Vom Winde verweht 09. März 2019

Windig war dieser Gartentreff und im Vitalisgarten war viel Getümmel. Wir schaufelten Sand um, verlegten Platten, erstellten einen Opfertisch, säten Möhren, Erbsen und Spinat, ernteten Red Russian, Schwarzkohl und Spinat, planten den Bau des Rahmens des Hühnerstalls und bauten eine Rankhilfe für unsere Brombeere und beschnitten Rosenstöcke.

Auf dem Weg zum Vitalisgarten wurden wir vom Winde verweht. Es traten Sturmböen auf, wodurch wir mit dem Rad teils nur im Schritttempo vorankamen. Als erste schafften es Katharina und Volker durch den Sturm in den Vitalisgarten. Die Sonne schien und direkt fiel der hübsche Eingang auf. Am Mittwoch fuhren dankenswerterweise Karin und Birk unseren Müll zum Wertstoffhof und zur AVG. Jetzt hinterließ der Platz neben der Kräuterspirale wieder einen viel besseren Eindruck.

Nach dem anstrengenden Gegenwind setzten sich Katharina und Volker ersteinmal hin und ruhten ein wenig. Kurz darauf besuchte Nihal nach mehreren Monaten wieder den Vitalisgarten. Sie wurde freudig begrüßt und Katharina erklärte ihr die Saisonalität und Fruchtfolge von Pflanzen. Inzwischen war auch Karin eingetroffen und Nihal bekam das Angebot Pflanzen aufzuziehen. Dafür bekam sie Anzuchterde und Salatsamen von Karin.

Karin und Volker schaufelten als Erstes Sand aus einen Big Bag in unsere Schubkarre. Den Sand lagerten die beiden in einem viereckigen Bottich am Rand der Wiese. Dort befand sich auch noch Sand aus einem Eimer, den Volker per Hand in den Bottich bewegte.

Volker suchte anschließend nach Gehwegplatten und fand diese im Efeudickicht des Gartenhaus Zwei. Unter Efeu versteckten sich in regelmäßigen Abständen viele Steinplatten, die Volker in eine Schubkarre lud. Er transportierte die Platten zu unseren Kompostmieten und fing an diese zu verlegen. Das Ziel war es vor den Kompostmieten eine Reihe Gehwegplatten zu verlegen und in der Mitte einen Opfertisch einzurichten. Auf letzterem können nämlich die Bioabfällle z. B. von The Good Food mit Hilfe eines Spatens verkleinert werden. Anschließend lässt sich das Verkleinerte bequem in eine Kompostmiete schaufeln. Außerdem sollten die Steinplatten auf das Bodenniveau gesenkt werden. Volker grub also wieder einmal mit der afrikanischen Hacke. Die losgelöste Erde schaufelte er in eine Spießbütte. Damit sich die Platten waagerecht verlegen ließen nahm Volker Sand und eine Wasserwaage zur Hilfe. Mit ein wenig Geduld und ein bisschen Können verlegte Volker letztendlich alle kleinen Steinplatten und die des Opfertisches. Am Ende stopfte er Lücken mit Erde und fertig war das praktische Plattengebilde.

Unterdessen waren Detlef, Alina, Max und zum ersten Mal auch Laura aufgetaucht. Alina und Laura ernteten im südlichen Ackerteil alle Spinatpflanzen. Karin und Katharina planten welche Sorten in die unterschiedlichen Beete sollten. Katharina, Detlef und Max ernteten zunächst unsere letzten Schwarzkohlpflanzen. Detlef und Max säten anschließend späte Möhren ins Beet B3. Karin säte Erbsen ins Beet B1 und Spinat in A3.

Mittlerweile waren auch Petra, Iris mit Kai und Bastian und Danny im Gemeinschaftsgarten eingetrudelt. Iris säte Möhren in Beet C3 und Kai und Bastian ernteten mit HIlfe von Petra drei Red Russian-Pflanzen, beschäftigten danach mit Hämmern und erfuhren woraus Wasser besteht. Petra zerkleinerte Red Russian in handhabbare Portionen. Sie hatte eigentlich gehofft, dass die Hühnertruppe zahlreicher aufgetaucht wäre. Sie hätte gerne beim Rahmenbau des Hühnerstalls geholfen. Volker grub immerhin Balken für das Ständerwerk des Hühnerstalls aus und wir überlegten wie wir die Balken miteinander verbinden. Max reinigte und sortierte den geernteten Spinat, so dass wir nicht alle Erdanhaftungen mit nach Hause nehmen mussten. Danny packte ebenfalls mit an, säte im Gewächshaus Petersilie aus und jätete im Beet A3. Außerdem rechte Katharina Zweige und Moos zusammen und entfernte Hibiskusableger vor der Casa Esmeralda.

Iris und Karin bauten ein Gerüst für unsere Brombeere. Dazu rammten die beiden zwei Holzständer in den Boden, was leider etwas mühsam war. Außerdem nutzten sie blauen Draht und spannten diesen als Rankhilfen zwischen das Ständerwerk.

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Am Ende räumten wir unsere Gartengeräte auf und reinigten diese. Die meisten Gärtnernden hatten sich bereits früher verabschiedet, da noch andere Termine anstanden. Petra fröstelte und zog es nach Hause. Auch Katharina und Volker verließen den Vitalisgarten mit Spinat, Kohl und Sellerie im Gepäck. Übrig blieben noch Karin und Iris mit Kai und Bastian. Iris und Karin beschnitten am Schluss noch unsere Rosenstöcke und als es dunkel wurde brachen auch sie auf.

Vorbereitung für den Frühling 02. März 2019

Auch am Karnevalssamstag waren wir wieder im Vitalisgarten aktiv. Detlef war zum ersten Mal dabei. Wir bereiteten unsere Beete für Aussaaten vor, brachten Erbsen ins Beet, säten Spinat, zerkleinerten Bioabfälle von The Good Food, holten lange Balken vom Dach und platzierten dafür kurze, jäteten unser Tomatenbeet und düngten mit Kompost. Am Ende suchten wir nach einer Lösung für unser Solarproblem.

