Abschalten im Advent 08. Dezember 2018

An diesem gar nicht so verregneten Samstag Nachmittag brachten wir die Casa Esmeralda in Schuss. Katharina und Volker kehrten, räumten auf und schmückten die Casa weihnachtlich. Wir ernteten Salat und Äpfel und vermieden den Konsumrausch der Adventszeit.

Kurz nach 13 Uhr trafen Katharina und Volker im Vitalisgarten zum Gartentreff ein. Das Wetter war trüb und der Boden war nach ergiebigen Regenfällen durchfeuchtet. Volker hatte von Peter weiße Blumentöpfe aus Keramik geschenkt bekommen. Die brachten die beiden zunächst im Außenregal unter. Das hätte eine Aufräumaktion verdient, doch andere Projekte müssen dringender erledigt werden.

Zusammen inspizierten sie unser Gewächshaus. Den Auberginen hat die kalte Witterung nicht gut getan. Die Physalis-, Chili- und Paprikapflänzchen und die Petersilie halten jedoch noch durch. Mal sehen wie lange das noch gut geht. Dank Regentonnen hatten wir frisches Regenwasser fürs Gießen bei der Hand. Draußen hat sich der Feldsalat prächtig entwickelt. Leider so prächtig, dass die Pflanzen zu eng beieinander sitzen. Also rupften die beiden ein paar Pflänzchen für einen bunten Salat aus.

Katharina und Volker hielten sich fortan in der Nähe der Casa Esmeralda auf. Es galt die Casa aufzuräumen und für die Gemeinschaftsgärten Köln-Weihnachtsfeier vorzubereiten. Als Erstes wurde im Wohnraum geschaut ob Regen eingedrungen war. Bis auf eine Stelle hielt das provisorische Dach stand. Volker bugsierte die 40 kg schweren Mörtelsäcke in die Küche. Diese lagerten nämlich auf unseren Sitztruhen, die es galt frei zu räumen. Anschließend fegten wir die Casa und machten Ordnung. Parallel dazu räumten wir auch die Veranda der Casa Esmeralda auf. Dort hatten viele Gegenstände versammelt. Diese waren entweder am falschen Ort oder wir fanden vor dem Gartenhaus Zwei einen besseren Ort.

Die Casa sah schon viel besser aus und wir legten eine gemütliche Rote Bete-Risotto-Pause ein! Den letzten Schliff gaben wir dem Wohnzimmer durch Weihnachtsschmuck. Im Rollcontainer gibt es eine Dekoschublade in der sich rote Kugeln und weiße Papiersterne befanden. In der Umgebung fanden wir Zweige von Eiben und anderen Koniferen. Wir entdeckten Zapfen, Vogelbeeren, Hagebutten und hübsche Samenstände und verwendeten diese als weiteres Schmuckmaterial.

Durch das mit einer Bauplane bedeckte Dach hat unser Dach einen offenen Charakter. Besonders über der Küchenplatte kann Kälte eindringen. Katharina fand Tischläufer, die wir nutzten um die Lücke zwischen Wohnzimmerdecke und Küchenplatte zu schließen. Mit unserem Metalltacker war das schnell gemacht und sieht zudem besser aus.

P1350718 P1350723
P1350726 P1350728
P1350735 P1350737
P1350740 P1350741
P1350743 P1350747
P1350754 P1350759

Die Dämmerung setzte ein und niemand außer den beiden tauchte auf. Katharina ernte noch Endiviensalat, Mizuna und einen roten, scharfen Asia-Salat. Volker sammelte und pflückte verbliebene Äpfel für kommende Frühstücke. Ihr seht, auch im Winter hat der Vitalisgarten etwas zu bieten. Zufrieden radelten Katharina und Volker zu The Good Food und schauten nach unserer defekten Kompostkiste. Auf der Venloer Straße war sehr viel Verkehr und da merkten wir, dass der Vitalisgarten eine ruhige Adventsörtlichkeit ist und eine gute Gelegenheit bietet abzuschalten.

Schubkarrenkarawane 24. November 2018

Am samstäglichen Morgen transportierte Lara mit Freunden Sachen in den Vitalisgarten. Lara räumte unsere Küche auf und spülte viel Geschirr ab. Katharina fing an unseren Schuppen aufzuräumen und wärmte sich wegen der Kälte beim Sachen transportieren. Volker wiederum transportierte Verschiedenes zur Casa und erntete Spinat und Äpfel.

Lara war schon früh an diesem Tag für die Gartenwerkstadt aktiv. Zusammen mit drei Freunden transportierte sie weitere Sachen von HELGA zum Vitalisgarten. Es war kalt und regnete und so machte der Transport nicht wirklich Spaß. Gut gebrauchen können wir die verfrachteten Dibondplatten, denn damit können wir unser Dach besser provisorisch abdichten oder sonstige Überdachungen erstellen.

Laras Freunde verabschiedeten sich nach einer Fuhre und jetzt war sie ab etwa 10 Uhr allein im Vitalisgarten. Da nahm sich Lara unsere Küche vor und spülte erst einmal Geschirr ab und brachte Ordnung ins Sammelsurium.

Um kurz nach 13 Uhr kamen noch Katharina und Volker zum Garten und damit war die Gartentruppe diesmal auch schon komplett. Das Wetter konnte anscheinend sonst niemand hinter dem Ofen hervorholen.

Katharina nahm sich gleich unseren Schuppen vor und fing an Regalfächer abzuteilen. So wie unsere Sachen gespeichert waren, war es unpraktisch und Katharina hatte eine gute Idee. Sie nahm Werkzeuge aus Plastikbehältern und erzeugte Holzfächer für Zangen, Hämmer, Handschaufeln und Hacken und Grubber.

Lara kümmerte sich derweil weiter um unser Geschirr und ordnete diese im Regal der Küche. Außerdem sortierte sie Sachen aus, die wir vermutlich nicht brauchen.

