Kulinarischer Höhepunkt 24. Juni 2017

Nach der Juni-Hitze und dem turbulenten letzten Wochenende waren wir diesmal am Freitag und Samstag im Vitalisgarten aktiv. Im Kistengarten HELGA hat die Trockenheit leider zum Austrocknen der Pflanzkisten geführt. Hier benötigen wir dringend Regen oder eine Wasserspende.

Karin war erleichtert, dass im Vitalisgarten die meisten Pflanzen die trocken-heiße Witterungsperiode überstanden hatten. Fleißige GärtnerInnen gossen in den letzten Wochen, weshalb wir eine reiche Ernte erwarten können. Mit Volker zusammen geizten die beiden unsere Tomatenpflanzen aus. Dabei gilt es Tomatenblätter zu erhalten und Seitenstränge abzuschneiden. Das Ausgeizen führt dazu, dass die Pflanzen vertikal wachsen und nicht in die Breite. Außerdem geht mehr Energie in die Bildung der Früchte. Hinzu kommt, dass zu dicht stehende Tomatenpflanzen anfällig für die Braunfäule sind. Deshalb entfernten wir auch Tomatenblätter direkt am Boden.

Nach dem Ausgeizen widmete wir uns der Kräuterspirale. Wir jäteten und sammelten Kamillenblüten. Karin fand heraus, dass Mutterkraut gegen Migräne, Verdauungsbeschwerden und bei Menstruationsproblemen hilft. Da wächst also eine Wunderpflanze in der Kräuterspirale. Mittlerweile war Kathrin aufgetaucht und interessierte sich für die Neuigkeiten.

Der Garten füllte sich zusehens. Zunächst kam Iris mit Kai und Bastian vorbei und anschließend waren auch Nathanael und Susanne am Start. Am Acker machten wir uns erneut zu schaffen. Nathanael setzte neue Randsteine und Volker hackte den verdichteten Boden. Susanne lieferte Erde aus alten Pflanztöpfen und Kompost, welches wir dem Acker zuführten. In das vorbereitete Stück Acker können wir demnächst weitere Pflanzen setzen.

Im Schrebergarten ging es ebenfalls voran. Wir ernteten Mairübchen, Salat, eine Zwiebel, Gurke und Möhre und schwarze Johannisbeeren. Außerdem wässerten wir den Garten kräftig, denn der Boden war nach der langen Trockenperiode recht trocken.

Nach den Gartenaktivitäten widmeten wir uns der Casa Esmeralda. Diesmal ging es ans Anstreichen. Zu fünft ging das schnell voran und nach knapp zwei Stunden hatten wir drei Wände weiß gestrichen. Katharina und Ingo waren neu hinzugestoßen und packen fachfrauisch und fachmännisch mit an. Die Casa Esmeralda wird immer hübscher!

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Der Abschluss bildete wieder ein pflückfrischer Salat. Dieser besteht nun zunehmend aus Zutaten des Vitalisgartens: roter und grüner Blattsalat, Möhre und Zwiebel. Lecker war der Salat, weshalb der Gartentreff zum Ende seinen (kulinarischen) Höhepunkt erreichte.

Spachteln 10. Juni 2017

Im Vitalisgarten geht es voran: Der Garten grünt und blüht und wir renovieren unser Gartenhäuschen. An diesem Gartentreff ernteten wir Johannisbeeren und Erbsen, setzten vergessene Kartoffeln ein, installierten am Tomatendach eine Dachrinne und spachtelten und spachtelten und spachtelten.

Kurz nach 13 Uhr startete dieser Gartentreff im Vitalisgarten. Katharina und Volker waren zunächst allein und widmeten sich dem Tomatendach. Wir wollten eine Dachrinne installieren, um Regenwasser zu sammeln. Dummerweise hängt unser Dach in der Mitte ein wenig durch. Deshalb war das Anbringen der Dachrinne nicht ganz einfach. Am Ende ging es mit ein wenig tricksen und improvisieren.

Bernadette schaute zum ersten Mal im Vitalisgarten vorbei und pflückte gleich Johannisbeeren. Währenddessen rührten Katharina und Volker die Spachtelmasse an. Hier gilt es wie bei einem Kuchenteig vorzugehen und das Pulver nach und nach im Wasser zu verrühren. Wir stellten fest, dass die richtige Konsistenz immens wichtig ist. So ging das Spachteln viel leichter von der Hand. Ein weiterer Kniff besteht darin mit einem feuchten Schwamm nach zu wischen. Erst dadurch bildet sich eine glatte Oberfläche. Ingo kam hinzu und half uns beim Verschönern der Wände. Jetzt fehlen nach den Renovierungsaktivitäten vom Mittwoch, Donnerstag und Freitag eigentlich nur noch der Anstrich und der Boden. Vielleicht verschönern wir auch noch die Kaminecke?