Karin war die erste im Vitalisgarten. Nach der Öffnung des Gewächshauses, räumte sie abgestorbene Zweige im Staudenbeet der Sonnenfalle ab. Dabei kamen auch Katharina und Volker ebenfalls im Vitlaisgarten an. Die drei entdeckten, dass im Kompost neues Material angekommen war. Gemeinsam besprachen sie, was es im Gemeinschaftsgarten zu tun gab. Als erstes begaben sich die drei in den Schrebergarten und stellten den Aussaatplan für die Beete im Schrebergarten auf.

Bei der Besichtigung der Beete tauchten auch Wolf und zum ersten Mal auch Detlef auf. Karin pflanzte vorgezogene Erbsen ins Beet B1. Anschließend erntete sie Rosenkohl ab, bereitete das Beet vor und säte Spinat im Beet A3 aus. Katharina kürzte den großen Hibiskusstrauch ein.

Volker hingegen begab sich zurück zur Wiesenfläche und leerte den von vermutlich von Ute mit Broccoli bestückten Big Bag. Anschließend bugsierte er mit der Schubkarre den Biomüll zur Kompostmiete. Dort zog er intakte Sellerieknollen aus dem Kompost und baute sich mit Hilfe von Steinen einen kleinen Opfertisch. Dort platzierte er die Knollen und zerhackte diese mit der mitgebrachten Schaufel. Anschließend nahm er einen Spaten zur Hilfe und zerkleinerte die erste Portion Broccoli.

Mitten in der Aktion besuchte uns Meike, die am Karnevalssonntag ein Geburtstagsfrühstück veranstalten wollte. Ihr fehlte allerdings Geschirr und hatte über nebenan.de mitbekommen, dass wir solches verleihen. Also nahm sie Kontakt auf und holte sich während des Gartentreffs Kuchenteller, Tassen und Besteck ab. Volker brachte das Geschirr mit ihr zur Wiesenfläche und verabschiedete Meike. Anschließend ging es für Volker wieder ans Zerkleinern von Broccoli.

Den Opfertisch hatte er mit Balken begrenzt, die sich wegrollen lassen und Volker so das zertrümmerte Material per Schaufel in den Kompost bugsieren konnte. Wolf tauchte auf und begutachtete die neue Konstruktion. Anschließend schaufelten die beiden aus der rechten Kompostmiete fertigen Kompost in unsere Schubkarre. Wolf war leider von der Arbeit während der Woche so stark beansprucht, dass er nach wenigen Schaufelungen aufgab. Volker übernahm den Rest und sortierte noch Pappstücke aus. Anschließend ging es zurück in den Schrebergartenteil.

Dort jäteten Karin und Katharina in Beeten, die als nächstes neu eingesät oder mit Kompost versorgt werden sollen, und ernteten Schwarzkohl und Winterpostelein. In diesem Augenblick schauten Iris, Birk und Kai vorbei. Detlef hatte einen ersten positiven Eindruck gewonnen und verabschiedete sich mit Wolf bis kommenden Samstag.

Volker holte kurze Balken von unserem Holzstapel auf der Wiese und brachte diese mit einer anderen Schubkarre zur Casa Esmeralda. Volker kletterte aufs Dach und entfernte lange Balken, die wir für den Bau unseres Hühnerstalls benötigen. Zusammen mit Birk und Kai brachte er statt der lange Balken nun kurze aufs Dach und platzierte diese auf der Plane. Dadurch sollte die Plane wieder vor starken Winden geschützt sein.

Iris und Birk entfernten zusammen mit Kai Beikräuter unter dem Tomatendach. Dort arbeiteten die drei anschließend Kompost und Pferdeäpfel in die Erde ein. Volker unterstütze die Aktion und zog mit unserem Rechen die aufgewühlte Erde wieder glatt. Zum Abschluss wässerte Iris die Erde um das Bodenleben fördern. Unter dem Tomatendach regnet es sonst ja nicht und wir bewässern die Fläche erst wenn die Tomaten einziehen.

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Am Ende des Gartentreffs regnete es bereits seit einiger Zeit und es wurde ungemütlich. Wir trafen uns auf der Veranda und beratschlagten uns. Es ging um den gestohlenen Wechselrichter. Wir waren uns einig, dass wir einen neuen Wechselrichter brauchen. Unklar ist allerdings ob wir diesen gegen Diebstahl versichern können und wie wir diesen gegen weiteren Diebstahl schützen können. Zum Schluss räumten wir auf, reinigten unsere Gartengeräte, teilten die Ernte auf und fuhren im Regen nach Hause.

Mörtelfundament 16. Februar 2019

Viele Gärtnerinnen und Gärtnern kamen bei Sonne in den Vitalisgarten. Wir jäteten in unseren Beeten, versorgten diese mit Kompost und beschnitten zwei Apfelbäume. Darüber hinaus erstellten wir mit Hilfe von Mörtel ein Fundament für einen noch zu mauernden Flämischen Verband. Außerdem waren wir auf der Suche nach einer Feuerstelle.

Als erste waren diesmal Katharina und Volker im Vitalisgarten. Die beiden lüfteten unser Gewächshaus und gossen Pflanzen. Weiter ging es in den Schrebergarten: Dort erwartete die beiden ein blühendes Krokusmeer samt Pollen sammelnden Bienen und Hummeln. Die Casa Esmeralda wurde glücklicherweise vom Sturm verschont. Da hatte es gut getan die Plane mit Seilen zu befestigen. Katharina nahm sich eine Leiter und Astschere und fing an einen Apfelbaum zu beschneiden. Leider war die Leiter nicht lang genug und da konnte sie nicht alle Äste erreichen.

Derweil tauchte Alina auf und jätete mit Volker gleich in unseren Beeten Beikräuter. Dabei gab es viel zu erzählen und so lernten sich die beiden weiter kennen. Danny kam mit seinem geputzten Rad vorbei und besorgte Kompost für das Beet B4 und arbeitete den Kompost sorgfältig ein. Danach machte er sich daran das Erdbeerbeet zu jäten und ebenfalls mit Kompost zu versorgen.

