LXXX. Gartenbrief März 2019

Liebe Gartenfreundinnen und -freunde,

der Februar präsentierte sich am Ende des Monats mit viel Sonnenschein und sehr warmen Temperaturen. Wie im Sommerhalbjahr 2018 machte sich wieder ein blockierendes Hoch breit und das sorgte für trockene Verhältnisse. Durch die warme und trockene Witterung war es uns möglich beim Bau des Dachs der Casa Esmeralda weiter zu machen.

Leider gab es aber nicht nur gute Nachrichten, sondern bei uns wurde eingebrochen. Diebe entwendeten den Wechselrichter unserer Solaranlage und weitere elektrische Gegenstände. Auch in anderen Schrebergärten wurde eingebrochen. Wir sind also mit unserem Leid nicht alleine.

Es sieht so aus als ob wir demnächst einen weiteren Garten übernehmen können. Ihr könnt euch die Fläche schon mal von außen ansehen. Dort wächst ein prachtvoller Süßkirschbaum, der leckere Früchte erzeugt und es gibt mehrere kleine Apfelbäume. Ihr könnt euch melden, wenn ihr Ideen für die Nutzung des ehemaligen Schrebergartens habt. Dort könnten beispielsweise Bienenstöcke untergebracht werden. Leider werden wir dort keine Hühner halten können, denn ein Schrebergartennachbar duldet Hühner in unmittelbarer Nachbarschaft nicht.

Dank Danny sind bei uns Alina, Max, Nila, Leni und Christian aufgetaucht und gärtnern seit dem regelmäßig mit. Gerne könnt auch ihr bei uns mitmachen und sehen wie wir versuchen möglichst nachhaltig und ökologisch zu Gärtnern. Wir sind nicht perfekt in dem was wir tun, versuchen aber voneinander zu lernen und probieren auch gerne neue Dinge aus. Der Vitalisgarten hat ansonsten Platz für andere nachhaltige Projekte. Bei uns könnte ein Leihladen entstehen, eine nachhaltige Metall- und Holzwerkstatt zieht vielleicht ein und wer mag kann eigene Ideen einbringen und verwirklichen. (ve)

P1360651 Einbruch im Vitalisgarten: In der Nacht vom 24. auf den 25. Februar 2019 brachen Diebe im Vitalisgarten ein. Die Diebe drangen in unseren Schuppen ein und entwendeten unseren Wechselrichter, eine Stichsäge und die Handkreissäge von Wolf. Weiter lesen …
P1360608 Mauern fürs Dach: Aufgrund der trockenen und warmen Witterungsperiode konnten wir den Dachbau der Casa Esmeralda weiterbringen. Wir erstellten ein Mörtelfundament und mauerten die ersten beiden Reihen eines Flämischen Verbands. Weiter lesen …
P1360601 Nachhaltigkeit beim Gärtnern: Gerhard ist ein erfahrener Gärtner und hatte starkes Interesse bei uns mitzumachen. Leider stellte er schnell fest, dass er unsere gärtnerischen Aktivitäten stark stören würde. Gärtnern wir wirklich biologisch-ökologisch? Weiter lesen …
P1360554 Saatgutfestival Köln: Wir waren wieder beim Saatgutfestival Köln mit einem Stand vertreten. Bei uns gab es eigenes Saatgut zu erstehen, wer mag konnte sich über unsere Aktivitäten informieren und beliebt war wieder unser Aussaatkalender samt Saatgut-Quiz. Weiter lesen …
P1320977 Tag des guten Lebens: Wie es aussieht findet der nächste Tag des guten Lebens wieder in Ehrenfeld statt und zwar westlich des Gürtels. Das bedeutet, dass der Tag des guten Lebens nach 5 Jahren wieder nach Ehrenfeld zurückkehrt und vermutlich am 15. September 2019 stattfindet. Weiter lesen …
P1360390 Das ist sonst alles passiert!: Wir trugen vor, bauten, erklärten, Krokusse blühten, wir jäteten, düngten, beschnitten, ernteten, pflanzten um, diskutierten, begrüßten, versorgten, spülten ab, schaufelten, führten, packten an, entfernten, räumten auf, entleerten und pflasterten. Weiter lesen …


