Schnuppergärtnern am 04. Mai 2019

Ihr seid herzlich zum Schnuppergärtnern in den Vitalisgarten eingeladen. Dabei lernt ihr unseren Gemeinschaftsgarten kennen und es lässt sich gut erproben, wie viel Spass das Gärtnern macht und ihr könnt zeigen welche Talente ihr mitbringt.

Tomatendach

Beginn: 14 Uhr
Treffpunkt: Kräuterspirale am Eingang
Anmeldung nicht erforderlich. Komm einfach vorbei!

Winterarbeiten 09. Dezember 2017

Die Kälte war im Vitalisgarten eingekehrt und deshalb verzogen wir uns hauptsächlich in die Casa Esmeralda. Wir stellten bereits die dritte Sitztruhe fertig, verlegten Solarkabel zweckvoller, Lara jätete im Feldsalat-Beet und Iris erntete die letzten Physalisfrüchte.

Kurz nach 13 Uhr waren wir bereits zu dritt. Lara, Chris und Volker waren im Vitalisgarten eingetrudelt. Lara wollte das Tageslicht nutzen und im Acker jäten. Trotz Handschuhen wurden aber schnell ihre Hände kalt und das Jäten machte mäßig viel Spaß. Am Ende waren die wenigen Feldsalatpflänzchen aber von Beikräutern befreit.

In der Casa Esmeralda hatten Chris und Volker bereits den Holzofen angeworfen und es entwickelte sich in der Gartenhütte eine wohltuende Wärme. Lara war froh, dass sie ihre eingefrorenen Finger wieder über dem Ofen auftauen konnte. Derweil waren Chris und Volker dabei die dritte Truhe fertig zu bauen. Am Vortag hatte Volker mit Katharina zusammen den Rohbau fast beendet. Es fehlt nur noch eine kleine Seite und die Befestigung des Truhendeckels. Die kurze Seite war schnell eingesetzt, in den wir noch einen Griff einschnitten. Beim Anbringen der beiden Scharniere für den Deckel störte zwar erst ein Ast. Aber letztlich schraubten wir die Scharniere an die Truhe und an den Deckel und welch ein Wunder: Der Deckel passte perfekt!

Lara hatte den Vitalisgarten verlassen und so freuten wir uns, dass Iris hereingeschneit kam. Volker hatte Ingwertee mitgebracht und damit gab es eine nette Teezeit. Wir nutzten den ausziehbaren Tisch, den wir von draußen in den Wohnraum räumten. Für Arbeiten am Tisch oder eine große Speisetafel ist der Tisch sehr praktisch. Sonst nimmt er allerdings viel Platz weg.

Iris wurde noch aktiv und pflückte auf dem Acker die letzten Physalisfrüchte. Chris und Volker machten sich an Kabeln der Solaranlage zu schaffen. Diese hingen seit der Installation lose im Schuppen umher. Mit passenden Halterungen konnten wir die Kabel an der Wand und am Regal befestigen. Das sieht jetzt viel besser aus!

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In der Casa Esmeralda bollerte der Holzofen und es war noch ein wenig Zeit bis für Chris die S-Bahn eintrudelte. Deshalb probierten die beiden Gärtner ein Kartenspiel aus. “Du lachst dich schlapp” war schnell zu verstehen, war aber leider nicht so lustig wie angepriesen. Vielleicht ist es eher etwas für die Zielgruppe von 6 bis 12 Jahren, wie auf der Schachtel angegeben. Nach einer Partie war es Zeit aufzubrechen und so ließen wir den dunklen Garten hinter uns.

Kartoffel-Lauch-Suppe 14. Oktober 2017

Das war ein sommerlicher und sonniger Gartentreff im Vitalisgarten. Wir säten Feldsalat, jäteten Beete, ernteten Kräuter und Saatgut und kochten gemeinsam eine leckere Kartoffel-Lauch-Suppe.

Gegen halb zwei trafen Katharina und Volker als Erste im Vitalisgarten ein. Zunächst ging es darum einer Physalisfrucht Samen zu entlocken. Das war eine klebrige Angelegenheit! Anschließend ließen sich beide in die Hängematte sinken und planten den Nachmittag. Als Erstes Jäteten wir auf dem Acker. Wir befreiten die Pastinaken-Pflanzen von Beikräutern und mulchten einen kleinen Weg neben dem wir Rillen für Feldsalatsamen zogen. In regelmäßigen Abständen setzten wir die Samen ein und schlossen die Rillen wieder. Am Ende hatten wir sieben lange Reihen gezogen. Hoffentlich war es nicht zu spät für das Einsäen von Feldsalat. Wir hoffen auf die Wärme der Kölner Bucht.