Wolf, Dagmar, Iris und Birk mit Kindern kamen dazu und schauten sich an, was los war. Volker überredeten Wolf beim Dach weiter zu machen. Zunächst ging es aufs Dach und Volker entfernte die Plane. Wolf und Volker richteten Aluschienen ein und nutzen dabei die gestapelten Paletten. Volker platzierte die unterste Palette so, dass die Aluschienen den richtigen Abstand zur Mauer bildeten. Weiter ging es mit dem Anmischen von Mörtel. Ingo kam den beiden zur Hilfe und packte gleich mit an. Die drei brachten den Mörtel aufs Dach und füllten das Material an die vorgesehene Stelle. Weiter ging es mit dem erneuten Anmischen von Mörtel. Aufs Dach brachten wir wieder den Mörtel und Wolf baute diesen ein.

Dagmar begab sich mit Iris zum Acker wo die beiden sich um die Beikräuter zwischen den Spinatpflanzen und die Reste der Tomatillos kümmerten. Später ging es zusammen mit Katharina ans Ernten der Topinamburknollen und verschiedener Kohlsorten. Sogar ein paar Rote Bete waren noch da.

Unterdessen kamen Christine, Kosta und deren kleiner Sohn Simon in den Vitalisgarten. Kosta schaute sich gleich an, was der Stand mit dem Dach war. Wir brachten weiteren Mörtel auf unser Dach und mauerten das Fundament für den Flämischen Verband fertig.

Außerdem wurden noch der kleine Apfelbaum beim Tomatendach und die Beerensträucher beschnitten. Dagmar und Alina pflanzten einen kleine Hibiskuspflanze um und platzierten diese in einer Reihe von Hibiskuspflanzen.

Kosta und Volker machten sich Gedanken über die zukünftige Platzierung einer Feuerstelle. Kosta hatte eine Spende durch die Deutsche Bahn erwirkt und nun galt es einen passenden Ort zu finden. Der war gar nicht so einfach zu finden, denn die Wiese des Schrebergartens ist künftig für Hühner vorgesehen. Die Rettung war eine ungenutzte Stelle in der wir die Feuerstelle im ursprünglichen Schrebergarten einrichten könnten. Dazu müssten aber ein paar Pflanzen umgesiedelt oder entfernt werden.

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Inzwischen hatten sich die meisten Gärtnerinnen und Gärtner verabschiedet. Im Vitalisgarten waren noch Katharina, Volker und Wolf übrig geblieben. Volker versuchte das frische Mörtelfundament mit Dämmmaterial vor Kälte zu schützen und legte wieder die Bauplane über das Dach. Katharina und Wolf räumten die letzten Reste auf und anschließend fuhren die drei nach Hause.

Neuankömmlinge 09. Februar 2019

Wir waren diesmal wieder bei wärmeren Temperaturen und nahezu gänzlich bei trockenen Bedingungen im Vitalisgarten aktiv. Ein Hauch von Frühling wehte durch unseren Gemeinschaftsgarten. Wir schaufelten unsere letzte Pflanzkiste aus. Wir spülten ab, zerkleinerten Zweige, packten Efeu in Big Bags, entfernten Efeuwurzeln und befestigten unsere Dachplane möglichst sturmsicher. Neuankömmlinge waren Aline und Max, die Teil des Gemeinschaftsgartens werden wollen, und auch die ersten Krokusse des Jahres zeigten sich.

Wieder war Danny der Erste im Vitalisgarten. Er parkte sein Rad und entdeckte Bretter, die der stürmische Wind umgeweht hatte. Er stellte diese wieder fein säuberlich an die Wand vom Gartenhaus Zwei und nach einer kurzen Weile tauchten Katharina und Volker auf und los ging es mir der Planung des Tags.

Zunächst spülte Katharina dreckiges Geschirr ab und sorgte für Ordnung. Währenddessen schaufelten Danny und Volker unsere letzte Pflanzkiste aus. Die Pflanzkiste parkte seit dem Herbst in der Einfahrt. Die Aktion startete mit dem Entfernen von trockenen Beerensträuchern. Letztere hatten den trockenen Sommer nicht in der Kiste überlebt. Anschließend zeigte Volker Danny, wie eine Pflanzkiste am effektivsten ausgeschaufelt werden kann und wie viel Erde in unsere Schubkarre passt bzw. mit wie viel Erde diese noch fahrbar ist.

Während des Ausschaufelns besuchten Aline und Max zum ersten Mal den Vitalisgarten. Danny hatte für uns Werbung bei Freunden gemacht und deshalb schauten die beiden bei uns vorbei. Volker war noch am schaufeln, weshalb er Aline und Max nach der freudigen Begrüßung zunächst auf Entdeckungstour übers Wiesengrundstück schickte.

Nachdem die Kiste leer war, startete Volker eine kurze Führung durch den Vitalisgarten. Zunächst erklärte er Aline und Max was Lippenblütler sind und wir entdeckten, dass der Rosmarinbusch blühte. Auf der Wiese gibt es viel zu entdecken und zu erledigen. Deshalb widmeten wir uns kurz einer Kompostmiete. Danny zerkleinerte Bioabfall von The Good Food. Dadurch verrottet das Biomaterial deutlich schneller.

Volker führte die Neuankömmlinge weiter in den Schrebergartenteil, zur Casa Esmeralda und ins Gartenhaus Zwei. Danach packten Aline und Max direkt an und separierten mit Volker Efeu von Apfelbaumzweigen. Die Zweige verkleinerten wir, packten diese in Kisten zum Abtrocknen und stellten diese unters Dach der Terrasse vom Gartenhaus Zwei. In der Zwischenzeit war auch Wolf eingetrudelt und legte Hand an.

Weiter ging es unter dem Apfelbaum mit dem Entfernen von Efeu. Aline überlegte sich, dass das Umgraben in diesem Fall Sinn macht bei der Suche nach Efeuwurzeln. Normalerweise ist es ja nicht sinnvoll Erde umzugraben, denn auf diese Weise wird die fein abgestimmte Bodenstruktur stark verändert. Wir möchten ja auch nicht mit dem Kopf nach unten weiterleben. Dank der Umgrabetechnik ging die Efeuwurzelsuche recht schnell voran und wir hatten nach einer Weile den westlichen Teil unter dem Apfelbaum von Efeu befreit. Derweil packten Katharina und Wolf Efeureste in zwei Big Bags um und die eingetrudelte Lishan unterstütze die zwei. Efeu lässt sich leider nicht direkt kompostieren und deshalb entsorgen wir es bei Gelegenheit.

