Lavendelflash 26. Oktober 2019

Nach dem Regen folgt Sonne. Der Gartentreff verlief also dieses Mal sonnig. Wir besorgten Material fürs Verputzen von Innenwänden der Casa Esmeralda. Wir trugen Tiefengrund auf, ernteten Tomaten, jagdten Schnecken innerhalb des Schneckenzauns, rebbelten Lavendel, beschnitten unsere Johannisbeersträucher, ernteten Weintrauben und Rosmarin für The Good Food und mähten alle unsere Rasenflächen.

Lara und Volker trafen sich bereits gegen halb eins im Vitalisgarten. Sie pilgerten mit zwei Schubkarren zum Mobauplus und besorgten Material zum Verputzen von Wänden der Casa Esmeralda. Die Säcke waren nur 30 kg schwer, so dass die beiden auch jeweils zwei Säcke in eine Schubkarre hätten packen können. Gedacht hatten die beiden, dass die Säcke wie die Mörtelsäcke 40 kg wiegen würden. Achtzig Kilogramm zu transportieren ist da schon eine andere Nummer als 60 kg. Mit dem Material ging es für Lara und Volker wieder zurück in den Vitalisgarten.

Dort war pünktlich bereits Paula eingetrudelt. Paula kümmerte sich gleich um die Tomatenpflanzen und schaute nach reifen Tomaten. Auch Iris schaute vorbei und hatte Katja im Schlepptau. Die beiden kennen sich seit der 5. Klasse. Katja war zu Besuch und bekam von Iris eine Führung durch unseren Gemeinschaftsgarten. Später kam auch Jörg – ebenfalls ein Freund von Iris – in den Vitalisgarten und wurde ebenfalls von Iris in den Garten eingeführt.

Volker holte unterdessen den kleinen Elias ab und brachte Katharina mit. Inzwischen war auch Ursula aufgetaucht. Ursula hatte aus unseren Weintrauben leckeren Gelee gezaubert und spendete uns vier kleine Einmachgläschen mit Gelee. Letzteren testeten wir direkt am Folgetag beim Brunchen im Vitalisgarten. Lecker ist er, der Gelee!

Paula entfernte Blüten von weiteren Lavendelstengeln und bekam dabei einen Lavendelflash. Vor dem sonntäglichen Planungstreffen spendete uns Fee selbst genähte Säckchen. Die von Paula abgezupften Lavendelblüten steckte Katharina am Sonntag direkt in Fees Säckchen. Dort sind sie besser aufgehoben als offen in unserer Emailleschüssel.

Lara säuberte in der Zwischenzeit die Wände der Casa Esmeralda. Sie bereitete das Verputzen der blanken Wände vor, in dem sie zunächst Staub entfernte. Anschließend trug sie mit einem Pinsel Tiefengrund auf, der die Festigkeit der Mauer stärken und für besseren Halt des aufzubringenden Putzes sorgen soll.

Derweil kam Danny mit vier grünen Obstkisten in den Vitalisgarten. Seine Mission war es Ernte für The Good Food einzufahren. Beispielsweise können wir unsere Weintrauben nicht alle verwerten. Außerdem ist der Rosmarinbusch der Kräuterspirale so groß geworden, dass wir so viel Rosmarin gar nicht verarbeiten können. Danny startete also damit Trauben für The Good Food zu pflücken.

In den Garten kam ebenfalls Dagmar und sie hatte zum ersten Mal Sonja mitgebracht. Dagmar führte Sonja in den Vitalisgarten ein und führte sie durch den Garten. Danach begaben sich die beiden an unsere Johannisbeersträucher. Sonja entfernte die trockenen Zweige und Dagmar kürzte gekonnt einige Zweige. Letzteres hat den Zweck für Verzweigungen zu sorgen, wodurch später mehr Früchte entstehen sollen.

Ursula und Julia übernahmen in der Zwischenzeit die Jagd nach Schnecken. Karin hatte nämlich in der vergangenen Woche Schnecken innerhalb des Schneckenzauns entdeckt. Die galt es jetzt zu entfernen. Die beiden wurden schnell fündig und hatten bald einige Dutzend Schnecken gesammelt.

Katharina fing an Rasen zu mähen und zwar das kleine nördliche Rasenstück vor der Casa Esmeralda. Dafür musste sie erst einmal Sachen aus dem Weg räumen und los ging es mit dem Spindelmäher zu mähen. Julia übernahm das Mähen des südlichen Rasenstücks und legte anschließend eine Pause ein. Volker überredete Julia schließlich die restlichen Rasenstücke zu mähen. Zunächst mähten die beiden die Wiese vor dem Gartenhaus Zwei und danach die kleine Ecke vor dem Schuppen. Weiter ging es für die beiden auf unser Wiesengrundstück. Julia mähte zunächst den nördlichen Teil der Wiese während Volker viele Gegenstände aus dem Weg räumte. Über der Fläche hatten sich zahlreiche Gegenstände verteilt, die es für Volker galt an deren ursprünglichen Platz zu bringen. Mitten im Mähen schauten Katharina und Dagmar mit Birnenstückchen vorbei. Wir hatten aus unserer Kübelpflanze eine Birne geerntet und diese reifte nun goldgelb und schmeckte hervorragend. Nach der verkosteten Birne erntete Katharina Zucchini.

Julia hatte nun die Energie verloren und Volker übernahm das Mähen von weiteren Flächen im südlicheren Teil des Grundstücks. Am Ende schaute Joshua zum ersten Mal bei uns vorbei und er half ebenfalls beim Mähen. Danny schnitt dagegen einige Rosmarinzweige vom großen Rosmarinbusch der Kräuterspirale ab. Auch der Rosmarin war eine Spende für The Good Food.

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Wir räumten auf, packten Geerntetes ein und machten uns vom Acker. Katharina und Volker sorgten beim Verlassen des Gartens noch für einen geräumten Weg. Volker hatte fürs Mähen Gegenstände in den Weg geräumt, welche die beiden jetzt wieder zurück auf die Wiese brachten.

Chinakohlraupen 19. Oktober 2019

Es regnete nahezu durch, weshalb wir uns meist unter unsere Veranda, das Gewächshaus oder in die Casa Esmeralda flüchteten. Wir mauerten die südliche Giebelseite zu Ende, ernteten Weintrauben, Herbstrübchen, Paprika, Chili und einen Muskatkürbis. Wir retteten eine Pfirsichpflanze und jäteten kräftig im Gewächshaus. Trotz Regen konnten wir also viel im Garten erledigen.

Fee war die erste im Vitalisgarten. Leider stand sie vor verschlossenem Tor, denn vor ihr war noch niemand in den Garten gekommen. Glücklicherweise kam ein Schrebergärtner vorbei und öffnete das Tor zum Vitalisgarten. Fee ging in den Hauptgarten und wartete auf weitere Gärtnernde. Sie pflückte einige Weintrauben. Nach einer kurzen Weile tauchte Lara auf.

Kurz danach kam auch Volker mit dem kleinen Elias in den Vitalisgarten. Währenddessen holte Katharina bei Karin P. mit Linsen und Couscous gefüllte Tomaten ab. Karin P. war krank und konnte an einer Veranstaltung nicht teilnehmen. Deshalb kamen wir in den Genuss der gefüllten Tomaten. Vielen Dank für den leckeren Snack!

Es war ein verregneter Nachmittag und da kamen unsere Mauerarbeiten gerade recht. Lara legte zunächst Steine ins Wasser. Volker brachte ihr Eimer, die wir aufgrund des Besuchs der Heliosschule weggeräumt hatten. Nach dem Wässern mischten Lara und Volker die erste Fuhre Mörtelmasse fürs Mauern an. Mittlerweile kennen wir die Konsistenz für den Maurermörtel. Das geht uns jetzt gut von der Hand. Währenddessen kontrollierte Fee unser Kartoffellager und sortierte gekeimte Kartoffeln aus.

