet werden kann oder wo der Tag 2020 stattfinden soll. Wer mag kann neue Themengruppen gründen und es kann etwas völlig Neues für die Agora entstehen. Die Vereinsarbeit muss natürlich auch noch erledigt werden.

Am Ende wird geschaut was gemeinsam auf die Beine gestellt wurde und es wird überlegt wie es weiter geht. Anschließend klingt die Werkstatt gemütlich aus. Na, wenn das keine interessante Veranstaltung ist! (ve)

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Das ist sonst alles passiert!

  • Wolf und Detlef machen bereits jetzt schon ein neues Schrebergartengelände im Eingangsbereich urbar. Es wurden Ranken und Gestrüpp entfernt. Sie legten ein Beet frei und wollen dort Kartoffeln anbauen. Behilflich waren den beiden Caro und die kleine Mathilda.
  • Kathrin und Volker zerkleinerten Äste und gingen anschließend auf Löwenzahnjagd.
  • Hermann macht uns das Angebot eine digitale Kamera zu kaufen. Mit dieser Kamera sollen wir deutlich bessere Fotos schießen können.
  • Unser Schrebergartennachbar Pitter zersägte uns freundlicherweise Pappelholz. Volker zerhackte es und drei kleine Partygäste stapelten es mit Volker auf der Veranda der Casa Esmeralda.
  • Lara feierte im Vitalisgarten ihren Geburtstag mit etwa 30 Gästen. Das Wetter war toll und die Leute waren vom Ort beeindruckt. Die Kälte bekämpften wir mit einem Lagerfeuer und suchten dafür Holz aus allen Ecken zusammen. Für die Party bekam Lara dankenswerterweise Strom vom Schrebergartennachbar Max gespendet.
  • Karin platzierte am Zaun Edelwicken. Hoffentlich fangen diese bald prächtig an zu blühen.
  • Volker riss das kleine Nebendach hinter der Casa Esmeralda ab. Wir müssen für den Dachneubau besser an die Dachfläche über dem Wohnbereich herankommen.
  • Am 23. März 2019 kamen ungewöhnlich viele Gärtnernde in den Vitalisgarten. Von den 18 Gärtnernden waren sogar sechs Neulinge mit von der Partie. Mit dabei waren Katharina, Volker, Detlef, Michaela, Jakob, Hermann, Wolf, Lara, Dagmar, Iris, Birk, Bastian, Kai, Petra, Caro, Danny, Petra II und Tim.
  • Detlef kümmerte sich um unseren großen Rosenstock. Dort entfernte er vor allem Totholz.
  • Hermann war über nebenan.de bzw. Volker auf den Vitalisgarten aufmerksam geworden. Der nebenan.de-Fotographie-Gruppe könnte Leben eingehaucht werden. Wir wollen eine Fotosafari im Vitalisgarten durchführen.
  • Hermann schaute sich den Vitalisgarten mal genauer an, war begeistert und hatte gleich auch noch ein paar Sicherheitstipps für uns. Vielleicht kann er uns helfen, dass technische Geräte nicht wieder gestohlen werden.
  • Danny transportierte Erde mit einem Lastenrad ab, da er sein Zuhause grüner gestalten möchte. Dazu grub er, wie auch Dagmar, Zitronenmelisse aus und nahm diese mit nach Hause.
  • Wolf diskutierte mit Volker den Weiterbau des Dachs der Casa Esmeralda. Wolf traf letzte Woche einen befreundeten Zimmermann Andre, der sich unser Gartenhaus unter die Lupe nahm. Dabei kam heraus, dass wir die Decke über der Wohnfläche, die aus Schalbrettern und Dachsparren besteht, nicht abreißen. Ansonsten ist zu befürchten, dass die Hauskonstruktion instabil wird und Mauern teilweise einfallen. Auf die Bretterdecke schrauben wir dicke und breite Balken und erhöhen dadurch die Westseite der Casa um etwa 40 cm. Auf die Balken legen wir neue Dachsparren und können darauf Trapezbleche installieren. Was wir über der Betonplatte der Küche machen schauen wir dann später.
  • Wir brachten den Bau des Hühnerstalls voran. Anfang März kam Petra vorbei und hoffte, dass die Hühnertruppe zahlreicher aufgetaucht wäre. Volker grub immerhin Balken für das Ständerwerk des Hühnerstalls aus und wir überlegten wie wir die Balken miteinander verbinden. Ende März sägten Birk und Volker Balken auf die richtige Länge und nutzen sogar die Tangensfunktion zur Berechnung des korrekten Winkels für unsere Dachkonstruktion.
  • Wolf entzündete ein Lagerfeuer und brachte damit einen Schrebergärtner auf die Palme. Unglücklicherweise herrschten teilweise Nordwinde und der Rauch zog in die falsche Richtung. Wir löschten daraufhin das Feuer.
  • In dieser ausgeprägten Westwindphase war wieder ein Sturmschadencheck angesagt: Zunächst waren wir froh, dass die Dachplane noch vor Ort war. Die Veranda der Casa Esmeralda glich allerdings eher einem Trümmerfeld. In der Gartenhütte selbst war abermals Wasser eingedrungen. Volker wischte den Wohnbereich der Casa und half der durchgewirbelten Veranda. Mit der Gießkanne wurde die Veranda wieder sauber und verwandelte sich in eine hübsche Örtlichkeit.
  • Danny nahm die große Gartenschere und eine Astsäge und kürzte einen Hibiskusbusch.
  • Wir räumten auf und entfernten unnütze geerbte Metallgegenstände.
  • Ende Februar fuhren dankenswerterweise Karin und Birk unseren Müll zum Wertstoffhof und zur AVG. Jetzt hinterließ der Platz neben der Kräuterspirale wieder einen viel besseren Eindruck.
  • Karin und Volker schaufelten Sand aus einem Big Bag in unsere Schubkarre und bugsierten diesen in einen viereckigen Bottich am Rand der Wiese.
  • Katharina rechte Zweige und Moos zusammen und entfernte Hibiskusableger vor der Casa Esmeralda.
  • Iris und Karin bauten ein Gerüst für unsere Brombeere. Dazu rammten die beiden zwei Holzständer in den Boden. Außerdem nutzten sie blauen Draht und spannten diesen als Rankhilfen zwischen das Ständerwerk.
  • Karin räumte abgestorbene Zweige im Staudenbeet der Sonnenfalle ab.
  • Meike besucht uns, da sie am Karnevalssonntag ein Geburtstagsfrühstück veranstaltete. Ihr fehlte allerdings Geschirr und hatte über nebenan.de mitbekommen, dass wir solches verleihen. Also nahm sie Kontakt auf und holte sich Kuchenteller, Tassen und Besteck ab. Die Woche drauf brachte sie es wieder brav zurück.
  • Volker holte kurze Balken von unserem Holzstapel auf der Wiese und brachte diese mit einer anderen Schubkarre zur Casa Esmeralda. Zusammen mit Birk und Kai brachte er statt der langen Balken nun kurze aufs Dach. Dadurch sollte die Plane wieder vor starken Winden geschützt sein.
  • Es ging um unseren gestohlenen Wechselrichter. Wir waren uns einig, dass wir einen neuen Wechselrichter brauchen. Unklar ist allerdings ob wir diesen gegen Diebstahl versichern und wie er gegen weiteren Diebstahl geschützt werden kann. (ve)
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Wir brauchen