Während der Efeu-Aktion windete es stark und sorgte dafür, dass unsere Bauplane weggeweht wurde. Dadurch wurde abermals der westliche Teil des Dachs der Casa Esmeralda freigelegt. Glücklicherweise schien teils die Sonne und es regnete nicht. Max und Volker stiegen aufs Dach und versuchten die Plane sturmsicherer zu befestigen. Die beiden nutzten die Ösen der Plane und befestigten sie mit Hilfe von Tomatenschnüren an der Verankerung des Vordachs.

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Danny hatte sich bereits verabschiedet. Jetzt waren Aline und Max dabei aufzubrechen, denn der Hunger kehrte bei ihnen ein. Auch Lishan machte sich auf den Heimweg. Im Vitalisgarten verblieben noch Katharina, Volker und Wolf. Die drei räumten auf, säuberten unsere Werkzeuge und schützten unser trockenes Brennholz mit zwei kleinen Planen. Durch das Abspannen der Dachplane fließt künftig nämlich Regenwasser auf die Veranda und würde unser Holz nass machen. Dann fegten wir noch die Veranda der Casa Esmeralda, auf der sich Matsch durchs häufige Betreten mit dreckigen Schuhen abgelagert hatte. Zu guter Letzt unterhielten sich die drei noch eine Weile und brachen letztlich in die Dunkelheit auf. Mittlerweile ist es schon deutlich länger hell und bald beginnt schon der Frühling.

Wasserfall im Efeu 02. Februar 2019

Es tropfte an allen Ecken und Enden. Tauwetter hatte eingesetzt und teilweise regnete es ein wenig. Das Wetter war wenig einladend fürs Gärtnern und deshalb trauten sich diesmal nur vier Gärtnernde in den Vitalisgarten. Wir räumten auf, wurden unnütze Sachen los, befreiten die überdachte Terrasse von Gartenhaus Zwei von Plunder, entfernten abermals Efeu und pflasterten den Übergang zwischen unseren beiden Gartenhäusern.

Danny und Christian waren zum ersten Mal die Ersten im Vitalisgarten. Christian hatte mit dem Fahrradanhänger zwei Kisten mit Bioabfällen transportiert. Die Bioabfälle platzierten die beiden direkt in unserer mittleren Kompostmiete. Da von den üblichen Gärtnernden noch niemand auftauchte setzten sich Danny und Christian vor das Gartenhaus Zwei und warteten.

Katharina und Volker waren in der Zwischenzeit bei The Good Food nicht fündig geworden. Das verwundert nicht, denn Danny hatte ja zusammen mit Christian den Biomüll bereits abgeholt. Das hatte Danny Volker auch per Email durchgegeben, doch letzterer hatte die Email nicht gelesen. Ohne Bioabfall kamen Katharina und Volker nun ebenfalls im Gemeinschaftsgarten an. Damit war der Gartentreff vollzählig, denn bei dem regnerischen Tauwetter kam sich sonst leider niemand in den Vitalisgarten.

Die vier überlegten zusammen, was im Garten anstand und was trotz Schneeauflage erledigt werden konnte. Danny und Christian interessierten sich fürs Gartenhaus Zwei und deshalb gab es zunächst eine Führung durchs große Gartenhaus. Nach der Besichtigung räumten die vier als Erstes die überdachte Terrasse des Gartenhaus Zwei frei. In dieser Ecke hatte sich allerlei Sachen versammelt. Nun identifizierten die vier Müll, Sperrmüll und noch zu gebrauchende Sachen. Manche Dinge wie Töpfe und Keramik kann die Gartenwerkstadt nicht gebrauchen und deshalb entschlossen sich Danny und Christian diese Gegenstände auf den Gehsteig vor The Good Food zu stellen und zu verschenken.

Nach einer Weile war die überdachte Terrasse von Flunder befreit. Danny suchte im Gartenhaus Zwei nach weiteren Gegenständen, die wir loswerden wollten und Christian brachte Sperrmüll nach vorne. Katharina und Volker kümmerten sich derweil ums Efeu. Das hatte das Dach der Terrasse teils eingenommen. Christian scheute den Kontakt mit dem Atemwege reizenden Efeu und betrachtete das Treiben skeptisch aus sicherer Entfernung. Katharina und Volker kappten Efeustränge und fädelten diese zwischen dem Dachwellplastik und dessen Halterungen heraus.

Überall tropfte es, denn es herrschte Tauwetter. Katharina holte unsere Stehleiter hervor und räumte die Dachrinne des Gartenhauses Zwei frei. In der Dachrinne hatte sich Einiges angesammelt und das Ausräumen lohnte sich: An der mit Efeu berankten Säule tauchte sogar eine Wassertonne auf. Die war durch den nun freien Ablauf schnell gefüllt und es entstand kurzfristig ein kleiner Wasserfall entlang des Efeus.

Christian hatte noch andere Pläne für den Nachmittag und verabschiedete sich von den dreien. Katharina nahm dagegen die Gartenschere und kürzte einige Büsche. Mittlerweile kehrt langsam Ordnung in den zweiten Schrebergarten ein und es lässt sich unser Wirken erkennen.

Danny und Volker nahmen sich eine nervige Matschstelle südlich der Veranda der Casa Esmeralda vor. Der Übergang von der Casa zum Gartenhaus Zwei führt unweigerlich durch diese Matschstelle und auch der Weg aufs Dach erfordert das Betreten des Matsches. Durch das ständige Betreten der Stelle verteilte sich unweigerlich Matsch auf der Veranda, im Schuppen und in anderen Ecken. Dies sollte Schluss haben, weshalb die beiden Gehwegplatten pflasterten.

Zu Beginn der Arbeiten musste noch eine Efeuwurzel entfernt werden. Mit unserer Spitzhacke war das für Danny kein Problem. Volker schaufelte Erde in eine Schubkarre und schuf Platz für Gehwegplatten. Danny bugsierte als nächstes Gehwegplatten heran und platzierte diese akkurat genau auf die Höhe der Betonplatte des Schuppens. Letztendlich war die Matschstelle Geschichte und jetzt gibt es einen gepflasterten und sauberen Übergang zwischen den beiden ehemals getrennten Schrebergärten.