Ingo schaute vorbei und machte sich gleich nützlich indem er kleine Porree-Pflanzen mit Stöcken markierte. Iris kam ein wenig später und setzte weitere Porree-Pflanzen in den Acker. Anschließend banden die beiden Physalis-Pflanzen zusammen, die der Wind niedergedrückt hatte.

Im Schrebergarten galt es ebenfalls Beete von Beikräutern zu befreien. Ingo nahm den Grubber und löste die Beikräuter, Katharina und Volker entnahmen schließlich die nicht erwünschten Pflanzen. Tags zuvor hatten Lara und Felix den Rasen gemäht und das Gras zusammengerecht. Das geschnittene Gut nutzte nun Volker zum Mulchen. Chris, der nur zum Entspannen vorbeikam, konnte dadurch praktisch erfahren, was er im Workshop im Frühjahr bei Karin gelernt hatte.

Weiter ging es mit dem Ernten von Kräutern. Letztere hatten sich prächtig in der Kräuterspirale ausgebreitet und machen sich sogar gegenseitig Konkurrenz. Wir schnitten Zweige ab und bündelten diese fürs Trocknen. Nebenbei sammelte Iris Samen von Schnittknoblauch und Petersilie. Zuvor hatte sie bereits Bohnen für die Aussaat im kommenden Jahr gesammelt.

Ingo brachte in der Zwischenzeit Janina in den Vitalisgarten und fing an eine Kartoffel-Lauch-Suppe zuzubereiten. Lauch ernteten wir vor Ort und Kartoffeln hatten wir bereits tags zuvor geerntet. Mit Schmand und Gewürz entwickelte sich aus den Zutaten auf dem Gaskocher eine leckere Gemüsesuppe. Der renovierte Wohnraum der Casa Esmeralda erwärmte sich inzwischen durch das lodernde Ofenfeuer und Kerzen spendeten uns Licht. Lecker war die Suppe, die in der netten Stube noch besser schmeckte.

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Gemeinsam spülten wir ab und als wir den Vitalisgarten verließen war die Sonne längst untergegangen und die Sterne strahlten vom Himmel.

Es werde Licht 30. September 2017

Regen prasselte auf den Vitalisgarten, weshalb nicht gerade viel los war. Aufgrund des nass-kühlen Wetters nutzten wir die Veranda und räumten auf.

Für 11 Uhr hatte sich der Kleingartenvorstandsvorsitzende Ploog angekündigt. Zusammen mit Pitter las er die Wasseruhr ab. 26 Kubikmeter Wasser hatten wir in dieser Gartensaison verbraucht. Etwa ein Dutzend Kubikmeter waren allerdings aus Versehen verloren gegangen. Ein Wasserhahn war undicht und hatte über Tage Wasser ausfließen lassen.

Volker war also bereits früh im Vitalisgarten und machte sich gleich nützlich. Wir benötigten weitere Schrauben fürs Bett von Kosta und Dachlatten als Fußleisten. Also ging es wieder mit dem Fahrrad zurück zum Baumarkt. Blöderweise fing es stark an zu regnen und Volker war ordentlich nass als er einkaufte. Zurück im Vitalisgarten legte er erst einmal eine Pause ein und versuchte sich unter einer Decke zu trocknen.

Der Regen prasselte unaufhörlich, weshalb Volker neben der Schneckenjagt zunächst die Veranda aufräumte. Es gibt jetzt ein Kerzenbrett und eine Flaschensammlung. Nach der Veranda war der Schuppen an der Reihe. Im Schuppen hatten sich etliche Sachen verstreut. So etwas ist im Gemeinschaftsgarten nur schwer zu vermeiden. Volker räumte störende Sachen aus dem Schuppen. Anschließend sortierte er die Verpackungen des Schrauben- und Nagelschränkchens. Weiter ging es mit den Regalbrettern. Dort hatte sich eine Maus an Sonnenblumenkernen gelabt und Kot verstreut. Also galt es das Regal zu säubern und komplett auszuräumen. In unserem Juteflies tauchte plötzlich die Maus auf. Diese hatte sich in der Jute eingenistet und war verstorben. Vielleicht lag es am verspeisten Kerzenwachs?

