Amselflüsterer 13. April 2019

An diesem vorösterlichen Gartentreff begrüßten wir wieder ein neues Gesicht. Wir setzten gespendete Kartoffeln der Sorte Salome ein, jäteten, düngten Maiwirsing mit Brennnesseljauche, stachen unseren Ackerweg ab, hüpften Seil, mähten unser Wiesengrundstück, gossen unsere frischen Saaten und ernteten Salat. Am Spätnachmittag gab es in netter Runde sogar leckere Teilchen.

Katharina betrat zusammen mit Volker den Vitalisgarten. Das Wetter war angenehmer als gedacht. Es war zwar kühl, aber es schien die Sonne und viel Wind kam auch nicht auf. Dafür kam gleich Katharina S. als neue Gärtnerin vorbei. Sie hatte unser Projekt schon länger im Blick, in Pflanzkisten gärtnern wollte sie aber nicht. Beim Besuch des Carlsgartens in Mülheim kam ihr wieder das gemeinschaftliche Gärtnern in den Sinn und sie stellte fest, dass der Vitalisgarten von ihr aus gesehen um die Ecke liegt. Da war sie also nun.

Katharina und Volker begrüßten Katharina S. herzlich und erklärten ihr kurz, was der Vitalisgarten alles zu bieten hat und wie wir grob organisiert sind. Nach der Einführung begaben wir uns direkt ans Werk und pflanzten von den Finken gespendete junge Kopfsalatpflänzchen und selbst aufgezogenen grünen Pflücksalat ins Beet B4. Während der Pflanzaktion trudelte Detlef im Garten ein. Es entwickelte sich sogar eine kurze Diskussion über die Europawahl, bei der unterschiedliche Meinungen über den Sinn und Zweck von Europa zum Vorschein kamen. Detlef machte sich anschließend im neuen Schrebergarten zu schaffen. Er machte weiterhin ein Beet urbar und betätigte sich als Amselflüsterer. Eine Amsel freute sich nämlich über aufgewühlte Würmer, die Zuhauf in ihrem Schnabel landeten.

Auf der Veranda legten wir eine kleine Pause ein und gemeinsam erarbeiteten wir, wie und wo wir Kartoffen in den Acker bringen. Wir entschieden drei Reihen im Nordosten des Ackers mit Kartoffeln zu besetzen. Dazu legten wir einen etwa 10 cm tiefen Graben an und legten die Kartoffeln im Abstand von etwa 40 cm in den Graben. Unsere Reihen bekamen den Abstand von etwa 50 cm. Wir setzten die Kartoffelsorte Salome ein. Diese frühe und festkochende Sorte schenkte uns Franziska G. über nebenan.de. Sie hatte die Kartoffeln versehentlich bestellt und Katharina holte sie letzten Mittwoch ab. Herzlichen Dank für die Kartoffelspende!

Während des Einbuddelns der Kartoffeln kamen auch Alina, Leni und Mila in den Vitalisgarten. Alina beteiligte sich direkt an der Kartoffelaktion. Leni und Mila gingen mit Volker auf die Löwenzahnjagd. Katharina S. hatte Spaß am Jäten und entfernte Beikraut im nördlichen Ackerteil. Alina, Mila und Katharina kümmerten sich derweil um unsere Wirsingpflanzen. Sie jäteten rundherum und Katharina düngte die Pflänzchen mit Brennnesseljauche der letzten Gartensaison. Katharina maß außerdem noch die Mitte des Ackers aus, denn dieses Jahr soll dieser gesechstelt werden.

Volker verkleinerte inzwischen den nördlichen Ackerweg, da er in die Breite gewachsen war. Er stach Teile ab und entfernte Beikräuter. Während Volker im Boden wühlte, schaute erneut Hermann vorbei. Er ist fotographiebegeistert und besorgte Katharina und Volker eine digitale Spiegelreflex-Kamera. Damit die beiden den Umgang mit der Kamera erlernen hatte Herman gleich auch noch ein Profibuch dabei, dass er beiden auslieh. Nach dem kurzen Besuch machte sich Hermann gleich wieder vom Acker.

Nach dem Jagen, Abstechen und Jäten hatten sich Leni und Mila das Seilspringen redlich verdient, während sich Katharina S. verabschiedete. Weiter ging es mit dem Ansäen von Möhren in Friedels Schrebergarten. Alina und Volker zogen etwa zwei cm tiefe Furchen und streuten die Samen vorsichtig hinein. Anschließend schlossen die beiden die Furchen wieder und fast fertig war die Arbeit. Katharina ging mit Mila und Leni noch zur Terrasse um Schildchen für die Möhren zu schreiben. Als diese in der Erde steckten, war dann auch für alle anderen ersichtlich, was dort wachsen soll.

Die nächste Aufgabe bestand darin unser Wiesengrundstück zu mähen. Mittlerweile waren die Pflanzen schon so hoch gewachsen, dass es Zeit wurde zu Mähen. Zunächst versuchten Lina und Mila alleine ihr Glück. Die beiden mussten aber feststellen, dass ohne Hilfe nicht so recht vorangehen wollte. Zusammen mit einer oder einem Erwachsenen gings aber. Lina wunderte sich anschließend, dass Volker im T-Shirt mähte. Volker erklärte ihr, dass das Mähen anstrengend ist und im Körper Wärme produziert. Auch Alina wurde warm und zog letztendlich ihre Jacke aus. Am Ende war die Wiese gekürzt und Alina und Volker hatten sich das Fitnessstudio gespart.

Katharina war inzwischen zusammen mit Lina und Mila mit dem Rad unterwegs zum Besorgen von einem Nachmittagssnack. Die drei holten Teilchen und so konnten wir den Nachmittag gemütlich am sonnenbeschienene runden Tisch ausklingen lassen.

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Alina, Lina und Mila räumten noch mit auf und verabschiedeten sich anschließend. Katharina und Volker verblieben als letzte im Garten. Die beiden gossen noch unsere frischen Saaten und transportierten Regenwasser von der Casa nach Vorne in den Garten. Zum Schluss ernteten sie noch Endiviensalat, Asiasalat und Rucola und machten sich ebenfalls vom Acker.