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Auch Danny verabschiedete sich. Katharina und Volker reinigten zum Abschluss unsere Gartenwerkzeuge und räumten alles zurück an seinen Platz. Volker nutzte die Schneereste zur Säuberung seiner Schuhe. Das funktioniert besser als das mühsame Abschrubben. Mit Müll im Gepäck ging es mit unserem Fahrradanhänger zurück in die warme Stube.

Rankendes 26. Januar 2019

Bis auf Katharina waren dieses Mal nur Jungs am Werk. Wir bauten für eine Veranstaltung eine Pflanzkiste halb zusammen. Danny war zum ersten Mal im Vitalisgarten und half direkt Efeu zu entfernen. Wolf räumte hinter der Casa Esmeralda auf und wir verstauten Stangen und Stäbe im Außenregal. Katharina entfernte Ranken an der Böschung und traf sich anschließend mit Karin und Iris zum Pflanzgruppentreffen.

Frank vom Ernährungsrat war der Erste im Vitalisgarten und musste sich unser Video anschauen, so dass er uns finden konnte. Katharina begrüßte Frank und erzählte ihm über die Hintergründe des Vitalisgartens. Er interessierte sich vor allem über die mögliche Zukunft des Vitalisgartens. Kurz darauf schaute zum ersten Mal Danny bei uns vorbei. Er hatte uns über die Essbare Stadt Köln gefunden. Er ist für The Good Food aktiv und möchte weitere Menschen für uns begeistern. Das kann er gerne machen, denn bei uns gibt es viele Möglichkeiten sich zu engagieren und wer mag kann auch eigene nachhaltige Projekte starten.

Katharina führte Danny durch unsere Gartenflächen und zeigte ihm, was alles möglich ist. Derweil war Volker mit Bioabfällen von The Good Food im Gemeinschaftsgarten angekommen. Volker hatte sich mit Frank für den Bau einer Pflanzkiste verabredet. Die beiden sollen am 14. Februar in der Stadtbibliothek bei einer Urban-Gardening-Veranstaltung jeweils einen Vortrag halten. Anschließend ist der Bau einer Pflanzkiste geplant. Der komplette Bau einer Kiste würde aber zu lange dauern, weshalb Frank Bretter und Balken zusägen ließ und wir die Kiste zum Teil vorbauten. Frank hatte sich mit seiner Frau eine alternative Baukonstruktion überlegt. Die hatten wir so ähnlich auch schon bei unseren Sitztruhen angewendet. Los ging es mit der Schrauberei und die Kiste nahm langsam Gestalt an. Nach einigen Minuten war die halbe Kiste fertig gestellt. Leider standen die Pfosten ein wenig schief und so werden die Wände nicht ganz perfekt. An einer Seite soll eine Plexiglasscheibe installiert werden. Dadurch kann eventuell das Wachstum von Pflanzen im Untergrund beobachtet werden. Vielleicht zeigen sich auch Regenwürmer unter der Erde.

Nach dem halben Kistenbau verabschiedete sich Frank und im Gegenzug tauchte Wolf auf. Er meinte er könnte das Plexiglas durch richtiges Glas ersetzen. Na, das hätten wir vorher wissen sollen. Katharina hatte sich inzwischen in die Böschung hinter dem Teich begeben. Sie entfernte Ranken von Flieder, Holunder und einem Kirschbaum. Danny entfernte derweil Efeu unter unserem Apfelbaum. Volker kam hinzu und entfernte ebenfalls das rankende und über den Boden kriechende Grün. Efeu ist für Hühner giftig und da wir an dieser Stelle die Hühnerhaltung einplanen, muss das Efeu weichen.

Katharina verabschiedete sich zum Pflanzplanungstreffen. Iris und Katharina trafen sich bei Karin in der warmen und trockenen Stube. Die drei sortierten vorhandenes Saatgut und listeten neu zu bestellendes auf. Außerdem planten die drei unseren Auftritt beim Saatgutfestival und verteilten die ersten Saaten zum Vorziehen. Wer Lust darauf hat bei der Planung für das kommende Gartenjahr mitzumachen ist herzlich eingeladen! Einfach kurze Mail an: pflanzgruppe@gartenwerkstadt-ehrenfeld.de

Ab etwa halb vier waren im Garten also nur noch Jungs am Werk. Wolf kümmerte sich um Holz- und Metallstangen, die hinter der Casa Esmeralda gelandet waren. Als wir die Dachnische für den Dachbau ausräumten warfen wir die Gegenstände einfach ins Geflecht des Japanischen Knöterich. Der Anblick gefiel Wolf nicht und so räumte er die Sachen auf unsere Veranda.

Ingo und Chris tauchten auf und schauten beim Efeu entfernen zu. Ingo kam auf die Idee mit einem Metallrechen Efeu und Pflanzenmaterial zu entfernen. Danny harkte emsig weiter und Volker fand die Rechenidee nicht ganz schlecht. Ihn plagte bereits der Rücken und da war das aufrechte Arbeiten eine gute Alternative. Jedenfalls zeigte sich zusehends der nackte Boden. Dummerweise schlummern im Boden noch Efeureste und die werden schnell wieder Wurzeln schlagen. Da heißt es also am Ball zu bleiben und auch noch die Wurzeln entfernen. Vielleicht hilft auch eine dichte Gründüngung in Form von Klee?

Es fing wie vorhergesagt an zu Nieseln. Deshalb verzog sich Volker kurzzeitig im Schuppen und räumte Raketenstäbe und weitere Stangen aus dem oberen Regalfach. Dadurch entstand weiterer Platz z. B. für die Hülle unseres Akkubohrschraubers. Zusammen mit Chris brachte Volker die Stäbe und Stangen zum Außenregal. Dort passten diese perfekt zwischen die Regalböden. Diese bestehen nämlich aus Paletten, die einen Zwischenraum besitzen.

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Am Ende des Gartentreffs galt es zunächst unsere Schuhe von Erdklumpen zu befreien. Die nasse Erde hatte sich beim Entfernen des Efeus an unsere Füße geklebt. Anschließend reinigten wir unsere Werkzeuge und hängten diese im Schuppen auf. Jetzt waren noch die von Wolf auf die Veranda verfrachteten Gegenstände aus dem Weg zu räumen. Volker entschied, sie zusammen mit Wolf im Schuppen von Gartenhaus Zwei unterzubringen. Dort waren sie aus dem Weg und können in Ruhe trocknen. Wolf und Volker sattelten ihre Drahtesel und Volker brachte leere Bioabfallkisten zu The Good Food zurück. Da fing es leider stärker an zu regnen.

