Kehraus 29. Dezember 2019

Zum Jahresabschluss stand das Aufräumen im Vordergrund. Wir räumten unser Außenregal auf und hübschten unseren großen Abfallhaufen an indem wir Bitumenbretter kleinsägten und effizienter in Big Bags stapelten. Wir legten Pappe auf den südlichen Ackerteil, ernteten Wintergemüse und entfernten Papiermüll der Agora Köln.

Karin war unsere Gastgeberin beim Gartentreff zwischen den Jahren. Sie war die erste im Vitalisgarten. Karin fing damit an auf unserem Wiesengrundstück das Außenregal weiter aufzuräumen. Nutzlose Dinge sortierte sie aus und andere Sachen wurden besser verstaut.

Gegen halb zwei tauchten Katharina und Volker mit unserem neuen Fahrradanhänger auf. Letzteren hatten wir von einer netten Nachbarin aus Ehrenfeld geschenkt bekommen. Leider war der Laden von The Good Food über den Jahreswechsel geschlossen und deshalb gab es keinen neuen Bioabfall für unsere Kompostmieten. Gemeinsam überlegten wir was wir am letzten Gartentreff des Jahres 2018 erledigen wollten. Es stand das Aufräumen im Vordergrund.

Pitter, unserem Schrebergartennachbar, gefiel unser Abfallhaufen nicht. Er hatte Recht, denn der Stapel aus mit Bitumen kontaminierten Brettern und anderen Dingen war nicht sehr ansehnlich. Da ein Entfernen spontan nicht möglich war, widmeten sich Katharina und Volker deshalb der optischen Verschönerung des Haufens Abfall. Dafür besorgte Volker weitere Big Bags und einen Fuchsschwanz. Mit der Säge zerkleinerten die beiden die Bitumenbretter und legten diese in einen Big Bag.

Nach einer Weile war Katharina und Volker das Sägen per Hand zu mühsam, weshalb die beiden die letzten Bitumenbretter zurück zur Casa Esmeralda transportieren. Dort verfügen wir nämlich über gespeicherten Solarstrom und eine Stichsäge. Mit letzterer waren die Bretter sehr schnell zerkleinert und passten alle in einen weiteren Big Bag. Volker brachte den gefüllten Big Bag zurück zur Wiesenfläche. Gemeinsam ordneten wir den Abfallhaufen und jetzt ist hoffentlich weniger daran auszusetzen.

Karin räumte inzwischen auch die Umgebung des Außenregals auf und entdeckte Bretter, die sich ineinander stecken ließen. Katharina besorgte unseren Gummihammer und baute die Steckbretter zusammen. Es ergab sich ein kleines Regal, dass wir im Gewächshaus unterbrachten.

Auf dem südlichen Ackerteil hatte Karin bereits alte Pappstücke aufgelegt. Die Pappe soll erneut verhindert, dass spontane Begleitvergetation die Erde vereinnahmt und damit die Aussaat im Frühjahr behindert. Damit die Pappe nicht wegfliegt legte Karin eine dünne Erdschicht auf.

Im Außenregal hatten jahrelang verleimte Holzplatten gelagert. Diese brachte nun Volker ins Gartenhaus Zwei, denn dort sind sie vor widrigen Witterungseinflüssen besser geschützt. Katharina reichte ihm die Platten durchs Fenster und Volker lehnte diese provisorisch an einen alten Schrank.

In der Nähe der Casa wächst eine kleine Birke, die eine Schirmkrone ausbildet. Karin hatte bereits am Vortag einige Äste entfernt. Volker nahm die große Gartenschere und entfernte unter Anweisung von Karin und Katharina Schösslinge. Außerdem sägten wir einen niedrigen Ast ab und zwar so, wie es uns ein Obstbaumschnitt-Buch lehrt. Das anfallende Birkenreisig können wir gut zum Anfeuern unseres Holzofens verwenden.

Es dämmerte und Karin und Katharina gingen zum Ernten über. Diesmal war wieder Schwarzkohl, Endivien- und Mizunasalat und der Asiasalat “Red in Snow” an der Reihe. Interessanterweise hatten sich spontan Winterpostelein ins Beet gesät. Der kam Karin für ein Kartoffelstampf-Gericht gerade recht. Sie jätete also köstlichen Winterpostelein und brachte mehr Platz ins Beet.

Zum Schluss sortierte Volker Gabeln aus Altenkirchen in unseren Besteckbestand ein. Zwischen den Jahren hatten Katharina und Volker in einem Gebrauchtwarenladen Gabeln und Teelöffel ausfindig gemacht. Uns stehen nun etwa 50 Gabeln, 30 Esslöffel, 15 Messer und wenige Teelöffel und Kuchengabeln zur Verfügung. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, verleihen wir kostenlos Geschirr und Besteck. Damit wollen wir die Umwelt schützen und Menschen behilflich sein.

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Es war Zeit aufzubrechen. Volker belud unseren Fahrradanhängern mit alten Programmflyern vom Tag des guten Lebens. Es regnete inzwischen in Strömen und mit den Anhänger ging es weniger schnell gen Zuhause als üblicherweise. Dafür war der Vitalisgarten im alten Jahr Müll losgeworden. Wenn das kein guter gärtnerischer Jahresabschluss ist.

Dach abgedeckt 22. Dezember 2018

Der Sturm sorgte für nasse Verhältnisse in der Casa Esmeralda. Feuchte und durchnässte Sachen galt es zu trocknen und wir wischten die Casa durch. Auf dem Dach galt es die Plane wieder neu und sicherer zu installieren. Am Ende des Tages erwartete uns die kleine und gemütliche Weihnachtsfeier der Gartenwerkstadt Ehrenfeld.

Um etwa halb zwei war Volker der erste im Vitalisgarten. Ihn erwartete eine böse Überraschung, denn das stürmische Wetter hatte unser Bauplane teilweise vom Dach weggeweht. Dadurch war der vordere Teil freigelegt und die Casa Esmeralda wurde von innen nass. Im Inneren unseres Gartenhauses war der Boden nass und mit Bitumenresten versehen. Sämtliche Sitzpolster auf unseren Sitztruhen waren feucht und aus einem Kissen tropfte es. Glücklicherweise blieb das Innere der Truhen trocken. Außerdem hatten die Polster und Decken auf dem Bett viel Wasser abbekommen. Trockengeblieben war offenbar der Küchenbereich. Volker verteilte im Folgenden die nassen Sachen zum trocknen im Garten auf dem Weingerüst, auf der Eingangstür und auf der Veranda.