Gefragter Löwenzahn 06. April 2019

Bei diesem Gartentreff hätte das Schnuppergärtnern stattfinden sollen. Es kamen aber leider keine zu dieser Aktion. Statt dessen jäteten wir im Acker, pflegten die Erdbeerpflanzungen, setzen Kohlrabi und Koriander ein, jagdten Löwenzahn und verschenkten diesen. Machten ein Beet urbar und düngten es mit Kompost. Außerdem gossen wir unsere frischen Saaten.

Volker kam als Erster in den Vitalisgarten. Er öffnete zu Beginn die Gewächshausfenster und bereitete sich aufs Schnuppergärtnern vor, das um 14 Uhr starten sollte. Zunächst schaute er sich auf der Veranda der Casa Esmeralda um. Zu dieser Zeit erschien Tanja, die vor Jahren einen Aushang von uns entdeckt hatte, aber nie dazu gekommen war bei uns mitzumachen. Jetzt traf sie Volker und fand den Vitalisgarten direkt sympatisch. Volker dachte sich, die Veranda könnte hübscher fürs Schnuppergärtnern aussehen. Deshalb kehrten Tanja und Volker zunächst den Boden und räumten zahlreiche Gegenstände an einen neuen Platz.

Michaela kam als dritte in den Garten und wurde freudig begrüßt. Die drei überlegten sich was die erste Gartenaufgabe sein sollte. Der mittlere Streifen des Ackers war von Beikräutern eingenommen und wartete aufs Jäten. Also machten sich die drei Gärtnernden auf zum Acker und fingen an zu jäten. Volker war allerdings zunächst auf Löwenzahnjagd und wurde natürlich wieder fündig. Unser Schrebergartennachbar Pitter zeigte sich und war froh, dass er Löwenzahn für seine Kaninchen bekommen konnte.

Jakob und Dagmar und ihre Freundin schauten ebenfalls vorbei und mischten direkt mit. Jakob beteiligte sich am Jäten des Ackerstreifens. Dagmar sah, dass am Seitenstreifen Ringelblumen anfingen zu blühen. Sie machte sich am Blühstreifen zu schaffen und entfernte Beikräuter. Sie bekam ebenfalls ein Löwenzahn-Prachtexemplar für zu Hause in die Hand. Auch Tanja bekam schöne Löwenzahnpflanzen. Wer hätte gedacht, dass unser Löwenzahn so gefragt ist.

Ein wenig später trudelten auch Katharina und Detlef im Vitalisgarten ein. Katharina pflegte zunächst das Erdbeerbeet hinter der weißen Bank. Sie verteilte Erdbeerableger und jätete ebenfalls. Detlef kümmerte sich um seine neu eingepflanzten Erdbeerpflanzen, er düngte diese mit Hornspänen und goss sie.

Jetzt kamen auch Iris, Birk, Kai und Bastian in den Vitalisgarten. Iris brachte vorgezogene Kohlrabi- und Koriander-Pflanzen von zu Hause mit. Die jungen Kohlrabi setzte sie ins Beet B2 hinter unseren Schneckenzaun. Bleibt zu hoffen, dass unser Schneckenzaun eine wirkliche Barriere für die Nacktschnecken darstellt. Die Koriander-Pflänzchen setzte Iris in die Kräuterspirale.

Birk und seine beiden Jungs fingen an ein Vogelhäuschen zu bauen. Sie fanden ungenutztes Holz und begannen zu werkeln. Später unterstützte Iris die drei und fast fertig war das Häuschen. Was noch fehlt ist das Eingangsloch für die Vögel.

Was war mit dem Schnuppergärtnern? Niemand kam wegen dieser Aktion vorbei und so fiel das erste Schnuppergärtnern aus. Tanja war ja das erste Mal im Garten und deshalb bekam sie noch eine kurze Führung durch den Vitalisgarten. Nach der Führung ging es im Schrebergarten von Friedel weiter. Dort erlaubt uns Friedel Gemüse auf ungenutzten und brachliegenden Flächen anzubauen.

Tanja, Michael, Jakob und Volker stiegen also über den Zaun und begannen überwucherte Beete urbar zu machen. Es galt also zu hacken, den Boden aufzulockern und Beikräuter und vertrocknete Gräser zu entfernen. Volker zeigte Jakob wie er am besten unsere Afrikanische Hacke zum Schwingen bringt. Letztendlich hatten wir zwei Flächen von Bewuchs befreit.

Mittlerweile war Ingo aufgetaucht und half Katharina beim Gießen von frischen Saaten. Außerdem schaute er bei unserer Solaranlage nach dem Rechten. Die Jättruppe war erschöpft. Michaela und Tanja machten sich auf den Heimweg und Jakob und Volker ruhten sich auf der Veranda der Casa Esmeralda aus. Nach der Anstrengung schmeckte unser eigener Apfelsaft doppelt gut und erfrischte die müden Gärtner. Mit einem stärker aufgeladenem Akku holten Jakob und Volker zwei Kompostsäcke und düngten die urbar gemachten Flächen. Die beiden arbeiteten den Kompost mit Hilfe unseres Rechens in die oberste Erdschicht ein.

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Am Ende hatten bereits die meisten Gärtnerinnen und Gärtner unseren Gemeinschaftsgarten verlassen. Wir räumten suchten die verstreuten Gartengeräte zusammen, reinigten diese, verschlossen alle Türen und machten uns diesmal vor der Dämmerung auf den Heimweg.

Schnuppergärtnern am 06. April 2019

Bei der Mitmachaktion der Südfrüchte-ins-Freie-Feier bringen Gärtnernde junge und unterschiedliche Tomatenpflanzen in Pflanzkisten unter dem Tomatendach des ehemaligen Gartenbahnhofs Ehrenfeld.

Wir bieten künftig jeden ersten Samstag im Monat ab 14 Uhr ein Schnuppergärtnern an. Los geht unser Angebot für Neulinge mit einer Gartenführung. Anschließend erklären wir unsere Orgastruktur und beantworten Fragen zum Gärtnern und unseren Werten. Letztlich bekommen alle eine erste Aufgabe. Wer möchte kann ernten, jäten, mähen, säen oder bauen. Das erste Schnuppergärtnern findet am 06. April 2019 statt. Unser Treffpunkt ist die Kräuterspirale am Eingang.