Sonne pur 19. Januar 2019

So viel war lange nicht mehr los im Vitalisgarten. Die Januarsonne lockte insgesamt zehn Gärtnernde in unseren Gemeinschaftsgarten. Wir zerkleinerten und stapelten Holz, pflasterten einen letzten Beetweg, verteilten Kompost, räumten auf und beschnitten Büsche und Bäume. Der Nachmittag klang gemütlich in der Casa Esmeralda vor unserem lodernden Ofenfeuer aus.

Ein sonniger Tag erwartete uns an diesem Januar-Samstag. Katharina und Volker holten erneut Bioabfälle von The Good Food ab und fütterten direkt unseren Kompost. Als nächstes lüfteten die beiden unser Gewächshaus. Dort hatte es aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit zu schimmeln begonnen.

Karin trudelte ein und berichtete, dass sie am letzten Sonntag bei bescheidenem Wetter im Garten war und einen der Apfelbäume beschnitten hatte. Bei Sonne im Vitalisgarten zu sein gefiel Karin natürlich viel besser. Gemeinsam planten wir die rechte Miete des Komposts auszuschaufeln, damit Platz fürs neue Aufschichten von frischem Material ist.

Wolf kam ebenfalls vorbei und fragte unseren Schrebergartennachbar Rudi nach Strom. Er hatte nämlich eine Kappsäge dabei mit der wir Brennholz erzeugen wollten. Rudi legte zusammen mit Wolf ein Kabel auf unsere Wiesenfläche und los konnte es mit dem Sägen gehen. Wolf und Volker bedienten sich vom Holzstapel neben dem Außenregal und reduzierten unser ungenutztes Holz. Wolf zersägte fortan Balken, Bretter und Latten auf eine ofenverträgliche Länge. Leider machte die Kappsäge viel Lärm und wir waren froh, wenn Pause war und als wir das lärmende Sägen nach einer Weile beendeten.

Inzwischen waren weitere Gärtnerinnen und Gärtner zum Vitalisgarten gekommen. Anna mit ihren beiden kleinen Kindern, Lishan brachte Barbara mit und auch Ingo war vorbeigekommen.

Karin und Katharina verteilten unterdessen Kompost in Beeten und verlegten einen neuen Plattenweg. Für letzteren besorgte Karin von der Wiesenfläche Sand und mit Hilfe einer Wasserwage war der Weg schnell gepflastert. Die beiden brachten Kompost zwischen unsere Lauchpflanzen. Darüber hinaus verteilten sie Kompost im Beet B2, wo in der kommenden Saison Kohlpflanzen wachsen sollen.

Dagmar schaute ebenfalls kurz vorbei und brachte uns eine wasserdichte Alukiste mit. Sie hatte auch noch neues Vlies im Gepäck und das nutzte Katharina gleich. Sie versuchte damit unsere Endiviensalate vor kalten Temperaturen zu schützen. In den kommenden Tagen war strenger Nachtfrost angesagt und da war der Schutz dringend notwendig.

Barbara und Lishan harkten Laub unter der Birke auf und schufen Ordnung am Teich. Anna und ihr Nachwuchs entfernten Laub und trockene Zweige von der Wiese und mulchten mit diesen unter den Büschen.

Lishan, Barbara, Ingo und Volker stapelten unser neues Brennholz auf der Veranda der Casa Esmeralda. Leider hatte Wolf die Holzstücke in unterschiedliche Längen geschnitten, so dass das Holzstapeln nicht ganz einfach war. Hinzu kam die Tatsache, dass zahlreiche Bretter und keine klassischen Holzscheite gestapelt werden mussten. Die Tätigkeit erinnerte deshalb an Tetris. Schlussendlich war der Bereich unter dem Küchenfenster mit Holz zu gestapelt.

Karin nutzte noch die letzten Sonnenstrahlen des Samstag Nachmittags und beschnitt Büsche und Bäume. Karin kürzte einen Hibiskusbusch ein, der hatte einen Apfelbaum beim Wachstum behindert und ihm Licht geraubt. Darüber hinaus entfernte sie Äste von einem Apfelbaum, der im neuen Schrebergartenteil steht. Wir hoffen, dass der Baumschnitt den Bäumen gut tut und zu gesunden und kräftigen Äpfeln führt. In der letzten Gartensaison produzierten die beiden Apfelbäume leider eher kleine Äpfel. Das waren zwar viele Äpfel aber etwas dickere Äpfel wären gut.

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Am Ende des Tages verzogen wir uns gemeinsam in die Casa Esmeralda. Ingo und Volker entzündeten ein Ofenfeuer und bald wurde es deutlich wärmer. Annas Kinder waren am ehemaligen Güterbahnhofgelände von Ehrenfeld in vereiste Pfützen gestiegen und hatten deshalb nasse Schuhe und Strümpfe. Diese versuchten wir nun über dem Ofen zu trocknen. Leider schmorte das Gummi eines Schuhs etwas an. Volker holte unsere getrocknete Matratze wieder in die Stube, so dass wir uns auch auf dem Bett gemütlich machen konnten. Wir ließen den Gartentreff also diesmal gemütlich in der Wärme ausklingen. Erst als es richtig dunkel war machten wir uns auf die mittlerweile getrockneten Socken.

Ernte und Ordnung im Regen 12. Januar 2019

Wir holten per Fahrradanhänger Bioabfälle bei The Good Food ab und warteten unseren neuen Anhänger, bei dem sich Schrauben gelöst hatten. Außerdem entfernten wir im Gewächshaus angeschimmelte Pflanzen, füllten Regenwasser von vollen Wassertonnen in 1000 Liter Tanks um, ernteten Feldsalat und setzten das Aufräumen des Schuppens der Casa Esmeralda fort.