Kurz nach Volker kam auch Katharina in unseren Gemeinschaftsgarten und schaute sich die Bescherung an. Beide stiegen aufs Dach und lüfteten die Plane, damit das Dach ein wenig abtrocknen konnte. Es schien die Sonne und die beiden nutzen die Gunst der Nachmittagssonne. Jetzt ging es wieder runter vom Dach. Katharina nahm einen Putzlappen und wischte damit den Boden und befreite diesen von Wasser und Bitumen. Volker verteilte nasse Sachen an luftigen und trockenen Orten. Dummerweise kamen nach den Sonnenstrahlen kurze Schauer auf, so dass die beiden die Plane wieder auf dem Dach ausbreiteten mussten.

Auf dem Dach nutzen wir unsere Dibondplatten für einen besseren zweiten Schutz. Die Gewächshausplatten hatten einen Teil des Hauses geschützt, dafür war aber an der Abtropfkante Wasser in die Casa eingedrungen. Mit den Platten konnten wir das Dach besser schützen. Nachdem alles gut angeordnet war nahmen wir die Plane wieder in die Hand und platzierten diese wieder über dem Dach. Wir hängten Steine an Ösen und hoffen, dass die somit von Nordwinden nicht hochgehoben werden kann. Auf der Plane platzierten wir auf der Westseite zusätzliche Steine. Jetzt hoffen wir, dass künftig die Plane nicht mehr weggeweht wird. Für einen Orkan dürften die Schutzmaßnahmen aber nicht ausreichen.

In der Zwischenzeit war Dagmar aufgetaucht und machte sich gleich nützlich. Sie pflanzte eine Duftrose aus ihrem alten Schrebergarten ein und machte sich danach an den Tomatenresten zu schaffen. Als Katharina und Volker mit den Dacharbeiten fertig waren, halfen die beiden beim Reste der Tomatenpflanzen zu entfernen. Die Schnüre rollten wir ein und können diese wieder fürs kommende Jahr gebrauchen.

Volker hatte entdeckt, dass The Good Food uns Bioabfälle in einen Big Bag von der Straße aus geschüttet hatte. Mit der Schaufel entfernte Volker die Reste und brachte diese in der Sammelmiete des Komposts unter. Während der Aktion kam Karin für die Weihnachtsfeier vorbei und wurde freudig begrüßt.

Wir feierten gemeinsam Weihnachten in der spartanischen eingerichteten Casa Esmeralda. Katharina hatte den Ofen angefeuert und gemeinsam nahmen wir zunächst zu viert um den Wohnzimmertisch Platz. Pünktlich um 17 Uhr erschien Ingo im Garten und komplettierte unsere kleine weihnachtliche Runde. Er hatte reichlich Glühwein und Knabbereien mitgebracht. Den Glühwein packten wir gleich auf den Ofen, der ihn schnell erwärmte. Dagmar wollte wissen, was es bei den Anwesenden für Weihnachtstraditionen gibt. Wir berichteten vom Weihnachtsmann und vom Christkind die Geschenke bringen, von Stollen, Kirchbesuchen, Krippen, unterschiedliche Esstraditionen, vom Geschichten erzählen, Musik machen, Weihnachten in den Niederlanden und Tannenbäumen und einer Yuccapalme. Gegen 19 Uhr verließen Dagmar und Karin die kleine Feier. Katharina, Volker und Ingo diskutierten noch über das künftige Weltgeschehen und Sternkonstellationen. Am Ende galt es gemeinsam abzuspülen und die Gegenstände an die von Lara definierten Stellen zu räumen. Damit war die kleine gemütliche Weihnachtsfeier der Gartenwerkstadt beendet.

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Frohe Weihnachten! Wir sind bereits mit unserem Gartentreff zwischen den Jahren zurück. Wer uns noch im alten Jahr kennenlernen oder wiedersehen möchte hat also noch genau eine Möglichkeit mitzumachen.

Holz klein machen 15. Dezember 2018

Gefragt war Feuerholz, denn das geht bei der kalten Witterung zur Neige. Deshalb ging es darum Holz klein zu machen. Außerdem entfernten wir die Reste der Tomatenpflanzen und wärmten uns durchs Rasen mähen und unseren Holzofen.

Alina und die kleine Liva waren die ersten im Vitalisgarten. Die beiden warteten auf den Anfang des Gartentreffs, denn Alina hatte Geschirr dabei, dass die Hochschulgruppe für Nachhaltigkeit für einen nachhaltigen Weihnachtsmarkt genutzt hatte. Kurz nach 13 Uhr kamen Katharina und Volker in den Gemeinschaftsgarten und nahmen das von uns ausgeliehene Geschirr in Empfang. Kurz darauf verabschiedeten sich Alina und Liva wieder. Ihr seht, bei uns könnt ihr Dinge wie Geschirr ausleihen. Fragt uns einfach!

Katharina und Volker brachten zwei Kisten mit Tassen und Tellern in die Casa Esmeralda. Katharina startete dann damit die alten Tomatenpflanzen zu entfernen. Diese hatten die kalten Temperaturen nicht überstanden.

Da unser Holzvorrat am Dienstag bei der Weihnachtsfeier der Gemeinschaftsgärten Köln und am Donnerstag beim Hühnerplanungstreffen stark dezimiert wurde, mussten wir uns Gedanken um Feuerholz machen. Unser Nachbar Pitter hatte eine Akazienquelle an der Bahnböschung ausgeraubt und zerkleinerte Äste mit seiner Motorsäge. Wir hingegen bugsierten Holzkistenreste unter die Veranda der Casa Esmeralda. Katharina entnagelte Bretter und sägte diese zunächst per Hand, da ihr kalt war. Volker nahm die Holzkistenwände mit Hilfe eines Fäustels auseinander. Nachdem alle Bretter freigelegt waren, übernahm Volker das Sägen und stieg recht bald auf die elektrische Stichsäge um. Wir hatten genug Strom in unserer Batterie gesammelt und konnten die Stichsäge arbeiten lassen. Komischerweise fiel häufiger der Strom aus. War es der Batterieschutz oder arbeitete der Wechselrichter nicht richtig? An der Batterie konnte es eigentlich nicht liegen, denn die war laut Laderegler noch zu 87% gefüllt.