Nachdem sich Bernadette verabschiedet hatte tauchte Carrie ebenfalls zum ersten Mal im Garten auf. Sie machte sich am erweiterten Acker zu schaffen und pflanzte wieder entdeckte Setzkartoffeln ein. Das ist ein Experiment und wir werden sehen ob sich aus den schrumpeligen Setzkartoffeln noch leckere Früchte entwickeln.

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Darüber hinaus erntete Carrie Erbsen und säte Mangold, Aniko und Ingo schnitten alte Fliederblüten ab und am Ende des Tages verspeisten wir einen frisch geernteten Salat samt Roggenbrot. Als wir aufräumten tauchten gegen 22 Uhr noch Kosta und Christine auf. Beide schauten sich interessiert die Fortschritte der Renovierung an.

Gärtnern und Tipps 03. Juni 2017

Nach dem Freitagsgartentreff im Vitalisgarten ging das Gärtnern an diesem Samstag in HELGA weiter. Unsere Felsenbirne bekam ein neues zu Hause, ihr erfahrt von einem tollen Spruch zum Schrauben und wir legen euch drei interessante Termine ans Herz.

Volker war zunächst alleine und machte sich deshalb auf den Weg, um Laminierfolien für ein großes Memory der Gemeinschaftsgärten Köln zu kaufen. Interessierte können nach Fertigstellung Letzteres am 18. Juni 2017 auf dem Tag des guten Lebens in Deutz spielen.

Weiter ging es für Volker mit dem Vorsortieren von Vereinsunterlagen. Da hatte sich viel Material angesammelt, das wir gemeinsam bei der Heimwerkstadt am 11. Juni einsortieren können. Unsere Ethnologen Nathanael und Dominik kamen hinzu. Dominik berichtete, dass unsere Tomatenpflänzchen bei ihm prächtig wachsen und er sich bereits eine Pflanzkiste gezimmert hat. Da ist er wohl auf den Geschmack des urbanen Gärtnerns gekommen.

Der Garten bevölkerte sich nach und nach mit Nihal, Paola, Bettina, Kathrin, Petra und Jan. Gemeinsam widmeten wir uns den 1000-Liter-Tanks. Diesmal galt es einen Tank auszutauschen und Zapfhähne zu begutachten. Fürs Abschrauben hatte Paola einen tollen Spruch parat: “Lefty loosy and righty tighty”. Also links drehen um zu lösen und rechts um etwas fest zu schrauben. Prima! Einen Hahn müssen wir ersetzen und so stellten wir den Durchmesser der Schraubvorrichtung fest: 5,5 cm.

Die anderen begaben sich derweil an den Bau einer Pflanzkiste. Zunächst sägten wir Bretter auf die richtige Länge und bauten anschließend die Kistenwände. Nach Fertigstellung füllten wir die Kiste mit dem Erdmaterial von Joachim. Letzteres war eine Spende, da beim Bau eines Hochbeets in der Franz-Geuer-Straße Erde übrig blieb. Endlich bekam unsere Felsenbirne ein neues Zuhause. Seit dem Umzug hauste diese im Big Bag und war schon am vertrocknen.

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Am Ende des Gartentreffs schaute Ingo vorbei und berichtete von seinen Renovierungsarbeiten. Na, da könnte er seine Erfahrungen doch gleich mal bei der Mitmachaktion im Vitalisgarten am Mittwoch (7. Juni) zur Renovierung der Casa Esmeralda einsetzen. Zu viert warteten wir geduldig auf Regen, der aber erst später in der Nacht einsetzen sollte.

Hitze 27. Mai 2017

An diesen Brückentagen kamen nur wenige GärtnerInnen in den Vitalisgarten. Gemeinsam probierten wir eine Bewässerungsmethode aus und planten am Ende des Gartentreffs.

