Neuankömmlinge 09. Februar 2019

Wir waren diesmal wieder bei wärmeren Temperaturen und nahezu gänzlich bei trockenen Bedingungen im Vitalisgarten aktiv. Ein Hauch von Frühling wehte durch unseren Gemeinschaftsgarten. Wir schaufelten unsere letzte Pflanzkiste aus. Wir spülten ab, zerkleinerten Zweige, packten Efeu in Big Bags, entfernten Efeuwurzeln und befestigten unsere Dachplane möglichst sturmsicher. Neuankömmlinge waren Aline und Max, die Teil des Gemeinschaftsgartens werden wollen, und auch die ersten Krokusse des Jahres zeigten sich.

Wieder war Danny der Erste im Vitalisgarten. Er parkte sein Rad und entdeckte Bretter, die der stürmische Wind umgeweht hatte. Er stellte diese wieder fein säuberlich an die Wand vom Gartenhaus Zwei und nach einer kurzen Weile tauchten Katharina und Volker auf und los ging es mir der Planung des Tags.

Zunächst spülte Katharina dreckiges Geschirr ab und sorgte für Ordnung. Währenddessen schaufelten Danny und Volker unsere letzte Pflanzkiste aus. Die Pflanzkiste parkte seit dem Herbst in der Einfahrt. Die Aktion startete mit dem Entfernen von trockenen Beerensträuchern. Letztere hatten den trockenen Sommer nicht in der Kiste überlebt. Anschließend zeigte Volker Danny, wie eine Pflanzkiste am effektivsten ausgeschaufelt werden kann und wie viel Erde in unsere Schubkarre passt bzw. mit wie viel Erde diese noch fahrbar ist.

Während des Ausschaufelns besuchten Aline und Max zum ersten Mal den Vitalisgarten. Danny hatte für uns Werbung bei Freunden gemacht und deshalb schauten die beiden bei uns vorbei. Volker war noch am schaufeln, weshalb er Aline und Max nach der freudigen Begrüßung zunächst auf Entdeckungstour übers Wiesengrundstück schickte.

Nachdem die Kiste leer war, startete Volker eine kurze Führung durch den Vitalisgarten. Zunächst erklärte er Aline und Max was Lippenblütler sind und wir entdeckten, dass der Rosmarinbusch blühte. Auf der Wiese gibt es viel zu entdecken und zu erledigen. Deshalb widmeten wir uns kurz einer Kompostmiete. Danny zerkleinerte Bioabfall von The Good Food. Dadurch verrottet das Biomaterial deutlich schneller.

Volker führte die Neuankömmlinge weiter in den Schrebergartenteil, zur Casa Esmeralda und ins Gartenhaus Zwei. Danach packten Aline und Max direkt an und separierten mit Volker Efeu von Apfelbaumzweigen. Die Zweige verkleinerten wir, packten diese in Kisten zum Abtrocknen und stellten diese unters Dach der Terrasse vom Gartenhaus Zwei. In der Zwischenzeit war auch Wolf eingetrudelt und legte Hand an.

Weiter ging es unter dem Apfelbaum mit dem Entfernen von Efeu. Aline überlegte sich, dass das Umgraben in diesem Fall Sinn macht bei der Suche nach Efeuwurzeln. Normalerweise ist es ja nicht sinnvoll Erde umzugraben, denn auf diese Weise wird die fein abgestimmte Bodenstruktur stark verändert. Wir möchten ja auch nicht mit dem Kopf nach unten weiterleben. Dank der Umgrabetechnik ging die Efeuwurzelsuche recht schnell voran und wir hatten nach einer Weile den westlichen Teil unter dem Apfelbaum von Efeu befreit. Derweil packten Katharina und Wolf Efeureste in zwei Big Bags um und die eingetrudelte Lishan unterstütze die zwei. Efeu lässt sich leider nicht direkt kompostieren und deshalb entsorgen wir es bei Gelegenheit.

Während der Efeu-Aktion windete es stark und sorgte dafür, dass unsere Bauplane weggeweht wurde. Dadurch wurde abermals der westliche Teil des Dachs der Casa Esmeralda freigelegt. Glücklicherweise schien teils die Sonne und es regnete nicht. Max und Volker stiegen aufs Dach und versuchten die Plane sturmsicherer zu befestigen. Die beiden nutzten die Ösen der Plane und befestigten sie mit Hilfe von Tomatenschnüren an der Verankerung des Vordachs.

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Danny hatte sich bereits verabschiedet. Jetzt waren Aline und Max dabei aufzubrechen, denn der Hunger kehrte bei ihnen ein. Auch Lishan machte sich auf den Heimweg. Im Vitalisgarten verblieben noch Katharina, Volker und Wolf. Die drei räumten auf, säuberten unsere Werkzeuge und schützten unser trockenes Brennholz mit zwei kleinen Planen. Durch das Abspannen der Dachplane fließt künftig nämlich Regenwasser auf die Veranda und würde unser Holz nass machen. Dann fegten wir noch die Veranda der Casa Esmeralda, auf der sich Matsch durchs häufige Betreten mit dreckigen Schuhen abgelagert hatte. Zu guter Letzt unterhielten sich die drei noch eine Weile und brachen letztlich in die Dunkelheit auf. Mittlerweile ist es schon deutlich länger hell und bald beginnt schon der Frühling.

Wasserfall im Efeu 02. Februar 2019

Es tropfte an allen Ecken und Enden. Tauwetter hatte eingesetzt und teilweise regnete es ein wenig. Das Wetter war wenig einladend fürs Gärtnern und deshalb trauten sich diesmal nur vier Gärtnernde in den Vitalisgarten. Wir räumten auf, wurden unnütze Sachen los, befreiten die überdachte Terrasse von Gartenhaus Zwei von Plunder, entfernten abermals Efeu und pflasterten den Übergang zwischen unseren beiden Gartenhäusern.

Danny und Christian waren zum ersten Mal die Ersten im Vitalisgarten. Christian hatte mit dem Fahrradanhänger zwei Kisten mit Bioabfällen transportiert. Die Bioabfälle platzierten die beiden direkt in unserer mittleren Kompostmiete. Da von den üblichen Gärtnernden noch niemand auftauchte setzten sich Danny und Christian vor das Gartenhaus Zwei und warteten.