Einbruch im Vitalisgarten

In der Nacht vom 24. auf den 25. Februar 2019 brachen Diebe im Vitalisgarten ein. Die Diebe drangen in unseren Schuppen ein und schauten sich nach Gegenständen um, die sie zu Geld machen können. Da kam ihnen unser Wechselrichter, unsere Stichsäge, eine alte Flex und die Handkreissäge von Wolf gerade recht. Diese Gegenstände sind seitdem verschwunden und wir müssen uns Gedanken machen, wie wir unseren Solarstrom wieder nutzen können. Momentan steht uns nämlich nur der Batteriestrom in Form von 12 Volt zur Verfügung.

Karin hatte sich am 27. Februar 2019 nachmittags in den Vitalisgarten aufgemacht. Sie wollte das schöne Wetter und ihren freien Nachmittag dazu nutzen im Garten Aussaaten vorzubereiten und Rübstiel im Gewächshaus auszusäen. Als sie im Vitalisgarten ankam bemerkte sie schnell den Einbruch und suchte bei Katharina und Volker – die im Westerwald verweilten – Rat. Schnell stellten wir gemeinsam fest, welche elektronischen Geräte verschwunden waren. Karin verständigte nach dem Telefonat mit Katharina die Polizei. Sie erfuhr, dass auch in den anderen Schrebergärten des Geländes eingebrochen worden war und Sachen gestohlen wurden. Auch in der Umgebung wurden 35 und in Sülz 41 Schrebergärten aufgebrochen. Geteiltes Leid ist halbes Leid?

Besonders blöd ist für uns die Tatsache, dass der Wechselrichter entwendet wurde. Jetzt heißt es einen neuen zu besorgen und diesen ggf. für eine höhere Leistung auszulegen. Dadurch wäre gewährleistet, dass wir leistungsstärkere Gerätschaften wie eine Flex oder einen Wasserkocher betreiben können. Der alte Wechselrichter wies lediglich eine Nennleistung von 1500 Watt auf. Der Diebstahl könnte also ggf. einen kleinen positiven Aspekt haben.

Wer von euch hat eine zündende Idee wie wir den erneuten Diebstahl unseres Wechselrichters verhindern können? Wir könnten eine Diebstahlversicherung abschließen. Die könnte aber teuer sein und möglicherweise hohe Anforderungen an die Sicherheit stellen. Eine andere Möglichkeit wäre es den Wechselrichter zu verstecken oder so gut einzuschließen, dass es schwer ist diesen zu entwenden. Meldet euch also gerne, wenn ihr eine Idee habt. (ve)

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Mauern fürs Dach

Aufgrund der trockenen und warmen Witterungsperiode konnten wir den Dachbau der Casa Esmeralda weiterbringen. Wir erstellten ein Mörtelfundament und mauerten die ersten beiden Reihen eines Flämischen Verbands.

Am 16. Februar 2019 war es warm und die Sonne schien. Das war für Wolf und Volker das Signal mit dem Dach weiter zu machen. Es ging darum mit Hilfe von Mörtel ein Fundament für einen Flämischen Verband zu erstellen. Zunächst ging es aufs Dach und Volker entfernte die Plane. Wolf und Volker richteten Aluschienen ein und weiter ging es mit dem Anmischen von Mörtel. Ingo kam den beiden zur Hilfe und packte gleich mit an. Die drei wuchteten den Mörtel aufs Dach und füllten das Material in die vorgesehene Stelle. In den Tagen danach trocknete die Mörtelmischung und fertig war das Fundament.

Am Sonntag darauf veranstalteten wir nach dem Saatgutfestival Köln einen Sondergartentreff. Los ging es bereits gegen halb elf mit der Planung fürs Mauern. Katharina, Michael und Volker überlegten sich wie der Flämische Verband mit der Ziegelmauer verbunden werden sollte. Die Aufgabe bestand darin die zwei bestehenden Ziegelreihen zu stabilisieren und oben drauf eine dickere Mauer zu installieren. Volker und Michael mischten Mörtel und fingen auf dem Dach an zu mauern. Beide hatten bisher noch keinen einzigen Stein gemauert, weshalb die Maurerei für alle eine Premiere war.