Zum zweiten Mal fuhren wir mit unserem neuen Fahrradänhänger, den uns Anke über nebenan.de schenkte, zum kleinen Laden von The Good Food. Dort erwarteten Katharina und Volker dieses Mal drei Behälter mit Bioabfällen. Leider konnten wir nur eine Kiste mitnehmen, denn mehr passte nicht in den Anhänger. Dummerweise löste sich auch noch ein Seitenteil des Anhängers, weil Schraubenmuttern verloren gingen. Die Fahrt zum Vitalisgarten gelang aber trotzdem. Bergauf mit Gegenwind war das mit dem Anhänger aber doch eine sportliche Angelegenheit. Volker war nach der Aktion jedenfalls so warm, dass er sich erst mal von Kleidung befreite.

Im Vitalisgarten angekommen kümmerte sich Katharina direkt um den Fahrradanhänger. An der Kupplungsstange war eine Schraube locker, die wir fester schraubten. Wie die Rohre miteinander verschraubt sind wurde leider nicht ganz klar. Am Ende drehten wir noch an den Schrauben der Seitenteile und Räder des Anhängers. Weitere Muttern sollten uns nach Möglichkeit nicht verloren gehen.

Katharina und Volker wechselten zum Gewächshaus. In Letzterem war es so feucht, dass unsere Nachtschattengewächse schimmeln. Wir entfernten die abgestorbenen Pflanzen und versuchten ebenfalls verschimmeltes Laub aus dem Gewächshaus zu bringen.

Katharina hatte die Idee, die übervollen Regentonnen des Gewächshauses zu leeren und in zwei 1000 Liter Tanks umzufüllen. Mit einer kleinen Gießkanne und einem Eimer konnten wir ans Wasser heran und flux waren etwa 100 Liter umverteilt. Regenwasser zu verwenden spart Ressourcen und ist für die Pflanzen besser geeignet als Leitungswasser.

Trotz Regens trauten sich fortan auch noch Karin P. und Chris in den Vitisgarten. Katharina und Volker begrüßten die beiden herzlich. Karin P. litt zu Hause unter einem Stromausfall und konnte jetzt ihr Mobiltelefon durch unseren Solarstrom aufladen. Sie begab sich gleich ans Ernten von Feldsalat.

Katharina, Volker und Chris zogen sich in die kühle Casa Esmeralda zurück und berichteten von den Ereignissen der letzten Wochen. Katharina und Volker verspeisten ihre mitgebrachten Käsenudeln. Aufgrund des Regens konnten wir leider nicht unseren Ofen in Betrieb nehmen. Dummerweise ist uns auch noch unser trockenes Feuerholz fast ganz ausgegangen. Selbst bei Trockenheit hätten wir erst noch mehr Holz organisieren müssen.

Karin P. kehrte mit kalten Händen in der Casa ein. Sie hoffte sich in der Stube wärmen zu können. Außer dem warmen LED-Licht war aber nur eine Tasse warmer Tee vorhanden. Nach einer kleinen Weile verabschiedeten sich Karin P. und Chris wieder.

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Katharina und Volker nahmen sich zum Abschluss noch den Schuppen der Casa vor. Da war guter Rat teuer, denn wie sollten wir weiter Ordnung in den Schuppen bringen. Volker entschied Material anderweitig zu verstauen und dadurch Platz zu schaffen. Folien und Vlies können beispielsweise auch im Außenregal gelagert werden und Malermaterial im Gartenhaus Zwei. Dummerweise ist auch das Schuppendach nicht mehr wasserdicht, weshalb wasserempfindliche Sachen nur an bestimmten Stellen untergebracht werden können. Außerdem hatten Mäuse Hinterlassenschaften erzeugt, die es als Erstes zu entfernen galt. Ein weiteres Problem stellte unsere Solaranlage dar. Offenbar setzte ihr Feuchtigkeit zu, denn der Entladeschutz der Batterie zeigte einen Kurzschluss an. Mit ein bisschen Geduld und Ruckeln ging es wieder und das Licht war wieder da. Langsam kam mehr Ordnung in unseren Schuppen und bei nächster Gelegenheit werden weitere Schmuddelecken beseitigt. Das Dach abzudichten ist ein Projekt, das ganz hinten ansteht. Es sei denn unsere Solaranlage streikt demnächst öfter.

Mit dem übrigen Teil der Feldsalaternte machten sich die beiden dann auf den Weg ins warme und trockene Zuhause.

Start ins Jahr 05. Januar 2019

Der erste Gartentreff 2019 liegt hinter uns. Wir zerkleinerten Reisig, entnagelten Bretter, jäteten Vogelmiere zwischen dem Feldsalat, entfernten Efeu für die Hühnerhaltung und sammelten Laub und Fallobst für unseren Kompost ein.

Katharina und Volker waren gegen 13 Uhr die ersten Gärtnernden im Vitalisgarten. Zunächst waren die beiden erleichtert, dass über den Jahreswechsel unsere provisorische Dachkonstruktion gehalten hatte. Die beiden nutzten direkt den gespeicherten Solarstrom und luden einen Laptop, ein Mobiltelefon und einen Fotoakku auf.

Auf der Terrasse hatten wir zwischen den Jahren Reisig von unserer Birke vorläufig gelagert. Die Reisigzweige nahmen Katharina und Volker nun auseinander. Katharina riss kleinere Zweige ab und bündelte diese. Volker nahm sich mit der großen Gartenschere größere Zweige vor und zerteilte sie. Als Katharina ein größeres Bündel zusammengestellt hatte, zerteilte Volker dieses mit der Gartenschere auf die Breite einer Kiste. Nach einer Weile hatten die beiden alle Zweige zerkleinert und es wurde eine große Plastikkiste voll Reisig gefüllt. Die muss jetzt noch trocknen und kann letztlich zum Anfeuern unseres Ofens verwendet.

Lara tauchte auf und wurde freudig begrüßt. Zu Beginn versuchte Lara herauszufinden, wie wir unsere Mauer mit einem Eckanker stabilisieren können. Im Anschluss daran nahm sie sich einer wichtige Aufgabe an. Lara jätete Vogelmiere im Feldsalatbeet des Ackers. Die Vogelmiere hatte sich ausgebreitet und behinderte Feldsalat beim wachsen. Als Nächstes gilt es Feldsalat auszudünnen, denn dieser wächst zu dicht.