Es fing stärker an zu regnen. Volker entschied sich außen zu mauern, denn er hatte eine Regenhose an. Lara mauerte hingegen von Innen und blieb im Trockenen. Mittlerweile war auch Ursula im Vitalisgarten angekommen. Ursula lieferte uns fortan Steine. Einmal bestellte Lara einen Zweidrittelstein bekam aber von Ursula einen Dreiviertelstein zurecht gehauen. Das war nicht weiter schlimm, denn auch der Dreiviertelstein passte perfekt in die Lücke. Das Mauern der Ziegelsteine ging schnell voran. Das erste Dutzend Steine war auf der südlichen Giebelseite verbaut. Lara sorgte von Innen für den Mörtelnachschub und Volker streifte von Außen überflüssigen Mörtel ab. Inzwischen war auch Ingo eingetrudelt und half ebenfalls beim Mauern der Ziegelsteine.

Katharina kümmerte sich in der Zwischenzeit um Elias und entfernte Lavendelblüten von Stengeln. Bei ihr gab es also gute Riecheinlagen. Ursula und Fee ernteten inzwischen Tomaten und Herbstrübchen.

Karin kam auch vorbei und machte sich gleich im Gewächshaus nützlich. Dort hatten sich zahlreiche Beikräuter breitgemacht, die es für sie galt zu entfernen. An unseren prächtigen Paprika- und Chilipflanzen hingen noch Früchte, die Karin erntete. In einer Mauerpause schaute Volker vorbei und war übers Jäten erfreut. Karin entdeckte Fraslöcher an einer Chinakohlpflanze. Raubtiere waren nicht zu entdecken. Volker spekulierte, dass die Chinakohlraupe die Löcher gefressen hatte. Raupen konnten die beiden aber auch nicht entdecken und eine Chinakohlraupe gibt es eigentlich gar nicht. Beim Jäten entdeckten Karin und Volker eine Wilde Möhre. Volker probierte diese direkt und die schmeckte sogar nach einer Möhre, allerdings nicht so intensiv wie die gezüchteten Möhren. Traut euch also gerne auch mal an wilde weiße Möhren heran.

Manon und Benedikt kam ebenfalls in den regnerischen Vitalisgarten. Die beiden hatten eine besondere Mission zu erfüllen. Im Garten von Benedikts Eltern war ein kleiner Pfirsichbaum im Schatten des großen Baums ausgetrieben. Dieser suchte nun im Mambogarten einen neuen Platz. Zusammen mit Katharina entfernten die drei zunächst einen wilden Kirschbaumableger. Anschließend gruben die drei ein Loch, pflanzten den kleinen Pfirsichbaum ein und bedeckten diesen mit Erde. Wir sind gespannt wann wir die ersten leckeren Pfirsiche ernten können.

Beim Mauern wurde die zweite Mörtelmischung angerührt. Die sollte für weitere drei oder vier Steine reichen. Lara und Volker verbauten auf der südlichen Giebelseite die letzten Steine und fertig war die neue Mauer. Es war noch Mörtelmasse übrig. Lara und Volker säuberten an der Mauer Stellen mit Löchern. An die gereinigten Stellen schmierten die beiden anschließend Mörtel in die Löcher und ebneten diese damit ein. Der Mörtel reichte noch für den westliche Wandteil, der früher von der Deckenverkleidung verdeckt war. Anschließend säuberten Lara und Volker die Casa. Zunächst fegte Lara den Dreck von den Sparren und anschließend holten beide den Dreck aus den Ecken. Katharina half beim Aufräumen und den dreien fiel die lange Sitztruhe auf. Diese hatte keinen Griff und war deshalb unhandlich. Lara nahm sich ein Stemmeisen und erzeugte eine Griffkerbe im Deckel der Sitztruhe. Jetzt lässt sich zumindest der Deckel leichter öffnen.

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Am Ende des Gartentreffs schlachteten Lara, Karin und Katharina einen großen Muskatkürbis. Dieser wurde also durch drei geteilt. Wir teilten die restliche Ernte untereinander auf, räumten auf und verließen anschließend den Vitalisgarten.

Lavendelstengel 12. Oktober 2019

Unsere beiden Wasseruhren wurden abgelesen, wir reinigten das dreckige Geschirr vom Besuch der Heliosschule, wir fegten, räumten auf, gruben die letzten Kartoffeln aus, pflückten Weintrauben, tüteten Bohnensaatgut ein, sammelten Lavendelblüten und Ringelblumensamen, entfernten Efeu und bastelten daraus einen Kranz, kümmerten uns um unsere Kräuterspirale, ernteten Möhren, sortierten und entfernten Müll und machten uns ungewöhnlich früh vom Acker.

Katharina, Volker und der kleine Elias waren die ersten im Vitalisgarten. Pitter hatte bereits die Wasserstellen des Wiesengrundstücks zugänglich gemacht, denn gegen 13 Uhr sollte der Wasserstand abgelesen werden. Die drei verzogen sich zunächst in die Casa Esmeralda und warteten auf die Ankunft von Herrn Ploog. Nach einer Weile kam er vorbei und las zusammen mit Volker unsere Wasseruhr des Hauptgartens ab. Anschließend besuchte er Elias und meinte, dass er Katharina und Volker keine Probleme in der Schule machen würde. Mal sehen ob er Recht behält.

Katharina S. kam vorbei und war erkältet. Eine körperliche Anstrengung war also nicht drin. Stattdessen half sie Katharina und Volker beim Abspülen der Reste der Exkursion der Heliosschule.

Als nächstes tauchte Fee auf und wurde herzlich begrüßt. Fee nahm gleich einen Besen und fegte in der Casa Esmeralda. Kurz darauf kam auch Dagmar in unseren Gemeinschaftsgarten. Zusammen mit Fee gruben die beiden die letzten Kartoffeln aus dem Acker aus. Anschließend schauten die beiden im Kartoffellager nach dem Rechten. Sie sortierten gekeimte Kartoffeln aus und lagerten neue Kartoffeln ein.

Jetzt kam auch wieder Selina in den Vitalisgarten. Volker erklärte ihr was es für Aufgaben gab. Selina entschied sich fürs Kürzen und Entfernen von Efeu. An der Verandasüdseite befand sich ursprünglich eine Efeuwand. Letztere hatten wir entfernt, allerdings gruben wir nicht die Wurzeln des Efeus aus. Deshalb kam aus den Wurzeln frischer Efeu empor und kroch auf die Veranda. Selina und Volker entfernten die Efeuranken so gut es ging. Lust aufs Ausgraben der Wurzeln hatten die beiden aber nicht. Selina schaute danach nach weiteren Efeuranken unter dem großen Apfelbaum.

Fee kümmerte sich derweil um unsere Kräuterspirale. Sie versuchte die vergreisten Salbei- und Thymianpflanzen zu verjüngen. Sie schnitte also einige Zweige ab und sorgte so dafür, dass die Pflanzen von unten nachwachsen können. Dagmar war unterdessen auf der Suchen nach Ringelblumensamen und sie erntete auf dem Acker neben den großen Zucchinipflanzen große Möhren, von denen wir direkt eine verspeisten. Außerdem bastelte sie aus dem Efeu einen Kranz. Dieser ließe sich noch mit Vogelbeeren verzieren, aber jetzt schmückt er erstmal pur die Garderobe.

Katharina kümmerte sich die ganze Zeit um Elias. Nebenher striff sie getrocknete Lavendelblüten von Lavendelstengeln ab. Zwischendurch half ihr dabei auch Volker. Außerdem tütete Katharina Bohnensaatgut ein.