Katharina und Volker waren in der Zwischenzeit bei The Good Food nicht fündig geworden. Das verwundert nicht, denn Danny hatte ja zusammen mit Christian den Biomüll bereits abgeholt. Das hatte Danny Volker auch per Email durchgegeben, doch letzterer hatte die Email nicht gelesen. Ohne Bioabfall kamen Katharina und Volker nun ebenfalls im Gemeinschaftsgarten an. Damit war der Gartentreff vollzählig, denn bei dem regnerischen Tauwetter kam sich sonst leider niemand in den Vitalisgarten.

Die vier überlegten zusammen, was im Garten anstand und was trotz Schneeauflage erledigt werden konnte. Danny und Christian interessierten sich fürs Gartenhaus Zwei und deshalb gab es zunächst eine Führung durchs große Gartenhaus. Nach der Besichtigung räumten die vier als Erstes die überdachte Terrasse des Gartenhaus Zwei frei. In dieser Ecke hatte sich allerlei Sachen versammelt. Nun identifizierten die vier Müll, Sperrmüll und noch zu gebrauchende Sachen. Manche Dinge wie Töpfe und Keramik kann die Gartenwerkstadt nicht gebrauchen und deshalb entschlossen sich Danny und Christian diese Gegenstände auf den Gehsteig vor The Good Food zu stellen und zu verschenken.

Nach einer Weile war die überdachte Terrasse von Flunder befreit. Danny suchte im Gartenhaus Zwei nach weiteren Gegenständen, die wir loswerden wollten und Christian brachte Sperrmüll nach vorne. Katharina und Volker kümmerten sich derweil ums Efeu. Das hatte das Dach der Terrasse teils eingenommen. Christian scheute den Kontakt mit dem Atemwege reizenden Efeu und betrachtete das Treiben skeptisch aus sicherer Entfernung. Katharina und Volker kappten Efeustränge und fädelten diese zwischen dem Dachwellplastik und dessen Halterungen heraus.

Überall tropfte es, denn es herrschte Tauwetter. Katharina holte unsere Stehleiter hervor und räumte die Dachrinne des Gartenhauses Zwei frei. In der Dachrinne hatte sich Einiges angesammelt und das Ausräumen lohnte sich: An der mit Efeu berankten Säule tauchte sogar eine Wassertonne auf. Die war durch den nun freien Ablauf schnell gefüllt und es entstand kurzfristig ein kleiner Wasserfall entlang des Efeus.

Christian hatte noch andere Pläne für den Nachmittag und verabschiedete sich von den dreien. Katharina nahm dagegen die Gartenschere und kürzte einige Büsche. Mittlerweile kehrt langsam Ordnung in den zweiten Schrebergarten ein und es lässt sich unser Wirken erkennen.

Danny und Volker nahmen sich eine nervige Matschstelle südlich der Veranda der Casa Esmeralda vor. Der Übergang von der Casa zum Gartenhaus Zwei führt unweigerlich durch diese Matschstelle und auch der Weg aufs Dach erfordert das Betreten des Matsches. Durch das ständige Betreten der Stelle verteilte sich unweigerlich Matsch auf der Veranda, im Schuppen und in anderen Ecken. Dies sollte Schluss haben, weshalb die beiden Gehwegplatten pflasterten.

Zu Beginn der Arbeiten musste noch eine Efeuwurzel entfernt werden. Mit unserer Spitzhacke war das für Danny kein Problem. Volker schaufelte Erde in eine Schubkarre und schuf Platz für Gehwegplatten. Danny bugsierte als nächstes Gehwegplatten heran und platzierte diese akkurat genau auf die Höhe der Betonplatte des Schuppens. Letztendlich war die Matschstelle Geschichte und jetzt gibt es einen gepflasterten und sauberen Übergang zwischen den beiden ehemals getrennten Schrebergärten.

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Auch Danny verabschiedete sich. Katharina und Volker reinigten zum Abschluss unsere Gartenwerkzeuge und räumten alles zurück an seinen Platz. Volker nutzte die Schneereste zur Säuberung seiner Schuhe. Das funktioniert besser als das mühsame Abschrubben. Mit Müll im Gepäck ging es mit unserem Fahrradanhänger zurück in die warme Stube.

Rankendes 26. Januar 2019

Bis auf Katharina waren dieses Mal nur Jungs am Werk. Wir bauten für eine Veranstaltung eine Pflanzkiste halb zusammen. Danny war zum ersten Mal im Vitalisgarten und half direkt Efeu zu entfernen. Wolf räumte hinter der Casa Esmeralda auf und wir verstauten Stangen und Stäbe im Außenregal. Katharina entfernte Ranken an der Böschung und traf sich anschließend mit Karin und Iris zum Pflanzgruppentreffen.

Frank vom Ernährungsrat war der Erste im Vitalisgarten und musste sich unser Video anschauen, so dass er uns finden konnte. Katharina begrüßte Frank und erzählte ihm über die Hintergründe des Vitalisgartens. Er interessierte sich vor allem über die mögliche Zukunft des Vitalisgartens. Kurz darauf schaute zum ersten Mal Danny bei uns vorbei. Er hatte uns über die Essbare Stadt Köln gefunden. Er ist für The Good Food aktiv und möchte weitere Menschen für uns begeistern. Das kann er gerne machen, denn bei uns gibt es viele Möglichkeiten sich zu engagieren und wer mag kann auch eigene nachhaltige Projekte starten.