Das Mauern war nicht ganz einfach, denn der Mörtel war uns zu zähflüssig geraten und wir kannten noch keine Tricks. Deshalb mussten wir zunächst den Mörtel in die entstehenden Löcher stopfen. Profis geht das natürlich besser von der Hand. Nach einigen eingebauten Steinen schaute uns Wolf von der Brücke bei der Arbeit zu. Er kam den beiden zur Hilfe und wir mischten die zweite Mörtelmischung mit mehr Wasser an. Dadurch verteilte sich der Mörtel sich besser in Lücken und das Mauern ging leichter von der Hand. Wolf hatte schon mal Steine vermauert und kannte noch einen interessanten Trick. Zunächst legt man Mörtel auf die Steinseite die festgemauert werden soll. Auf diese Weise befindet sich direkt Bindemasse in der zu schließenden Lücke.

Nach einer Weile und mehreren Runden hatten wir zwei Reihen Flämischen Verband auf dem Mörtelfundament fertig gestellt. Die Ziegel befanden sich einigermaßen in der Waage und wir konnten zufrieden mit der Arbeit sein. In der Ecke fehlten uns leider noch zwei kleiner Steine für den Anschluss an die alte Mauer. Leider wissen wir noch nicht, wie wir die Steine durchsägen können. Da wir noch Mörtelmasse übrig hatten verbaute Volker noch ein paar weitere Steine und fing links von der Ecke eine dritte Reihe Flämischen Verband versetzt auf der alten und neuen Ziegelreihe an. Auf diese Weise verbinden wir die alte Ziegelmauer mit dem neuen Flämischen Verband. Unten hat das neue Konstrukt eine Dicke von drei und ab der dritten Reihe nur noch eine Dicke von zwei Ziegeln. Geplant ist eine Aufstockung um etwa 40 cm, damit die Dachneigung am Ende 7° beträgt. Diese Neigung sollte unser Pultdach für Trapezbleche mindestens aufweisen.

Über der Betonplatte der Küche zu mauern ist nicht schwer. Komplizierter wird das Erhöhen der Mauern im Bereich des Wohnbereichs der Casa Esmeralda. Wir können deshalb eure Hilfe gebrauchen! Unser Vorhaben könnte statisch problematisch werden und da wäre es gut, wenn sich ein Experte das mal anschauen würde. Eine Idee ist beispielsweise Kräfte die auf die Vordermauer wirken mit Hilfe eines Mauerankers auf die Seitenwände abzulenken. Wer hat Ahnung wie das geht und kann helfen? Bitte meldet euch bei uns, wenn ihr Erfahrung mit Scherkräften bei Bauwerken habt. (ve)

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Nachhaltigkeit beim Gärtnern

Gerhard ist ein erfahrener Gärtner und hatte starkes Interesse bei uns mitzumachen und Vereinsmitglied zu werden. Leider stellte er aber schnell fest, dass er unsere gärtnerischen Aktivitäten stark stören würde. Seitdem fragen wir uns, ob wir wirklich biologisch-ökologisch gärtnern.

Gerhard meldete sich bei uns per Email und wollte direkt Vereinsmitglied werden. Volker antwortete ihm und freute sich Gerhard im Vitalisgarten kennenzulernen und ihm zu erklären, wie unser Gemeinschaftsgarten funktioniert. Kurz darauf ließ Gerhard uns eine großzügige Spende für Saatgut zukommen. Herzlichen Dank!

Etwas später meldete sich Gerhard erneut und zog sein Angebot Mitglied bei der Gartenwerkstadt Ehrenfeld zu werden zurück. Was war passiert? Gerhard hatte unsere Gartenposts genau unter die Lupe genommen und dort mindestens ein Haar in der Suppe gefunden. Seine feste Regel ist, dass alles was das urbane Gärtnern abwirft verwendet werden MUSS. D. h. es wird entweder gegessen, kompostiert, weiterverarbeitet, als Baumaterial eingesetzt oder es wird verbrannt. Den Garten darf es gemäß seiner Regel nicht verlassen. Außerdem meint er, dass das Zuführen von Materialien nicht dem biologisch-ökologischen Gedanken entspricht.