Katharina S. besorgte sich unsere Trittleiter und pflückte viele Weintrauben ab. Aus den Trauben möchte sie Traubensaft erzeugen. Wir sind gespannt wie dieser gelingen wird. Unter dem Weinreben hatte sich eine kleine Müllecke am Teich etabliert. Fee sortierte nun den Müll und halbierte die Müllecke. Einen Teil des Müll transportierten wir nach Hause. Katharina S. nahm Plastikmüll mit und Volker packte Papier ein.

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Ungewöhnlich früh verschwanden die meisten Gärtnerinnen und so wurde bereits am Spätnachmittag die Ernte untereinander verteilt. Einzig Katharina, Volker und der kleine Elias blieben noch bis etwa halb sieben. Volker und Katharina räumten nämlich noch die Bierbänke und Biertische auf, die für die Heliosschülerinnen und – schüler benötigt wurden. Recht früh war also dieser Gartentreff zu Ende. Beim nächsten Mal wollen wir gemeinsam eine leckere Kürbissuppe kochen. Wenn das kein Grund ist vorbeizuschauen?

Südlicher Giebel 05. Oktober 2019

An diesem Gartentreff stand wieder das Mauern im Vordergrund. Dieses Mal mauerten wir die südliche Giebelseite des erneuerten Dachs in großen Teilen zu. Ansonsten deckten wir die alte Decke des Wohnbereichs in der Casa Esmeralda vollständig ab und bereiteten die mit Bitumen verschmierten Verschalungsbretter für die Entsorgung vor. Wir ernteten außerdem Kartoffeln, Kürbisse, Trauben und sammelten Saatgut.

Diesmal schloss Volker als erster bereits gegen 12:30 Uhr die Tore zum Vitalisgarten auf. Er hatte vor eine zweite Maurerkelle und weiteren Zementmörtel fürs Mauern zu besorgen. Leider hat der fußläufig erreichbare Mobau samstags nur bis 13 Uhr geöffnet. Deshalb war Volker vor der eigentlichen Gartentreffzeit aktiv und mit der Schubkarre unterwegs. Im Mobau kam er rechtzeitig an und besorgte uns eine Echte Tiroler Kelle und einen 40 kg Zementmörtelsack. Mit der Schubkarre ging es zurück zum Garten.

Dort war pünktlich um 13 Uhr zum Gartentreff bereits Paula eingetroffen. Paula wartete auf der Veranda und war froh, dass Volker nach seinem Einkaufstripp auftauchte. Volker zeigte Paula in der Casa Esmeralda die Decke des Wohnbereichs. Die sollte als nächstes weichen und diese Aufgabe überließ Volker Paula. Inzwischen waren auch Fee und Iris in unseren Gemeinschaftsgarten gekommen und mischten direkt mit.

Volker verabschiedete sich um seinen kleinen Sohn Elias zu Hause abzuholen. Derweil widmete sich Paula den mit Bitumen verschmierten Verschalungsbrettern und sie hebelte diese unter Mühen mit dem Kuhfuß und Hammer aus der Verankerung. Iris säte inzwischen Winterpostelein ein und Fee erntete Kohlrabi und Herbstrübchen. Darüber hinaus sammelte Iris Bohnensaatgut und erntete Kürbisse.

Lara und Julia kamen ebenfalls in den Vitalisgarten. Lara fing direkt mit an die Verschalungsbretter oberhalb des Wohnraums der Casa zu entfernen. Fee, Paula und Julia entfernten derweil die Nägel aus den Brettern. Letzteres war hilfreich, weil dadurch die Verletzungsgefahr sinkt und weil sich die Bretter besser stapeln lassen. Jetzt kehrte auch Volker mit dem kleinen Elias zurück in den Garten. Er drückte kurzzeitig Julia Elias in die Arme und hatte deshalb die Möglichkeit Lara beim Lösen der letzten Verschalungsbretter zu helfen. Ein Brett war besonders widerspenstig, denn Volker musste dafür einen Metallbügel durchsägen. Als Letztes folgten einzelne Bretter über dem Ofen. Es war vollbracht alle mit Bitumen verseuchten Teile waren entfernt und der Wohnraum hatte merklich an Höhe gewonnen. Das sieht gut aus und auch das Balkenkonstrukt des Dachstuhls kann sich sehen lassen.

Katharina kam nach einer Flohmarkttour ebenfalls in unseren Gemeinschaftsgarten. Sie war fündig geworden und hatte gebrauchte Klamotten für Elias gefunden. Katharina schnappte sich Elias und brachte diesen zu den Beeten des Hauptgartens. Auf der Veranda klopften Paula und Volker nämlich ausgiebig zur Entfernung der Nägel. In der Casa sorgten Lara und Julia für Ordnung. Die Umbaumaßnahmen hatten reichlich Staub und Bitumen auf den Boden rieseln lassen. Es galt für die beiden also den groben Dreck zu entfernen.

Nach der Aufräumaktion ging es für uns ans Mauern der südlichen Giebelseite. Katharina, Julia und Fee sorgten fürs Wässern und den Nachschub der Ziegelsteine. Das Wasser soll verhindern, dass der Zementmörtel zu schnell trocknet. Lara mauerte nun von Innen auf der niedrigen Dachschräge. Volker stellte sich außen auf die lange Leiter und mauerte an der hohen Giebelseite. Diesmal hatten wir eine ordentliche Mörtelmasse angemischt, weshalb das Mauern recht leicht von der Hand ging. Leider war der Untergrund schief, weshalb die Wasserwaage fürs Waagerechte nichts brachte. Mit der Wasserwaage konnten wir allerdings kontrollieren, ob wir einigermaßen im Lot blieben.

In der Zwischenzeit erntete Paula einige Kartoffeln im nördlichen Ackerteil. Dabei ließ sie aber noch einige Pflanzen für den Besuch der Heliosschule übrig. Da sollte nämlich eine Gruppe Kartoffeln ausgraben können. Katharina streifte nebenher Lavendel von deren Stengeln, kochte Tee für die Anwesenden und füllte letztlich Wasser von vollen Regenwassersammeltonnen in leere Wassertonnen um. Dadurch können wir Trinkwasser sparen und das Regenwasser zum Bewässern einsetzen.

Jetzt kam Kevin Pawel vorbei und packte beim Mauern direkt mit an. Es mauerten nun also Lara, Kevin Pawel und Volker. Das Mauern ging stetig voran und nach einer kurzen Weile mussten wir wieder neuen Zementmörtel anmischen. Weiter ging es mit dem Mauern und der Giebel füllte sich langsam mit Ziegelsteinen. Kurz schaute Hermann vorbei und war froh Elias gesund und munter zu erleben. Zusammen mit Katharina und Volker verabredete er sich zu einer Fotosession Ende Oktober.

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Als die Dämmerung hereinbrach war die Mörtelladung wieder zu Ende und wir entschlossen uns, das Mauern zu beenden. Lara reinigte diesmal die Werkzeuge und die Mörtelbütte. Katharina und Volker räumten die restlichen Sachen auf. Die drei fegten auch noch die Veranda und die Casa von innen. Bereits im Dunkeln endete dieser Gartentreff, ohne Licht war es gar nicht so einfach alle Dinge an den richtigen Ort zu bringen.

Mauern 28. September 2019

Mit viel Tatendrang ging es in diesem Gartentreff mit den Dacharbeiten weiter. Wir fegten den Dachboden und fingen an die nördliche Giebelseite zuzumauern. Darüber hinaus jäteten wir im Gewächshaus und ernteten Südfrüchte.

Iris war die erste Gärtnerin im Vitalisgarten. Sie nahm sich unser Gartenbuch und durchstreifte den Vitalisgarten und war dabei auf der Suche nach noch zu bewältigenden Aufgaben. Nach einer kurzen Weile tauchten schließlich Katharina und Volker mit dem kleinen Elias auf. Auch die drei schauten sich zunächst an, was im Garten zu tun war.