Aniko kam gegen 16:30 Uhr vorbei und konnte Volker beim Aufräumen unterstützen. Einige Schrauben waren vermischt worden und diese sortierten die beiden wieder. Aniko kam auf die Idee die Lampe im Schuppen zu aktivieren. Es wart also Licht und unmittelbar darauf konnten die beiden den aufgeräumten Schuppen bestaunen.

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Die Dämmerung trat ein und als letztes sägte Volker die neuen Dachlatten aufs Maß. Die alten Fußleisten waren unansehnlich, weshalb wir diese erneuern. Alle notwendigen Fußleistenstücke sind vorhanden und müssen jetzt “nur” noch an die Wand geschraubt werden. Na, wenn das mal so einfach wäre? Kurzzeitig hatte der Regen aufgehört doch als die beiden sich auf den Weg machten, prasselte Regen erneut vom Himmel.

Die Gartenwerkstadt in der Kölnischen Rundschau 13. September 2016

Ende August besuchte uns Hans-Willi Hermans von der Kölnischen Rundschau nach dem Teilumzug III im Gartenbahnhof. Die jungen Künstler Joel und Felix hatten es sich bei uns gemütlich gemacht und Volker berichtete dem Journalisten von den jüngsten und möglichen zukünftigen Entwicklungen. Hier findet ihr den Artikel aus dem Lokalteil der Kölnischen Rundschau vom 13. September 2016.

Artikel über die Gartenwerkstadt vom 13. September 2016

Unser Kanonenofen brennt

Wir haben unseren Kanonenofen zum ersten Mal am 13. Dezember 2014 während des Gartentreffs im Gartenbahnhof Ehrenfeld in Betrieb genommen. Lukas hat ihn draußen bei leichtem Regen angefeuert. Er brennt ausgezeichnet und verursacht eine angenehme Umgebungstemperatur, die uns an diesem regnerisch-kühlen Samstagabend erwärmt hat.

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Unsere Ideen zur Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofs

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Die Stadt Köln, und mit ihr der Bezirk Ehrenfeld, steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen:

Ein prognostiziertes Bevölkerungswachstum mit entsprechenden Forderungen nach neuem Wohnraum und Arbeitsplätzen. Gleichzeitig eine stattfindende Gentrifizierung, d. h. Vertreibung angestammter Bevölkerungsgruppen und einer Verdrängung ärmerer Bevölkerungsschichten an den Stadtrand. Dazu kommt der demographische Wandel mit einem starken Anstieg der Zahl von SeniorInnen und entsprechenden Anforderungen an die Infrastruktur.

Eine der größten Herausforderungen wird sicher die Anpassung der Stadt an den kommenden Klimawandel. Sowohl lang andauernde Trocken- und Hitzeperioden, als auch zunehmende Starkregenereignisse erfordern Anpassungen im Bestand, besonders aber auch bei der Planung und Realisierung von Neubaugebieten.

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Lastenräder im Einsatz für den Gartenbahnhof 22. Februar 2014

Der Tag fing nicht gut an! Es regnete, als Volker Packo bei Ralf abgeholt hat. Packo ist ein tolles Lastenrad mit dem sich allerlei transportieren lassen kann. Unterstützt wurde Packo von QuerlastEins, den Katharina Tags zuvor von Marcel bzw. Querwaldein ausgeliehen hatte. Glücklicherweise hörte es auf zu regnen und die beiden Lastenräder wurden flugs mit Brettern und Balken von der GAG-Baustelle beladen. Katharina und Volker fuhren gemächlich zur rückseitigen und weniger holprigen Anfahrt des Gartenbahnhofs. Dort übten sie Bretterweitwerfen, eine Disziplin die leider noch nicht olympisch ist, da sie wenig stylisch zu sein scheint. Anschließend wurden die beiden Lastenräder ein zweites mal beladen und schon waren fast alle gesammelten Holzabfälle der Baustelle in den Garten transportiert.

Der Gartentreff fing pünktlich an und Karin war diesmal die vorbildliche Gastgeberin! Thomas und Martin hatten sich vorgenommen unsere Wasserversorgung zu sichern. Dummerweise hatte das Fallrohr der Lagerhalle kein Standardmaß und so konnte nur ein Plan B entwickelt werden. Der Nachmittag verlief aber dennoch sehr produktiv! Trotz des suboptimalen Wetters – wenigstens regnete es nicht mehr – kamen neun GärtnerInnen zum Werkeln. Wir haben einige Pflanzen wie Feldsalat umgesetzt, unsere Müllvorrichtung fast fertig bekommen und vier weitere Pflanzkisten umgewandelt. Jetzt fehlen nur noch drei! Ach ja, die neu angelieferten Bretter mussten auch noch entnagelt werden. Die Nägel können wir prima gebrauchen und so spart die Menschheit auch gleich noch ein paar Ressourcen.