Volker bewegte sich um sich warm zu halten. Da kam ihm der Transport von Dibondplatten gerade recht. Diese brachte er einzeln oder im Doppelpack von der Wiesenfläche zur Casa Esmeralda. Nach den Dibondplatten bugsierte er schmale Bretter mit der Schubkarre zum Gartenhaus Zwei und stellte diese Seit an Seit an die Hausmauer. Außerdem verfrachtete er Holzreste von drei Pflanzkisten zur Feuerstelle. Dort errichtete er aus zwei Dibondplatten eine provisorische Überdachung für das hergebrachte Feuerholz.

Jetzt meldete sich Katharina, die einen Transportauftrag verlangte. Durch die Aufräumaktion im Schuppen war ihr sehr kalt geworden und da half nur Bewegung. Volker hatte gleich die zündende Idee, denn unsere Ziegelsteine mussten zur Casa gebracht werden. Katharina schnappte sich eine Schubkarre und drehte ein paar Runden. Parallel schleppte Volker drei Balken nach hinten. Anschließend startete eine kleine Schubkarrenkarawane und nach drei weiteren Runden waren alle Ziegelsteine auf die Veranda der Casa transportiert. Jetzt war Katharina auch nicht mehr kalt und sie konnte weiter im Schuppen basteln.

Volker brachte ein Problem zur Sprache. Am 11. Dezember soll die Weihnachtsfeier der Gemeinschaftsgärten Köln im Vitalisgarten stattfinden. Dummerweise können wir unseren Ofen bei Regenwetter nicht benutzen, da unser Dach nur durch Kunststoffplane dicht ist. Also probierten wir im Gartenhaus Zwei aus, ob wir den Ofen in Betrieb nehmen können. Dieser war ein kleiner Herdofen und musste erst einmal gesäubert werden. Beim Anstecken trat das Problem auf, dass Rauch durch die Herdplatte drang und den Raum flutete. Entweder machten wir etwas falsch oder der Ofen ist undicht. Da müssen wir wohl Nachforschungen betreiben. Jedenfalls löschten wir nach kurzer Zeit wieder das Feuer, denn wir wollten nicht das ganze Haus unter Rauch setzen.

P1350668 P1350673
P1350676 P1350680
P1350685 P1350688
P1350690 P1350696
P1350699 P1350704
P1350706 P1350715

Lara verabschiedete sich und Katharina brachte den Schuppen in Ordnung. Volker bekam unterdessen den Auftrag Spinat für Pizza zu pflücken. Dabei bekam er leider kalte Finger und zum Abschluss sammelte er auch noch ein paar heruntergefallene Äpfel ein. Dann war auch für Katharina und Volker Schluss und während der hereinbrechenden Dunkelheit machten sich die beiden auf ins wärmende Heim.

Frostsicherung und Ordnung 17. November 2018

Früher als gewohnt begann dieser Gartentreff bereits um 12 Uhr. Wir bauten unsere beiden Wasseruhren aus, um diese vor Frostschäden zu bewahren. Für die Agora Köln suchten wir einen Fahrradschlüssel, sortierten Faltblätter aus und räumten auf. Außerdem jäteten wir im Acker und installierten den Türanschlag des Gewächshauses.

Katharina und Volker waren diesmal bereits um 12 Uhr im Vitalisgarten und eröffneten den Gartentreff früher als üblich. Die beiden hatten sich Arbeiten überlegt und legten sofort los. Zunächst füllten die beiden Wasser in Behälter ab. In den nächsten Tagen waren frostliche Temperaturen vorhergesagt, weshalb unsere beiden Wasseruhren gefährdet waren. Nach dem Wasserabfüllen baute Katharina unsere kleine Wasseruhr auf der Wiesenfläche ab.

Anschließend ging es im Gartenhaus Zwei weiter mit der Durchsuchung von Sachen der Agora Köln. Wir hatten der Agora ermöglicht Sachen bei uns unterzustellen. Die Agoristinnen und Agoristen waren auf der Suche nach einem Schlüssel für ein Fahrradschloss. Deshalb suchten jetzt Katharina und Volker in diversen Kisten nach dem Schlüssel. Bei der Gelegenheit sichteten die beiden Druckerzeugnisse und sortierten überflüssiges Material aus. Beispielsweise waren viele Flyer vom Tag des guten Lebens 2018 nicht verteilt worden. Diese können jetzt dem Papierkreislauf zugeführt werden.

In der Zwischenzeit war Karin B. eingetrudelt und übernahm als Gastgeberin das Gartenzepter. Die drei Gärtnernden legten zunächst ein Mittagspause ein und gönnten sich mitgebrachtes Essen. Nebenbei überlegten alle, was es im Garten zu tun gab.

Volker ging zurück ins Gartenhaus Zwei und räumte die Agora-Sachen weiter auf. Der Fahrradschlüssel tauchte nicht auf, dafür wissen wir jetzt, was für praktische Sachen sich im Sammelsurium verbirgt. Katharina half Volker die letzten Kisten zu inspizieren und beriet anschließend Karin bei weiteren Planungen. Danach ging es für Katharina zurück ins Warme, denn sie war krank.

Karin stach den Ackerweg ab und es war die Zeit fürs Jäten gekommen. Volker war fertig mit dem Räumen und half Karin beim Befreien des mittleren Ackerstreifens von Beikräutern. Das Jäten ging den beiden leicht von der Hand und recht schnell war dieser Teil des Ackers frei gejätet.

Volker holte die Schubkarre und lud sich etwa zwei Dutzend Ziegelsteine ein. Diese brachte er auf die Veranda der Casa Esmeralda und stapelte die Steine als Flämischer Verband. Bei der zweiten Fuhre legte Volker noch einen drauf und legte 28 Ziegelsteine in die Schubkarre. Auch der zweite Transport gelang und jetzt erhöhte sich die Mauer auf der Veranda.

Weiter ging es für Karin und Volker mit dem Jäten zwischen jungen Lauchpflanzen. Letztere bekamen dabei auch noch Erde um sie herum angehäufelt. Nach dem Jäten beim Lauch machten wir nochmal weiter. Diesmal ging es den Wildkräutern im ehemaligen Kartoffelfeld entlang des südlichen Ackerweges an den Kragen. Ingo schaute vorbei und half den beiden kurz beim entfernen von Beikräutern.