Katharina, Volker und Elias verzogen sich unter das Verandadach der Casa Esmeralda. Katharina schnappte sich die getrockneten Samenstände von Radieschen und fing an Samen aus den Hülsen zu puhlen. Volker kam ihr zur Hilfe und bald war die Frage entstanden, wie wohl Profis Radieschensamen sammeln. Für Laien ist das sehr mühsam und zeitaufwändig. Die Zeit können Profis dafür nicht aufwenden. Ansonsten wäre der Saatgutpreis für Radieschen immens hoch.

Fee schaute bei uns vorbei und berichtete von ihren Bemühungen um den Grünen Leo. Katharina und Volker unterhielten sich eine Weile mit Fee. Nach eben einer solchen kam Lara mit viel Tatendrang in den Vitalisgarten. Sie fragte was anstünde und es kam heraus, dass der Fertigbau des neuen Dachs stockte.

Lara und Volker machten sich also ans Werk und fingen den Dachboden an zu reinigen. Unsere Dachdecker hatten im Juli an den heißesten Tagen des Jahres viel Staub aufgewirbelt bzw. es waren beim Bau des Dachstuhls viele Sägespäne entstanden. Diese verweilten geduldig auf dem alten Dachboden und wurden jetzt von Lara und Volker zusammengefegt.

Jessica und Jure tauchten jetzt im Vitalisgarten auf und packten gleich mit an. Jessica und Iris kümmerten sich ums Beet C1. Die beiden jäteten die südliche Beethälfte und säten anschließend Spinat ein. Erstaunlicherweise war der eine Woche zuvor von Paula gesäte Spinat bereits gekeimt. Da war die Vorhersage, des wuchsfreudigen Spinats goldrichtig.

Jure schloss sich Lara und Volker an und half beim Fegen. Die drei waren nun über dem Wohnraum der Casa angelangt. Katharina brachte im Wohnraum empfindliche Sachen in Sicherheit, denn über der Decke wurde jetzt gefegt. Die Decke zeigte allerdings etliche Lücken, weshalb Sägespäne und Bitumen durch die Lücken fielen. Auf den Verschalungsbrettern war nämlich vorher Dachpappe befestigt. Letztere konnten wir erfolgreich entfernen. Übrig blieb das umweltschädliche und giftige Bitumen. In nächster Zeit ist geplant die ursprüngliche Decke des Wohnraums zu entfernen. Anschließend wollen wir das kontaminierte Holz ordnungsgemäß bei der AVG entsorgen. Es entsteht ein höherer Raum, den wir im Winter durch Jutematten von oben her dämmen und dadurch die benötigte Heizenergie verringern.

Birk kam mit Bastian und Kai in unseren Gemeinschaftsgarten. Die drei fegten die heruntergefallenen Teile im Wohnraum der Casa Esmeralda zusammen. Ansonsten bastelten die Jungs ein Quartett.

Karin P. schaute ebenfalls vorbei und betrachtete mit Neugier die Aktivitäten an der Casa Esmeralda. Als gelernte Architektin interessierte sie die Dacharbeiten und in der Folge legte sie Hand beim Mauern an. Zusammen mit Lara und Jure brachte sie Ziegel auf die Betonplatte der Küche. Anschließend mischte Volker mit ihr eine Bütte Mörtelmasse an. Jure verfrachtete nun die schwere Bütte auf die Betonplatte der Küche. Los ging es mit dem Mauern auf der nördlichen Giebelseite der Casa Esmeralda. Karin P. hatte schon zuvor an ihrem kleinen Haus in Belgien gemauert, weshalb sie Erfahrung aufwies. Entsprechend schnell ging das Mauern voran. Jure assistierte Karin P. und hatte sichtlich Spaß am Mauern. Falls seine Pianokarriere den Bach runter geht, kann er eine Maurerlehre anstreben.

Leider wies die Mauer eine Neigung auf und es war eine Stufe vorhanden. Lara und Karin P. versuchten die niedrige Stufe durch passende Steine zu begradigen. Letztlich fanden die beiden einen flachen Ziegel und Karin P. mauerte diesen ein.

Unterdessen hatte sich Iris unser Gewächshaus vorgenommen. Sie sorgte hier für Ordnung und entfernte einen Zierkürbis, der Mehltau verbreitete und die heruntergekommenen Gurkenpflanzen. Darüber hinaus jätetet Iris zahlreiche Beikräuter und erntete Paprika, Chilis und Kürbis.

Beim Bau der Mauer ging es schnell voran. Es waren bereits drei Reihen Ziegel eingebaut. Jetzt war der Mörtel zur Neige gegangen. Wieder mischten Karin P. und Volker eine Fuhre Mörtel. Dummerweise geriet diese Mischung zu dünnflüssig, weshalb das Mauern für die beiden nicht ganz einfach verlief. Die einfachste Lösung wäre es gewesen den Mörtel noch mit Zement anzumischen. Stattdessen mauerten die beiden weitere Reihen. Auf der flachen Giebelseite ging es bereits nicht mehr weiter, denn dort stießen die Ziegelsteine schon an die Dachkonstruktion.

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Am Ende des Gartentreff hat Katharina die Ernte verteilt. Wir räumten auf und verließen den Vitalisgarten.

Jokerbäume 21. September 2019

Dieses Samstag bevölkerten viele Menschen den sonnigen Vitalisgarten. Neu mit dabei waren Julia W. und Silena. Es wurden Äpfel zum Pressen gesammelt, alte Blütenstände und Efeu entfernt und faule Äpfel aufgesammelt. Wir begannen die Wasserstelle mit einer neuen Mauer zu versehen und säten Spinat, Asiasalat und Feldsalat. Wir stärkten uns an den Resten von Dannys Geburtstagsparty und natürlich wurde auch wieder gejätet.

Evelyne, Lara, Julia und Katharina S. waren zuerst im Vitalisgarten. Es stand direkt eine Aufgabe an, denn am Tag darauf sollten unsere Äpfel gepresst werden. Die vier fingen also sofort mit der Apfelernte an. Leider waren aber schon viele Äpfel am Baum verfault und nicht mehr fürs Pressen geeignet. Einige Äpfel ließen sich aber doch noch finden und so konnten die vier eine Klappkiste mit Äpfel füllen. Mit einigen anderen Äpfeln kamen wir damit auf gut 30 kg und das war fürs Pressen nicht genug. Dort gibt es nämlich eine Mindestpressmenge von 50 kg. Lara machte sich also direkt mal auf die Suche nach weiteren Äpfeln im Mambogarten.

Inzwischen waren auch Katharina, Volker und Elias aufgetaucht. Katharina kümmerte sich um Elias und fing dann an Strauchschnitt zu zerkleinern. Volker half beim Pflücken der letzten Äpfel und hatte noch ein paar Joker im Ärmel. An der Böschung zur Straße wuchsen nämlich wilde Äpfelbäume. Dort waren noch ein paar Äpfel zu finden doch auch die reichten nicht.

Karin kam ebenfalls in den Vitalisgarten und kurz darauf schaute Franziska nach langer Zeit wieder in unserem Gemeinschaftsgarten vorbei. Karin und Franziska unterstützten direkt die Apfelsuche. Letztlich machte Volker noch neben dem Eurosaal einen Baum aus, der sehr kleine Äpfel trug. Die ließen sich recht einfach mit Hilfe unserer Trittleiter pflücken und da hieß es nach dem Motto “Kleinvieh macht auch Mist” vorzugehen. Nach einer Weile hatten Katharina S., Franziska und Volker etwa 15 kg zusammen gesucht. Insgesamt waren von uns letztlich gut 50 kg Äpfel zusammengetragen. Die Jokerbäume waren also für unseren Erfolg ausschlaggebend.