LXXXI. Gartenbrief April 2019

Liebe Gartenfreundinnen und -freunde,

Der Frühling ist nun endgültig da und das nicht nur kalendarisch sondern auch das Wetter brachte uns schon warme Tage und lässt das erste Grün sprießen. Im Vitalisgarten ist die Vorbereitung für die Gartensaison 2019 voll im Gange und wir berichten euch unter der Überschrift „Frühlingsprolog“ was es zu tun gab. Am Ende des Winters denkt ihr bestimmt, dass es fast nichts mehr zu ernten gibt. Wir haben mal genau nachgeschaut und sind auf erstaunlich viel Ernte gekommen.

Am letzten Sonntag im März brunchten und planten wir im Vitalisgarten. Fest steht, dass wir künftig jeden ersten Samstag im Monat ab 14 Uhr ein Schnuppergärtnern anbieten. Los geht unser Angebot für Neulinge mit einer Gartenführung. Anschließend erklären wir unsere Orgastruktur und beantworten Fragen zum Gärtnern und unseren Werten. Letztlich bekommen alle eine erste Aufgabe. Wer möchte kann ernten, jäten, mähen, säen oder bauen. Das erste Schnuppergärtnern findet am 06. April 2019 statt. Unser Treffpunkt ist die Kräuterspirale am Eingang.

Der Vitalisgarten ist ein Ort für die Natur. Das zeigt uns beispielsweise der Fund eines Gartenschläfers im Gartenhaus Zwei. Inzwischen ist der kleine Bilch aus seinem Winterschlaf erwacht und bereits wieder unterwegs. Wir hoffen, er fühlt sich weiterhin im Vitalisgarten wohl und hat die Möglichkeit Nachkommen zu erzeugen.

Am 17. Februar 2019 fand die Klausur der Gemeinschaftsgärten Köln statt. Wir wollen, dass sich die Gemeinschaftsgärtnernden besser kennenlernen und deshalb findet am 07. April 2019 der erste Gemeinschaftsgärten Aktionstag im Finkennest statt. Außerdem wollen wir euch die erste Agora-Werkstatt empfehlen. Künftig könnt ihr euch einfacher in die Agora Köln einbringen und mit anderen Dinge voranbringen. Los geht es am 15. April 2019 im Allerweltshaus. (ve)

P1360941 Gartenschläfer & Co.: Überraschend entdeckten wir im Gartenhaus Zwei einen Gartenschläfer. Diese Tiere gehen in ihrem Bestand zurück und sind deshalb besonders geschützt. Im Vitalisgarten ist die Natur aber auch noch mit anderen Tieren und Pflanzen vertreten. Weiter lesen …
P1370002 Gärtnern im Leo-Amann-Park: Kann künftig im Leo-Amann-Park gemeinschaftlich gegärtnert werden? Zu diesem Anlass traf sich am 24. März 2019 eine kleine Gruppe vor Ort. Die Interessierten überlegten, wie dort gegärtnert werden könnte. Weiter lesen …
P1340933 Erster Gemeinschaftsgarten Aktionstag: Künftig soll es zwei Gemeinschaftsgarten Aktionstage pro Jahr geben. Der erste Aktionstag findet am 07. April 2019 im Finkennest statt. Wir wollen gemeinsam Dinge voranbringen und Gärten auf ein neues Niveau heben. Weiter lesen …
P1360760 Ernte im März: Der März ist kein klassischer Erntemonat. Am Ende des Winters schläft die Natur noch und es entwickeln sich keine Pflanzen mehr oder nur sehr langsam. Trotz der schlechten Bedingungen konnten wir im März erstaunlich viel ernten. Weiter lesen …
P1360753 Frühlingsprolog: Für uns begann der Frühling bereits im März und davor mit den Vorbereitungen für die kommende Gartensaison. Wir ziehen Pflanzen vor, brachten das erste Saatgut in den Boden, bereiteten Beete für die Aussaat vor und pflanzten ein. Weiter lesen …
P1360681 Opfertisch und Rattenschutz: Wir entwickelten unsere Kompostmieten fort. Es entstand ein Opfertisch mit Hilfe dessen Bioabfälle einfacher verkleinert werden können und wir versuchen mit Hilfe eines Metallgitters eine Miete vor Rattenbefall zu schützen. Weiter lesen …
P1240166 Erste Agora-Werkstatt: Am 15. April 2019 findet zwischen 18 und 21 Uhr die erste Agora-Werkstatt im Großen Saal des Allerwelthauses statt. Mitglieder der Agora Köln und Interessierte sind herzlich eingeladen mitzuwirken! Weiter lesen …
P1360957 Das ist sonst alles passiert!: Viele Neulinge waren da. Wir kümmerten uns, transportierten, diskutierten, planten, sägten, rechneten, zündelten, kürzten, räumten auf, entsorgten, schaufelten, bauten, verliehen, tauschten und berieten uns. Weiter lesen …

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Gartenschläfer 23. März 2019

An diesem Gartentreff war viel los, denn es kamen 18 Gärtnernde in den Vitalisgarten. Mit dabei waren auch sechs Neulinge, die gleich mit anpackten. Wir fanden einen Gartenschläfer, der sich im Gartenhaus Zwei in einer Gardine eingewickelt hatte. Außerdem brachten wir Zwiebeln ins Beet, säten, mähten, räumten Beete frei, jäteten im Acker, räumten auf, brachten ein Gitter an und unterhielten uns ausführlich.

Zunächst eröffneten Katharina und Volker den Gartentreff. Es gab diesmal keine Sturmschäden und es war auch kein Einbruch zu beklagen. Viele neue und alte Gärtnerinnen und Gärtner fanden den Weg in den Vitalisgarten. Nach und nach trudelten Detlef, Michaela, Jakob, Hermann, Lara, Dagmar, Iris, Birk, Bastian, Kai, Petra, Danny, Petra II und Tim ein. Die Neulinge bekamen den Vitalisgarten gezeigt, wir unterhielten uns ausführlich und packten mit an:

Detlef kümmerte sich zuerst um unseren großen Rosenstock. Dort entfernte er vorallem Totholz. Anschließend befreite er überwucherte Beete westlich des Gartenhauses Zwei von wildem Grün. Dort plant er Erdbeeren einzupflanzen.