Ingo hatte Lust den Türanschlag des Gewächshauses zu montieren. Er schnappte sich die Teile und die Anleitung fürs Befestigen. Nach kurzem Studieren legt er Hand an und schraubte die Teile an der richtigen Stelle fest. Mit einer Flügelschraube lässt sich jetzt die Eingangstür feststellen, so dass diese der Wind nicht zufallen lässt.

P1350470 P1350477
P1350484 P1350487
P1350492 P1350499
P1350507 P1350510
P1350512 P1350517
P1350521 P1350523

Volker und Ingo verabschiedeten sich von Karin. Volker musste weiter zu einem Zwillingsgeburtstag und konnte deshalb nicht bis zum Ende des Gartentreffs bleiben. Karin verweilte noch als Letzte im Vitalisgarten, baute die zweite Wasseruhr aus, verstaute diese in der Casa Esmeralda und räumte auf.

Mal wieder Regen 10. November 2018

Regnerisch, aber auch zeitweise trocken, verlief dieser Gartentreff. Wir stellten einen Wasserschaden in der Casa Esmeralda fest und versuchten diesen durch eine größere Dachneigung künftig zu verhindern. Wir verteilten Pferdeäpfel, ernteten letzte Kartoffeln und weitere Chili und Paprika. Außerdem pflanzten wir einige Chili- und Paprikapflanzen in unser Gewächshaus um.

Iris war erneut unsere Gastgeberin und sie war die Erste im Vitalisgarten. Sie musste in der Casa Esmeralda feststellen, dass unsere Dachplane nicht dicht ist und dass ins Wohnzimmer Wasser eingedrungen war. Iris stellte an zwei Stellen Eimer auf und versuchte weitere nasse Stellen mit Tüchern zu trocknen.

Karin B. und Iris hatten Pferdeäpfel besorgt, die nun Iris im abgeernteten Kürbisacker verteilte und in die Erde einharkte. Während der Aktion trudelten Katharina und Volker ein, die am letzten Wochenende nicht dabei sein konnten. Die beiden schauten sich gleich den Wasserschaden an und Volker überlegte wie wir das Dach wieder dicht bekommen.

Als auch Karin B. mit einigen vorgezogenen Pflanzen eingetroffen war, machte Katharina sich ans Ernten der letzten Kartoffeln. Auf der Ackersüdseite waren noch drei Reihen Kartoffeln übrig geblieben. Bei der Aktion jätete sie mit Iris auch einige Beikräuter und es kamen einige Kilogramm große und kleine Kartoffeln zusammen. Anschließend pflanzte Iris den von Karin vorgezogenen Maiwirsing an die Stelle wo zuvor die Buschbohnen waren.

Die Kinder Bastian und Cartier waren in der Zwischenzeit eingetroffen. Bastian und Cartier schnappten sich Werkzeuge und nahmen unseren Erdhaufen auseinander. Karin hatte sich ebenfalls das Buddeln vorgenommen. Sie widmete ihre Kräfte allerdings den Chili- und Paprikapflänzchen. Damit wir ein bisschen länger etwas von diesen Nutzpflanzen haben, beschlossen wir ein paar Nachtschattengewächse in unser neues Gewächshaus umzuziehen. Dafür besorgte Karin B. Kompost aus einem alten Komposthaufen und versuchte auf der Westseite die Erde des Gewächshauses zu verbessern.

Volker war inzwischen mit HIlfe von Bastian und Cartier dabei Balken von der Wiesenfläche aufs Dach zu transportieren. Das war recht anstrengend, weshalb die drei sich bald ihre Jacken auszogen. Zunächst entstand auf dem Dach ein wilder Haufen, den die drei aber schnell zu einem akuraten Stapel formten. Das Problem mit dem Dach war Folgendes: Aufgrund der geringen Neigung bildeten sich Wassertaschen und durch winzige Löcher in der Folie lief das Wasser in die Casa. Die drei vergrößerten also die Neigung, damit das Wasser schnell abfließt und sich nicht stauen kann. Eine schräge Fläche stellten die drei mit zwei Doppelstegplatten und einer Palette her. Am unteren Ende verlegte Volker eine weitere Folie zur zusätzlichen Abdichtung. Die Hoffnung ist, dass das Dach jetzt deutlich besser den vom Himmel fallenden Wassermassen standhalten kann.

Katharina kümmerte sich mal wieder um unseren Teich. Mit einem Rechen entfernte sie Pflanzenmaterial und versuchte dem Teich Nährstoffe zu entziehen. Unser Teichprojekt würde deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Dafür sind momentan aber nur wenig Ressourcen vorhanden.

P1350421 P1350423
P1350426 P1350428
P1350432 P1350437
P1350441 P1350443
P1350446 P1350449
P1350451 P1350455
P1350457 P1350467

Die Dunkelheit kehrte ein und wir räumten unsere Sachen zusammen. Volker säuberte unsere Gartengeräte und Karin B. teilte die Ernte auf. Licht spendete unsere Solaranlage und zufrieden beendeten wir unsere Gartenaktivitäten an diesem Samstag.

Flammenwerfer 27. Oktober 2018

Trüb verlief dieser Nachmittag und nur zwei Gärtnerinnen und zwei Gärtner fanden den Weg in den Vitalisgarten. Es wurden unsere Wasseruhren abgelesen, wir entfernten für unseren zu mauernden ‘Flämischen Verband’ Bitumen auf der Betonplatte der Küche, bauten einen provisorischen Dachstuhl aus Einwegpaletten, ernteten Weintrauben und gärtnerten im Schrebergartenteil.

Lara war unsere Gastgeberin an diesem tristen und kühlen Samstag. Herr Ploog vom Kleingartenverein kam vorbei und las unseren Wasserstand ab. Er gab uns außerdem Tipps wie wir unser neues Gewächshaus nutzen können. Er meint, von der Ernte in einem Gewächshaus können acht bis neun Leute sich von ernähren. Mal sehen, wie weit wir es bringen. Wir haben bisher noch keine Erfahrung mit einem Gewächshaus gemacht und werden sehen wie gut das klappt.