Inzwischen waren auch Ursula und Paula eingetrudelt und packten gleich mit an. Julia W. war etwa zur gleichen Zeit als neue Gärtnerin in den Garten gekommen. Evelyne kümmerte sich zunächst um sie und sie zeigte ihr unsere Gartenflächen und beantworte die ersten aufkommenden Fragen.

Karin erklärte anschließend Interessierten was in unseren einzelnen Beeten an Aufgaben anstanden. In einigen Beeten sollte gejätet, es konnte teils geerntet und es waren auch neue Pflanzen einzusäen. Ursula und Katharina S. fingen direkt an im Mangoldbeet zu jäten. Vom Mangold ließen sich auch einige Blätter ernten. Julia W. und Paula widmeten sich dem Beet A1. Die beiden jäteten zunächst.

Silena und Julia W. stellten im Beet A1 zunächst fest, dass riesige Radieschen herangewachsen waren. Manche Knollen waren geplatzt und ähnelten nur noch klassischen Radieschen. Erkennbar waren die Pflanzen noch durch das unverkennbare Blätterwerk. Nach der Ernte säten die beiden Feldsalat und Asiasalat ins Beet. Paula hingegen kümmerte sich zwei Beete weiter ums Beet C1. Dort war bereits im Juli Feldsalat gesät worden, der aber nicht keimte. Stattdessen säte sie Spinat in die Erde. Spinatpflänzchen sind sehr keimfreudig und einfach in der Pflege.

Auch Caro tauchte wieder im Garten auf und machte sich nützlich. Zusammen mit Franziska entfernte sie die Blütenstände vom Goldregen. Der Goldregen bildete bereits Samen, die sich verbreiteten. Anschließend räumten die beiden im Garten vom Gartenhaus Zwei auf. Franziska säuberte die Ränder vom Hauptweg und Caro entfernte Efeuranken in einem Blumenbeet.

Nach der Pflege unserer Beete im Hauptgarten kümmerten sich Ursula, Julia W. und Katharina S. um unsere Tomaten. Zwischen der Unterpflanzung in Form von Neuseeländerspinat sprossen Beikräuter, welche die drei entfernten. Darüber hinaus befestigten die drei lockere Schnüre der Tomatenaufhängungen.

Evelyne und Karin kümmerten sich um den Neuaufbau der Ummauerung unserer Hauptwasserstelle. Dazu nutzten sie Ziegel, die nicht mehr für den Dachbau benötigt werden. Nach Evelynes Planung teilte Karin mehrere Ziegel mit Hammer und Meißel. Volker rührte den beiden Mörtel an und anschließend fingen die Frauen an zu mauern. Das funktionierte recht gut und recht bald waren vier Ziegelreihen entstanden.

Katharina S. hatte Lust Möhren bei Friedel zu ernten. Leider war der Boden recht hart, weshalb einige Möhren abbrachen. Mit dem Löwenzahnstecher konnte sie letztlich aber doch noch einige Möhren ernten.

Paula, Franziska, Caro und Katharina S. suchten verfaulte Äpfel zusammen. Evelyne hatte mitbekommen, dass sich Apfelwürmer darin befänden, die sich in der nächsten Saison erneut verbreiten. Außerdem schauten die Gärtnerinnen nach Efeu Ausschau. Die Fläche unterm Apfelbaum hatten wir bereits von Efeu gesäubert. Alle Wurzeln hatten wir leider nicht erwischt, weshalb noch weitere Efeuranken auftauchten und von den vier entfernt wurden.

Auch Ingo war in den Garten gekommen. Er setzte sich für die Verbesserung unseres Bewässerungssystems ein. Die Patentlösung fand er noch nicht. Ingo baute einen Verteilerschlauch und installierte diesen an der Wasserstelle des Ackers. Auf diese Weise lassen sich gleichzeitig unsere Bohnen und das Gewächshaus bewässern. Dadurch würde aber nur ein Sechstel des Ackers bewässert. Da lässt sich also noch an der Bewässerungsmethode pfeilen.

Wir setzten uns gemeinsam zusammen und aßen übrig gebliebene Teilchen von Dannys Geburtstagsfeier. Dazu gab es leckeren Apfelsaft vom letzten Jahr. Silena interessierte sich für unsere Geschichte, weshalb Katharina, Karin und Volker ihr von den Anfängen am Grünen Weg, den Umzügen und schließlich der Gründung des Vitalisgartens im Mai 2016 berichteten. Wen unsere Geschichte auch interessiert, die- oder derjenige ist herzlich zur Radexkursion zu den Orten der Gartenwerkstadt eingeladen. Die Radexkursion startet am 06. Oktober 2019 um 15 Uhr am Wendekreis des Grünen Wegs.

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Wir räumten die Gartensachen auf. Volker ließ Petra die Beete des Hauptgartens beregnen. Anschließend ging er auf unsere Wiesenfläche und wässerte die Kräuterspirale, Blumentöpfe und andere Nutzpflanzen. Etwas später war der dritte Gartentreff im September 2019 beendet.

Inkarnatklee 14. September 2019

Zunächst ging es mit vielen Leo-Leuten darum Material, Grünzeug und Erde für den Tag des guten Lebens zum künftigen Grünen Leo zu transportieren. Wir beschnitten Forsythien, ernteten Kartoffeln, Weintrauben, Bohnen, jäteten in Beeten und im Acker, säten Inkarnatklee, bauten eine Bude für Kinder, verlegten Perlschläuche und bewässerten unsere Pflanzen. Am Ende gab es für uns ein leckeres Abendessen das hauptsächlich aus Früchten des Gartens bestand.

Dirk war der erste im Vitalisgarten und wartete darauf, dass die Transportaktion für den Tag des guten Lebens losgehen würde. Katharina folgte ihm in den Gemeinschaftsgarten, zusammen mit ihr kamen zwei künftige Gärtnernde des Grünen Leos mit. Katharina zeigte den dreien das Gartengelände und wo die Sachen für den Grünen Leo stehen. Katharina öffnete die Türen der Casa Esmeralda als weitere Leo-Helfende dazu kamen. Dabei waren unter anderem Lea, Christina, Fee, Marc, Daniel, Kevin Pawel und Christoph. Katharina holte Schüppen aus dem Schuppen und Scheren zum Schneiden von Forsythien. Andere transportierten bereits Einwegpaletten für den Bau von Pflanzkisten und weitere fingen an Erde in 10 Liter Töpfe zu schaufeln.

Nach einer Weile kam auch Volker mit dem kleinen Elias in den Vitalisgarten. Er war von dem großen Andrang überrascht und suchte weitere Pflanztöpfe für den Erdtransport. Es stellte sich heraus, dass viele Töpfe wild verteilt waren, so dass die Sucherei ein wenig mühsam war. Am Ende waren sogar zu viele Töpfe vorhanden, denn der Cambio-Transporter war bereits prall gefüllt.

Die Leo-Leute verabschiedeten sich zum Leo-Amann-Park und im Garten verblieben Katharina und Volker mit Elias. Volker schaltete unseren Solarstrom ein und beide warteten auf weitere Gärtnernde. Nach kurzer Zeit kam Dagmar vorbei, die freudig begrüßt wurde. Sie holte ihre Bekannte Susanne von der Bahn ab und führte sie durch unseren Gemeinschaftsgarten.

Nach der Führung begaben sich Dagmar und Susanne zum Acker und gruben weitere Kartoffeln aus. Sie wurden fündig, begannen einige Kartoffeln bereits wieder zu keimen, so dass sich diese nicht fürs Lagern eignen.

Die Leo-Truppe war teilweise zurückgekehrt und brachte unsere Pflanztöpfe zurück in den Vitalisgarten. Christoph sortierte die Töpfe und machte sich anschließend vom Acker. Christina hatte Lust mehr über unseren Gemeinschaftsgarten zu erfahren, weshalb Volker sie durch unsere verschiedenen Gartenteile führte. Mittendrin stießen die beiden auf Caro und Mathilda, die nach längerer Zeit mal wieder die Möglichkeit hatten mitzumachen.