Katharina, Michaela und Jakob kümmerten sich um die Nordwestecke des Ackers. Dort hatten sich Beikräuter ausgebreitet und mussten gejätet werden. Die drei befreiten unseren Maiwirsing und schufen Platz für die Ansaat von Möhren.

Auf unseren Erdbeerhügeln wächst ebenfalls Knoblauch, da sich Erdbeeren und Knoblauch gut verstehen. Dummerweise hatten wir einige Knoblauchknollen im Boden vergessen. Jetzt galt es die jungen Knoblauchpflänzchen zu vereinzeln. Michaela legte Hand an und verteilte den Knoblauch.

Iris brachte Steckzwiebeln mit und steckte diese ins Beet C4. Dagmar nahm ebenfalls Charlotten steckte diese zwischen unsere Erdbeeren.

Hermann war über nebenan.de bzw. Volker auf den Vitalisgarten aufmerksam geworden. Bei nebenan.de entstand ein Fotographie-Gruppe, der Leben eingehaucht werden könnte. Eine Idee ist eine Fotosafari im Vitalisgarten durchzuführen. Hermann schaute sich also den Vitalisgarten mal genauer an, war begeistert und hatte gleich auch noch ein paar Sicherheitstipps für uns. Vielleicht kann er uns helfen, dass technische Geräte unserer Solaranlage nicht wieder gestohlen werden.

Lara nahm sich diesmal das Gartenhaus Zwei vor und räumte den größten Raum frei. Beim Umräumen fand sie plötzlich ein interessantes Tier in einer Gardine eingerollt. Lara nahm es behutsam in die Hand und zeigte es anderen Gärtnernden. Wir vermuteten, dass sich ein Gartenschläfer im Gartenhaus Zwei eingenistet hatte. Der Gartenschläfer ist der “kleine Bruder” des Siebenschläfers und gehört zur Familie der Bilche. Sein Bestand geht dramatisch zurück und er ist nach dem Bundesnaturschutz- und dem Bundesartenschutzgesetz besonders geschützt. Nachdem uns klar war, was für ein wertvoller Schatz im Gartenhaus Zwei wohnt, brachten wir ihn in die Gardine zurück und ließen ihn wieder in Ruhe.

Unsere Wiese ist recht artenreich und ein kleines blühendes Kleinod. Michaela tat es leid Beikräuter zu jäten und hatte Lust zu schauen, was da alles Interessantes wächst. Zusammen mit Dagmar ging sie auf Wildkräutersuche und fand Gundermann, Vogelmiere, Löwenzahn, Nesseln und andere Kräuter.

Dagmar säte ansonsten die Kesselheimer Zuckererbse ins Beet A1. Zusammen mit Petra und Caro erntete sie den Lauch im Beet C2 ab. Praktischerweise säuberte Petra anschließend den Lauch. In den Stangen versteckt sich gerne Erde und das Knirschen ist beim Essen sehr unangenehm.

Wolf diskutierte mit Volker den Weiterbau des Dachs der Casa Esmeralda. Wolf traf letzte Woche einen befreundeten Zimmermann, der sich unser Gartenhaus unter die Lupe nahm. Dabei kam heraus, dass wir die Decke über der Wohnfläche, die aus Schalbrettern und Dachsparren besteht, nicht abreißen. Ansonsten ist zu befürchten, dass die Hauskonstruktion instabil wird und Mauern teilweise einfallen. Auf die Bretterdecke schrauben wir dicke und breite Balken und erhöhen dadurch die Westseite der Casa um etwa 40 cm. Auf die Balken legen wir neue Dachsparren und können darauf Trapezbleche installieren. Was wir über der Betonplatte der Küche machen schauen wir dann später.

Wir brachten auch den Bau des Hühnerstalls voran. Birk nutzte die gestapelten Balken und sägte zwei Balken auf eine Länge von 2,5 Meter. Letztere entspricht der Länge des Hühnerstalls. Da wir die Breite des Stalls nicht im Kopf hatten ging es mit der hohen Seite weiter. Hier mussten wir aber den Dachwinkel beachten. Mit Hilfe des Tangens berechneten Birk und Volker einen Winkel von 13°. Mit der Winkelwasserwage von Wolf konnten wir letztlich den Winkel anzeichnen und gemeinsam sägten wir den Balken mit hoffentlich dem richtigen Winkel durch. Als nächstes brauchen wir weitere Balken.

Danny befestigte Gitter in der rechten Kompostmiete und transportierte Erde mit einem Lastenrad ab, da er sein Zuhause grüner gestalten möchte. Dazu grub er, wie auch Dagmar, Zitronenmelisse aus und nahm diese mit nach Hause. Er mähte das Wiesengrundstück und verschonte dabei Wildkräuter für Bienen. Am Ende löste ihn Caro ab und sie achtete ebenfalls darauf blühende Wildkräuter nicht abzumähen.

Petra II & Tim waren ebenfalls das erste Mal mit von der Partie. Iris zeigten den beiden den Vitalisgarten.

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Am Ende waren die meisten Gärtnernden bereits heimgekehrt. Wolf entzündete noch ein Lagerfeuer und brachte damit einen Schrebergärtner auf die Palme. Unglücklicherweise herrschten teilweise Nordwinde, weshalb der Rauch in die falsche Richtung zog. Wir löschten das Lagerfeuer und es trat kein Rauch mehr auf. Ganz zum Schluss war nur noch Lara im Garten. Sie räumte die letzten Reste auf und schloss das Gartentor hinter sich. Dieser Gartentreff hatte sich wieder voll rentiert und wir wünschen dem Gartenschläfer, den Lara entdeckte, dass er nach der Störung wieder gut zur Ruhe kommt.