Katharina und Volker waren ebenfalls recht pünktlich in den Garten gekommen. Die beiden schauten erst was Herr Ploog zu erzählen hatte. Katharina machte sich dann gleich an den Beerenstäuchern zu schaffen und jätete rundherum. Außerdem kümmerte sie sich um unsere kleine Wiese. Sie nahm den Rechen und sammelte Laub und verkleinerte die Vegetation ein wenig.

Lara und Volker gingen aufs Dach und entfernten Bitumen im Bereich der Mauer. Das ging mit dem Hammer und Meisel und mit unserem Kuhfuß. Leider ging das Bitumen nicht restlos ab. Während der Aktion kam Wolf vorbei und schaute sich an, was die beiden gemacht hatten. Als nächstes ging es darum einen provisorischen Dachstuhl mit Paletten zu erzeugen. Volker machte sich also auf den Weg zum Wiesengrundstück und besorgte kleine Paletten. Dabei musste er leider die einsortierten Hölzer entfernen. Die Paletten bildeten am Ende ein ansteigendes Dach und so hoffen wir, dass Regen jetzt besser ablaufen kann.

Wolf und Katharina hatten Bedenken, dass die Bitumenreste keinen sicheren Halt für das Mörtelfundament bieten. Volker hatte im Internet herausgefunden, dass sich Bitumen mit Hilfe von Wärme entfernen lassen sollte. Also ging Lara einen Unkrautflammwerfer im Bauhaus kaufen. Als sie zurück war hatte sich Katharina zu einer Freundin aufgemacht. Wolf baute die Teile des Flammwerfers zusammen und brachte das Teil mit der Gasflasche aufs Dach. Er drehte den Gashahn auf und los ging das Abflämmen des Bitumens. Mit einem Spachtel entfernte Volker die gelösten Reste und langsam entfernte die Flamme und die Hitze die Bitumenreste. Dummerweise löste sich auch das Bitumen in der Mauer. Unsere Vorbesitzer hatten nämlich einfach auf dem Bitumen gemauert. Wir wollen das nicht, weshalb wir uns die Mühe machen das Bitumen so gut es ging zu entfernen. Lara übernahm die Bedienung des Flammwerfers und Volker versuchte weiterhin so viel Bitumen wie möglich zu lösen. Letztendlich kam die Betonplatte besser zum Vorschein als vorher. Restlos ließ sich das Bitumen leider nicht entfernen.

Volker baute den Dachstuhl wieder aus Paletten zusammen. Mit Lara deckte er das Dach schließlich mit der Plane ab. Wir hoffen, der Regen kann nicht in die Casa Esmeralda eindringen.

P1350293 P1350294
P1350298 P1350302
P1350304 P1350312
P1350317 P1350321
P1350329 P1350334

Wolf verabschiede sich ebenfalls und Lara pflückte viele Trauben. Katharina hatte ihr einen Heißentsafter mitgebracht und damit lässt sich dann leckerer Traubensaft erzeugen. Volker hatte noch Lust und Kraft Ziegelsteine von Vorne zur Casa zu bringen. Am Ende des Tages hatten wir immerhin mehr als 100 Steine verfrachtet. Lara fuhr ebenfalls nach Hause und Volker schrieb noch den Gartenpost während sein Laptop mit grünen Elektronen der Solaranlage gefüttert wurde. Anschließend nahm er die Hände von der Tastatur, räumte seine Sachen zusammen und fuhr im Dunkeln nach Hause.

Garten im Mehr 20. Oktober 2018

Wir bekamen Besuch von einer neuen Gartentruppe aus dem Agnesviertel bzw. aus Nippes-Süd, wo ein neuer Gemeinschaftsgarten entstehen soll. Die Gärtnernden transportierten Erde in den Vitalisgarten und sicherten sich damit selbige für ihren Garten. Auf dem Dach entfernten wir lockere Ziegel und bauten ein Podest als provisorischen Dachstuhl. Geerntet und gegärtnert wurde ebenfalls und wir lösten drei geparkte Pflanzkisten auf.

Bereits um kurz nach 10 Uhr begannen die gärtnerischen Aktivitäten an diesem Samstag. Eine neue Gartengruppe aus dem Agnesviertel bzw. aus Nippes-Süd kamen um uns im Vitalisgarten zu besuchen und sich Erde für deren neuen Gemeinschaftsgarten zu sichern. Deshalb trafen sich Tina, Simone und Volker im Vitalisgarten. Die drei verluden Pflanztöpfe und Schaufeln und fuhren zu HELGA. Dort zeigte Volker den beiden Gärtnerinnen die letzten Erdhaufen und ließ die kleine Truppe alleine.

Der reguläre Gartentreff startete schließlich um 13 Uhr im Vitalisgarten. Dagmar war als erste Gärtnerin vor Ort und hatte sich schon ans Jäten gemacht. Die Gärtnernden aus dem Agnesviertel waren gerade dabei die zweite Ladung mit Erde gefüllter Pflanztöpfe zu leeren. Zu dieser Zeit trudelten auch Katharina und Volker und ein wenig später Wolf im Gemeinschaftsgarten ein.

Volker – unser Gastgeber – hatte die neue Sicherung der Solaranlage zu Hause vergessen, weshalb er erneut nach Hause radelte und die Sicherung abholte. Die Gartentruppe machte es sich derweil auf unserer Biertischgarnitur gemütlich. Zurück im Gemeinschaftsgarten baute Volker die neue Sicherung ein und lud als erstes seinen Laptop mit grünen Elektronen. Seit Tagen war die Batterie zu 100% gefüllt, da machte es Sinn Strom zu verbrauchen.

Es startete eine Pause für alle Gärtnerden. Die Süd-Nippeser Gartentruppe hatte extra einen Kuchen, etwas Suppe und Baguette mitgebracht. Wir steuerten frische Tomaten, Kohlrabi und Trauben aus dem Garten bei. Gesprächstoff gab es genügend, denn die neuen Gemeinschaftsgärtnernden wollten erfahren, wie ein gemeinsam genutzter Garten entsteht und was bei einer Vereinsgründung zu beachten ist.