P. war als erste Gärtnerin im Vitalisgarten und wunderte sich, dass sonst niemand auftauchte. Erst auf dem Rückweg begegnete ihr Volker und so startete der Gartentreff zu zweit. Als erstes gossen wir die schlapp herunter hängenden Kürbispflanzen. Anschließend vollendeten wir das Tomatendach durchs Anbringen der Abrutschsicherungen. Dann probierten wir unsere Perlschläuche aus und vergruben diese im Tomatenfeld. Kathrin schaute vorbei und gemeinsam sahen wir, dass leider nur Teile der Erde nass wurden. Da gibt es also noch Optimierungsbedarf.

Den beiden Mädels war die Nachmittagshitze von über 30°C zu viel und gegen 16 Uhr begaben sich die beiden auf den Heimweg. Volker verzog sich unterdessen in die kühlere Casa Esmeralda und widmete sich liegengelassenen Emails.

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Gegen 17 Uhr macht Volker erneut Jagd auf Löwenzahnpflanzen. Zunächst wässerte er sein T-Shirt, was ihm die erhoffte Kühlung verschaffte. Gegen halb sieben schaute erfreulicherweise Marlene vorbei und kurze Zeit später kam auch Katharina von der Arbeit. Gemeinsam planten wir die kommenden Wochen. Als nächstes wollen wir am 07. Juni ab 17 Uhr die Casa Esmeralda renovieren. Da können wir beispielsweise Hilfe beim Verputzen gebrauchen. Am Ende räumten wir auf und gossen die letzten Pflänzchen bevor wir nach Hause fuhren.

Teilhabe 20. Mai 2017

Dieser Gartentreff fand in HELGA statt. Dominik und Nathanael waren die ersten im Garten. Die beiden sind Ethonologiestudenten und forschen im Gemeinschaftsgarten. Volker berichtete den beiden von den Entwicklungen der Gartenwerkstadt Ehrenfeld. Nach der Einführung ging es los mit dem Mülleinsammeln. Zu dritt räumten wir ordentlich auf und fühlten uns wie die Arbeiter der AWB.

Später kam Petra frisch von The Good Food vorbei und brachte leckere Lebensmittel und neuen Nachschub für den Kompost mit. Sarah schaute nach dem Rechten und begab sich ans Jäten. Viele Beete waren vernachlässigt worden und dort sprießten Beikräuter, die es galt zu entfernen.

Nathanael, Dominik und Volker bauten eine neue Pflanzkiste, als auch Anne in den Garten kam. Die neue Kiste platzierten wir anstelle der baufälligen Pflanzkiste B3. Erstaunlicherweise hatte sich in dieser viel Müll angesammelt. Vermutlich war dieser dort beim Düngen mit Kompost eingetragen worden. Da hatte wohl jemand verpasst den Müll zunächst zu entfernen.

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Am Ende des Gartentreffs berichtete Petra bei abgelaufenem leckeren Stiegl-Bier von The Good Food von ihrer Kindheit und bemängelte das heutige Studentenleben. Früher war mehr Zeit für die persönliche Entwicklung der Studierenden und das fanden wir gemeinsam deutlich besser. Katharina trudelte ein und sprach mit Petra über mögliche Pflanzkisten für den Grünen Weg. Ganz zum Schluss schauten noch die Beetpatinnen Clara und Nina vorbei.

Tomatendach-Fiasko 13. Mai 2017

Mensch, das war eine böse Überraschung. Wir hatten am Tag zuvor unser Tomatendach geliefert bekommen. Leider fehlten aber Schienen zum Befestigen der Doppelstegplatten. Aus diesem Grund verlief der Gartentreff unerwartet anders.

Katharina und Volker machten sich schon vor 13 Uhr frohen Mutes auf den Weg zum Vitalisgarten. Sie wollten prüfen, was noch für den Bau des Tomatendach einzukaufen sei und mussten leider feststellen, dass bei der Lieferung der Teile fürs Tomatendach zu viele Außenschienen aber keine Innenschienen geliefert wurden. Außerdem fehlten sämtliche Abdeckungen. So konnte also leider nichts aus dem Bau des Tomatendachs werden!

Ganz entmutigen ließen wir uns aber nicht. Till war zum zweiten Mal mit von der Partie und packte direkt beim Verlängern der Stützbalken des Tomatendachs an. Zunächst versuchten wir eine leichte Dachschräge zu berücksichtigen. Dann mussten wir allerdings feststellen, dass die Länge der Balken aufgrund der Höhenunterschiede der in die Erde getriebenen Einschlaghülsen nicht stimmte. Letzteres enttarnte die kleine Wasserwaage von Karin. Die Differenz konnte aber gut nachgebessert werden.