Katharina führte Danny durch unsere Gartenflächen und zeigte ihm, was alles möglich ist. Derweil war Volker mit Bioabfällen von The Good Food im Gemeinschaftsgarten angekommen. Volker hatte sich mit Frank für den Bau einer Pflanzkiste verabredet. Die beiden sollen am 14. Februar in der Stadtbibliothek bei einer Urban-Gardening-Veranstaltung jeweils einen Vortrag halten. Anschließend ist der Bau einer Pflanzkiste geplant. Der komplette Bau einer Kiste würde aber zu lange dauern, weshalb Frank Bretter und Balken zusägen ließ und wir die Kiste zum Teil vorbauten. Frank hatte sich mit seiner Frau eine alternative Baukonstruktion überlegt. Die hatten wir so ähnlich auch schon bei unseren Sitztruhen angewendet. Los ging es mit der Schrauberei und die Kiste nahm langsam Gestalt an. Nach einigen Minuten war die halbe Kiste fertig gestellt. Leider standen die Pfosten ein wenig schief und so werden die Wände nicht ganz perfekt. An einer Seite soll eine Plexiglasscheibe installiert werden. Dadurch kann eventuell das Wachstum von Pflanzen im Untergrund beobachtet werden. Vielleicht zeigen sich auch Regenwürmer unter der Erde.

Nach dem halben Kistenbau verabschiedete sich Frank und im Gegenzug tauchte Wolf auf. Er meinte er könnte das Plexiglas durch richtiges Glas ersetzen. Na, das hätten wir vorher wissen sollen. Katharina hatte sich inzwischen in die Böschung hinter dem Teich begeben. Sie entfernte Ranken von Flieder, Holunder und einem Kirschbaum. Danny entfernte derweil Efeu unter unserem Apfelbaum. Volker kam hinzu und entfernte ebenfalls das rankende und über den Boden kriechende Grün. Efeu ist für Hühner giftig und da wir an dieser Stelle die Hühnerhaltung einplanen, muss das Efeu weichen.

Katharina verabschiedete sich zum Pflanzplanungstreffen. Iris und Katharina trafen sich bei Karin in der warmen und trockenen Stube. Die drei sortierten vorhandenes Saatgut und listeten neu zu bestellendes auf. Außerdem planten die drei unseren Auftritt beim Saatgutfestival und verteilten die ersten Saaten zum Vorziehen. Wer Lust darauf hat bei der Planung für das kommende Gartenjahr mitzumachen ist herzlich eingeladen! Einfach kurze Mail an: pflanzgruppe@gartenwerkstadt-ehrenfeld.de

Ab etwa halb vier waren im Garten also nur noch Jungs am Werk. Wolf kümmerte sich um Holz- und Metallstangen, die hinter der Casa Esmeralda gelandet waren. Als wir die Dachnische für den Dachbau ausräumten warfen wir die Gegenstände einfach ins Geflecht des Japanischen Knöterich. Der Anblick gefiel Wolf nicht und so räumte er die Sachen auf unsere Veranda.

Ingo und Chris tauchten auf und schauten beim Efeu entfernen zu. Ingo kam auf die Idee mit einem Metallrechen Efeu und Pflanzenmaterial zu entfernen. Danny harkte emsig weiter und Volker fand die Rechenidee nicht ganz schlecht. Ihn plagte bereits der Rücken und da war das aufrechte Arbeiten eine gute Alternative. Jedenfalls zeigte sich zusehends der nackte Boden. Dummerweise schlummern im Boden noch Efeureste und die werden schnell wieder Wurzeln schlagen. Da heißt es also am Ball zu bleiben und auch noch die Wurzeln entfernen. Vielleicht hilft auch eine dichte Gründüngung in Form von Klee?

Es fing wie vorhergesagt an zu Nieseln. Deshalb verzog sich Volker kurzzeitig im Schuppen und räumte Raketenstäbe und weitere Stangen aus dem oberen Regalfach. Dadurch entstand weiterer Platz z. B. für die Hülle unseres Akkubohrschraubers. Zusammen mit Chris brachte Volker die Stäbe und Stangen zum Außenregal. Dort passten diese perfekt zwischen die Regalböden. Diese bestehen nämlich aus Paletten, die einen Zwischenraum besitzen.

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Am Ende des Gartentreffs galt es zunächst unsere Schuhe von Erdklumpen zu befreien. Die nasse Erde hatte sich beim Entfernen des Efeus an unsere Füße geklebt. Anschließend reinigten wir unsere Werkzeuge und hängten diese im Schuppen auf. Jetzt waren noch die von Wolf auf die Veranda verfrachteten Gegenstände aus dem Weg zu räumen. Volker entschied, sie zusammen mit Wolf im Schuppen von Gartenhaus Zwei unterzubringen. Dort waren sie aus dem Weg und können in Ruhe trocknen. Wolf und Volker sattelten ihre Drahtesel und Volker brachte leere Bioabfallkisten zu The Good Food zurück. Da fing es leider stärker an zu regnen.

Sonne pur 19. Januar 2019

So viel war lange nicht mehr los im Vitalisgarten. Die Januarsonne lockte insgesamt zehn Gärtnernde in unseren Gemeinschaftsgarten. Wir zerkleinerten und stapelten Holz, pflasterten einen letzten Beetweg, verteilten Kompost, räumten auf und beschnitten Büsche und Bäume. Der Nachmittag klang gemütlich in der Casa Esmeralda vor unserem lodernden Ofenfeuer aus.

Ein sonniger Tag erwartete uns an diesem Januar-Samstag. Katharina und Volker holten erneut Bioabfälle von The Good Food ab und fütterten direkt unseren Kompost. Als nächstes lüfteten die beiden unser Gewächshaus. Dort hatte es aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit zu schimmeln begonnen.

Karin trudelte ein und berichtete, dass sie am letzten Sonntag bei bescheidenem Wetter im Garten war und einen der Apfelbäume beschnitten hatte. Bei Sonne im Vitalisgarten zu sein gefiel Karin natürlich viel besser. Gemeinsam planten wir die rechte Miete des Komposts auszuschaufeln, damit Platz fürs neue Aufschichten von frischem Material ist.

Wolf kam ebenfalls vorbei und fragte unseren Schrebergartennachbar Rudi nach Strom. Er hatte nämlich eine Kappsäge dabei mit der wir Brennholz erzeugen wollten. Rudi legte zusammen mit Wolf ein Kabel auf unsere Wiesenfläche und los konnte es mit dem Sägen gehen. Wolf und Volker bedienten sich vom Holzstapel neben dem Außenregal und reduzierten unser ungenutztes Holz. Wolf zersägte fortan Balken, Bretter und Latten auf eine ofenverträgliche Länge. Leider machte die Kappsäge viel Lärm und wir waren froh, wenn Pause war und als wir das lärmende Sägen nach einer Weile beendeten.