Volker beschäftigte sich noch kurz auf der Terrasse. Er entnagelte Bretter, die noch getrocknet werden müssen. Katharina hatte sich am Efeu zu Schaffen gemacht. Wir wollen das Efeu loswerden, denn wenn wir zukünftig Hühner halten, ist das Efeu im Weg. Es ist giftig und natürlich nicht gut für Hühner. Während der beiden Aktionen kam Wolf im Gemeinschaftsgarten an und berichtete von Stadtentwicklungen rund um die Osterinsel.

Wolf und Volker brachten die entnagelten Bretter in den Schuppen von Gartenhaus Zwei. Anschließend legte Wolf los mit dem Zusammenrechen von Laub und heruntergefallenen Äpfeln. Mehrere Schubkarren füllten die beiden und sie entluden diese in der mittleren Sammelmiete unseres Komposts.

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Während es dämmerte versammelten sich die vier fleißigen Gärtnernden in der kalten Casa Esmeralda. Bei Kerzenschein gab es gesunden Thymiantee. Zum Schluss sammelten wir unsere Werkzeuge ein und machten uns auf den Nachhauseweg.

Kehraus 29. Dezember 2019

Zum Jahresabschluss stand das Aufräumen im Vordergrund. Wir räumten unser Außenregal auf und hübschten unseren großen Abfallhaufen an indem wir Bitumenbretter kleinsägten und effizienter in Big Bags stapelten. Wir legten Pappe auf den südlichen Ackerteil, ernteten Wintergemüse und entfernten Papiermüll der Agora Köln.

Karin war unsere Gastgeberin beim Gartentreff zwischen den Jahren. Sie war die erste im Vitalisgarten. Karin fing damit an auf unserem Wiesengrundstück das Außenregal weiter aufzuräumen. Nutzlose Dinge sortierte sie aus und andere Sachen wurden besser verstaut.

Gegen halb zwei tauchten Katharina und Volker mit unserem neuen Fahrradanhänger auf. Letzteren hatten wir von einer netten Nachbarin aus Ehrenfeld geschenkt bekommen. Leider war der Laden von The Good Food über den Jahreswechsel geschlossen und deshalb gab es keinen neuen Bioabfall für unsere Kompostmieten. Gemeinsam überlegten wir was wir am letzten Gartentreff des Jahres 2018 erledigen wollten. Es stand das Aufräumen im Vordergrund.

Pitter, unserem Schrebergartennachbar, gefiel unser Abfallhaufen nicht. Er hatte Recht, denn der Stapel aus mit Bitumen kontaminierten Brettern und anderen Dingen war nicht sehr ansehnlich. Da ein Entfernen spontan nicht möglich war, widmeten sich Katharina und Volker deshalb der optischen Verschönerung des Haufens Abfall. Dafür besorgte Volker weitere Big Bags und einen Fuchsschwanz. Mit der Säge zerkleinerten die beiden die Bitumenbretter und legten diese in einen Big Bag.

Nach einer Weile war Katharina und Volker das Sägen per Hand zu mühsam, weshalb die beiden die letzten Bitumenbretter zurück zur Casa Esmeralda transportieren. Dort verfügen wir nämlich über gespeicherten Solarstrom und eine Stichsäge. Mit letzterer waren die Bretter sehr schnell zerkleinert und passten alle in einen weiteren Big Bag. Volker brachte den gefüllten Big Bag zurück zur Wiesenfläche. Gemeinsam ordneten wir den Abfallhaufen und jetzt ist hoffentlich weniger daran auszusetzen.

Karin räumte inzwischen auch die Umgebung des Außenregals auf und entdeckte Bretter, die sich ineinander stecken ließen. Katharina besorgte unseren Gummihammer und baute die Steckbretter zusammen. Es ergab sich ein kleines Regal, dass wir im Gewächshaus unterbrachten.

Auf dem südlichen Ackerteil hatte Karin bereits alte Pappstücke aufgelegt. Die Pappe soll erneut verhindert, dass spontane Begleitvergetation die Erde vereinnahmt und damit die Aussaat im Frühjahr behindert. Damit die Pappe nicht wegfliegt legte Karin eine dünne Erdschicht auf.

Im Außenregal hatten jahrelang verleimte Holzplatten gelagert. Diese brachte nun Volker ins Gartenhaus Zwei, denn dort sind sie vor widrigen Witterungseinflüssen besser geschützt. Katharina reichte ihm die Platten durchs Fenster und Volker lehnte diese provisorisch an einen alten Schrank.

In der Nähe der Casa wächst eine kleine Birke, die eine Schirmkrone ausbildet. Karin hatte bereits am Vortag einige Äste entfernt. Volker nahm die große Gartenschere und entfernte unter Anweisung von Karin und Katharina Schösslinge. Außerdem sägten wir einen niedrigen Ast ab und zwar so, wie es uns ein Obstbaumschnitt-Buch lehrt. Das anfallende Birkenreisig können wir gut zum Anfeuern unseres Holzofens verwenden.

Es dämmerte und Karin und Katharina gingen zum Ernten über. Diesmal war wieder Schwarzkohl, Endivien- und Mizunasalat und der Asiasalat “Red in Snow” an der Reihe. Interessanterweise hatten sich spontan Winterpostelein ins Beet gesät. Der kam Karin für ein Kartoffelstampf-Gericht gerade recht. Sie jätete also köstlichen Winterpostelein und brachte mehr Platz ins Beet.

Zum Schluss sortierte Volker Gabeln aus Altenkirchen in unseren Besteckbestand ein. Zwischen den Jahren hatten Katharina und Volker in einem Gebrauchtwarenladen Gabeln und Teelöffel ausfindig gemacht. Uns stehen nun etwa 50 Gabeln, 30 Esslöffel, 15 Messer und wenige Teelöffel und Kuchengabeln zur Verfügung. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, verleihen wir kostenlos Geschirr und Besteck. Damit wollen wir die Umwelt schützen und Menschen behilflich sein.

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Es war Zeit aufzubrechen. Volker belud unseren Fahrradanhängern mit alten Programmflyern vom Tag des guten Lebens. Es regnete inzwischen in Strömen und mit den Anhänger ging es weniger schnell gen Zuhause als üblicherweise. Dafür war der Vitalisgarten im alten Jahr Müll losgeworden. Wenn das kein guter gärtnerischer Jahresabschluss ist.