Karin B. kam in den Garten und machte sich gleich bei den Paprika und Chilis zu schaffen. Letztere werden zu einem Teil von ihr zu Sambal Olek verarbeitet werden. Außerdem wurden von ihr die Porreestangen angehäufelt, einige Pflanzen mit Jauche gedüngt und an einigen Stellen Ordnung geschaffen.

Wolf und Volker machten sich erneut am Dach zu schaffen. Sie entfernten lose Mauerteile über der Betonplatte der Küche und stemmten Mörtelreste weg. Anschließend besorgte Volker weitere Paletten mit denen die beiden versuchten einen Bühne zu bauen. Perfekt ist die Konstruktion leider noch nicht. Es fehlen noch unsere auf HELGA verweilenden Dibondplatten. Mit letzteren ließe sich der Regenschutz schnell auf- und abbauen.

Derweil hatte sich die Gartentruppe um unsere Feuerstelle versammelt. Die Gärtnerinnen und Gärtner legten ein Planungstreffen ein und besprachen die ersten Schritte für die Gartenentstehung. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!

Nach der Dachaktion wollten Tina und Simone von Volker Fragen beantwortet bekommen. Es ging darum, wie die Vereinssatzung aussehen soll und welche Finanzierungsmöglichkeiten sich dem neuen hoffentlich gemeinnützigen Verein „Garten im Mehr“ bieten. Da kamen viele Punkte zusammen, weshalb Tina und Simone die Baustelle Casa Esmeralda ermutigt verließen.

Ingo trudelte im Vitalisgarten ein und bekam von Volker direkt einen Auftrag. Zusammen mit Wolf zerlegten die drei drei in der Einfahrt parkende Pflanzkisten. Volker fuhr die Schubkarre und brachte drei Fuhren in unser neues Schrebergartengelände. Dort hatten die Vorbesitzenden beim Ausstechen von Primeln kleine rechteckige Krater hinterlassen. Mit dem Erdmaterial aus den Pflanzkisten lassen sich die Löcher jetzt bequem füllen.

Die drei Pflanzkisten waren flux zerlegt und die Resterde auf unserem großen Erdhaufen platziert. Wolf und Volker hatten jetzt auch noch den Ehrgeiz die Einfahrt von Laub und Müll zu befreien. Wolf holte das Laub aus den Ecken und Volker sammelte Müll bzw. verfrachtet mit Hilfe unserer Schubkarre das Laub in unsere Kompostsammelmiete.

Katharina war in der Zwischenzeit mit dem Einsäen von Feldsalat, mit dem Gießen von frischen Saaten und mit der Spinaternte beschäftigt. Dagmar hatte den Feldsalat des Ernährungsrates in der Freiluga entdeckt und uns gleich mitgebracht. Beim Pflücken des feuchten Spinats wurde Katharina so kalt, dass die sich auf dem Heimweg machte. Auch das Jäten der Ackerränder wärmte nicht genug. Derweil war Volker aufgrund seiner körperlichen Aktivitäten noch im T-Shirt unterwegs.

P1350202 P1350209_mod
P1350210 P1350212
P1350214 P1350217
P1350218 P1350221
P1350223 P1350226
P1350233 P1350243

Karin B. stellte am Ende Petra – unser Kreis- und Sektorenregner an – und verabschiedete sich ebenfalls wegen der Kälte. Karin P. war in der Zwischenzeit im Vitalisgarten eingetroffen und sammelte Äpfel fürs Saftpressen in Belgien ein. Sie war mit Volker als Letzte im Garten verblieben. Volker räumte Werkzeuge in den Schuppen und versuchte die Anordnung letzterer zu verbessern. Dummerweise stürzten bei der Aktion Holter die Polter Schaufeln zu Boden. Eine Schaufel traf unglücklicherweise einen Fuß von Karin P., der fortan schmerzte. Karin P. ließ sich von Volker die Dacherneuerung erklären. Als gelernte Architektin fürchtet sie, das die Frontmauer beim Aufstocken instabil werden könnte. Falls z. B. Schnee auf dem Dach liegt, könnte die Belastung zu stark werden und die Vorderwand einbrechen. Als Lösung schlug sie einen Maueranker vor, der die Zuglast auf die Seitenwand des Schuppens überträgt.

Mit diesen frischen Erkenntnissen wollte Volker schnell nach Hause radeln. Dummerweise war sein Vorderrad platt. D. h. der Nachhauseweg gestaltete sich nach dem Motto: Wer sein Rad liebt, der schiebt!

Kreuz und quer 13. Oktober 2018

Wir trieben die Dacherneuerung der Casa Esmeralda voran. Dazu entfernten wir die Wohnzimmerdecke und schmiedeten Pläne fürs Mauern eines stabileren Mauerrings. Außerdem bauten wir das Bauwagenregal im Gartenhaus Zwei auf. Lara baute einen Weg aus Steinplatten zwischen unseren Gartenhäusern und beseitigte dafür Efeu. Außerdem ernteten wir reife Tomaten, Zucchini und Weintrauben.

Lara war dieses Mal unsere Gastgeberin. Sie war pünktlich um 13 Uhr im Vitalisgarten und legte im neuen Nachbargrundstück los. Sie hatte das Ziel einen Weg zwischen der Casa Esmeralda und dem Gartenhaus Zwei einzurichten. Das bedeutete aber, dass zunächst Efeu und anderes Grün von Steinplatten entfernt werden musste.

Einige Minuten nach Lara tauchte auch Volker im Gemeinschaftsgarten auf. Er schaute zunächst einmal Lara bei der Arbeit zu und überlegte was er zuerst tun wollte. Lara überredete Volker das Bauwagenregal im Gartenhaus Zwei aufzustellen. Dafür mussten die beiden ein paar Nägel ziehen und wenige Schrauben in die Konstruktion zur Stabilisierung einbauen. Die langen Bretter der Regalkonstruktion mussten lediglich durch die Seiten- und mittlere Konstruktion gefädelt werden. Jetzt konnten die Bretter eingeklinkt werden und fertig war das große Holzregal. Lara und Volker kramten aus den Ecken vom Gartenhaus Zwei gleich Sachen hervor und räumten das Regal ein. In Nullkommanix war das Regal voll und das Haus in einem aufgeräumteren Zustand.