Frühlingsprolog 17. März 2019

Viel gibt es im Vitalisgarten zu tun. Wir beseitigten zunächst Sturmhinterlassenschaften, putzten die Casa und deren Veranda, räumten auf, befreiten Endivien von Beikräutern, jäteten im Gewächshaus und im Nordosten des Ackers. Das war also Mitte März ein kleiner Vorgeschmack auf Frühlingsarbeiten: unser Frühlingsprolog.

In dieser ausgeprägten Westwindphase hatten wieder die meisten Gärtnernden mit Gegenwind zu kämpfen um in den Vitalisgarten zu kommen. Dies galt auch für Katharina und Volker, die als Erste unseren Gemeinschaftsgarten bevölkerten.

Wieder war ein Sturmschadencheck angesagt: Zunächst waren wir froh, dass die Dachplane noch vor Ort war. Das stärkere Befestigen hatte sich also gelohnt. Die Veranda der Casa Esmeralda glich allerdings eher einem Trümmerfeld als einem aufgeräumten Ort. Unsere Sachen waren nass, heruntergeweht und es hatte sich organisches Material auf dem Boden verteilt. In der Gartenhütte selbst war abermals Wasser eingedrungen und Dreck war von den verbliebenen Dachbrettern heruntergespült worden.

Katharina bereitete sich ein kleines Mittagessen vor, da sie einen Bärenhunger hatte und Volker wischte derweil den Wohnbereich der Casa. Er räumte Sachen aus dem Weg und beseitigte bei der Gelegenheit auch alten Dreck. Das Putzwasser war schnell sehr dreckig, so dass Volker es häufiger austauschen musste.

Katharina begab sich nach ihrem kleinen Mahl ins Beet B4 und pflanzte mitgebrachte Salatpflänzchen als Vorkultur ein. Karin und Katharina waren am Mittwoch in der Klostergärtnerei der Alexianer unterwegs und besorgten uns verschiedene Pflanzen. Neben dem Salat brachten sie auch eine Waldmeisterpflanze mit, die jetzt einen neuen Standort unter einem Apfelbaum bekam.

Volker hingegen widmete sich nun der durchgewirbelten Veranda. Da half es zunächst einmal Gegenstände zu entfernen. Anschließend ging Volker zu Gießkannentechnik über. Er goss Wasser über die verdreckten Stellen und fegte das Dreckwasser mit einem Besen in die Südwestecke. Dort entdeckte er sogar einen Wasserausguss, den er von Dreck befreien musste. Durchs Freiräumen floss zumindest langsam Wasser ab. Die Veranda verwandelte sich also wieder in eine hübsche Örtlichkeit. Die Putzerei hatte sich gelohnt, dass musste auch Katharina anerkennen. Sie traute sich nicht ihre mit Erde verschmierten Bergstiefel auf die saubere Veranda zu setzen. Da musste Volker ihr die Schuffel fürs Jäten hervorkramen.

In der Zwischenzeit war Danny aufgetaucht. Er hatte eine anstrengende Nacht hinter sich und verspürte keine Lust sich zu bücken. Also nahm er die große Gartenschere und eine Astsäge und kürzte einen Hibiskusbusch. Nach der Schneide- und Sägerei hatte Danny genug gegärtnert und machte sich wieder auf dem Heimweg.

Katharina fing mit der Schuffel an unsere Endiviensalate von Beikräutern zu befreien. Die Salatherzen waren etwas zu tief gesetzt worden, so dass das Jäten auch gleichzeitig den Salaten mehr Luft verschaffte.

Volker versuchte derweil weitere Sachen auf der Veranda aufzuräumen. Von den Vorbesitzenden hatten wir Metallgegenstände geerbt. Manches war Müll aber andere Sachen können wir gegebenenfalls noch mal verwenden. Im Gartenhaus Zwei sind sie aber besser aufgehoben als im Schuppen, denn da nehmen sie nur Platz weg.

Als sich Danny verabschiedete kam Detlef in den Vitalisgarten. Katharina und Volker machten mit ihm einen kleinen Rundgang und zeigten ihm, was es generell zu tun gibt. Es sind noch etliche Beete vorhanden, die entweder aktiviert oder aus denen Beikräuter entfernt werden können. Als erste Aufgabe befreite Detlef unser Gewächshaus von sprießenden Beikräutern.

Lara kam nach ihrer Studienexkursion nach Bangladesch ebenfalls vorbei und erkundigte sich, was passiert war und wie wir wieder zu Strom kommen können. Den können wir nämlich bald wieder gut für verschiedene Aktivitäten gebrauchen.

Nach den Erörterungen ging es für Lara ans jäten. Volker entfernte die letzten Beikräuter der Endivien und anschließend gingen Lara und Volker in der Nordostecke des Ackers auf Beikräuterjagd. Detlef war mit dem Gewächshaus fertig und unterhielt letztlich Lara und Volker beim Jäten. Katharina machte sich auf der Veranda der Casa Esmeralda nützlich und räumte weitere Gegenstände auf, bevor sie zum Ernten für einen Salat zum Abendessen überging.

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Die Dämmerung schritt voran und am Ende galt es unsere Gartengeräte zu putzen und Ziegelsteinabmessungen zu erfassen. Wolf möchte nämlich in den nächsten Tagen Steine zersägen. Das wäre sehr praktisch und der nächste Schritt für unsere Dacherneuerung. Nachdem die Daten im Kopf waren machten sich die Verbliebenen auf den Heimweg.

Vom Winde verweht 09. März 2019

Windig war dieser Gartentreff und im Vitalisgarten war viel Getümmel. Wir schaufelten Sand um, verlegten Platten, erstellten einen Opfertisch, säten Möhren, Erbsen und Spinat, ernteten Red Russian, Schwarzkohl und Spinat, planten den Bau des Rahmens des Hühnerstalls und bauten eine Rankhilfe für unsere Brombeere und beschnitten Rosenstöcke.