Etwa zur Halbzeit verzogen sich Katharina und Volker in die Casa Esmeralda. Die beiden setzten unseren Holzofen in Betrieb und Katharina wärmte Mittagessen auf unserem Gaskocher auf. Lecker waren die Kartoffeln, der Blumenkohl und der Spitzkohl aus regionalem Anbau. Nach der Pause schauten Chris und Abdul vorbei und informierten sich über unser Aktivitäten.

Katharina und Volker setzten das Zerkleinern des Holzes fort und stapelten die ersten Bretterstücke. In der Zwischenzeit tauchte Karin auf und entfernte die Reste der Tomatenpflanzen. Eigentlich hätte es für die Reste der Nachtschattengewächse einen eigenen Kompost gebraucht. Doch die Menge war zu gering und so brachte Karin die Reste auf unseren Kompost.

Da kam auch noch Dagmar vorbei und schenkte uns ein Gartengerät aus ihrem aufgegebenen Schrebergarten. Außerdem möchte sie uns eine wasserdichte Leichtmetallkiste zukommen lassen. Kurz darauf verabschiedeten sich Chris und Abdul.

Ingo tauchte auf und packte beim Holz mit an. Karin war inzwischen so kalt, dass sie sich übers Rasenmähen freute und Katharina unseren Spindelrasenmäher ausgrub. Das Rasen mähen heizt nicht nur im Sommer, sondern bringt im Winter wohlige Wärme. Wolf kam zuletzt vorbei und inspizierte das Gartenhaus Zwei. Er interessierte sich für einen möglichen Raumdurchbruch, durch den ein großer Raum entstehen könnte.

Am Ende des Gartentreffs war es bereits dunkel geworden und wir zogen uns in die warme Casa zurück. Dort warteten wir auf Jan, der mit einem Lastenrad auftauchen sollte. Jan verspätete sich, kam aber noch rechtzeitig im Vitalisgarten an.

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Katharina, Wolf, Jan und Volker beluden das Lastenrad mit einer abgespeckten Biertischgarnitur und dem Agora Köln-Schild. Gemeinsam fuhren sie zum Basislager der Bürger für Obdachlose. Dort galt es mit dem Material einen Infostand der Agora Köln auf dem Christmas Flow aufzubauen. Trotz Feuertonnen war es aber leider so kalt, dass nur wenig Leute da waren und Ehrenamtsnachweise ausfüllten. Immerhin konnten wir uns für die Heimfahrt mit warmen Handschuhen aus dem Gebrauchtwarenkaufhaus ausstatten!

Abschalten im Advent 08. Dezember 2018

An diesem gar nicht so verregneten Samstag Nachmittag brachten wir die Casa Esmeralda in Schuss. Katharina und Volker kehrten, räumten auf und schmückten die Casa weihnachtlich. Wir ernteten Salat und Äpfel und vermieden den Konsumrausch der Adventszeit.

Kurz nach 13 Uhr trafen Katharina und Volker im Vitalisgarten zum Gartentreff ein. Das Wetter war trüb und der Boden war nach ergiebigen Regenfällen durchfeuchtet. Volker hatte von Peter weiße Blumentöpfe aus Keramik geschenkt bekommen. Die brachten die beiden zunächst im Außenregal unter. Das hätte eine Aufräumaktion verdient, doch andere Projekte müssen dringender erledigt werden.

Zusammen inspizierten sie unser Gewächshaus. Den Auberginen hat die kalte Witterung nicht gut getan. Die Physalis-, Chili- und Paprikapflänzchen und die Petersilie halten jedoch noch durch. Mal sehen wie lange das noch gut geht. Dank Regentonnen hatten wir frisches Regenwasser fürs Gießen bei der Hand. Draußen hat sich der Feldsalat prächtig entwickelt. Leider so prächtig, dass die Pflanzen zu eng beieinander sitzen. Also rupften die beiden ein paar Pflänzchen für einen bunten Salat aus.

Katharina und Volker hielten sich fortan in der Nähe der Casa Esmeralda auf. Es galt die Casa aufzuräumen und für die Gemeinschaftsgärten Köln-Weihnachtsfeier vorzubereiten. Als Erstes wurde im Wohnraum geschaut ob Regen eingedrungen war. Bis auf eine Stelle hielt das provisorische Dach stand. Volker bugsierte die 40 kg schweren Mörtelsäcke in die Küche. Diese lagerten nämlich auf unseren Sitztruhen, die es galt frei zu räumen. Anschließend fegten wir die Casa und machten Ordnung. Parallel dazu räumten wir auch die Veranda der Casa Esmeralda auf. Dort hatten viele Gegenstände versammelt. Diese waren entweder am falschen Ort oder wir fanden vor dem Gartenhaus Zwei einen besseren Ort.

Die Casa sah schon viel besser aus und wir legten eine gemütliche Rote Bete-Risotto-Pause ein! Den letzten Schliff gaben wir dem Wohnzimmer durch Weihnachtsschmuck. Im Rollcontainer gibt es eine Dekoschublade in der sich rote Kugeln und weiße Papiersterne befanden. In der Umgebung fanden wir Zweige von Eiben und anderen Koniferen. Wir entdeckten Zapfen, Vogelbeeren, Hagebutten und hübsche Samenstände und verwendeten diese als weiteres Schmuckmaterial.

Durch das mit einer Bauplane bedeckte Dach hat unser Dach einen offenen Charakter. Besonders über der Küchenplatte kann Kälte eindringen. Katharina fand Tischläufer, die wir nutzten um die Lücke zwischen Wohnzimmerdecke und Küchenplatte zu schließen. Mit unserem Metalltacker war das schnell gemacht und sieht zudem besser aus.