Caro und Mathilda nahmen sich direkt jeweils eine Harke in die Hand und fingen im Hauptgarten an zu jäten. In einigen Beeten wurden unsere Nutzpflanzen noch von spontaner Begleitvegetation umsäumt. Diese Beikräuter galt es für die beiden zu entfernen.

Jessica und Jure kamen nach ihrem Besuch in der Vorwoche dieses Mal zum Gärtnern vorbei. Katharina suchte den beiden eine wichtige Aufgabe aus und Volker wies die beiden ein. Die drei liefen zum Acker. Dort hieß es das ehemalige Kartoffelbeet zu jäten. Volker erklärte den beiden, dass nicht alle Pflanzen weichen sollten, sondern Rucola- und Tomatillopflänzchen stehen bleiben konnten. Jessica und Jure fingen also fleißig und gründlich an zu jäten. Besonders Jure nahm seine Rolle sehr ernst und entfernte auch die kleinsten Beikräuter. Zum Abschluss verstreuten die beiden Inkarnatkleesaat als Gründüngung auf der Fläche. Erst später fiel Volker auf, dass der Klee ein bis zwei Zentimeter in die Erde eingearbeitet werden sollten. Also nahm er unseren Rechen und überdeckte die meisten Samen mit etwas Erde.

In der Zwischenzeit waren auch Iris mit Bastian, Kai und Cartier und Ingo in den Garten gekommen. Ingo nahm sich direkt vor uns das Bewässern zu erleichtern. Dazu nahm er unsere Perlschläuche und den neuen Druckminderer mit zum Acker. Er schloss den Druckminderer an einen grünen Schlauch an und verlegte den ersten Perlschlauch. Er legte ihn durch die Kürbisse und anschließend durch unsere Buschbohnen. Der Schlauch war etwas widerspenstig, weshalb er Volker zur Hilfe nahm und er nun versuchte den Perlschlauch ohne Knicke und möglichst gerade zu verlegen. Die beiden schlossen einen zweiten Schlauch an und nun ging es entlang der Stangenbohnen. Der dritte Schlauch wurde von Volker letztlich zu den Zucchinipflanzen verlegt. Schnell stellte sich aber heraus, dass maximal eineinhalb Schlauchlängen genügend Wasser abgaben.

Iris, Bastian, Kai und Cartier taten etwas für unsere neue Kinderecke im Mambogarten. Birk kam ebenfalls vorbei und half Kompostinhalt zu sortieren. Wolf und Detlef hatten beispielsweise Äste im Kompost unter dem Kirschbaum integriert. Die verrotten aber nur sehr langsam, weshalb wir die als Langzeitdünger für Pflanzkisten verwenden können. Die fünf verschoben eine Kompostmiete und schufen Platz für eine kleine Holzhütte. Dazu besorgten sich die Werkelnden Balken und Hölzer und erstellten den Rohbau der Hütte.

Iris pflückte nach der getanen Arbeit auch noch Stangenbohnen. Dies ging nur mit unserer Trittleiter, denn die Bohnen hingen zu weit oben. Am Ende kam eine größere Menge dicker Bohnen zusammen. Danny war schon länger anwesend, aber erstmal zum entspannen im Garten. Jetzt pflückte er Weintrauben und füllte damit zwei kleine Obstkisten. Diese stellten wir The Good Food zur Verfügung, denn so viele Weintrauben können wir gar nicht verarbeiten. Auf diese Weise haben auch andere noch Freude an unseren Trauben.

Die Sonne hatte sich bereits gesenkt und deshalb konnten wir anfangen zu gießen. Volker kramte Petra hervor und bewässerte mit unserem Kreissegmentregner die Beete des Hauptgartens und etliche Flächen herum. Auf dem Acker und drumherum nutzen schließlich Jessica, Jure, Ingo und Volker Gießkannen um unsere Nutzpflanzen zu bewässern.

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In der Zwischenzeit hatte Katharina für uns gekocht und so konnten die Verbliebenen noch eine Gemüsepfanne mit Zucchini, Aubergine, Kürbis, Paprika, Chili, Bohnen, Zwiebeln und Kartoffeln aus dem Garten zu sich nehmen. Nur den Fetakäse konnten wir nicht selbst anbauen. Dageblieben waren noch Katharina, Susanne, Iris, Danny, Ingo und Volker. Nach dem Abendessen spülten wir noch ab, räumten auf und letztlich verließen wir in der Dämmerung den Vitalisgarten.

Erntezeit 07. September 2019

Nach den Ferien war wieder mehr los im Garten und es viel sogar wieder mal Regen. Wir sammelten Fenchel- und Radieschensaatgut, tüteten dies ein, jäteten in einigen Beeten und im Acker, ernteten Auberginen, Paprika, Zucchini, Bohnen, Himbeeren, Möhren, Weintrauben und Tomaten. Für den Grünen Leo bauten wir mal wieder ein Pflanzkiste.

Karin war die ersten im Vitalisgarten. Kurz darauf tauchten Fee und Danny auf. Karin gab Fee direkt eine Aufgabe und meinte sie möge gerne Fenchelsamen sammeln. Fee begab sich also an unseren Bronzefenchel und schnitt Samenstände ab, die sie einsammelt. Danny brachte Bioabfälle von The Good Food vorbei, zerhackte diese und machte sich anschließend wieder vom Acker. Karin erstellte zuerst eine Bestandsaufnahme unserer Beete im Hauptgarten. Sie notierte Aufgaben und brachte diese auf unserer Infotafel an. Dort konnte sich also jede Gärtnerin und jeder Gärtner eine Aufgabe aussuchen.

In der Zwischenzeit waren Paula, Katharina, Volker und der kleine Elias in unseren Gemeinschaftsgarten gekommen. Kurze Zeit darauf tauchte Christoph auf, der beim Grünen Leo mitmischen möchte. Lustigerweise hatten sich Christoph und Volker einige Monate vorher bei einer Wohnungsbesichtigung kennengelernt. Die Welt und insbesondere Köln ist klein!

Paula entschied sich zusammen mit Karin Beete unseres Hauptgartens von spontaner Begleitvegetation zu befreien. Paula fing an Beikräuter in der Nähe von Zucchinipflanzen zu entfernen. Karin jätete ebenfalls erfolgreich in den Beeten. Dank ihrer Bewässerungen hatten sich unsere Nutzpflanzen aber auch die Beikräuter gut entwickelt.

Volker zeigte fortan Fee und Christoph wie eine Pflanzkiste gebaut wird. Glücklicherweise standen uns von HELGA noch Einwegpaletten zur Verfügung. Zunächst galt es die Bretter von den Paletten mit Gefühl zu lösen. Das geht am besten mit Hilfe eines Fäustels. Die Aufgabe war es die Bretter nicht zu zerstören. Anschließend nahm Volker einen Kuhfuß zu Hilfe und entnagelte Bretter und den freigelegten Teil der Balken. Ein Brett blieb am Ende an den Balken, damit der rechte Winkel der Palette erhalten bleibt. Rechte Winkel sind eine tolle Sache.

Nachdem der erste Schritt klar war, ließ Volker Fee und Christoph alleine Bretter produzieren. Volker suchte derweil nach Brettern, die für die kurze Seite verwendet werden können. Er wurde auf dem Wiesengrundstück fündig und transportierte die kurzen Bretter zum Gartenhaus Zwei. Dort zeigte er nun Fee und Christoph, wie der Boden und die Seitenteile der Pflanzkiste gebaut werden. Dazu werden einfach die gelösten Bretter bündig auf die Palette gelegt, so dass keine Lücke mehr übrig bleibt. Anschließend nagelten Christoph und Volker die Bretter fest und fertig war der Boden der Kiste. Fee und Christoph bauten anschließend zwei Seitenteile zusammen.