Auf dem Weg zum Vitalisgarten wurden wir vom Winde verweht. Es traten Sturmböen auf, wodurch wir mit dem Rad teils nur im Schritttempo vorankamen. Als erste schafften es Katharina und Volker durch den Sturm in den Vitalisgarten. Die Sonne schien und direkt fiel der hübsche Eingang auf. Am Mittwoch fuhren dankenswerterweise Karin und Birk unseren Müll zum Wertstoffhof und zur AVG. Jetzt hinterließ der Platz neben der Kräuterspirale wieder einen viel besseren Eindruck.

Nach dem anstrengenden Gegenwind setzten sich Katharina und Volker ersteinmal hin und ruhten ein wenig. Kurz darauf besuchte Nihal nach mehreren Monaten wieder den Vitalisgarten. Sie wurde freudig begrüßt und Katharina erklärte ihr die Saisonalität und Fruchtfolge von Pflanzen. Inzwischen war auch Karin eingetroffen und Nihal bekam das Angebot Pflanzen aufzuziehen. Dafür bekam sie Anzuchterde und Salatsamen von Karin.

Karin und Volker schaufelten als Erstes Sand aus einen Big Bag in unsere Schubkarre. Den Sand lagerten die beiden in einem viereckigen Bottich am Rand der Wiese. Dort befand sich auch noch Sand aus einem Eimer, den Volker per Hand in den Bottich bewegte.

Volker suchte anschließend nach Gehwegplatten und fand diese im Efeudickicht des Gartenhaus Zwei. Unter Efeu versteckten sich in regelmäßigen Abständen viele Steinplatten, die Volker in eine Schubkarre lud. Er transportierte die Platten zu unseren Kompostmieten und fing an diese zu verlegen. Das Ziel war es vor den Kompostmieten eine Reihe Gehwegplatten zu verlegen und in der Mitte einen Opfertisch einzurichten. Auf letzterem können nämlich die Bioabfällle z. B. von The Good Food mit Hilfe eines Spatens verkleinert werden. Anschließend lässt sich das Verkleinerte bequem in eine Kompostmiete schaufeln. Außerdem sollten die Steinplatten auf das Bodenniveau gesenkt werden. Volker grub also wieder einmal mit der afrikanischen Hacke. Die losgelöste Erde schaufelte er in eine Spießbütte. Damit sich die Platten waagerecht verlegen ließen nahm Volker Sand und eine Wasserwaage zur Hilfe. Mit ein wenig Geduld und ein bisschen Können verlegte Volker letztendlich alle kleinen Steinplatten und die des Opfertisches. Am Ende stopfte er Lücken mit Erde und fertig war das praktische Plattengebilde.

Unterdessen waren Detlef, Alina, Max und zum ersten Mal auch Laura aufgetaucht. Alina und Laura ernteten im südlichen Ackerteil alle Spinatpflanzen. Karin und Katharina planten welche Sorten in die unterschiedlichen Beete sollten. Katharina, Detlef und Max ernteten zunächst unsere letzten Schwarzkohlpflanzen. Detlef und Max säten anschließend späte Möhren ins Beet B3. Karin säte Erbsen ins Beet B1 und Spinat in A3.

Mittlerweile waren auch Petra, Iris mit Kai und Bastian und Danny im Gemeinschaftsgarten eingetrudelt. Iris säte Möhren in Beet C3 und Kai und Bastian ernteten mit HIlfe von Petra drei Red Russian-Pflanzen, beschäftigten danach mit Hämmern und erfuhren woraus Wasser besteht. Petra zerkleinerte Red Russian in handhabbare Portionen. Sie hatte eigentlich gehofft, dass die Hühnertruppe zahlreicher aufgetaucht wäre. Sie hätte gerne beim Rahmenbau des Hühnerstalls geholfen. Volker grub immerhin Balken für das Ständerwerk des Hühnerstalls aus und wir überlegten wie wir die Balken miteinander verbinden. Max reinigte und sortierte den geernteten Spinat, so dass wir nicht alle Erdanhaftungen mit nach Hause nehmen mussten. Danny packte ebenfalls mit an, säte im Gewächshaus Petersilie aus und jätete im Beet A3. Außerdem rechte Katharina Zweige und Moos zusammen und entfernte Hibiskusableger vor der Casa Esmeralda.

Iris und Karin bauten ein Gerüst für unsere Brombeere. Dazu rammten die beiden zwei Holzständer in den Boden, was leider etwas mühsam war. Außerdem nutzten sie blauen Draht und spannten diesen als Rankhilfen zwischen das Ständerwerk.

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Am Ende räumten wir unsere Gartengeräte auf und reinigten diese. Die meisten Gärtnernden hatten sich bereits früher verabschiedet, da noch andere Termine anstanden. Petra fröstelte und zog es nach Hause. Auch Katharina und Volker verließen den Vitalisgarten mit Spinat, Kohl und Sellerie im Gepäck. Übrig blieben noch Karin und Iris mit Kai und Bastian. Iris und Karin beschnitten am Schluss noch unsere Rosenstöcke und als es dunkel wurde brachen auch sie auf.

Vorbereitung für den Frühling 02. März 2019

Auch am Karnevalssamstag waren wir wieder im Vitalisgarten aktiv. Detlef war zum ersten Mal dabei. Wir bereiteten unsere Beete für Aussaaten vor, brachten Erbsen ins Beet, säten Spinat, zerkleinerten Bioabfälle von The Good Food, holten lange Balken vom Dach und platzierten dafür kurze, jäteten unser Tomatenbeet und düngten mit Kompost. Am Ende suchten wir nach einer Lösung für unser Solarproblem.

Karin war die erste im Vitalisgarten. Nach der Öffnung des Gewächshauses, räumte sie abgestorbene Zweige im Staudenbeet der Sonnenfalle ab. Dabei kamen auch Katharina und Volker ebenfalls im Vitlaisgarten an. Die drei entdeckten, dass im Kompost neues Material angekommen war. Gemeinsam besprachen sie, was es im Gemeinschaftsgarten zu tun gab. Als erstes begaben sich die drei in den Schrebergarten und stellten den Aussaatplan für die Beete im Schrebergarten auf.