Inzwischen waren weitere Gärtnerinnen und Gärtner zum Vitalisgarten gekommen. Anna mit ihren beiden kleinen Kindern, Lishan brachte Barbara mit und auch Ingo war vorbeigekommen.

Karin und Katharina verteilten unterdessen Kompost in Beeten und verlegten einen neuen Plattenweg. Für letzteren besorgte Karin von der Wiesenfläche Sand und mit Hilfe einer Wasserwage war der Weg schnell gepflastert. Die beiden brachten Kompost zwischen unsere Lauchpflanzen. Darüber hinaus verteilten sie Kompost im Beet B2, wo in der kommenden Saison Kohlpflanzen wachsen sollen.

Dagmar schaute ebenfalls kurz vorbei und brachte uns eine wasserdichte Alukiste mit. Sie hatte auch noch neues Vlies im Gepäck und das nutzte Katharina gleich. Sie versuchte damit unsere Endiviensalate vor kalten Temperaturen zu schützen. In den kommenden Tagen war strenger Nachtfrost angesagt und da war der Schutz dringend notwendig.

Barbara und Lishan harkten Laub unter der Birke auf und schufen Ordnung am Teich. Anna und ihr Nachwuchs entfernten Laub und trockene Zweige von der Wiese und mulchten mit diesen unter den Büschen.

Lishan, Barbara, Ingo und Volker stapelten unser neues Brennholz auf der Veranda der Casa Esmeralda. Leider hatte Wolf die Holzstücke in unterschiedliche Längen geschnitten, so dass das Holzstapeln nicht ganz einfach war. Hinzu kam die Tatsache, dass zahlreiche Bretter und keine klassischen Holzscheite gestapelt werden mussten. Die Tätigkeit erinnerte deshalb an Tetris. Schlussendlich war der Bereich unter dem Küchenfenster mit Holz zu gestapelt.

Karin nutzte noch die letzten Sonnenstrahlen des Samstag Nachmittags und beschnitt Büsche und Bäume. Karin kürzte einen Hibiskusbusch ein, der hatte einen Apfelbaum beim Wachstum behindert und ihm Licht geraubt. Darüber hinaus entfernte sie Äste von einem Apfelbaum, der im neuen Schrebergartenteil steht. Wir hoffen, dass der Baumschnitt den Bäumen gut tut und zu gesunden und kräftigen Äpfeln führt. In der letzten Gartensaison produzierten die beiden Apfelbäume leider eher kleine Äpfel. Das waren zwar viele Äpfel aber etwas dickere Äpfel wären gut.

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Am Ende des Tages verzogen wir uns gemeinsam in die Casa Esmeralda. Ingo und Volker entzündeten ein Ofenfeuer und bald wurde es deutlich wärmer. Annas Kinder waren am ehemaligen Güterbahnhofgelände von Ehrenfeld in vereiste Pfützen gestiegen und hatten deshalb nasse Schuhe und Strümpfe. Diese versuchten wir nun über dem Ofen zu trocknen. Leider schmorte das Gummi eines Schuhs etwas an. Volker holte unsere getrocknete Matratze wieder in die Stube, so dass wir uns auch auf dem Bett gemütlich machen konnten. Wir ließen den Gartentreff also diesmal gemütlich in der Wärme ausklingen. Erst als es richtig dunkel war machten wir uns auf die mittlerweile getrockneten Socken.

Ernte und Ordnung im Regen 12. Januar 2019

Wir holten per Fahrradanhänger Bioabfälle bei The Good Food ab und warteten unseren neuen Anhänger, bei dem sich Schrauben gelöst hatten. Außerdem entfernten wir im Gewächshaus angeschimmelte Pflanzen, füllten Regenwasser von vollen Wassertonnen in 1000 Liter Tanks um, ernteten Feldsalat und setzten das Aufräumen des Schuppens der Casa Esmeralda fort.

Zum zweiten Mal fuhren wir mit unserem neuen Fahrradänhänger, den uns Anke über nebenan.de schenkte, zum kleinen Laden von The Good Food. Dort erwarteten Katharina und Volker dieses Mal drei Behälter mit Bioabfällen. Leider konnten wir nur eine Kiste mitnehmen, denn mehr passte nicht in den Anhänger. Dummerweise löste sich auch noch ein Seitenteil des Anhängers, weil Schraubenmuttern verloren gingen. Die Fahrt zum Vitalisgarten gelang aber trotzdem. Bergauf mit Gegenwind war das mit dem Anhänger aber doch eine sportliche Angelegenheit. Volker war nach der Aktion jedenfalls so warm, dass er sich erst mal von Kleidung befreite.

Im Vitalisgarten angekommen kümmerte sich Katharina direkt um den Fahrradanhänger. An der Kupplungsstange war eine Schraube locker, die wir fester schraubten. Wie die Rohre miteinander verschraubt sind wurde leider nicht ganz klar. Am Ende drehten wir noch an den Schrauben der Seitenteile und Räder des Anhängers. Weitere Muttern sollten uns nach Möglichkeit nicht verloren gehen.

Katharina und Volker wechselten zum Gewächshaus. In Letzterem war es so feucht, dass unsere Nachtschattengewächse schimmeln. Wir entfernten die abgestorbenen Pflanzen und versuchten ebenfalls verschimmeltes Laub aus dem Gewächshaus zu bringen.

Katharina hatte die Idee, die übervollen Regentonnen des Gewächshauses zu leeren und in zwei 1000 Liter Tanks umzufüllen. Mit einer kleinen Gießkanne und einem Eimer konnten wir ans Wasser heran und flux waren etwa 100 Liter umverteilt. Regenwasser zu verwenden spart Ressourcen und ist für die Pflanzen besser geeignet als Leitungswasser.

Trotz Regens trauten sich fortan auch noch Karin P. und Chris in den Vitisgarten. Katharina und Volker begrüßten die beiden herzlich. Karin P. litt zu Hause unter einem Stromausfall und konnte jetzt ihr Mobiltelefon durch unseren Solarstrom aufladen. Sie begab sich gleich ans Ernten von Feldsalat.