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Die Dämmerung setzte ein und niemand außer den beiden tauchte auf. Katharina ernte noch Endiviensalat, Mizuna und einen roten, scharfen Asia-Salat. Volker sammelte und pflückte verbliebene Äpfel für kommende Frühstücke. Ihr seht, auch im Winter hat der Vitalisgarten etwas zu bieten. Zufrieden radelten Katharina und Volker zu The Good Food und schauten nach unserer defekten Kompostkiste. Auf der Venloer Straße war sehr viel Verkehr und da merkten wir, dass der Vitalisgarten eine ruhige Adventsörtlichkeit ist und eine gute Gelegenheit bietet abzuschalten.

Schubkarrenkarawane 24. November 2018

Am samstäglichen Morgen transportierte Lara mit Freunden Sachen in den Vitalisgarten. Lara räumte unsere Küche auf und spülte viel Geschirr ab. Katharina fing an unseren Schuppen aufzuräumen und wärmte sich wegen der Kälte beim Sachen transportieren. Volker wiederum transportierte Verschiedenes zur Casa und erntete Spinat und Äpfel.

Lara war schon früh an diesem Tag für die Gartenwerkstadt aktiv. Zusammen mit drei Freunden transportierte sie weitere Sachen von HELGA zum Vitalisgarten. Es war kalt und regnete und so machte der Transport nicht wirklich Spaß. Gut gebrauchen können wir die verfrachteten Dibondplatten, denn damit können wir unser Dach besser provisorisch abdichten oder sonstige Überdachungen erstellen.

Laras Freunde verabschiedeten sich nach einer Fuhre und jetzt war sie ab etwa 10 Uhr allein im Vitalisgarten. Da nahm sich Lara unsere Küche vor und spülte erst einmal Geschirr ab und brachte Ordnung ins Sammelsurium.

Um kurz nach 13 Uhr kamen noch Katharina und Volker zum Garten und damit war die Gartentruppe diesmal auch schon komplett. Das Wetter konnte anscheinend sonst niemand hinter dem Ofen hervorholen.

Katharina nahm sich gleich unseren Schuppen vor und fing an Regalfächer abzuteilen. So wie unsere Sachen gespeichert waren, war es unpraktisch und Katharina hatte eine gute Idee. Sie nahm Werkzeuge aus Plastikbehältern und erzeugte Holzfächer für Zangen, Hämmer, Handschaufeln und Hacken und Grubber.

Lara kümmerte sich derweil weiter um unser Geschirr und ordnete diese im Regal der Küche. Außerdem sortierte sie Sachen aus, die wir vermutlich nicht brauchen.

Volker bewegte sich um sich warm zu halten. Da kam ihm der Transport von Dibondplatten gerade recht. Diese brachte er einzeln oder im Doppelpack von der Wiesenfläche zur Casa Esmeralda. Nach den Dibondplatten bugsierte er schmale Bretter mit der Schubkarre zum Gartenhaus Zwei und stellte diese Seit an Seit an die Hausmauer. Außerdem verfrachtete er Holzreste von drei Pflanzkisten zur Feuerstelle. Dort errichtete er aus zwei Dibondplatten eine provisorische Überdachung für das hergebrachte Feuerholz.

Jetzt meldete sich Katharina, die einen Transportauftrag verlangte. Durch die Aufräumaktion im Schuppen war ihr sehr kalt geworden und da half nur Bewegung. Volker hatte gleich die zündende Idee, denn unsere Ziegelsteine mussten zur Casa gebracht werden. Katharina schnappte sich eine Schubkarre und drehte ein paar Runden. Parallel schleppte Volker drei Balken nach hinten. Anschließend startete eine kleine Schubkarrenkarawane und nach drei weiteren Runden waren alle Ziegelsteine auf die Veranda der Casa transportiert. Jetzt war Katharina auch nicht mehr kalt und sie konnte weiter im Schuppen basteln.

Volker brachte ein Problem zur Sprache. Am 11. Dezember soll die Weihnachtsfeier der Gemeinschaftsgärten Köln im Vitalisgarten stattfinden. Dummerweise können wir unseren Ofen bei Regenwetter nicht benutzen, da unser Dach nur durch Kunststoffplane dicht ist. Also probierten wir im Gartenhaus Zwei aus, ob wir den Ofen in Betrieb nehmen können. Dieser war ein kleiner Herdofen und musste erst einmal gesäubert werden. Beim Anstecken trat das Problem auf, dass Rauch durch die Herdplatte drang und den Raum flutete. Entweder machten wir etwas falsch oder der Ofen ist undicht. Da müssen wir wohl Nachforschungen betreiben. Jedenfalls löschten wir nach kurzer Zeit wieder das Feuer, denn wir wollten nicht das ganze Haus unter Rauch setzen.

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Lara verabschiedete sich und Katharina brachte den Schuppen in Ordnung. Volker bekam unterdessen den Auftrag Spinat für Pizza zu pflücken. Dabei bekam er leider kalte Finger und zum Abschluss sammelte er auch noch ein paar heruntergefallene Äpfel ein. Dann war auch für Katharina und Volker Schluss und während der hereinbrechenden Dunkelheit machten sich die beiden auf ins wärmende Heim.

Frostsicherung und Ordnung 17. November 2018

Früher als gewohnt begann dieser Gartentreff bereits um 12 Uhr. Wir bauten unsere beiden Wasseruhren aus, um diese vor Frostschäden zu bewahren. Für die Agora Köln suchten wir einen Fahrradschlüssel, sortierten Faltblätter aus und räumten auf. Außerdem jäteten wir im Acker und installierten den Türanschlag des Gewächshauses.

Katharina und Volker waren diesmal bereits um 12 Uhr im Vitalisgarten und eröffneten den Gartentreff früher als üblich. Die beiden hatten sich Arbeiten überlegt und legten sofort los. Zunächst füllten die beiden Wasser in Behälter ab. In den nächsten Tagen waren frostliche Temperaturen vorhergesagt, weshalb unsere beiden Wasseruhren gefährdet waren. Nach dem Wasserabfüllen baute Katharina unsere kleine Wasseruhr auf der Wiesenfläche ab.