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Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofs – Wird urbanes Gärtnern berücksichtigt?

Am 20. Februar 2014 gab es eine Informationsveranstaltung im Nonni Club (Helmholzplatz) zum weiteren Vorgehen bei den Planungen zur Umgestaltung des ehemaligen Güterbahnhofs von Köln-Ehrenfeld. Geleitet wurde der Abend von Bezirksbürgermeister Josef Wirges und war der Auftakt eines Bürgerbeteiligungsverfahrens.  Auf dem Podium saßen Franz-Josef Höing, der als Leiter vom Dezernat VI für die Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr verantwortlich ist, und Holger Coers von der Aurelis Real Estate, welcher das gesamte Gelände gehört.

Zunächst wurden die schwierigen Rahmenbedingungen erläutert und schnell wurde klar, dass die Umwidmung der 72.000 qm großen Fläche keine leichte Aufgabe wird. Der größte Störfaktoren stellt der Krach dar, der durch die Bahnstrecke und ansässigen metallverarbeitende Industrie südlich des Geländes verursacht wird. Hier stellen sich die Planer einen riesigen und 600 m langen Lärmschutzwall als “grünes Bauwerk” vor. Das heutige Gewerbegebiet, soll in ein gemischtes Quartier mit mindestens 30% sozialem Wohungsbau verwandelt werden soll. Betont wurde, dass es auch darum geht “Freiraumqualitäten entstehen zu lassen”. Es solle “kein antiseptischer neuer Stadteil” entstehen, das Stück Land “kann ruppig bleiben” so Höing. Er sprach sogar von einem “neuen Milieu für Ehrenfeld”. Wirges ergänzte: “Nicht clean sondern solidarisch” soll das Quartier werden. Martin Svon Jack-in-the-Box betonte, dass die sozio-kulturelle Nutzung weiter bestehen bleiben soll. Ein weiterer Angehöriger von Jack-in-the-Box bemerkte, dass die Siedlung autofrei bleiben sollte: “Das Blech möchte doch niemand mehr haben!” Eine Vertreterin der Kleingärtner sorgte sich um dieses ökologisch wertvolle Grün. Für eine grüne Gestaltung der freien Flächen machten vor uns stark. Thomas und Volker bemerkten, dass urbanes Gärtnern ins Gelände integiert werden kann und viele positive Aspekte umfasst. Herr Wirges fand diese Idee toll und kommentierte: “Chapeau, Herr Coers, sie haben da sehr interessante Mieter auf dem Gelände!”.

Es gab auch etliche kritische Stimmen. Ein Anwesender meinte, dass die Entwicklung zur Gentrifizierung führt. Erst entstehen interessante soziale, kurlturelle und ökologische Angebote und am Ende verdrängen reiche Mieter und Inhaber die armen Vormieter. Natürlich wird die Aurelis besonders den ökonomischen Aspekt  beachten. Deshalb müssen alle anderen Akteure darauf achten, dass die Ökologie, das Soziale und die Kultur nicht unter den Tisch fallen! Hier gilt es dicke Bretter zu bohren (siehe Heliosgelände).

Weiter geht es mit einem “kooperativen Gutachterverfahren” am 07. März (Auftakt, 19 Uhr), 04. April (Zwischenstand, 19 Uhr) und 15. Mai 2014 (Ergebnisse, 18 Uhr) in den Räumlichkeiten von eva e. V. (Herbrandsstr. 10). Vier Planungsbüros sind beauftragt, in einem von Öffentlichkeit begleiteten Wettbewerb, Gestaltungsvorschläge zu erarbeiten. Über die Vorschläge wird schließlich eine Jury entscheiden. Die Erfahrung in Bezug auf die Planungen rund um das Heliosgelände zeigen, dass gerade die Bürgerbeteiligung entscheidend ist, damit innovative Ideen zu einem guten Leben auf dem ehemaligen Güterbahnhof von Ehrenfeld führen.

Links

http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=42989
http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf61/flyer_-_gutachten_g__terbahnhof_ehrenfeld_barrierefrei.pdf