Katharina, Volker und Chris zogen sich in die kühle Casa Esmeralda zurück und berichteten von den Ereignissen der letzten Wochen. Katharina und Volker verspeisten ihre mitgebrachten Käsenudeln. Aufgrund des Regens konnten wir leider nicht unseren Ofen in Betrieb nehmen. Dummerweise ist uns auch noch unser trockenes Feuerholz fast ganz ausgegangen. Selbst bei Trockenheit hätten wir erst noch mehr Holz organisieren müssen.

Karin P. kehrte mit kalten Händen in der Casa ein. Sie hoffte sich in der Stube wärmen zu können. Außer dem warmen LED-Licht war aber nur eine Tasse warmer Tee vorhanden. Nach einer kleinen Weile verabschiedeten sich Karin P. und Chris wieder.

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Katharina und Volker nahmen sich zum Abschluss noch den Schuppen der Casa vor. Da war guter Rat teuer, denn wie sollten wir weiter Ordnung in den Schuppen bringen. Volker entschied Material anderweitig zu verstauen und dadurch Platz zu schaffen. Folien und Vlies können beispielsweise auch im Außenregal gelagert werden und Malermaterial im Gartenhaus Zwei. Dummerweise ist auch das Schuppendach nicht mehr wasserdicht, weshalb wasserempfindliche Sachen nur an bestimmten Stellen untergebracht werden können. Außerdem hatten Mäuse Hinterlassenschaften erzeugt, die es als Erstes zu entfernen galt. Ein weiteres Problem stellte unsere Solaranlage dar. Offenbar setzte ihr Feuchtigkeit zu, denn der Entladeschutz der Batterie zeigte einen Kurzschluss an. Mit ein bisschen Geduld und Ruckeln ging es wieder und das Licht war wieder da. Langsam kam mehr Ordnung in unseren Schuppen und bei nächster Gelegenheit werden weitere Schmuddelecken beseitigt. Das Dach abzudichten ist ein Projekt, das ganz hinten ansteht. Es sei denn unsere Solaranlage streikt demnächst öfter.

Mit dem übrigen Teil der Feldsalaternte machten sich die beiden dann auf den Weg ins warme und trockene Zuhause.

Start ins Jahr 05. Januar 2019

Der erste Gartentreff 2019 liegt hinter uns. Wir zerkleinerten Reisig, entnagelten Bretter, jäteten Vogelmiere zwischen dem Feldsalat, entfernten Efeu für die Hühnerhaltung und sammelten Laub und Fallobst für unseren Kompost ein.

Katharina und Volker waren gegen 13 Uhr die ersten Gärtnernden im Vitalisgarten. Zunächst waren die beiden erleichtert, dass über den Jahreswechsel unsere provisorische Dachkonstruktion gehalten hatte. Die beiden nutzten direkt den gespeicherten Solarstrom und luden einen Laptop, ein Mobiltelefon und einen Fotoakku auf.

Auf der Terrasse hatten wir zwischen den Jahren Reisig von unserer Birke vorläufig gelagert. Die Reisigzweige nahmen Katharina und Volker nun auseinander. Katharina riss kleinere Zweige ab und bündelte diese. Volker nahm sich mit der großen Gartenschere größere Zweige vor und zerteilte sie. Als Katharina ein größeres Bündel zusammengestellt hatte, zerteilte Volker dieses mit der Gartenschere auf die Breite einer Kiste. Nach einer Weile hatten die beiden alle Zweige zerkleinert und es wurde eine große Plastikkiste voll Reisig gefüllt. Die muss jetzt noch trocknen und kann letztlich zum Anfeuern unseres Ofens verwendet.

Lara tauchte auf und wurde freudig begrüßt. Zu Beginn versuchte Lara herauszufinden, wie wir unsere Mauer mit einem Eckanker stabilisieren können. Im Anschluss daran nahm sie sich einer wichtige Aufgabe an. Lara jätete Vogelmiere im Feldsalatbeet des Ackers. Die Vogelmiere hatte sich ausgebreitet und behinderte Feldsalat beim wachsen. Als Nächstes gilt es Feldsalat auszudünnen, denn dieser wächst zu dicht.

Volker beschäftigte sich noch kurz auf der Terrasse. Er entnagelte Bretter, die noch getrocknet werden müssen. Katharina hatte sich am Efeu zu Schaffen gemacht. Wir wollen das Efeu loswerden, denn wenn wir zukünftig Hühner halten, ist das Efeu im Weg. Es ist giftig und natürlich nicht gut für Hühner. Während der beiden Aktionen kam Wolf im Gemeinschaftsgarten an und berichtete von Stadtentwicklungen rund um die Osterinsel.

Wolf und Volker brachten die entnagelten Bretter in den Schuppen von Gartenhaus Zwei. Anschließend legte Wolf los mit dem Zusammenrechen von Laub und heruntergefallenen Äpfeln. Mehrere Schubkarren füllten die beiden und sie entluden diese in der mittleren Sammelmiete unseres Komposts.

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Während es dämmerte versammelten sich die vier fleißigen Gärtnernden in der kalten Casa Esmeralda. Bei Kerzenschein gab es gesunden Thymiantee. Zum Schluss sammelten wir unsere Werkzeuge ein und machten uns auf den Nachhauseweg.

Kehraus 29. Dezember 2019

Zum Jahresabschluss stand das Aufräumen im Vordergrund. Wir räumten unser Außenregal auf und hübschten unseren großen Abfallhaufen an indem wir Bitumenbretter kleinsägten und effizienter in Big Bags stapelten. Wir legten Pappe auf den südlichen Ackerteil, ernteten Wintergemüse und entfernten Papiermüll der Agora Köln.

Karin war unsere Gastgeberin beim Gartentreff zwischen den Jahren. Sie war die erste im Vitalisgarten. Karin fing damit an auf unserem Wiesengrundstück das Außenregal weiter aufzuräumen. Nutzlose Dinge sortierte sie aus und andere Sachen wurden besser verstaut.