Anschließend ging es im Gartenhaus Zwei weiter mit der Durchsuchung von Sachen der Agora Köln. Wir hatten der Agora ermöglicht Sachen bei uns unterzustellen. Die Agoristinnen und Agoristen waren auf der Suche nach einem Schlüssel für ein Fahrradschloss. Deshalb suchten jetzt Katharina und Volker in diversen Kisten nach dem Schlüssel. Bei der Gelegenheit sichteten die beiden Druckerzeugnisse und sortierten überflüssiges Material aus. Beispielsweise waren viele Flyer vom Tag des guten Lebens 2018 nicht verteilt worden. Diese können jetzt dem Papierkreislauf zugeführt werden.

In der Zwischenzeit war Karin B. eingetrudelt und übernahm als Gastgeberin das Gartenzepter. Die drei Gärtnernden legten zunächst ein Mittagspause ein und gönnten sich mitgebrachtes Essen. Nebenbei überlegten alle, was es im Garten zu tun gab.

Volker ging zurück ins Gartenhaus Zwei und räumte die Agora-Sachen weiter auf. Der Fahrradschlüssel tauchte nicht auf, dafür wissen wir jetzt, was für praktische Sachen sich im Sammelsurium verbirgt. Katharina half Volker die letzten Kisten zu inspizieren und beriet anschließend Karin bei weiteren Planungen. Danach ging es für Katharina zurück ins Warme, denn sie war krank.

Karin stach den Ackerweg ab und es war die Zeit fürs Jäten gekommen. Volker war fertig mit dem Räumen und half Karin beim Befreien des mittleren Ackerstreifens von Beikräutern. Das Jäten ging den beiden leicht von der Hand und recht schnell war dieser Teil des Ackers frei gejätet.

Volker holte die Schubkarre und lud sich etwa zwei Dutzend Ziegelsteine ein. Diese brachte er auf die Veranda der Casa Esmeralda und stapelte die Steine als Flämischer Verband. Bei der zweiten Fuhre legte Volker noch einen drauf und legte 28 Ziegelsteine in die Schubkarre. Auch der zweite Transport gelang und jetzt erhöhte sich die Mauer auf der Veranda.

Weiter ging es für Karin und Volker mit dem Jäten zwischen jungen Lauchpflanzen. Letztere bekamen dabei auch noch Erde um sie herum angehäufelt. Nach dem Jäten beim Lauch machten wir nochmal weiter. Diesmal ging es den Wildkräutern im ehemaligen Kartoffelfeld entlang des südlichen Ackerweges an den Kragen. Ingo schaute vorbei und half den beiden kurz beim entfernen von Beikräutern.

Ingo hatte Lust den Türanschlag des Gewächshauses zu montieren. Er schnappte sich die Teile und die Anleitung fürs Befestigen. Nach kurzem Studieren legt er Hand an und schraubte die Teile an der richtigen Stelle fest. Mit einer Flügelschraube lässt sich jetzt die Eingangstür feststellen, so dass diese der Wind nicht zufallen lässt.

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Volker und Ingo verabschiedeten sich von Karin. Volker musste weiter zu einem Zwillingsgeburtstag und konnte deshalb nicht bis zum Ende des Gartentreffs bleiben. Karin verweilte noch als Letzte im Vitalisgarten, baute die zweite Wasseruhr aus, verstaute diese in der Casa Esmeralda und räumte auf.

Mal wieder Regen 10. November 2018

Regnerisch, aber auch zeitweise trocken, verlief dieser Gartentreff. Wir stellten einen Wasserschaden in der Casa Esmeralda fest und versuchten diesen durch eine größere Dachneigung künftig zu verhindern. Wir verteilten Pferdeäpfel, ernteten letzte Kartoffeln und weitere Chili und Paprika. Außerdem pflanzten wir einige Chili- und Paprikapflanzen in unser Gewächshaus um.

Iris war erneut unsere Gastgeberin und sie war die Erste im Vitalisgarten. Sie musste in der Casa Esmeralda feststellen, dass unsere Dachplane nicht dicht ist und dass ins Wohnzimmer Wasser eingedrungen war. Iris stellte an zwei Stellen Eimer auf und versuchte weitere nasse Stellen mit Tüchern zu trocknen.

Karin B. und Iris hatten Pferdeäpfel besorgt, die nun Iris im abgeernteten Kürbisacker verteilte und in die Erde einharkte. Während der Aktion trudelten Katharina und Volker ein, die am letzten Wochenende nicht dabei sein konnten. Die beiden schauten sich gleich den Wasserschaden an und Volker überlegte wie wir das Dach wieder dicht bekommen.

Als auch Karin B. mit einigen vorgezogenen Pflanzen eingetroffen war, machte Katharina sich ans Ernten der letzten Kartoffeln. Auf der Ackersüdseite waren noch drei Reihen Kartoffeln übrig geblieben. Bei der Aktion jätete sie mit Iris auch einige Beikräuter und es kamen einige Kilogramm große und kleine Kartoffeln zusammen. Anschließend pflanzte Iris den von Karin vorgezogenen Maiwirsing an die Stelle wo zuvor die Buschbohnen waren.

Die Kinder Bastian und Cartier waren in der Zwischenzeit eingetroffen. Bastian und Cartier schnappten sich Werkzeuge und nahmen unseren Erdhaufen auseinander. Karin hatte sich ebenfalls das Buddeln vorgenommen. Sie widmete ihre Kräfte allerdings den Chili- und Paprikapflänzchen. Damit wir ein bisschen länger etwas von diesen Nutzpflanzen haben, beschlossen wir ein paar Nachtschattengewächse in unser neues Gewächshaus umzuziehen. Dafür besorgte Karin B. Kompost aus einem alten Komposthaufen und versuchte auf der Westseite die Erde des Gewächshauses zu verbessern.