Er hat Recht, dass wir diese strenge Regel nicht beherzigen. Wir versuchen allerdings möglichst ökologisch und nachhaltig zu gärtnern. Dabei halten wir uns im Wesentlichen an das Buch „Der Biogarten“ von Marie Luise Kräuter. Wir versuchen einen Kreislauf von Materialien in Gang zu bringen. Eintragungen von Außen gibt es in der Tat, da wir beispielsweise Bioabfälle von The Good Food kompostieren. Ebenfalls verwenden wir Hornspäne, Pferdeäpfel, Kaninchen- und Taubenmist. Bald können wir vermutlich eigenen Hühnermist bekommen.

Gärtnern und unser Tun läuft bei uns unter der Überschrift des Umweltschutzes. Wenn wir in der Praxis an der einen oder anderen Stelle die Umwelt nicht schützen sollten, können wir künftig versuchen diese Praxis zu verändern. Wir sind keine Profis und machen Dinge ggf. Hemdsärmelig. Die Bilder weiter unten zeigen Beispiele in denen die Nachhaltigkeit zu kurz kommt und wo es generell ein Verbesserungspotenzial gibt. Leicht zu heben ist das aber nicht immer. Was stört, erfahrt ihr in der Bildbeschreibung.

Beim Dachneubau z. B. verzichten wir bewusst auf Dachpappe und Plastik. Stattdessen wollen wir langlebiges Trapezblech verwenden und mit Hanf oder Jute Dämmen. Viel besser geht es zur Zeit vermutlich nicht. Das alte Dach müssen wir leider als Sondermüll teils kostenpflichtig entsorgen.

Einen wertvollen Tipp hatte Gerhard auch noch für uns. Er hatte mitbekommen, dass wir Efeu entsorgen möchten. Bei uns war viel Efeu angefallen, das wir für die Hühnerhaltung entfernen müssen. Kompostieren geht nicht, da das Efeu wieder austreibt. Gerhard weist uns darauf hin, dass wir das Efeu als Spül- und Waschmittel verwenden können. Dazu gibt es beispielsweise diese Rezepte und Erfahrungen von utopia.de. Außerdem schreibt uns Gerhard, dass wir das Rankholz für die Lüftung vom Komposthaufen verwenden können. Vielen Dank für die Tipps! Die können wir in nächster Zeit ausprobieren.

Uns kann jedenfalls niemand vorwerfen, unsere Aktivitäten wären intransparent. Durch unsere Posts können sich Interessierte bereits im Vorfeld ein Bild von uns machen. Lieber ist uns natürlich, wenn ihr uns bei einem Gartentreff besucht und wir ins Gespräch kommen. Dann habt ihr auch die Möglichkeit euch einzubringen und ihr könnt uns von euren Vorstellungen und Ideen überzeugen. Bei uns ist nichts in Stein gemeißelt. Natürlich haben wir unsere Werte, aber die gilt es natürlich zu interpretieren und mit Leben zu füllen. Gemeinschaftliches Gärtnern bedeutet auf alle Fälle auch viel zu diskutieren, Kompromisse zu schließen und Dinge auszuprobieren. Das bereichert uns und wir lernen gerne voneinander. Gerhard hat jedenfalls einen Denkprozess angestoßen. (ve)