Gegen halb zwei tauchten Katharina und Volker mit unserem neuen Fahrradanhänger auf. Letzteren hatten wir von einer netten Nachbarin aus Ehrenfeld geschenkt bekommen. Leider war der Laden von The Good Food über den Jahreswechsel geschlossen und deshalb gab es keinen neuen Bioabfall für unsere Kompostmieten. Gemeinsam überlegten wir was wir am letzten Gartentreff des Jahres 2018 erledigen wollten. Es stand das Aufräumen im Vordergrund.

Pitter, unserem Schrebergartennachbar, gefiel unser Abfallhaufen nicht. Er hatte Recht, denn der Stapel aus mit Bitumen kontaminierten Brettern und anderen Dingen war nicht sehr ansehnlich. Da ein Entfernen spontan nicht möglich war, widmeten sich Katharina und Volker deshalb der optischen Verschönerung des Haufens Abfall. Dafür besorgte Volker weitere Big Bags und einen Fuchsschwanz. Mit der Säge zerkleinerten die beiden die Bitumenbretter und legten diese in einen Big Bag.

Nach einer Weile war Katharina und Volker das Sägen per Hand zu mühsam, weshalb die beiden die letzten Bitumenbretter zurück zur Casa Esmeralda transportieren. Dort verfügen wir nämlich über gespeicherten Solarstrom und eine Stichsäge. Mit letzterer waren die Bretter sehr schnell zerkleinert und passten alle in einen weiteren Big Bag. Volker brachte den gefüllten Big Bag zurück zur Wiesenfläche. Gemeinsam ordneten wir den Abfallhaufen und jetzt ist hoffentlich weniger daran auszusetzen.

Karin räumte inzwischen auch die Umgebung des Außenregals auf und entdeckte Bretter, die sich ineinander stecken ließen. Katharina besorgte unseren Gummihammer und baute die Steckbretter zusammen. Es ergab sich ein kleines Regal, dass wir im Gewächshaus unterbrachten.

Auf dem südlichen Ackerteil hatte Karin bereits alte Pappstücke aufgelegt. Die Pappe soll erneut verhindert, dass spontane Begleitvergetation die Erde vereinnahmt und damit die Aussaat im Frühjahr behindert. Damit die Pappe nicht wegfliegt legte Karin eine dünne Erdschicht auf.

Im Außenregal hatten jahrelang verleimte Holzplatten gelagert. Diese brachte nun Volker ins Gartenhaus Zwei, denn dort sind sie vor widrigen Witterungseinflüssen besser geschützt. Katharina reichte ihm die Platten durchs Fenster und Volker lehnte diese provisorisch an einen alten Schrank.

In der Nähe der Casa wächst eine kleine Birke, die eine Schirmkrone ausbildet. Karin hatte bereits am Vortag einige Äste entfernt. Volker nahm die große Gartenschere und entfernte unter Anweisung von Karin und Katharina Schösslinge. Außerdem sägten wir einen niedrigen Ast ab und zwar so, wie es uns ein Obstbaumschnitt-Buch lehrt. Das anfallende Birkenreisig können wir gut zum Anfeuern unseres Holzofens verwenden.

Es dämmerte und Karin und Katharina gingen zum Ernten über. Diesmal war wieder Schwarzkohl, Endivien- und Mizunasalat und der Asiasalat “Red in Snow” an der Reihe. Interessanterweise hatten sich spontan Winterpostelein ins Beet gesät. Der kam Karin für ein Kartoffelstampf-Gericht gerade recht. Sie jätete also köstlichen Winterpostelein und brachte mehr Platz ins Beet.

Zum Schluss sortierte Volker Gabeln aus Altenkirchen in unseren Besteckbestand ein. Zwischen den Jahren hatten Katharina und Volker in einem Gebrauchtwarenladen Gabeln und Teelöffel ausfindig gemacht. Uns stehen nun etwa 50 Gabeln, 30 Esslöffel, 15 Messer und wenige Teelöffel und Kuchengabeln zur Verfügung. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, verleihen wir kostenlos Geschirr und Besteck. Damit wollen wir die Umwelt schützen und Menschen behilflich sein.

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Es war Zeit aufzubrechen. Volker belud unseren Fahrradanhängern mit alten Programmflyern vom Tag des guten Lebens. Es regnete inzwischen in Strömen und mit den Anhänger ging es weniger schnell gen Zuhause als üblicherweise. Dafür war der Vitalisgarten im alten Jahr Müll losgeworden. Wenn das kein guter gärtnerischer Jahresabschluss ist.

Dach abgedeckt 22. Dezember 2018

Der Sturm sorgte für nasse Verhältnisse in der Casa Esmeralda. Feuchte und durchnässte Sachen galt es zu trocknen und wir wischten die Casa durch. Auf dem Dach galt es die Plane wieder neu und sicherer zu installieren. Am Ende des Tages erwartete uns die kleine und gemütliche Weihnachtsfeier der Gartenwerkstadt Ehrenfeld.

Um etwa halb zwei war Volker der erste im Vitalisgarten. Ihn erwartete eine böse Überraschung, denn das stürmische Wetter hatte unser Bauplane teilweise vom Dach weggeweht. Dadurch war der vordere Teil freigelegt und die Casa Esmeralda wurde von innen nass. Im Inneren unseres Gartenhauses war der Boden nass und mit Bitumenresten versehen. Sämtliche Sitzpolster auf unseren Sitztruhen waren feucht und aus einem Kissen tropfte es. Glücklicherweise blieb das Innere der Truhen trocken. Außerdem hatten die Polster und Decken auf dem Bett viel Wasser abbekommen. Trockengeblieben war offenbar der Küchenbereich. Volker verteilte im Folgenden die nassen Sachen zum trocknen im Garten auf dem Weingerüst, auf der Eingangstür und auf der Veranda.