Bei der Besichtigung der Beete tauchten auch Wolf und zum ersten Mal auch Detlef auf. Karin pflanzte vorgezogene Erbsen ins Beet B1. Anschließend erntete sie Rosenkohl ab, bereitete das Beet vor und säte Spinat im Beet A3 aus. Katharina kürzte den großen Hibiskusstrauch ein.

Volker hingegen begab sich zurück zur Wiesenfläche und leerte den von vermutlich von Ute mit Broccoli bestückten Big Bag. Anschließend bugsierte er mit der Schubkarre den Biomüll zur Kompostmiete. Dort zog er intakte Sellerieknollen aus dem Kompost und baute sich mit Hilfe von Steinen einen kleinen Opfertisch. Dort platzierte er die Knollen und zerhackte diese mit der mitgebrachten Schaufel. Anschließend nahm er einen Spaten zur Hilfe und zerkleinerte die erste Portion Broccoli.

Mitten in der Aktion besuchte uns Meike, die am Karnevalssonntag ein Geburtstagsfrühstück veranstalten wollte. Ihr fehlte allerdings Geschirr und hatte über nebenan.de mitbekommen, dass wir solches verleihen. Also nahm sie Kontakt auf und holte sich während des Gartentreffs Kuchenteller, Tassen und Besteck ab. Volker brachte das Geschirr mit ihr zur Wiesenfläche und verabschiedete Meike. Anschließend ging es für Volker wieder ans Zerkleinern von Broccoli.

Den Opfertisch hatte er mit Balken begrenzt, die sich wegrollen lassen und Volker so das zertrümmerte Material per Schaufel in den Kompost bugsieren konnte. Wolf tauchte auf und begutachtete die neue Konstruktion. Anschließend schaufelten die beiden aus der rechten Kompostmiete fertigen Kompost in unsere Schubkarre. Wolf war leider von der Arbeit während der Woche so stark beansprucht, dass er nach wenigen Schaufelungen aufgab. Volker übernahm den Rest und sortierte noch Pappstücke aus. Anschließend ging es zurück in den Schrebergartenteil.

Dort jäteten Karin und Katharina in Beeten, die als nächstes neu eingesät oder mit Kompost versorgt werden sollen, und ernteten Schwarzkohl und Winterpostelein. In diesem Augenblick schauten Iris, Birk und Kai vorbei. Detlef hatte einen ersten positiven Eindruck gewonnen und verabschiedete sich mit Wolf bis kommenden Samstag.

Volker holte kurze Balken von unserem Holzstapel auf der Wiese und brachte diese mit einer anderen Schubkarre zur Casa Esmeralda. Volker kletterte aufs Dach und entfernte lange Balken, die wir für den Bau unseres Hühnerstalls benötigen. Zusammen mit Birk und Kai brachte er statt der lange Balken nun kurze aufs Dach und platzierte diese auf der Plane. Dadurch sollte die Plane wieder vor starken Winden geschützt sein.

Iris und Birk entfernten zusammen mit Kai Beikräuter unter dem Tomatendach. Dort arbeiteten die drei anschließend Kompost und Pferdeäpfel in die Erde ein. Volker unterstütze die Aktion und zog mit unserem Rechen die aufgewühlte Erde wieder glatt. Zum Abschluss wässerte Iris die Erde um das Bodenleben fördern. Unter dem Tomatendach regnet es sonst ja nicht und wir bewässern die Fläche erst wenn die Tomaten einziehen.

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Am Ende des Gartentreffs regnete es bereits seit einiger Zeit und es wurde ungemütlich. Wir trafen uns auf der Veranda und beratschlagten uns. Es ging um den gestohlenen Wechselrichter. Wir waren uns einig, dass wir einen neuen Wechselrichter brauchen. Unklar ist allerdings ob wir diesen gegen Diebstahl versichern können und wie wir diesen gegen weiteren Diebstahl schützen können. Zum Schluss räumten wir auf, reinigten unsere Gartengeräte, teilten die Ernte auf und fuhren im Regen nach Hause.

LXXX. Gartenbrief März 2019

Liebe Gartenfreundinnen und -freunde,

der Februar präsentierte sich am Ende des Monats mit viel Sonnenschein und sehr warmen Temperaturen. Wie im Sommerhalbjahr 2018 machte sich wieder ein blockierendes Hoch breit und das sorgte für trockene Verhältnisse. Durch die warme und trockene Witterung war es uns möglich beim Bau des Dachs der Casa Esmeralda weiter zu machen.

Leider gab es aber nicht nur gute Nachrichten, sondern bei uns wurde eingebrochen. Diebe entwendeten den Wechselrichter unserer Solaranlage und weitere elektrische Gegenstände. Auch in anderen Schrebergärten wurde eingebrochen. Wir sind also mit unserem Leid nicht alleine.

Es sieht so aus als ob wir demnächst einen weiteren Garten übernehmen können. Ihr könnt euch die Fläche schon mal von außen ansehen. Dort wächst ein prachtvoller Süßkirschbaum, der leckere Früchte erzeugt und es gibt mehrere kleine Apfelbäume. Ihr könnt euch melden, wenn ihr Ideen für die Nutzung des ehemaligen Schrebergartens habt. Dort könnten beispielsweise Bienenstöcke untergebracht werden. Leider werden wir dort keine Hühner halten können, denn ein Schrebergartennachbar duldet Hühner in unmittelbarer Nachbarschaft nicht.