Inzwischen war Dagmar im Garten angekommen und machte sich gleich nützlich. Sie sammelte Bohnenkerne und erntete Tomaten. Im Winter möchte sie einen Lavendelsäckchen-Workshop durchzuführen. Nach einer kurzen Weile kehrten auch Katharina und Wolf im Vitalisgarten ein. Zusammen mit Volker diskutierten die drei die Erneuerung des Dachs der Casa Esmeralda. Da der Mauerkranz des Dachs instabil ist, gestaltet sich der Neubau als Herausforderung. Wir planen jetzt Teile der Mauern zu ersetzen und auf der Frontseite der Casa die Mauer etwas höher zu ziehen, um das Gefälle des Daches zu vergrößern.

Wolf und Volker begaben sich direkt aufs Dach und entfernten weitere Dachpappenreste und die darunter sich befindlichen Bretter. Am Rand bröselte an der einen oder anderen Stelle die Mauer und es zeigten sich bedenkliche Risse. Wir befürchten, dass die Verandaüberdachung der Frontseite der Casa abstürzen könnte, da die Mauer zu schwach ist. Der Neubau der Mauer mit Hilfe von Kalksandsteinen ist deshalb dringend erforderlich. Gut, dass Wolf Erfahrungen mit dem Mauern hat.

Iris, Birk, Kai und Bastian und Boris erschienen im Garten. Lara hatte Boris eingeladen und zeigte ihm gleich unser Grün und die weitere Infrastruktur. Boris packte beim Steinplatten freilegen mit an und half beim Dachbau. Birk wurde gleich von Volker beim Palettentransport eingespannt und er bugsierte mehrere Paletten aufs Dach. Mit den Paletten lassen sich nämlich prima Lücken zwischen den Dachsparren überbrücken.

Inzwischen waren weitere Bretter der Dachkonstruktion entfernt worden. Für Wolf, Boris und Volker hieß es als Nächstes die Deckenplatte der Küche freizuräumen und zu säubern. Dort gespeicherte Gegenstände flogen in die Wallapampa und werden dort zwischengeparkt. Birk entfernte inzwischen Schrauben der Wohnzimmerdeckenverkleidung. Wir wollten uns den Mauerkranz von Innen genauer anschauen und da musste die alte Decke weichen. Letztere bestand aus tapezierten Schrankrückwänden auf denen sich Bitumenreste gesammelt hatten. Es rieselte also Bitumen als wir die Decke abnahmen. In der Südecke tauchte wie erwartet das verlassene riesige Wespennest auf. Bastian und Kai packten begeistert mit an und wünschten sich den schönen alten Zustand zurück.

Bald hatte sich eine Materialschlacht entwickelt. Kreuz und quer lagen Bretter vom Dach und der Wohnzimmerdecke verstreut. Volker schaffte die Sachen nach vorne und Birk half beim Verstauen in Big Bags. Dabei wollte er eigentlich im Garten entspannen und ein Buch lesen. Katharina, Kai, Bastian und Wolf räumten das Wohnzimmer auf und fegten es sauber. Anschließend galt es die Möbel wieder einzuräumen.

P1350088 P1350092
P1350096 P1350098
P1350104 P1350112
P1350115 P1350118
P1350121 P1350127
P1350137 P1350140

Lara hatte in der Zwischenzeit viele Steinplatten freigelegt und verlegte diese zu einem Weg zwischen Casa und Gartenhaus Zwei. Die Mühe hatte sich jedenfalls gelohnt, denn jetzt lässt es sich einfacher zwischen den Häusern hin und her gehen. Die Steinplatten können wir noch ebener verlegen, aber fürs Erste war der Weg bereitet.

Da die Dämmerung anfing herein zu brechen begaben sich abermals Wolf und Volker aufs Dach der Casa Esmeralda. Mittels der Holzpaletten und weiterer Bretter überbrückten sie Lücken zwischen den Sparren, so dass bei Niederschlägen keine Wassertaschen entstehen und deckten das Dach mit Plane ab.

Am Ende wässerten wir noch unsere Beete, wir räumten weiter die Veranda und die Casa auf und machten uns letztendlich vom Acker. Dieser Gartentreff hatte viel Trubel und wir hatten einige Dinge vorangebracht.

Gewächshaus 06. Oktober 2018

Nahezu fertig ist unser Gewächshaus. Es fehlen noch ein paar Klammern und Schrauben, aber sonst ist es vollbracht. Wolf fing an die Dachpappe der Casa Esmeralda zu entfernen und dabei stellten wir fest, dass ein tragender Balken durchgefault war. Im Acker und in unseren Beeten wurde außerdem gejätet und unsere Pflanzgruppe plante die kommende Ackersaison.

Bei diesem Gartentreff war Volker unser Gastgeber. Er war der erste im Vitalisgarten und öffnete die Tür zum Schrebergartenteil, die Türen und Fenster der Casa Esmeralda und vom Gartenhaus Zwei, denn es war warm und sonnig. Da noch niemand eintrudelte genehmigte sich Volker ein Glas Apfelsaftschorle der eigenen Äpfel. Lecker und sehr süß ist unser Saft.

Kurz darauf kam Katharina mit dem Rad in den Garten gefahren. Die beiden schmiedeten Pläne für den Nachmittag als die Schülerin Julie mit ihrem Vater im Vitalisgarten vorbeischaute. Julie war am Donnerstag mit ihrer Stammgruppe der Heliosschule im Vitalisgarten gewesen. Die Schülerinnen und Schüler lernten unseren Gemeinschaftsgarten kennen und kochten zusammen mit Katharina Apfelkompott. Julie gefiel unser Garten so sehr, dass sie den ihrem Vater unbedingt zeigten wollte. Also starteten wir zu viert eine kleine Führung durch unseren Gemeinschaftsgarten.