Kurz nach Volker kam auch Katharina in unseren Gemeinschaftsgarten und schaute sich die Bescherung an. Beide stiegen aufs Dach und lüfteten die Plane, damit das Dach ein wenig abtrocknen konnte. Es schien die Sonne und die beiden nutzen die Gunst der Nachmittagssonne. Jetzt ging es wieder runter vom Dach. Katharina nahm einen Putzlappen und wischte damit den Boden und befreite diesen von Wasser und Bitumen. Volker verteilte nasse Sachen an luftigen und trockenen Orten. Dummerweise kamen nach den Sonnenstrahlen kurze Schauer auf, so dass die beiden die Plane wieder auf dem Dach ausbreiteten mussten.

Auf dem Dach nutzen wir unsere Dibondplatten für einen besseren zweiten Schutz. Die Gewächshausplatten hatten einen Teil des Hauses geschützt, dafür war aber an der Abtropfkante Wasser in die Casa eingedrungen. Mit den Platten konnten wir das Dach besser schützen. Nachdem alles gut angeordnet war nahmen wir die Plane wieder in die Hand und platzierten diese wieder über dem Dach. Wir hängten Steine an Ösen und hoffen, dass die somit von Nordwinden nicht hochgehoben werden kann. Auf der Plane platzierten wir auf der Westseite zusätzliche Steine. Jetzt hoffen wir, dass künftig die Plane nicht mehr weggeweht wird. Für einen Orkan dürften die Schutzmaßnahmen aber nicht ausreichen.

In der Zwischenzeit war Dagmar aufgetaucht und machte sich gleich nützlich. Sie pflanzte eine Duftrose aus ihrem alten Schrebergarten ein und machte sich danach an den Tomatenresten zu schaffen. Als Katharina und Volker mit den Dacharbeiten fertig waren, halfen die beiden beim Reste der Tomatenpflanzen zu entfernen. Die Schnüre rollten wir ein und können diese wieder fürs kommende Jahr gebrauchen.

Volker hatte entdeckt, dass The Good Food uns Bioabfälle in einen Big Bag von der Straße aus geschüttet hatte. Mit der Schaufel entfernte Volker die Reste und brachte diese in der Sammelmiete des Komposts unter. Während der Aktion kam Karin für die Weihnachtsfeier vorbei und wurde freudig begrüßt.

Wir feierten gemeinsam Weihnachten in der spartanischen eingerichteten Casa Esmeralda. Katharina hatte den Ofen angefeuert und gemeinsam nahmen wir zunächst zu viert um den Wohnzimmertisch Platz. Pünktlich um 17 Uhr erschien Ingo im Garten und komplettierte unsere kleine weihnachtliche Runde. Er hatte reichlich Glühwein und Knabbereien mitgebracht. Den Glühwein packten wir gleich auf den Ofen, der ihn schnell erwärmte. Dagmar wollte wissen, was es bei den Anwesenden für Weihnachtstraditionen gibt. Wir berichteten vom Weihnachtsmann und vom Christkind die Geschenke bringen, von Stollen, Kirchbesuchen, Krippen, unterschiedliche Esstraditionen, vom Geschichten erzählen, Musik machen, Weihnachten in den Niederlanden und Tannenbäumen und einer Yuccapalme. Gegen 19 Uhr verließen Dagmar und Karin die kleine Feier. Katharina, Volker und Ingo diskutierten noch über das künftige Weltgeschehen und Sternkonstellationen. Am Ende galt es gemeinsam abzuspülen und die Gegenstände an die von Lara definierten Stellen zu räumen. Damit war die kleine gemütliche Weihnachtsfeier der Gartenwerkstadt beendet.

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Frohe Weihnachten! Wir sind bereits mit unserem Gartentreff zwischen den Jahren zurück. Wer uns noch im alten Jahr kennenlernen oder wiedersehen möchte hat also noch genau eine Möglichkeit mitzumachen.

Holz klein machen 15. Dezember 2018

Gefragt war Feuerholz, denn das geht bei der kalten Witterung zur Neige. Deshalb ging es darum Holz klein zu machen. Außerdem entfernten wir die Reste der Tomatenpflanzen und wärmten uns durchs Rasen mähen und unseren Holzofen.

Alina und die kleine Liva waren die ersten im Vitalisgarten. Die beiden warteten auf den Anfang des Gartentreffs, denn Alina hatte Geschirr dabei, dass die Hochschulgruppe für Nachhaltigkeit für einen nachhaltigen Weihnachtsmarkt genutzt hatte. Kurz nach 13 Uhr kamen Katharina und Volker in den Gemeinschaftsgarten und nahmen das von uns ausgeliehene Geschirr in Empfang. Kurz darauf verabschiedeten sich Alina und Liva wieder. Ihr seht, bei uns könnt ihr Dinge wie Geschirr ausleihen. Fragt uns einfach!

Katharina und Volker brachten zwei Kisten mit Tassen und Tellern in die Casa Esmeralda. Katharina startete dann damit die alten Tomatenpflanzen zu entfernen. Diese hatten die kalten Temperaturen nicht überstanden.

Da unser Holzvorrat am Dienstag bei der Weihnachtsfeier der Gemeinschaftsgärten Köln und am Donnerstag beim Hühnerplanungstreffen stark dezimiert wurde, mussten wir uns Gedanken um Feuerholz machen. Unser Nachbar Pitter hatte eine Akazienquelle an der Bahnböschung ausgeraubt und zerkleinerte Äste mit seiner Motorsäge. Wir hingegen bugsierten Holzkistenreste unter die Veranda der Casa Esmeralda. Katharina entnagelte Bretter und sägte diese zunächst per Hand, da ihr kalt war. Volker nahm die Holzkistenwände mit Hilfe eines Fäustels auseinander. Nachdem alle Bretter freigelegt waren, übernahm Volker das Sägen und stieg recht bald auf die elektrische Stichsäge um. Wir hatten genug Strom in unserer Batterie gesammelt und konnten die Stichsäge arbeiten lassen. Komischerweise fiel häufiger der Strom aus. War es der Batterieschutz oder arbeitete der Wechselrichter nicht richtig? An der Batterie konnte es eigentlich nicht liegen, denn die war laut Laderegler noch zu 87% gefüllt.