– Interessenten/Hilfe für unsere vielen Aktivitäten:

  • Vitalisgarten (trockenes Holz zum Heizen, Gewächshaus, Schaukasten aufstellen)
  • Gärtnern mit Flüchtlingen (Kisten- und Sitzbankbau)

– Euren Bioabfall, allerdings nichts Gekochtes, kein Brot und keine Zitrusfrüchte.
– Wer mag kann uns für unsere Aktivitäten etwas spenden: https://www.betterplace.org/p24432
– Euch (als GärtnerInnen, HandwerkerInnen, WebentwicklerInnen, etc.)

Termine

Das ist sonst alles passiert!

04. April 2019 Frühjahrsplenum Bündnis Kommunale Nachhaltigkeit Köln, Alte Feuerwache, 18:30 Uhr
06. April 2019 Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
06. April 2019 Schnuppergärtnern, Vitalisgarten, ab 14 Uhr
06. April 2019 Pflanzgruppentreffen, Vitalisgarten, ab 14 Uhr
07. April 2019 Gemeinschaftsgarten Aktionstag, Gemeinschaftsgarten Finkennest, ab 13 Uhr
07. April 2019 Kidical Mass Köln, Rudolfplatz, 14 Uhr
08. April 2019 Gentrifizierung in Ehrenfeld? Wir bleiben!, Allerweltshaus, 19 Uhr
13. April 2019 Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
15. April 2019 Agora-Werkstatt, Allerweltshaus, 18 Uhr
20. April 2019 Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
20. April 2019 Pflanzgruppentreffen, Vitalisgarten, ab 14 Uhr
26. April 2019 Critical Mass Köln, Rudolfplatz, 18 Uhr
27. April 2019 Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
04. Mai 2019 Schnuppergärtnern, Vitalisgarten, ab 14 Uhr
Jeden Samstag Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
Nach Vereinbarung Sondergartentreffs Vitalisgarten

Unsere Internetseite. www.gartenwerkstadt-ehrenfeld.de
Betterplace. https://www.betterplace.org/p24432
Facebook. www.facebook.com/gartenwerkstadt
Informationen zum Gartenbrief. gartenbrief@gartenwerkstadt-ehrenfeld.de
Kinderprogramm. kinderprogramm@gartenwerkstadt-ehrenfeld.de
Gärtnerische Planung. pflanzgruppe@gartenwerkstadt-ehrenfeld.de
Allgemeine Anfragen. info@gartenwerkstadt-ehrenfeld.de
Abmeldung vom Gartenbrief. Meldet euch bei uns, falls ihr keine Emails mehr von uns erhalten möchtet. In dem Fall werden eure persönlichen Daten umgehend gelöscht. Schreibt einfach eine Email an gartenbrief@gartenwerkstadt-ehrenfeld.de