Am Ende nahmen wir das Tomatengestell komplett auseinander. Letzteres hatten wir beim Sondergartentreff am Ostermontag erst zusammengeschraubt. Da passten aufgrund der Bestellung aber jetzt die Maße nicht mehr richtig. Möglicherweise müssen wir auch noch zwei Einschlaghülsen versetzten. Das wird dann leider anstrengend!

Gärtnerisch ging es im Vitalisgarten auch voran: Blöderweise hatten Schnecken viele Pflänzchen aufgefressen. Karin hatte Mairübchen sorgsam aufgezogen und diese letzte Woche ausgesetzt. Leider waren die Mairübchen teils radikal abgefressen worden. Verwunderlich war das nicht, denn tags zuvor hatten wir hunderte Schnecken gefunden und unschädlich gemacht. Karin zerschnitt zum Schutz PET-Flaschen und stülpte diese über die kleinen Mairübchenpflanzen. Zudem treiben Kohlweißlinge ihr Unwesen. Diese Falter legen ihre Eier in Kohlpflanzen und die daraus schlüpfenden Raupen wiederum fressen fortan unsere Pflänzchen. Da helfen nur Netze, die wir über Rübchen und Kohlrabi spannten.

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Ansonsten mähten wir die Wiese und achteten darauf, dass die schönen Blumen nicht abgemäht wurden. Jan hackte bei den Beerensträuchern und entfernte Beikräuter. Katharina pflanzte aufgezogene Fenchelpflänzchen aus und gemeinsam entdeckten wir im Gartenteich einen grün getarnten Frosch. Besuch kamen wir außerdem von drei Ethnologiestudenten, die mit uns zusammen eine Studie durchführen wollen. Diese Feldforschung bedeutet aber auch, dass die Studenten zusammen mit uns Hand anlegen. Das finden wir natürlich gut! An diesem Gartentreff gab es also auch positive Überraschungen.

Allerlei los 06. Mai 2017

Unser Gartentreff fand diesmal im Gemeinschaftsgarten HELGA statt. Es waren viele BeetpatInnen vor Ort und auch ein paar GemeinschaftsgärtnerInnen. Gemeinsam verbesserten wir die Wasserversorgung, pflanzten Weiden in den Boden, reparierten eine Bank und bauten eine neue Pflanzkiste und einen neuen Tisch.

Kurz nach 13 Uhr war Karin die erste in HELGA. Volker hatte zuvor beim Burger King nach dem Anzapfen eines Fallrohrs gefragt und zwei Mülltüten abgestaubt. Karin verabschiedete sich in den Vitalisgarten und Volker sammelte wie üblich erst einmal Müll ein. Abgelöst wurde er am Ende von Petra und anderen GärtnerInnen.

Hanno und Volker bastelten an der Dachrinne des Matratzengeschäfts. Hanno hatte eine etwa drei Meter lange Leiter besorgt. Diese platzierten wir auf einem Palettenstapel und Hanno krabbelte aufs Dach. Zunächst säuberte er die Dachrinne und machte undichte Stellen ausfindig. Durch diese Lecks hatten sich markante Wasserverluste ergeben. Hanno besorgte ein Dichtungsband und klebte dieses in die Dachrinne. Zusätzlich schraubte Volker ein langes Brett zusammen und installierte zusammen mit Carlo ein Bretterkeil. Dadurch hoffen wir, dass die Delle in der Dachrinne wieder nach oben gebogen wird. Erst beim nächsten Regen können wir sehen, ob sich eine Verbesserung der Situation ergeben hat.

Danka und Michael wollten eine neue Pflanzkiste übernehmen. Volker zeigte also Michael und dem 14-jährigen Sohn von Danka und Michael wie das geht. Währenddessen reparierte Carlo unsere Bank und baute gekonnt einen neuen Tisch. Letzterer war leider zusammen mit einer Bank gestohlen worden.

Petra fasste sich ein Herz und brachte mit viel Energie unsere Weiden in den Boden. Dabei kam ihr Chris zur Hilfe. Am Ende waren alle Weiden eingepflanzt. Bleibt zu hoffen, dass diese wieder anwachsen.

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Am Ende des arbeitsreichen Tages war Bernadette noch immer dabei Paletten auseinander zu nehmen. Gemeinsam setzten wir uns an den neuen Tisch. Kurz vor Schluss trudelten noch Katharina, Marlene und ihre Mitbewohnerin, Karin und Joachim in HELGA ein. Katharina hatte leckeres Eis dabei und so konnten wir uns an der kühlen Köstlichkeit laben. Wir räumten auf und Volker beseitigte noch unleckeres Erbrochenes, das leider in der Mangoldkiste gelandet war.