Etwa zur Halbzeit verzogen sich Katharina und Volker in die Casa Esmeralda. Die beiden setzten unseren Holzofen in Betrieb und Katharina wärmte Mittagessen auf unserem Gaskocher auf. Lecker waren die Kartoffeln, der Blumenkohl und der Spitzkohl aus regionalem Anbau. Nach der Pause schauten Chris und Abdul vorbei und informierten sich über unser Aktivitäten.

Katharina und Volker setzten das Zerkleinern des Holzes fort und stapelten die ersten Bretterstücke. In der Zwischenzeit tauchte Karin auf und entfernte die Reste der Tomatenpflanzen. Eigentlich hätte es für die Reste der Nachtschattengewächse einen eigenen Kompost gebraucht. Doch die Menge war zu gering und so brachte Karin die Reste auf unseren Kompost.

Da kam auch noch Dagmar vorbei und schenkte uns ein Gartengerät aus ihrem aufgegebenen Schrebergarten. Außerdem möchte sie uns eine wasserdichte Leichtmetallkiste zukommen lassen. Kurz darauf verabschiedeten sich Chris und Abdul.

Ingo tauchte auf und packte beim Holz mit an. Karin war inzwischen so kalt, dass sie sich übers Rasenmähen freute und Katharina unseren Spindelrasenmäher ausgrub. Das Rasen mähen heizt nicht nur im Sommer, sondern bringt im Winter wohlige Wärme. Wolf kam zuletzt vorbei und inspizierte das Gartenhaus Zwei. Er interessierte sich für einen möglichen Raumdurchbruch, durch den ein großer Raum entstehen könnte.

Am Ende des Gartentreffs war es bereits dunkel geworden und wir zogen uns in die warme Casa zurück. Dort warteten wir auf Jan, der mit einem Lastenrad auftauchen sollte. Jan verspätete sich, kam aber noch rechtzeitig im Vitalisgarten an.

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Katharina, Wolf, Jan und Volker beluden das Lastenrad mit einer abgespeckten Biertischgarnitur und dem Agora Köln-Schild. Gemeinsam fuhren sie zum Basislager der Bürger für Obdachlose. Dort galt es mit dem Material einen Infostand der Agora Köln auf dem Christmas Flow aufzubauen. Trotz Feuertonnen war es aber leider so kalt, dass nur wenig Leute da waren und Ehrenamtsnachweise ausfüllten. Immerhin konnten wir uns für die Heimfahrt mit warmen Handschuhen aus dem Gebrauchtwarenkaufhaus ausstatten!

Abschalten im Advent 08. Dezember 2018

An diesem gar nicht so verregneten Samstag Nachmittag brachten wir die Casa Esmeralda in Schuss. Katharina und Volker kehrten, räumten auf und schmückten die Casa weihnachtlich. Wir ernteten Salat und Äpfel und vermieden den Konsumrausch der Adventszeit.

Kurz nach 13 Uhr trafen Katharina und Volker im Vitalisgarten zum Gartentreff ein. Das Wetter war trüb und der Boden war nach ergiebigen Regenfällen durchfeuchtet. Volker hatte von Peter weiße Blumentöpfe aus Keramik geschenkt bekommen. Die brachten die beiden zunächst im Außenregal unter. Das hätte eine Aufräumaktion verdient, doch andere Projekte müssen dringender erledigt werden.

Zusammen inspizierten sie unser Gewächshaus. Den Auberginen hat die kalte Witterung nicht gut getan. Die Physalis-, Chili- und Paprikapflänzchen und die Petersilie halten jedoch noch durch. Mal sehen wie lange das noch gut geht. Dank Regentonnen hatten wir frisches Regenwasser fürs Gießen bei der Hand. Draußen hat sich der Feldsalat prächtig entwickelt. Leider so prächtig, dass die Pflanzen zu eng beieinander sitzen. Also rupften die beiden ein paar Pflänzchen für einen bunten Salat aus.

Katharina und Volker hielten sich fortan in der Nähe der Casa Esmeralda auf. Es galt die Casa aufzuräumen und für die Gemeinschaftsgärten Köln-Weihnachtsfeier vorzubereiten. Als Erstes wurde im Wohnraum geschaut ob Regen eingedrungen war. Bis auf eine Stelle hielt das provisorische Dach stand. Volker bugsierte die 40 kg schweren Mörtelsäcke in die Küche. Diese lagerten nämlich auf unseren Sitztruhen, die es galt frei zu räumen. Anschließend fegten wir die Casa und machten Ordnung. Parallel dazu räumten wir auch die Veranda der Casa Esmeralda auf. Dort hatten viele Gegenstände versammelt. Diese waren entweder am falschen Ort oder wir fanden vor dem Gartenhaus Zwei einen besseren Ort.

Die Casa sah schon viel besser aus und wir legten eine gemütliche Rote Bete-Risotto-Pause ein! Den letzten Schliff gaben wir dem Wohnzimmer durch Weihnachtsschmuck. Im Rollcontainer gibt es eine Dekoschublade in der sich rote Kugeln und weiße Papiersterne befanden. In der Umgebung fanden wir Zweige von Eiben und anderen Koniferen. Wir entdeckten Zapfen, Vogelbeeren, Hagebutten und hübsche Samenstände und verwendeten diese als weiteres Schmuckmaterial.

Durch das mit einer Bauplane bedeckte Dach hat unser Dach einen offenen Charakter. Besonders über der Küchenplatte kann Kälte eindringen. Katharina fand Tischläufer, die wir nutzten um die Lücke zwischen Wohnzimmerdecke und Küchenplatte zu schließen. Mit unserem Metalltacker war das schnell gemacht und sieht zudem besser aus.

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Die Dämmerung setzte ein und niemand außer den beiden tauchte auf. Katharina ernte noch Endiviensalat, Mizuna und einen roten, scharfen Asia-Salat. Volker sammelte und pflückte verbliebene Äpfel für kommende Frühstücke. Ihr seht, auch im Winter hat der Vitalisgarten etwas zu bieten. Zufrieden radelten Katharina und Volker zu The Good Food und schauten nach unserer defekten Kompostkiste. Auf der Venloer Straße war sehr viel Verkehr und da merkten wir, dass der Vitalisgarten eine ruhige Adventsörtlichkeit ist und eine gute Gelegenheit bietet abzuschalten.