Die Herstellung von Trinkwasser benötigt Energie, besser wäre es mit Regenwasser zu wässern. Im Sommer 2013 war Regen jedoch Mangelware. Aluminium benötigt sehr viel Energie und Polycarbonat beinhaltet möglicherweise Bisphenol A, was gesundheitsgefährdent ist. Wir hätten Glas verwenden können, hatten damit aber schlechte Erfahrungen gemacht. Eine wirkliche Alternative zu Aluminium gibt es vermutlich noch nicht.
Erde mit dem mit Benzin betriebenen Auto zu transportieren ist nicht sehr nachhaltig. Eine Alternative wäre ein mit echtem Ökostom betriebenes Fahrzeug. Stromfahrzeuge setzen sich in der Zukunft vermutlich durch. Das Gas des Flammenwerfers könnte künftig nachhaltig durch Hydrolyse und einer Methanisierung entstehen. Power-to-Gas ist aber noch nicht wirtschaftlich und steckt noch in den Kinderschuhen.
Hier bringt Iris Pferdeäpfel in den Acker ein und düngt die Erde damit. Für Gerhard ist das ein unerlaubter Eintrag von Außen. Bei Pferdeäpfeln muss außerdem darauf geachtet werden, dass keine medikamentösen Rückstände vorhanden sind. Beim Abriss des alten Dachs der Casa Esmeralda fallen mit Bitumen bestrichene Bretter und Wellplastik an. Diesen Sondermüll müssen wir kostenpflichtig entsorgen. Beim Neubau achten wir auf möglichst nachhaltige Baustoffe. Mörtel und Zement wird zur Zeit aber nicht nachhaltig hergestellt. Bauen ist also momentan noch ein Problem für die Umwelt!
Wir bekommen Bioabfälle von The Good Food. Das ist für Gerhard wiederum ein unerlaubter Eintrag von außen. Wir denken, dass wir den Bioabfall umweltschonender verwerten als es die AWB tut. Beispielsweise transportieren wir den Biabfall mit dem Lastenrad mit Hilfe unserer Muskeln. Mit Hilfe unserer Muskeln verkleinern wir die Bioabfälle. Das führt dazu, dass die Mikroorganismen schneller Kompost herstellen.

Saatgutfestival Köln

Wir waren wieder beim Saatgutfestival Köln mit einem Stand vertreten. Bei uns gab es eigenes Saatgut zu erstehen, wer mag konnte sich über unsere Aktivitäten informieren und beliebt war wieder unser Aussaatkalender samt Saatgut-Quiz.

Unser Stand befand sich auf der zweiten Etage des VHS Studienhauses in unmittelbarer Nachbarschaft zu Ständen anderer Gemeinschaftsgärten. Karin war als erste vor Ort und richtete unseren Stand ein. Sie hatte eine tolle Vorarbeit geleistet und überzähliges Saatgut gesichtet, katalogisiert und in kleine Portionen in Saatguttütchen gepackt. Iris ließ erneut unseren beliebten und von Karin gestalteten Aussaatkalender drucken. Katharina bastelte Saatguttütchen und Volker generierte eine hübsche Standortkarte des Vitalisgartens.

Gegen 11 Uhr startete das Saatgutfestival und recht schnell besuchten zahlreiche Gäste unseren Stand. Besonders beliebt waren unser Saatgutangebot und die Fachkenntnisse unserer Pflanzgruppe. Mittlerweile kamen auch Katharina und Volker an und die beiden unterstützen Karin. Später kam auch noch Dagmar hinzu und komplettierte unsere kleine Standbetreuung. Von großem Interesse war auch abermals unser Aussaatkalender. Wer mochte konnte ein kleines Saatgut-Quiz lösen, einen Kalender mit nach Hause nehmen oder sich in unseren Gartenbrief-Verteiler einschreiben.

Wir bekamen viele Spenden fürs Saatgut und den Kalender und außerdem waren einige Besucherinnen und Besucher daran interessiert uns im Vitalisgarten zu besuchen und ggf. mitzugärtnern. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir helfende Hände gewinnen würden. Richtig toll wäre es, wenn Leute mitmachen würden, die letztlich Dinge und damit uns voranbringen. (ve)

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Tag des guten Lebens

Wie es aussieht findet der nächste Tag des guten Lebens der Agora Köln wieder in Ehrenfeld statt und zwar westlich des Gürtels. Das bedeutet, dass der Tag des guten Lebens nach 5 Jahren wieder nach Ehrenfeld zurückkehrt. Vermutlich findet der Tag, wie der allererste Tag des guten Lebens, wieder am 15. September statt. Merkt euch also dieses Datum schon einmal vor.

Das Thema des Tages könnte der Erhalt der Vielfalt sein. Die Gentrifizierung greift in Ehrenfeld stark um sich und ältere Menschen, Alleinerziehende, Migranten, kreative Künstler und Initiativen werden aus dem Veedel gedrängt. Traurig stimmt uns beispielsweise wie mit Jack in the Box bei der Planung des ehemaligen Güterbahnhofs von Ehrenfeld umgegangen wurde. Zunächst war Jack auf dem Gelände fest eingeplant, dann auf einmal zog der Investor den Stecker und Jack war raus. Auch wir bekamen ursprünglich eine Ecke auf dem Gelände angeboten. Letztlich kegelte uns eine geplante Kita aus dem Plan, denn diese beanspruchte plötzlich Freiflächen und schon war kein Platz mehr fürs gemeinschaftliche Gärtnern.