Volker war inzwischen mit HIlfe von Bastian und Cartier dabei Balken von der Wiesenfläche aufs Dach zu transportieren. Das war recht anstrengend, weshalb die drei sich bald ihre Jacken auszogen. Zunächst entstand auf dem Dach ein wilder Haufen, den die drei aber schnell zu einem akuraten Stapel formten. Das Problem mit dem Dach war Folgendes: Aufgrund der geringen Neigung bildeten sich Wassertaschen und durch winzige Löcher in der Folie lief das Wasser in die Casa. Die drei vergrößerten also die Neigung, damit das Wasser schnell abfließt und sich nicht stauen kann. Eine schräge Fläche stellten die drei mit zwei Doppelstegplatten und einer Palette her. Am unteren Ende verlegte Volker eine weitere Folie zur zusätzlichen Abdichtung. Die Hoffnung ist, dass das Dach jetzt deutlich besser den vom Himmel fallenden Wassermassen standhalten kann.

Katharina kümmerte sich mal wieder um unseren Teich. Mit einem Rechen entfernte sie Pflanzenmaterial und versuchte dem Teich Nährstoffe zu entziehen. Unser Teichprojekt würde deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Dafür sind momentan aber nur wenig Ressourcen vorhanden.

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Die Dunkelheit kehrte ein und wir räumten unsere Sachen zusammen. Volker säuberte unsere Gartengeräte und Karin B. teilte die Ernte auf. Licht spendete unsere Solaranlage und zufrieden beendeten wir unsere Gartenaktivitäten an diesem Samstag.

Flammenwerfer 27. Oktober 2018

Trüb verlief dieser Nachmittag und nur zwei Gärtnerinnen und zwei Gärtner fanden den Weg in den Vitalisgarten. Es wurden unsere Wasseruhren abgelesen, wir entfernten für unseren zu mauernden ‘Flämischen Verband’ Bitumen auf der Betonplatte der Küche, bauten einen provisorischen Dachstuhl aus Einwegpaletten, ernteten Weintrauben und gärtnerten im Schrebergartenteil.

Lara war unsere Gastgeberin an diesem tristen und kühlen Samstag. Herr Ploog vom Kleingartenverein kam vorbei und las unseren Wasserstand ab. Er gab uns außerdem Tipps wie wir unser neues Gewächshaus nutzen können. Er meint, von der Ernte in einem Gewächshaus können acht bis neun Leute sich von ernähren. Mal sehen, wie weit wir es bringen. Wir haben bisher noch keine Erfahrung mit einem Gewächshaus gemacht und werden sehen wie gut das klappt.

Katharina und Volker waren ebenfalls recht pünktlich in den Garten gekommen. Die beiden schauten erst was Herr Ploog zu erzählen hatte. Katharina machte sich dann gleich an den Beerenstäuchern zu schaffen und jätete rundherum. Außerdem kümmerte sie sich um unsere kleine Wiese. Sie nahm den Rechen und sammelte Laub und verkleinerte die Vegetation ein wenig.

Lara und Volker gingen aufs Dach und entfernten Bitumen im Bereich der Mauer. Das ging mit dem Hammer und Meisel und mit unserem Kuhfuß. Leider ging das Bitumen nicht restlos ab. Während der Aktion kam Wolf vorbei und schaute sich an, was die beiden gemacht hatten. Als nächstes ging es darum einen provisorischen Dachstuhl mit Paletten zu erzeugen. Volker machte sich also auf den Weg zum Wiesengrundstück und besorgte kleine Paletten. Dabei musste er leider die einsortierten Hölzer entfernen. Die Paletten bildeten am Ende ein ansteigendes Dach und so hoffen wir, dass Regen jetzt besser ablaufen kann.

Wolf und Katharina hatten Bedenken, dass die Bitumenreste keinen sicheren Halt für das Mörtelfundament bieten. Volker hatte im Internet herausgefunden, dass sich Bitumen mit Hilfe von Wärme entfernen lassen sollte. Also ging Lara einen Unkrautflammwerfer im Bauhaus kaufen. Als sie zurück war hatte sich Katharina zu einer Freundin aufgemacht. Wolf baute die Teile des Flammwerfers zusammen und brachte das Teil mit der Gasflasche aufs Dach. Er drehte den Gashahn auf und los ging das Abflämmen des Bitumens. Mit einem Spachtel entfernte Volker die gelösten Reste und langsam entfernte die Flamme und die Hitze die Bitumenreste. Dummerweise löste sich auch das Bitumen in der Mauer. Unsere Vorbesitzer hatten nämlich einfach auf dem Bitumen gemauert. Wir wollen das nicht, weshalb wir uns die Mühe machen das Bitumen so gut es ging zu entfernen. Lara übernahm die Bedienung des Flammwerfers und Volker versuchte weiterhin so viel Bitumen wie möglich zu lösen. Letztendlich kam die Betonplatte besser zum Vorschein als vorher. Restlos ließ sich das Bitumen leider nicht entfernen.

Volker baute den Dachstuhl wieder aus Paletten zusammen. Mit Lara deckte er das Dach schließlich mit der Plane ab. Wir hoffen, der Regen kann nicht in die Casa Esmeralda eindringen.

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Wolf verabschiede sich ebenfalls und Lara pflückte viele Trauben. Katharina hatte ihr einen Heißentsafter mitgebracht und damit lässt sich dann leckerer Traubensaft erzeugen. Volker hatte noch Lust und Kraft Ziegelsteine von Vorne zur Casa zu bringen. Am Ende des Tages hatten wir immerhin mehr als 100 Steine verfrachtet. Lara fuhr ebenfalls nach Hause und Volker schrieb noch den Gartenpost während sein Laptop mit grünen Elektronen der Solaranlage gefüttert wurde. Anschließend nahm er die Hände von der Tastatur, räumte seine Sachen zusammen und fuhr im Dunkeln nach Hause.

Garten im Mehr 20. Oktober 2018

Wir bekamen Besuch von einer neuen Gartentruppe aus dem Agnesviertel bzw. aus Nippes-Süd, wo ein neuer Gemeinschaftsgarten entstehen soll. Die Gärtnernden transportierten Erde in den Vitalisgarten und sicherten sich damit selbige für ihren Garten. Auf dem Dach entfernten wir lockere Ziegel und bauten ein Podest als provisorischen Dachstuhl. Geerntet und gegärtnert wurde ebenfalls und wir lösten drei geparkte Pflanzkisten auf.