Katharina passte derweil auf Elias auf und nahm sich der von Fee gesammelten Fenchelsamen an. Sie nahm die Samen und tütete diese ein. Nach dieser Aufgabe lieferte Karin ihr Radieschensaatgut, dass sie nach kleinen runden Samen durchforstete. Wie zwei Wochen zuvor war die Suche nach Radieschensamen nicht besonders ergiebig. Auch diese Samen kamen in ein beschriftetes Saatguttütchen, dass letztlich Karin für unsere Saatgutbank mitnahm.

Birk tauchte mit einem halben Dutzend Jungs auf. Bastian und Kai hatten den Wunsch geäußert im Vitalisgarten zu spielen. Im Vitalisgarten suchten die Jungs also nach einer Betätigungsmöglichkeit. Letztlich ging es darum unter dem großen Kirschbaum eine kleine Holzhütte zu bauen. Beim letzten Planungstreffen hatten wir nämlich entschieden eine Kinderecke unter dem Kirschbaum zu ermöglichen.

Evelyne kam ebenfalls in den Vitalisgarten. Zusammen mit Karin jätete sie auf unserem Acker zwischen unseren Kürbissen. Dort hatten sich viele Beikräuter breitgemacht, die mit den Kürbissen um Nährstoffe konkurrieren. Zwischendrin erntete Karin Paprika und Auberginen im Gewächshaus. Paula erntete in der Zwischenzeit Bohnen und verabschiedete sich nach dem ersten Gewitterguss. Während des Gewitters versammelten sich alle Gärtnernden vor und in der Casa Esmeralda.

Nach dem Gewitterregen ging das Gärtnern und Tüfteln weiter. Volker zeigte Fee und Christoph, wie aus den beiden Seitenteilen und der Bodenpalette eine Pflanzkiste wurde. Zunächst nagelte er die beiden Seitenteile auf die Bodenpalette und anschließend sägten Fee und Christoph Bretter für die kurzen Seiten zurecht, die letztlich die Pflanzkiste komplettierten. Fee und Christoph räumten auf und waren viele Erkenntnisse reicher. Ihnen war z. B. klar geworden, wie Leo Pflanzkisten bekommt und dass dafür viele helfende Hände hilfreich sind.

Karin und Evelyne ernteten nach dem Regenguss zahlreiche Zucchini. Es war ein halbes Dutzend große Zucchini herangewachsen. Diese galt es abzuschneiden und unter den Gärtnernden zu verteilen. Außerdem ernteten die beiden die ersten Physalis.

Im Gemeinschaftsgarten waren jetzt auch Julia und Ingo angekommen. Julia und Volker kümmerten sich fortan um unsere Möhren. Im Schrebergarten von Friedel waren zahlreiche Möhren gewachsen. Zunächst entfernten die beiden zwischen den Möhrenreihen Beikräuter. Anschließend dünnten die beiden die Möhren aus. Im Endeffekt waren sogar zu viele Möhren gekeimt und machten sich gegenseitig den Platz streitig. Mit viel Fingerspitzengefühl und einem Löwenzahnstecher ließen sich einige Möhren entfernen. Zum Vorschein kamen kleine, mittelgroße und sogar einige große Möhren, die wir natürlich zur Ernte beisteuerten.

Nebenan entfernte Ingo Gras mit dem Schuffel. Als er fertig war naschte er einige leckere Himbeeren. Anschließend fing Ingo an zu mähen. Nach wenigen Runden fing es aber wieder an zu regnen, weshalb er das Mähen aufgab und unter die Veranda der Casa Esmeralda flüchtete.

Zum Abschluss des Gartentreffs kamen Jessica und Jure zu Besuch. Jessica kommt aus Großbritannien und Jure aus Slowenien. Beide lernten sich an der Musikhochschule in Köln kennen. Jure spielt professionell Klavier und Jessica lernte Querflöte, studiert jetzt aber Medizin, da ihr die berufliche Perspektive fehlte. Jessica war über Neuland auf uns aufmerksam geworden. Katharina betreute die beiden und zeigten ihnen den Vitalisgarten. Die beiden waren von unserem Gartengelände begeistert und wollen wieder kommen. Da Ernte übrig blieb, bekamen Jessica und Jure sogar noch eine Zucchini und einen Apfel in die Hand gedrückt. Eigentlich heißt bei uns das Motto: “Wer anpackt, darf ernten.”

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Wir verteilten die Ernte untereinander, Ingo pflückte sich noch einige Tomaten, wir räumten auf und beendeten letztlich den Gartentreff. Dank der Regenfälle konnten wir diesmal aufs Bewässern der Pflanzen verzichten.

Geburtstag im Garten 31. August 2019

Heiß verlief dieser Gartentreff, weshalb die Gärtnernden nur langsam in die Gänge kamen. Wir jäteten, sammelten Salatsaatgut, entfernten aus dem Gewächshaus eine wuchernde Zierkalebasse, düngten Nachtschattengewächse mit Brennnesseljauche, durchsiebten und sortierten den Inhalt unserer rechten Kompostmiete, ernteten Paprika, Bohnen und Himbeeren und feierten gemeinsam den Geburtstag von Iris.

Dieses Mal waren Katharina, Volker und der kleine Elias die ersten im Vitalisgarten. Die drei schauten nach dem Rechten und öffneten die Türen zum Hauptgarten und zur Casa Esmeralda. Dieser Gartentreff brachte ein sonniges und heißes Wetter mit, weshalb unsere schattige und kühlere Gartenhütte zwischenzeitlich zum Verweilen einlud. Für das Baby Elias war es der richtige Ort, denn heiße Temperaturen und eine direkte Sonneneinstrahlung mag er nicht.

Als nächstes trudelte Fee im Garten ein und wünschte sich ebenfalls kühlere Temperaturen. Katharina und Fee richteten einen Sonnenschirm ein, der Jätenden Schatten bieten sollte. Fee fing an zwischen Pastinaken zu jäten und sie musste darauf achten, dass sie keine Jungpflanzen der Pastinaken ausgrub. Am Ende half ihr auch noch Volker beim Jäten. Sie machte anschließend weiter mit dem Jäten zwischen unseren Mangoldpflanzen. Dort spendete der Sonnenschirm leider keinen Schatten. Glücklicherweise zeigten sich ab und zu Wolken, so dass die Sonne nicht die ganze Zeit schien.

Inzwischen war auch Ursula im Garten aufgetaucht. Sie sammelte zu Beginn Saatgut von Salat ein. Katharina zeigte ihr wie das mit Saatgut vom Rest entfernt werden kann und Volker bastelte Ursula ein Saatguttütchen. Ins Tütchen kam also das gesammelte Salatsaatgut. Anschließend ging sie auch noch zu unseren Schmuckkörbchenblumen. Dort waren ebenfalls erste Samen entstanden, die Ursula nun sammelte. Ursula kümmerte sich außerdem um vertrocknete Stängel neben den Beeten. Sie schnitt diese ab und brachte das Schnittgut zum Kompost.

Zwischendurch tauchten Birk und Kai auf und brachten die Sachen für die Geburtstagsfeier von Iris. Letztere kam ebenfalls in den Vitalisgarten. Zusammen mit Katharina und Karin wütete Iris im Gewächshaus. Dort hatte eine Zierkalebasse das halbe Gewächshaus überwuchert. Das war nicht im Sinne unserer Pflanzgruppe, weshalb die drei die Ausläufer der Zierkalebasse entfernten.