In Ehrenfeld geht es auch um die Bahnbögen. Was passiert mit den Bahnbögen? Saniert die Deutschen Bahn diese und werden sie anschließend sinnvoll genutzt? Unklar ist auch der Verbleib des Cinenovas. Ein Investor möchte teure Wohnungen bauen und dafür soll das Cinenova weichen. Wer mag kann sich hier näher über die Planungen informieren und eine Petition unterschreiben.

Ihr seht, in Ehrenfeld gibt es viele Themen. Ihr seid herzlich eingeladen euch zu beteiligen. Als Verein könnt ihr einen Stand anmelden und als Anwohnende im Gebiet habt ihr die Möglichkeit den Raum vor eurer Haustür neu zu nutzen. Alle anderen können den autofreien Sonntag vor Ort genießen und viele interessante Aktionen und Menschen kennenlernen. (ve)

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Das ist sonst alles passiert!

  • Verliebt in die Natur – Gemeinschaftliches Gärtnern in Köln: Volker hielt bei einer Veranstaltung in der Stadtbibliothek einen Vortrag über die Gemeinschaftsgärten von Köln. Der kam gut an und zeigte welche Vielfalt es an Gemeinschaftsgärten es gibt. Außerdem wies Volker auf die Chancen und Herausforderungen des gemeinschaftlichen Gärtnerns hin. Am Ende der Veranstaltung bauten Katharina, Frank und Volker noch eine Pflanzkiste zusammen und Katharina erläuterte wie diese mit organischem Material gefüllt wird.
  • Karin bereitete den Acker vor und deckte den Acker mit Papier und Kompost ab und versuchte Beikräuter zu unterdrücken.
  • Karin, Katharina und Volker verrückten unser Bohnengerüst und stellten es zur Seite.
  • Bei Sonnenschein erwartete uns im Vitalisgarten ein blühendes Krokusmeer samt Pollen sammelnden Bienen und Hummeln.
  • Alina und Volker jäteten in unseren Beeten. Danny kam den beiden zur Hilfe und versorgte die frisch gejäteten Beete mit Kompost. Danach machte er sich daran das Erdbeerbeet zu jäten und ebenfalls mit Kompost zu versorgen.
  • Katharina nahm sich eine Leiter und Astschere und fing an einen Apfelbaum zu beschneiden und später beschnitt sie noch den kleinen Apfelbaum beim Tomatendach und Beerensträucher.
  • Dagmar begab sich mit Iris zum Acker wo die beiden sich um die Beikräuter zwischen den Spinatpflanzen und die Reste der Tomatillos kümmerten. Später ging es zusammen mit Katharina ans Ernten der Topinamburknollen
  • Dagmar und Alina pflanzten einen kleine Hibiskuspflanze um und platzierten diese in einer Reihe anderer Hibiskuspflanzen.
  • Kosta und Volker machten sich Gedanken über die zukünftige Platzierung einer Feuerstelle. Kosta hatte eine Spende durch die Deutsche Bahn erwirkt und nun galt es einen passenden Ort zu finden. Der war gar nicht so einfach zu finden, denn die Wiese des Schrebergartens ist künftig für Hühner vorgesehen. Die Rettung war eine ungenutzte Stelle in der wir die Feuerstelle im ursprünglichen Schrebergarten einrichten könnten. Dazu müssten wur aber ein paar Pflanzen umsiedeln oder entfernen.
  • Neuankömmlinge waren Aline und Max, die Teil des Gemeinschaftsgartens werden wollen, und auch die ersten Krokusse des Jahres zeigten sich.
  • Danny versorgte den Vitalisgarten mehrmals mit Bioabfällen von The Good Food. Mit dem Lastenrad von Ute und Harald kann er gleich fünf Behälter mit Biomüll zu uns transportieren. Dafür müssten wir mit unserem kleinen Fahrradanhänger fünf mal fahren. Toll, dass Danny das Füttern der Kompostmieten übernimmt.
  • Katharina spülte dreckiges Geschirr ab und sorgte für Ordnung.
  • Danny und Volker schaufelten unsere letzte Pflanzkiste aus. Die Pflanzkiste parkte seit dem Herbst in der Einfahrt.