Katharina und Volker widmeten sich wieder dem Gewächshaus und kurz darauf auch Karin, die ebenfalls in den Garten kam. Am Tag der deutschen Einheit hatten wir bereits die Fenster eingebaut und Doppelstegplatten angebracht. Dummerweise hatten wir vergessen Aluschienen an die Platten anzubringen. Das holten die beiden jetzt nach. Schwierig gestaltete sich allerdings der Einbau der Schienen für bereits mit Klammern festgeklemmte Doppelstegplatten. Einfacher war es die Platten auszubauen und dann die Schienen anzubringen. Die Platten, die mit dem Dachfirst verbunden waren versuchten wir aber vor Ort zu lassen, denn das Anbringen der Dichtung am First war auch nicht gerade einfach. Nach einer Weile und mit viel Geduld waren letztendlich alle Schienen angebracht und die Doppelstegplatten waren zumindest provisorisch festgeklammert.

Iris, Birk, Bastian, Kai waren zusammen mit Sarah auf der großen Hambi Demo unterwegs. Nach der Demo begaben sich die fünf aber direkt in den Vitalisgarten. Der kleine Kai packte beim Gewächshaus mit an. Iris zeigte Sarah unseren Gemeinschaftsgarten und anschließend brütete sie zusammen mit Karin und Katharina einen Pflanzplan für den Acker für die kommende Gartensaison aus.

In der Zwischenzeit waren auch Ingo und Wolf aufgetaucht und die beiden schraubten zusammen mit Volker und Kai am Gewächshaus herum. Als erstes bauten die Jungs die Gewächshaustür ein und anschließend befestigten sie den Schließmechanismus der Gewächshausfenster.

Wolf trieb es unterdessen aufs Dach der Casa Esmeralda. Er entfernte weitere Plastikwellblechelemente und versuchte Dachpappe abzukratzen. Wolf hatte befürchtet, dass das ein schwieriges Unterfangen sein könnte. Glücklicherweise hatte der Zahn der Zeit an der Dachpappe genagt und den Bitumenkleber teilweise losgelöst. Deswegen konnte Wolf größere Lappen auf einmal abheben. Später bekam Wolf Unterstützung durch Volker. Letzterer sammelte Dachpappenreste auf und legte diese in Spießbütten. Beim Kamin wackelte die Decke bedenklich. Mit fortschreitender Abdeckung der Dachpappe kam ein durchgerotteter Balken zum Vorschein. Rund um den Schornstein war eine Mulde entstanden durch die Wasser eindrang und das Holz verfaulen ließ. Es ist also wirklich an der Zeit das Dach zu erneuern.

Gärtnerisch ging es im Vitalisgarten ebenfalls voran. Katharina jätete zwischen Spinat und Porree und säte Spinat im Acker nach. Karin jätete wiederum in den Schrebergartenbeeten, sie säte Winterportulak ins Beet B4, entfernte wilde Blumen am Zaun und düngte den Kohl mit Brennnesseljauche.

P1340971 P1340974
P1340978 P1340984
P1340986 P1340993
P1340995 P1350001
P1350004 P1350025
P1350032 P1350038

Am Ende des Gartentreffs war es bereits dunkel. Karin erledigte im Garten die letzten Dinge und Wolf und Volker deckten die Casa Esmeralda mit einer Bauplane und eine LKW-Plane ab. In der folgenden Nacht sollte es nämlich regnen und die Casa sollte nicht von innen nass werden. Wolf und Volker verließen als letzte den Garten und fuhren nach Hause.

Richtfest 29. September 2018

Vor der Jubiläumsfeier des Vereins ging es weiter mit dem Gewächshausbau. Wir errichteten das Gerüst des Gewächshauses, zogen den First ein und befestigten die Dachverstrebungen. Am Spätnachmittag bekamen wir Besuch von Katharinas Eltern, so dass wir gemütlich leckeren Kuchen essen und Apfelsaft, Tee und Kaffee trinken konnten.

Karin war unsere Gastgeberin und war als erste im Vitalisgarten. Danach trudelten Katharina und Volker im Gemeinschaftsgarten ein. Die drei tauschten sich zunächst ausführlich aus und anschließend packten sie Sachen für den Gewächshausbau zusammen.

Weiter ging es also auf unserem Wiesengrundstück. Glücklicherweise hatten wir bereits die beiden Gewächshausgerüste der Giebel und Seitenwände zusammengeschraubt. Diese mussten die drei dementsprechend nur noch auf das fertige Fundament schrauben. Lara und Yvonne schauten vorbei und verstärkten das Gewächshausteam. Es galt jeweils eine Wand und einen Giebel festzuhalten und gleichzeitig miteinander zu verschrauben. Mit ein wenig Tüfteln erforderte das Verbinden ein wenig Geduld, war aber gut machbar.

Nachdem alle vier Gerüste miteinander verbunden waren, richteten wir die Gewächshauswände auf dem Fundament aus und schraubten diese mit Stahlschrauben an den Aluschienen fest. Zuvor bohrte Karin zunächst ein Loch, denn diese Löcher waren nicht vorgebohrt. Flux standen die Wände.

Als nächstes ging es darum den Dachfirst und die Dachverstrebungen einzubauen. Yvonne und Volker säuberten zunächst den First, den wir anschließend mit vereinten Kräften an den Giebelspitzen fest schraubten. Zwischen First und Seitenwände platzierten wir nun die Dachverstrebungen. Dabei vergaßen wir aber leider die Isolierungen einzuziehen. Die mussten wir also anschließend mühevoll in die Schienen eindrücken. Als letztes bauten wir noch vier Querverstrebungen für die Fenster ein.

Katharinas Eltern kamen zu Besuch und brachten Walnuss- und Apfelkuchen und Apfelsaft aus dem Westerwald vorbei. Zu sechst – Yvonne war zwischenzeitlich abgereist – startete die gemütliche Kaffeerunde als sich die Sonne bereits merklich senkte.