Bereits um kurz nach 10 Uhr begannen die gärtnerischen Aktivitäten an diesem Samstag. Eine neue Gartengruppe aus dem Agnesviertel bzw. aus Nippes-Süd kamen um uns im Vitalisgarten zu besuchen und sich Erde für deren neuen Gemeinschaftsgarten zu sichern. Deshalb trafen sich Tina, Simone und Volker im Vitalisgarten. Die drei verluden Pflanztöpfe und Schaufeln und fuhren zu HELGA. Dort zeigte Volker den beiden Gärtnerinnen die letzten Erdhaufen und ließ die kleine Truppe alleine.

Der reguläre Gartentreff startete schließlich um 13 Uhr im Vitalisgarten. Dagmar war als erste Gärtnerin vor Ort und hatte sich schon ans Jäten gemacht. Die Gärtnernden aus dem Agnesviertel waren gerade dabei die zweite Ladung mit Erde gefüllter Pflanztöpfe zu leeren. Zu dieser Zeit trudelten auch Katharina und Volker und ein wenig später Wolf im Gemeinschaftsgarten ein.

Volker – unser Gastgeber – hatte die neue Sicherung der Solaranlage zu Hause vergessen, weshalb er erneut nach Hause radelte und die Sicherung abholte. Die Gartentruppe machte es sich derweil auf unserer Biertischgarnitur gemütlich. Zurück im Gemeinschaftsgarten baute Volker die neue Sicherung ein und lud als erstes seinen Laptop mit grünen Elektronen. Seit Tagen war die Batterie zu 100% gefüllt, da machte es Sinn Strom zu verbrauchen.

Es startete eine Pause für alle Gärtnerden. Die Süd-Nippeser Gartentruppe hatte extra einen Kuchen, etwas Suppe und Baguette mitgebracht. Wir steuerten frische Tomaten, Kohlrabi und Trauben aus dem Garten bei. Gesprächstoff gab es genügend, denn die neuen Gemeinschaftsgärtnernden wollten erfahren, wie ein gemeinsam genutzter Garten entsteht und was bei einer Vereinsgründung zu beachten ist.

Karin B. kam in den Garten und machte sich gleich bei den Paprika und Chilis zu schaffen. Letztere werden zu einem Teil von ihr zu Sambal Olek verarbeitet werden. Außerdem wurden von ihr die Porreestangen angehäufelt, einige Pflanzen mit Jauche gedüngt und an einigen Stellen Ordnung geschaffen.

Wolf und Volker machten sich erneut am Dach zu schaffen. Sie entfernten lose Mauerteile über der Betonplatte der Küche und stemmten Mörtelreste weg. Anschließend besorgte Volker weitere Paletten mit denen die beiden versuchten einen Bühne zu bauen. Perfekt ist die Konstruktion leider noch nicht. Es fehlen noch unsere auf HELGA verweilenden Dibondplatten. Mit letzteren ließe sich der Regenschutz schnell auf- und abbauen.

Derweil hatte sich die Gartentruppe um unsere Feuerstelle versammelt. Die Gärtnerinnen und Gärtner legten ein Planungstreffen ein und besprachen die ersten Schritte für die Gartenentstehung. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!

Nach der Dachaktion wollten Tina und Simone von Volker Fragen beantwortet bekommen. Es ging darum, wie die Vereinssatzung aussehen soll und welche Finanzierungsmöglichkeiten sich dem neuen hoffentlich gemeinnützigen Verein „Garten im Mehr“ bieten. Da kamen viele Punkte zusammen, weshalb Tina und Simone die Baustelle Casa Esmeralda ermutigt verließen.

Ingo trudelte im Vitalisgarten ein und bekam von Volker direkt einen Auftrag. Zusammen mit Wolf zerlegten die drei drei in der Einfahrt parkende Pflanzkisten. Volker fuhr die Schubkarre und brachte drei Fuhren in unser neues Schrebergartengelände. Dort hatten die Vorbesitzenden beim Ausstechen von Primeln kleine rechteckige Krater hinterlassen. Mit dem Erdmaterial aus den Pflanzkisten lassen sich die Löcher jetzt bequem füllen.

Die drei Pflanzkisten waren flux zerlegt und die Resterde auf unserem großen Erdhaufen platziert. Wolf und Volker hatten jetzt auch noch den Ehrgeiz die Einfahrt von Laub und Müll zu befreien. Wolf holte das Laub aus den Ecken und Volker sammelte Müll bzw. verfrachtet mit Hilfe unserer Schubkarre das Laub in unsere Kompostsammelmiete.

Katharina war in der Zwischenzeit mit dem Einsäen von Feldsalat, mit dem Gießen von frischen Saaten und mit der Spinaternte beschäftigt. Dagmar hatte den Feldsalat des Ernährungsrates in der Freiluga entdeckt und uns gleich mitgebracht. Beim Pflücken des feuchten Spinats wurde Katharina so kalt, dass die sich auf dem Heimweg machte. Auch das Jäten der Ackerränder wärmte nicht genug. Derweil war Volker aufgrund seiner körperlichen Aktivitäten noch im T-Shirt unterwegs.

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Karin B. stellte am Ende Petra – unser Kreis- und Sektorenregner an – und verabschiedete sich ebenfalls wegen der Kälte. Karin P. war in der Zwischenzeit im Vitalisgarten eingetroffen und sammelte Äpfel fürs Saftpressen in Belgien ein. Sie war mit Volker als Letzte im Garten verblieben. Volker räumte Werkzeuge in den Schuppen und versuchte die Anordnung letzterer zu verbessern. Dummerweise stürzten bei der Aktion Holter die Polter Schaufeln zu Boden. Eine Schaufel traf unglücklicherweise einen Fuß von Karin P., der fortan schmerzte. Karin P. ließ sich von Volker die Dacherneuerung erklären. Als gelernte Architektin fürchtet sie, das die Frontmauer beim Aufstocken instabil werden könnte. Falls z. B. Schnee auf dem Dach liegt, könnte die Belastung zu stark werden und die Vorderwand einbrechen. Als Lösung schlug sie einen Maueranker vor, der die Zuglast auf die Seitenwand des Schuppens überträgt.