Karin war ebenfalls in den Garten gekommen. Sie erntete beispielsweise Buschbohnen und schaute im Gewächshaus nach der Zierkalebasse. Die Reste der Zierkalebasse verwendete sich zum Mulchen zwischen unseren Kürbissen. Im Gewächshaus erntete sie außerdem Paprika und Karin bewässerte zwischendurch unsere Nutzpflanzen.

Dagmar, Manon und Benedikt schauten ebenfalls vorbei. Dagmar pflegte vor allem unseren Gemeinschaftsgarten. Sie schaute nach verwelkten Pflanzen und entfernte diese. Manon und Benedikt suchten sich eine wichtigte Aufgabe aus und düngten Tomatillos, Physalis, Kürbisse, Chili, Kohl und andere Starkzeherer mit Brennnesseljauche. Benedikt hatte das Düngen schon in den Wochen zuvor erlernt und da ging es diesmal leichter von der Hand.

Spät am Nachmittag waren ebenfalls Martina und Michael mit von der Partie. Martina hatte Lust Himbeeren und Trauben zu pflücken und unterstütze Michael beim Durchsieben der rechten Kompostmiete. Darüber hinaus sammelte Martina zusammen mit Iris Bohnen ein.

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Der Gartentreff endete diesmal nicht sondern ging in die Geburtstagsfeier von Iris über. Iris feierte nämlich ihren Geburtstag im Vitalisgarten. Sie hatte einige Bekannte eingeladen, es gab ein Mitbringbuffet und Birk warf einen Grill an. Mit von der Partie waren auch Kosta, Christine und Simon, die länger nicht im Vitalisgarten waren. In der Nacht fing es leider ein wenig an zu regnen, weshalb sich die verbliebenen in der Casa Esmeralda gemütlich machten. Die letzten verließen den Vitalisgarten erst nach Mitternacht.

Lavendelflasche 24. August 2019

Es war heiß und die Sommerferien waren im Endspurt. Da war es nicht verwunderlich, das nur wenige Gärtnerinnen und Gärtner in den Garten kamen. Wir bewässerten unsere Pflanzen, jäteten, sammelten Äpfel auf, ernteten Tomaten, Gurken, Paprika, Bohnen, Himbeeren, stellten eine Lavendel-Flasche her, falteten Saatguttütchen und tüteten Saatgut ein.

Karin war die Erste im Vitalisgarten. Sie fing direkt an unsere Pflanzen auf dem Acker und im Hauptgarten zu bewässern. Anschließend überlegte sie sich als Gastgeberin Aufgaben für den Gartentreff und notierte diese auf unserer Infotafel.

Nach kurzer Zeit tauchte auch Volker im Gemeinschaftsgarten auf. Er hatte ein Problem mit einer Internetverbindung. Karin konnte ihm mit Hilfe ihres Mobiltelefons helfen und ihm kurzzeitig einen mobilen Hotspot einrichten. Jetzt konnte Volker endlich die Einladung zum Gartentreff und zum sonntaglichen Brunchen und Planen verschicken. Anschließend verzog sich Volker in die Casa Esmeralda und schrieb noch den Gartenpost von letzter Woche zu Ende. Im Westerwaldurlaub war er nämlich nicht zum Schreiben gekommen.

Karin kümmerte sich in der Zwischenzeit um das Bewässern und erntete im Gewächshaus zahlreiche Gurken, Paprika und Chili. Jetzt kam auch Danny in den Vitalisgarten und war direkt motiviert Aufgaben der Reihe nach zu erledigen. Zusammen mit Volker überlegte er, was zu erst erledigt werden könnte. Die beiden kontrollierten zunächst unser Kartoffellager im Gartenhaus Zwei. Dort hatte Dagmar Kartoffeln möglichst nagersicher eingelagert. Erfreulicherweise waren die Kartoffeln unversehrt. Weiter ging es für die beiden mit dem Trocknen der großen dunkelgrünen Plane. Zunächst entfernten Danny und Volker kleine Pfützen und breiteten die Plane komplett aus. Die Sonne konnte die verbliebenen feuchten Stellen schnell trocknen. Anschließend sammelten die beiden viele heruntergefallene Äpfel unter unserem großen Apfelbaum auf. Einige Äpfel waren schon verfault aber die meisten können noch für ein leckeres Apfelkompott genutzt werden.

Danny erledigte eine weitere Aufgabe und beschnitt unsere Lavendelbüsche. Währenddessen erntete Volker unter dem Tomatendach zahlreiche Tomaten.

Evelyne kam in den Vitalisgarten und wurde herzlich begrüßt. Sie sah die abgeschnittenen Lavendelzweige und machte das Angebot eine Lavendelflasche zu flechten. Das Angebot wurde dankend angenommen und Evelyne, Karin und Volker setzten sich unter unsere Birke in den Schatten. Evelyne nahm 28 lange Lavendelzweige in die Hand und entfernte zunächst am Stengel überflüssige Blätter. Jetzt wurden die Zweige unterhalb der Blütenstände mit einem Kordel fest zusammen gebunden. Evelyne platzierte das Blütenbündel in einer Tasse und knickte die jungen Zweige zurück über die Blüte, so dass eine Flaschenform entstand. Jetzt sollten die Zweige gleichmäßig um die Blüten herum verteilt werden. Als nächstes suchte Evelyne nach dünnen Lappenfetzen. Da war nichts vorrätig und so griff Evelyne auf Dachziegelhalterungen zurück. Dieser Müll wurde also neu genutzt und Evelyne fädelte den Plastikgewebestreifen abwechselnd unter und über zwei Lavendelzweige. D. h. der Streifen wurde nach und nach in die Zweige eingewebt, so dass ein hübsches Muster einstand und die Zweige zusammen halten. Fertig war die Lavendel-Flasche.

Danny machte sich unterdessen an die nächste Aufgabe und kümmerte sich um Efeu, dass im Schrebergarten von Gartenhaus Zwei zu den Nachbarn wuchs. Danny schnitt das Efeu zurück und legte einen breiten Streifen frei. Vielleicht schaffen wir es das Efeu im Winter gänzlich zu entfernen. Die freigelegte Fläche könnte dann von Beetpatinnen oder Beetpaten genutzt werden.

Iris kam ebenfalls in den Garten und gesellte sich zu Karin, Evelyne und Volker. Karin sorgte für das heiße Wetter vor und hatte sich schon gedacht, dass wir uns in den Schatten verziehen würden. Sie hatte Saatguttüten und kleine Schraubgläser mit Saatgut im Gepäck. Für die Versammelten galt es einerseits kleine Saatguttütchen zu falten, diese mit Saatgut zu bestücken und zu beschriften. Andererseits hatte Karin die Samenstände von Radieschen gesammelt und aus diesen mussten die kleinen Samen herausgelöst werden. Die vier waren eine Weile mit den Aufgaben beschäftigt und dabei konnten wir uns neue Gartenprojekte ausdenken. Wie wäre es mit Aquaponik im neuen Gartengelände?

Nach dem Schattenparken ging es für Karin und Iris zum Acker. Dort jäteten die beiden und sie ernteten viele Bohnen. Volker kam ebenfalls zur Hilfe und pflückte ebenfalls einige Bohnen ab. Am Ende markierten die drei mit einer Kordel noch eine Buschbohnenstelle. Diese soll nicht mehr abgeerntet werden, denn wir wollen Saatgut fürs nächste Jahr und für die Saatgutbörse sammeln.

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Am Ende des Gartentreffs bewässerten und gossen wir noch weitere Pflanzen. Wir teilten den Großteil der Ernte unter uns auf. Die meisten Äpfel verblieben noch vor Ort, denn es gab nicht genügend Transportkapazitäten. Da die Gartenaktivitäten am darauffolgenden Sonntag weiter gingen, war das nicht weiter schlimm und es konnten dann Abnehmer gefunden werden. Wir räumten die letzten Sachen auf und Volker verließ als Letzter unseren Gemeinschaftsgarten.