Löwenzahn 29. April 2017

Diesmal waren wir wieder im Vitalisgarten aktiv. Wir widmeten uns vor allem dem Löwenzahn und führten ein wichtiges Planungstreffen durch.

Der Gartentreff im Vitalisgarten fing recht einsam zur Mittagszeit an. Zunächst war einzig Volker auf der Jagd nach Löwenzahnpflanzen. Ab 15 Uhr bekam er Unterstützung von Sabine, Marlene und Jan, die ebenfalls auf der Wiese Hand anlegten. Der Vorsitzende des Kleingartenvereins Ploog hatte uns vor der Invasion von Löwenzahn gewarnt. Dem galt es also Einhalt zu gewähren!

Ganz einfach gestaltete sich das Entfernen von Löwenzahn nicht. Zum einen existierten sehr viele Pflanzen und zum anderen bildet Löwenzahn eine tiefe Pfahlwurzel. Mit einem Spaten bewaffnet ließ sich die Wurzel weit unten in der Erde ausgraben. Nicht immer gelang es allerdings die gesamte Wurzel hervor zu holen, weshalb zu befürchten ist, dass die Pflanzen wieder, wie der Phönix aus der Asche, auftauchen.

Wir entzündeten ein kleines Lagerfeuer, um die Reste der Löwenzahnpflanzen und insbesondere die Samenstände los zu werden. Dummerweise hatten wir nicht unsere Schrebernachbarn auf dem Plan. Die fanden unser Lagerfeuer störend! Nach klärenden Gesprächen stand fest, dass wir Feuer nur noch in Ausnahmefällen machen können. D. h. genau dann, wenn Schrebergärtnernde nicht anwesend sind. Sehr schade!

Iris hatte weitere Stockrosen vorgezogen. Diese grub sie am Zaun in die Erde. Jetzt bleibt abzuwarten und zu hoffen ob sich blühende Pflanzen entwickeln. Nach der Löwenzahnaktion erweiterten wir gemeinsam unseren Acker und erzeugten einen weiteren Quadratmeter fruchtbare Erde.

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Um 17 Uhr ging es dann ans Planen: Wir diskutierten zusammen mit zwei Beetpatinnen den möglichen Umzug von HELGA nach Helios 37. D. h. unsere Pflanzkisten könnten nach einer kurzen Zeit erneut umziehen, diesmal allerdings nur innerhalb des Heliosgeländes. Außerdem planten wir die Südfrüchte-ins-Freie-Feier und versuchten unsere vielen Projekte voranzubringen. Wir bauen ein Tomatendach, verbessern die Wasserversorgung, renovieren die Casa Esmeralda, wollen ein Gewächshaus anschaffen und weitere Dinge verwirklichen. Leider fehlt es für die vielen Ideen an Menschen, die diese voranbringen.

HELGA-Fortschritte 22. April 2017

In HELGA geht es voran! BeetpatInnen sind aktiv, zwei Fallrohre können ab jetzt Wasser liefern, unsere Beerensträucher wurden vorsorgt und Kompostmieten laden euch zum Sammeln von Bioabfällen ein.

Kurz nach 13 Uhr war Volker der erste Gärtner in HELGA. Er widmete sich direkt dem Fallrohrproblem. Unsere Anzapfeinrichtung hatte sich gelöst und war in die Tiefe gestürzt. Volker bohrte mit unserem Akkubohrer ein Loch für die Befestigungsschelle. Leider war die Schellenklammer zu klein, weshalb Volker sich mit einem Draht aushalf. Zu guter Letzt musste er noch eine kleine Lücke zwischen Fallrohr und Abzweig schließen. Das ging recht einfach mit Hilfe eines Stücks Teichfolie, das Volker zu einem Trichter formte und so eine verlustfreie Verbindung erschuf.

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Gabriela und Carrie schauten vorbei und packten gleich mit an. Wir nutzten Paletten für die Gestaltung von Kompostmieten. Es stehen uns nun insgesamt drei Mieten zur Verfügung. In der ersten sammeln wir Bioabfälle, die ihr gerne bei uns vorbeibringen könnt. Eine gute Mischung von grünen und braunen Abfällen führt zu dem perfekten C (Kohlenstoff)/N (Stickstoff)-Verhältnis von 30. Mit grün bezeichnet werden Bioabfälle die schnell zersetzen wie Graschnitt, Obst- und Gemüsereste oder Beikräuter. Braune Abfälle bestehen beispielsweise aus Zweigen, Laub und Stroh und zersetzen sich langsamer.