Mit diesen frischen Erkenntnissen wollte Volker schnell nach Hause radeln. Dummerweise war sein Vorderrad platt. D. h. der Nachhauseweg gestaltete sich nach dem Motto: Wer sein Rad liebt, der schiebt!

Kreuz und quer 13. Oktober 2018

Wir trieben die Dacherneuerung der Casa Esmeralda voran. Dazu entfernten wir die Wohnzimmerdecke und schmiedeten Pläne fürs Mauern eines stabileren Mauerrings. Außerdem bauten wir das Bauwagenregal im Gartenhaus Zwei auf. Lara baute einen Weg aus Steinplatten zwischen unseren Gartenhäusern und beseitigte dafür Efeu. Außerdem ernteten wir reife Tomaten, Zucchini und Weintrauben.

Lara war dieses Mal unsere Gastgeberin. Sie war pünktlich um 13 Uhr im Vitalisgarten und legte im neuen Nachbargrundstück los. Sie hatte das Ziel einen Weg zwischen der Casa Esmeralda und dem Gartenhaus Zwei einzurichten. Das bedeutete aber, dass zunächst Efeu und anderes Grün von Steinplatten entfernt werden musste.

Einige Minuten nach Lara tauchte auch Volker im Gemeinschaftsgarten auf. Er schaute zunächst einmal Lara bei der Arbeit zu und überlegte was er zuerst tun wollte. Lara überredete Volker das Bauwagenregal im Gartenhaus Zwei aufzustellen. Dafür mussten die beiden ein paar Nägel ziehen und wenige Schrauben in die Konstruktion zur Stabilisierung einbauen. Die langen Bretter der Regalkonstruktion mussten lediglich durch die Seiten- und mittlere Konstruktion gefädelt werden. Jetzt konnten die Bretter eingeklinkt werden und fertig war das große Holzregal. Lara und Volker kramten aus den Ecken vom Gartenhaus Zwei gleich Sachen hervor und räumten das Regal ein. In Nullkommanix war das Regal voll und das Haus in einem aufgeräumteren Zustand.

Inzwischen war Dagmar im Garten angekommen und machte sich gleich nützlich. Sie sammelte Bohnenkerne und erntete Tomaten. Im Winter möchte sie einen Lavendelsäckchen-Workshop durchzuführen. Nach einer kurzen Weile kehrten auch Katharina und Wolf im Vitalisgarten ein. Zusammen mit Volker diskutierten die drei die Erneuerung des Dachs der Casa Esmeralda. Da der Mauerkranz des Dachs instabil ist, gestaltet sich der Neubau als Herausforderung. Wir planen jetzt Teile der Mauern zu ersetzen und auf der Frontseite der Casa die Mauer etwas höher zu ziehen, um das Gefälle des Daches zu vergrößern.

Wolf und Volker begaben sich direkt aufs Dach und entfernten weitere Dachpappenreste und die darunter sich befindlichen Bretter. Am Rand bröselte an der einen oder anderen Stelle die Mauer und es zeigten sich bedenkliche Risse. Wir befürchten, dass die Verandaüberdachung der Frontseite der Casa abstürzen könnte, da die Mauer zu schwach ist. Der Neubau der Mauer mit Hilfe von Kalksandsteinen ist deshalb dringend erforderlich. Gut, dass Wolf Erfahrungen mit dem Mauern hat.

Iris, Birk, Kai und Bastian und Boris erschienen im Garten. Lara hatte Boris eingeladen und zeigte ihm gleich unser Grün und die weitere Infrastruktur. Boris packte beim Steinplatten freilegen mit an und half beim Dachbau. Birk wurde gleich von Volker beim Palettentransport eingespannt und er bugsierte mehrere Paletten aufs Dach. Mit den Paletten lassen sich nämlich prima Lücken zwischen den Dachsparren überbrücken.

Inzwischen waren weitere Bretter der Dachkonstruktion entfernt worden. Für Wolf, Boris und Volker hieß es als Nächstes die Deckenplatte der Küche freizuräumen und zu säubern. Dort gespeicherte Gegenstände flogen in die Wallapampa und werden dort zwischengeparkt. Birk entfernte inzwischen Schrauben der Wohnzimmerdeckenverkleidung. Wir wollten uns den Mauerkranz von Innen genauer anschauen und da musste die alte Decke weichen. Letztere bestand aus tapezierten Schrankrückwänden auf denen sich Bitumenreste gesammelt hatten. Es rieselte also Bitumen als wir die Decke abnahmen. In der Südecke tauchte wie erwartet das verlassene riesige Wespennest auf. Bastian und Kai packten begeistert mit an und wünschten sich den schönen alten Zustand zurück.

Bald hatte sich eine Materialschlacht entwickelt. Kreuz und quer lagen Bretter vom Dach und der Wohnzimmerdecke verstreut. Volker schaffte die Sachen nach vorne und Birk half beim Verstauen in Big Bags. Dabei wollte er eigentlich im Garten entspannen und ein Buch lesen. Katharina, Kai, Bastian und Wolf räumten das Wohnzimmer auf und fegten es sauber. Anschließend galt es die Möbel wieder einzuräumen.

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Lara hatte in der Zwischenzeit viele Steinplatten freigelegt und verlegte diese zu einem Weg zwischen Casa und Gartenhaus Zwei. Die Mühe hatte sich jedenfalls gelohnt, denn jetzt lässt es sich einfacher zwischen den Häusern hin und her gehen. Die Steinplatten können wir noch ebener verlegen, aber fürs Erste war der Weg bereitet.

Da die Dämmerung anfing herein zu brechen begaben sich abermals Wolf und Volker aufs Dach der Casa Esmeralda. Mittels der Holzpaletten und weiterer Bretter überbrückten sie Lücken zwischen den Sparren, so dass bei Niederschlägen keine Wassertaschen entstehen und deckten das Dach mit Plane ab.

Am Ende wässerten wir noch unsere Beete, wir räumten weiter die Veranda und die Casa auf und machten uns letztendlich vom Acker. Dieser Gartentreff hatte viel Trubel und wir hatten einige Dinge vorangebracht.