P1340696 P1340701
P1340705 P1340706
P1340711 P1340715
P1340722 P1340724
P1340725 P1340731
P1340734 P1340738
P1340748 P1340750
P1340761 P1340764
P1340769 P1340775

Am Ende des Gartentreffs räumten wir die Gewächshaussachen auf und spülten ab. Derweil kümmerte sich Karin um unsere Paprikapflanzen. Dort hatten Schmuckkörbchen einige Chilipflanzen überwuchert, weshalb Karin die Blumen entfernte. Katharina steckte die Blüten ein und jetzt ziert ein Blumenstrauß das Wohnzimmer von Katharina und Volker. Es wurde merklich kühler, weshalb auch Karin bald den Vitalisgarten verließ.

Viele Äpfel 22. September 2018

Eine tolle Apfelsaison ist das! Wir pflückten knapp 150 kg Äpfel fürs Apfelpressen am 23. September. Darüber hinaus spülten wir ab, entfernten wuchernde Pflanzen und Tapeten, bekamen Endivien und Sonnenhut geschenkt, pflanzten Endivien ein und schauten, wie wir das Dach der Casa Esmeralda erneuern können.

Wir haben wieder Gastgeberinnnen und Gastgeber für unsere Gartentreffs festgelegt. Dieses Mal war Lara unsere Gastgeberin und kam pünktlich gegen 13 Uhr in den Vitalisgarten. Wolf war der erste Gärtner im Garten und wurde von Lara herzlich begrüßt. Kurz später tauchten auch Katharina und Volker im Garten auf. Nach einer kurzen Lagebesprechung ging es mit Äpfeln weiter.

Wolf erkundete als erstes das Dach der Casa Esmeralda. Er wird uns ggf. beim Neubau des Daches helfen und da wollte Wolf nach dem Rechten sehen. Ihm wurde klar, dass wir das Dach austauschen müssen, denn es gab etliche Löcher in den Plastikwellblechen.

Katharina, Volker und Wolf pflückten Äpfel im neuen Schrebergartenteil. Unser alter Apfelbaum hing von oben bis unten voll mit Früchten. Zunächst sammelten wir behutsam Äpfel ein und packten diese in schwarze Kisten. Lara war derweil im Nachbargarten aktiv und pflückte kleine rote Äpfel. Der Schrebergarten gehört einem alten Mann, der aber wegen eines Schlaganfalls nicht mehr gärtnern kann. Deshalb war er froh, dass wir Äpfel pflückten. Gerne können wir auch den Apfelbaum beschneiden.

Nach einiger Pflückerei waren die ersten Apfelkisten gefüllt. Die weiteren Äpfel hingen weiter oben und ließen sich nicht so einfach pflücken. Deshalb breiteten wir eine Folie unter dem Baum aus und schüttelten u.a. mit einem Apfelpflücker Äste. Dadurch purzelten viele Äpfel herunter. Die guten und nicht angefaulten Exemplare sammelten wir ein und hatten flux bereits zu viele Äpfel eingesammelt. Insgesamt kamen knapp 150 kg Äpfel zusammen. Mehr Äpfel warten noch an weiteren drei Bäumen, sie können gegessen, zu Apfelmus oder Apfelkompott verarbeitet werden.

Wir hatten gerade das Apfelpflücken beendet, als es zu regnen begann. Michael, Nihal, Ingo und Iris trafen nacheinander ein und schützten sich vor dem Regen auf der Veranda der Casa Esmeralda. Iris machte sich daran unseren Teich von zu viel Pflanzenmaterial zu befreien. Lara spülte weiter Sachen von HELGA ab und Nihal und Volker halfen beim Abtrocknen. Katharina war derweil zu Stefan im Kiwi-Schrebergarten unterwegs. Dort gab es nämlich zahlreiche Endivien-Pflanzen und Sonnenhut auszugraben. Als Katharina zurück war, überlegten wir, ob wir das Gewächshaus bei Regen weiter bauen sollten. Das hätte aber zu lange gebraucht, weshalb wir uns nun aufmachten um die Endivien einzupflanzen.

Mit Hilfe von Hacken entfernten wir zunächst Beikräuter und ebneten freie Teile Beete A2 und B2 mit dem Rechen. Katharina steckte die ersten Endivien ins Beet B2 und Ingo versorgte diese mit Wasser. Weiter ging es ans Beet A2 in dem noch weitere Salate wuchsen. Nihal und Katharina pflanzten die jungen Endivien einfach in Lücken und recht schnell war das Beet besetzt. Volker huschte über den Zaun und erweiterte mit dem Stieger flux unsere Beetfläche. Unser Nachbar Friedel erlaubt uns nämlich den Anbau von Nutzpflanzen in seinen vernachlässigten Beeten. Leider machte die Erde keinen guten Eindruck, weshalb Iris und Wolf einen Big Bag mit Gartenbahnhof-Kompost herbrachten. Wir siebten Stöcke und Müll aus dem Kompost heraus und reicherten den Boden mit reichlich Kompost an. Zum Schluss setzten Katharina und Volker etwa 75 Endivien-Pflänzchen in die Erde.

P1340455 P1340459
P1340462 P1340471
P1340477 P1340489
P1340491 P1340509
P1340510 P1340519

Wir räumten die Gartengeräte auf, während Wolf Lara zeigte, wie am effektivsten Tapetenreste entfernt werden können. Mit aufgesprühtem Wasser konnten die beiden die Tapete recht einfach entfernen. Die noch nicht geplante Renovierung von Gartenhaus Zwei hat also bereits begonnen. Lara schaute mit Volker am Ende des Gartentreffs noch im Schuppen vom Gartenhaus Zwei nach Sachen, die wir nicht brauchen. Da kam Einiges zum Vorschein, dass in den nächsten Tagen abgefahren werden kann. Lara verschloss die Türen und zu viert verließen wir im Dunkeln den Vitalisgarten. Unterwegs traf Volker Rosa und erzählte ihr von den Aktivitäten von der Gartenwerkstadt. Vielleicht können wir bald eine neue Gärtnerin begrüßen?