  • Während des Ausschaufelns besuchten Aline und Max zum ersten Mal den Vitalisgarten. Danny machte bei Freunden Werbung für uns und deshalb schauten die beiden bei uns vorbei. Volker führte die Neuankömmlinge gleich einmal durch den Vitalisgarten.
  • Aline und Max packten direkt an und separierten mit Volker Efeu von Apfelbaumzweigen. Die Zweige verkleinerten wir, packten diese in Kisten zum Abtrocknen und stellten diese unters Dach der Terrasse vom Gartenhaus Zwei. Weiter ging es unter dem Apfelbaum mit dem Entfernen von Efeu.
  • Während der Efeu-Aktion windete es stark und sorgte dafür, dass unsere Bauplane wegwehte. Dadurch legte der Wind abermals den westliche Teil des Dachs der Casa Esmeralda frei. Glücklicherweise schien teils die Sonne und es regnete nicht. Max und Volker stiegen aufs Dach und versuchten die Plane sturmsicherer zu befestigen. Die beiden nutzten die Ösen der Plane und befestigten sie mit Hilfe von Tomatenschnüren an der Verankerung des Vordachs.
  • Anfang Februar tropfte an allen Ecken und Enden. Tauwetter setzte ein und teilweise regnete es ein wenig.
  • Danny, Christian und Volker räumten auf, wurden unnütze Sachen los und befreiten die überdachte Terrasse von Gartenhaus Zwei von Plunder.
  • Katharina und Volker kümmerten sich derweil ums Efeu. Das hatte das Dach der Terrasse teils eingenommen. Sie kappten Efeustränge und fädelten diese zwischen dem Dachwellplastik und dessen Halterungen heraus.
  • Katharina holte unsere Stehleiter hervor und räumte die Dachrinne des Gartenhauses Zwei frei. In der Dachrinne hatte sich Einiges angesammelt und das Ausräumen lohnte sich: An der mit Efeu berankten Säule tauchte sogar eine Wassertonne auf. Die war durch den nun freien Ablauf schnell gefüllt und es entstand kurzfristig ein kleiner Wasserfall entlang des Efeus.
  • Katharina nahm dagegen die Gartenschere und kürzte einige Büsche. Mittlerweile kehrt langsam Ordnung in den zweiten Schrebergarten ein und wir erkennen unser Wirken.
  • Danny und Volker nahmen sich eine nervige Matschstelle südlich der Veranda der Casa Esmeralda vor. Dies sollte Schluss haben, weshalb die beiden Gehwegplatten pflasterten. Letztendlich war die Matschstelle Geschichte und jetzt gibt es einen gepflasterten und sauberen Übergang zwischen den beiden ehemals getrennten Schrebergärten. (ve)
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Wir brauchen

– Interessenten/Hilfe für unsere vielen Aktivitäten:

  • Vitalisgarten (trockenes Holz zum Heizen, Gewächshaus, Schaukasten aufstellen)
  • Gärtnern mit Flüchtlingen (Kisten- und Sitzbankbau)

– Euren Bioabfall, allerdings nichts Gekochtes, kein Brot und keine Zitrusfrüchte.
– Wer mag kann uns für unsere Aktivitäten etwas spenden: https://www.betterplace.org/p24432
– Euch (als GärtnerInnen, HandwerkerInnen, WebentwicklerInnen, etc.)

Termine

02. März 2019 Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
09. März 2019 Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
16. März 2019 Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
19. März 2019 ZERO WASTE KÖLN Stammtisch, Bürgerzentrum Nippes – Altenberger Hof, ab 19:30 Uhr
23. März 2019 Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
29. März 2019 Critical Mass Köln, Rudolfplatz, 18 Uhr
30. März 2019 Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
Jeden Samstag Gartentreff Vitalisgarten, ab 13 Uhr
Nach Vereinbarung Sondergartentreffs Vitalisgarten

Unsere Internetseite. www.gartenwerkstadt-ehrenfeld.de
Betterplace. https://www.betterplace.org/p24432
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