Im Westen verfügt jetzt eine Weinrebe über ein prächtiges Gerüst. Auf der einen Seite steht den Weinranken ein Palettenportal und auf der anderen Zaunelemente zur Verfügung. Wir sind gespannt wie schnell der Wein unser buntes Gerüst einrankt.

Sabine und Jan kümmerten sich um unsere Beerensträucher. Sie versorgten die Pflanzen mit Hornspänen, der als Langzeitdünger wirkt, und mit Kompost. Wir hoffen auf eine reiche Beerenernte.

Einige BeetpatInnen wie auch Nihal, Sarah und Michael waren bereits aktiv und hatten beispielsweise Erbsen, Salat und Radieschen ausgesät. Leider passen nicht allzu viele Pflanzen in so eine Kiste. Viele Kisten könnten gemulcht werden. Krähen scheinen sich Jungpflanzen und Samen zu schnappen und im Garten fällt leider viel Müll an. Da gibt es also noch Optimierungsbedarf.

Carrie hatte sich viel Saatgut besorgt. Deshalb bauten wir gemeinsam eine neue Pflanzkiste. Diese stellten wir an den Platz einer alten zerfallenen Kinderkiste, die wir entsorgten. Nach und nach erneuern wir jetzt also unseren Kistenbestand.

Am Schluss lief das parallel stattfindende Streetfood Festival immer noch weiter. Wir räumten das Werkzeug auf und einige Hölzer noch an die richtige Stelle. Erschöpft und zufrieden gingen wir nach Hause.

Karsamstag 15. April 2017

Dieser Gartentreff war ungewöhnlich: Es regnete anfangs und die meisten GärtnerInnen waren leider aufgrund der Ostertage ausgeflogen. Zu viert verbrachten wir aber trotz dieser Umstände einen schönen Gartennachmittag.

Der Gartentreff begann mit dem Einsetzen eines Zaunelements. Weil es praktisch war, hatten wir im Zuge der Errichtung der Kräuterspirale ein Stück des Zauns entfernt. Jetzt befestigten wir es wieder mit Kabelbindern und so hat die Weinrebe die Möglichkeit weiter Richtung Osten zu wachsen.

Weiter ging es mit dem Auslichten der Pflanztöpfe. Den Winter und Trockenphasen hatten nicht alle Pflanzen überstanden und so konnten wir einige Töpfe leeren. Andere Töpfe platzierten wir um und stellten diese vornehmlich an den Rand der Wiese.

Im Schrebergarten ging es ans Jäten. Karin probierte unsere Beikrauthacke im Beet B1 aus. Diese Hacke durchtrennt dicht unter den Bodenoberfläche die Wurzeln der Beikräuter und lässt diese als Mulch an der Oberfläche zurück. Nur für Löwenzahn und auch den kriechenden Hahnenfuß ist dies keine Lösung, denn diese Pflanzen nutzen ihre Wurzeln um wieder empor zu kommen. Außerdem jätete sie zwischen den Pastinaken und Radieschen.

Katharina nutzte derweil das Beet C2 und säte Rote Bete in großen Abständen. In den Zwischenraum sollen später Buschbohnen integriert werden. Aniko kümmerte sich um das Beet B3 und rodete den Bewuchs um es zum bepflanzen frei zu machen. Einige Blumen legte sie beiseite und nahm sie mit nach Hause.

Volker machte sich am Acker zu schaffen: Er entfernte zunächst den grünen Bewuchs und rubbelte von diesem Erde auf einem Stein ab. Die von Gras und vor allem kriechenden Hahnenfuß befreite Erde schickte Volker durch das Durchwurfsieb und entfernte dabei Müll und Steine. Damit sind jetzt weitere gute zwei Quadaratmeter der Wiese in Acker verwandelt.

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Außerdem räumte Katharina unser Lager der Wiese auf, wir füllten eineinhalb 1000-Liter Tanks Dank der Hilfe von Schrebergärtnern mit Wasser, Karin erzeugte aus Zweigen eine Erbsenrankhilfe, hackte Japanischen Knöterich in Stücke und säuberte die Dachrinne auf der Gleisseite der Hütte. Am Ende dieses eher ruhigen Gartennachmittags hatten wir dann doch einiges fertig gepuzzelt.