Dank Danny sind bei uns Alina, Max, Nila, Leni und Christian aufgetaucht und gärtnern seit dem regelmäßig mit. Gerne könnt auch ihr bei uns mitmachen und sehen wie wir versuchen möglichst nachhaltig und ökologisch zu Gärtnern. Wir sind nicht perfekt in dem was wir tun, versuchen aber voneinander zu lernen und probieren auch gerne neue Dinge aus. Der Vitalisgarten hat ansonsten Platz für andere nachhaltige Projekte. Bei uns könnte ein Leihladen entstehen, eine nachhaltige Metall- und Holzwerkstatt zieht vielleicht ein und wer mag kann eigene Ideen einbringen und verwirklichen. (ve)

P1360651 Einbruch im Vitalisgarten: In der Nacht vom 24. auf den 25. Februar 2019 brachen Diebe im Vitalisgarten ein. Die Diebe drangen in unseren Schuppen ein und entwendeten unseren Wechselrichter, eine Stichsäge und die Handkreissäge von Wolf. Weiter lesen …
P1360608 Mauern fürs Dach: Aufgrund der trockenen und warmen Witterungsperiode konnten wir den Dachbau der Casa Esmeralda weiterbringen. Wir erstellten ein Mörtelfundament und mauerten die ersten beiden Reihen eines Flämischen Verbands. Weiter lesen …
P1360601 Nachhaltigkeit beim Gärtnern: Gerhard ist ein erfahrener Gärtner und hatte starkes Interesse bei uns mitzumachen. Leider stellte er schnell fest, dass er unsere gärtnerischen Aktivitäten stark stören würde. Gärtnern wir wirklich biologisch-ökologisch? Weiter lesen …
P1360554 Saatgutfestival Köln: Wir waren wieder beim Saatgutfestival Köln mit einem Stand vertreten. Bei uns gab es eigenes Saatgut zu erstehen, wer mag konnte sich über unsere Aktivitäten informieren und beliebt war wieder unser Aussaatkalender samt Saatgut-Quiz. Weiter lesen …
P1320977 Tag des guten Lebens: Wie es aussieht findet der nächste Tag des guten Lebens wieder in Ehrenfeld statt und zwar westlich des Gürtels. Das bedeutet, dass der Tag des guten Lebens nach 5 Jahren wieder nach Ehrenfeld zurückkehrt und vermutlich am 15. September 2019 stattfindet. Weiter lesen …
P1360390 Das ist sonst alles passiert!: Wir trugen vor, bauten, erklärten, Krokusse blühten, wir jäteten, düngten, beschnitten, ernteten, pflanzten um, diskutierten, begrüßten, versorgten, spülten ab, schaufelten, führten, packten an, entfernten, räumten auf, entleerten und pflasterten. Weiter lesen …

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Mörtelfundament 16. Februar 2019

Viele Gärtnerinnen und Gärtnern kamen bei Sonne in den Vitalisgarten. Wir jäteten in unseren Beeten, versorgten diese mit Kompost und beschnitten zwei Apfelbäume. Darüber hinaus erstellten wir mit Hilfe von Mörtel ein Fundament für einen noch zu mauernden Flämischen Verband. Außerdem waren wir auf der Suche nach einer Feuerstelle.

Als erste waren diesmal Katharina und Volker im Vitalisgarten. Die beiden lüfteten unser Gewächshaus und gossen Pflanzen. Weiter ging es in den Schrebergarten: Dort erwartete die beiden ein blühendes Krokusmeer samt Pollen sammelnden Bienen und Hummeln. Die Casa Esmeralda wurde glücklicherweise vom Sturm verschont. Da hatte es gut getan die Plane mit Seilen zu befestigen. Katharina nahm sich eine Leiter und Astschere und fing an einen Apfelbaum zu beschneiden. Leider war die Leiter nicht lang genug und da konnte sie nicht alle Äste erreichen.

Derweil tauchte Alina auf und jätete mit Volker gleich in unseren Beeten Beikräuter. Dabei gab es viel zu erzählen und so lernten sich die beiden weiter kennen. Danny kam mit seinem geputzten Rad vorbei und besorgte Kompost für das Beet B4 und arbeitete den Kompost sorgfältig ein. Danach machte er sich daran das Erdbeerbeet zu jäten und ebenfalls mit Kompost zu versorgen.

Wolf, Dagmar, Iris und Birk mit Kindern kamen dazu und schauten sich an, was los war. Volker überredeten Wolf beim Dach weiter zu machen. Zunächst ging es aufs Dach und Volker entfernte die Plane. Wolf und Volker richteten Aluschienen ein und nutzen dabei die gestapelten Paletten. Volker platzierte die unterste Palette so, dass die Aluschienen den richtigen Abstand zur Mauer bildeten. Weiter ging es mit dem Anmischen von Mörtel. Ingo kam den beiden zur Hilfe und packte gleich mit an. Die drei brachten den Mörtel aufs Dach und füllten das Material an die vorgesehene Stelle. Weiter ging es mit dem erneuten Anmischen von Mörtel. Aufs Dach brachten wir wieder den Mörtel und Wolf baute diesen ein.

Dagmar begab sich mit Iris zum Acker wo die beiden sich um die Beikräuter zwischen den Spinatpflanzen und die Reste der Tomatillos kümmerten. Später ging es zusammen mit Katharina ans Ernten der Topinamburknollen und verschiedener Kohlsorten. Sogar ein paar Rote Bete waren noch da.

Unterdessen kamen Christine, Kosta und deren kleiner Sohn Simon in den Vitalisgarten. Kosta schaute sich gleich an, was der Stand mit dem Dach war. Wir brachten weiteren Mörtel auf unser Dach und mauerten das Fundament für den Flämischen Verband fertig.

Außerdem wurden noch der kleine Apfelbaum beim Tomatendach und die Beerensträucher beschnitten. Dagmar und Alina pflanzten einen kleine Hibiskuspflanze um und platzierten diese in einer Reihe von Hibiskuspflanzen.

Kosta und Volker machten sich Gedanken über die zukünftige Platzierung einer Feuerstelle. Kosta hatte eine Spende durch die Deutsche Bahn erwirkt und nun galt es einen passenden Ort zu finden. Der war gar nicht so einfach zu finden, denn die Wiese des Schrebergartens ist künftig für Hühner vorgesehen. Die Rettung war eine ungenutzte Stelle in der wir die Feuerstelle im ursprünglichen Schrebergarten einrichten könnten. Dazu müssten aber ein paar Pflanzen umgesiedelt oder entfernt werden.

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Inzwischen hatten sich die meisten Gärtnerinnen und Gärtner verabschiedet. Im Vitalisgarten waren noch Katharina, Volker und Wolf übrig geblieben. Volker versuchte das frische Mörtelfundament mit Dämmmaterial vor Kälte zu schützen und legte wieder die Bauplane über das Dach. Katharina und Wolf räumten die letzten Reste auf und anschließend fuhren die drei nach Hause.