Mitwirkstatt “Mitglieder gewinnen” 07. Oktober 2017

Das Wetter war eher zum Mäuse melken und lud nicht zum Gärtnern ein. Stattdessen waren Aniko und Volker an diesem Samstag bei der 5. Mitwirkstatt zum Thema “Mitglieder gewinnen” der Initiativenberatung der Verbraucherzentrale NRW des Projekts Mehrwert NRW mit von der Partie.

Bei den ersten Mitwirkstätten des vergangenen Jahrs war das Thema “Mitglieder gewinnen” von zentraler Bedeutung, weshalb diesmal ein gesamter Workshop zu dem Thema durchgeführt wurde. Mit dabei waren wieder Foodsharing-, Repair Cafés, Second Hand und Garteninitiativen. Mit Hilfe der Design Thinking Methode machten wir uns Gedanken, wie wir neue Leute mit ins Boot holen können.

Als Erstes sammelten wir auf Plakatwänden all das, was wir bereits tun um Mitglieder zu gewinnen. Außerdem schauten wir, welche Hemmnisse und Aufgaben es gibt. Nach der leckeren Mittagspause entwickelten wir drei verschiedene Prototypen, genannt Maria, Jupp und Bernd, die es zu gewinnen galt. Dann überlegten wir, wie wir z. B. die junge, interessierte, aber vom Nachhaltigkeitsangebot überforderte und schüchterne Maria begeistern könnten. Im letzten Schritt überlegten wir initiativenspezifische Fahrpläne für die nächsten Monate. Da Aniko schon mittags nach Hause musste, entwarf Volker einen Masterplan, d. h. mögliche nächste Handlungsschritte für die Gartenwerkstadt Ehrenfeld. Als nächstes können wir unsere entwickelte Postkarte drucken lassen und verteilen. Dann gäbe es die Möglichkeit neue Leute mit Hilfe unseres möglichen Hühner-Projekts zu begeistern. Als drittes können wir unsere Aufgabenbeschreibungen aktualisieren und streuen. Da bietet sich die Freiwilligenagentur, nebenan.de und unser Gartenbrief an.

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Die zweite Mitwirkstatt für Köln und Umgebung war wieder toll organisiert. Dieses mal wurden unsere Gedanken und Ergebnisse sogar digital verbildlicht. Die Methode nennt sich “graphic recording” und hat prima funktioniert. Vielen Dank also an die Organisatoren!

Eine Kiste 23. September 2017

Der Gartentreff in unserem Gemeinschaftsgarten HELGA verlief sonnig und ruhig. Drei Gärtnerinnen und ein Gärtner trafen sich und wir bauten eine Pflanzkiste.

Der güldene Sonne zeigte sich direkt zum Herbstanfang in HELGA. Durch Menschen und eine stürmige Zeit hatte sich wieder viel Müll breitgemacht. Außerdem hatte jemand an eine Kiste sein großes Geschäft gemacht. Volker machte sich also zunächst daran die Müllberge und die Hinterlassenschaft zu beseitigen.

Petra schaute vorbei und war vor allem über ihre Tomatentrauben begeistert. Eine kleine Tomatenpflanze trug wahrhaftig riesige Mengen kleiner Tomaten. Sie verabschiedete sich nach einigen Erzählungen um noch etwas im Haushalt zu erledigen.

Plötzlich hob sich in der Sitzecke die blaue Plane. Der Obdachlose Michael kroch hervor. Er hatte schlecht geschlafen und war deshalb erst am Nachmittag aufgestanden.

Volker baute nun unter der Aufsicht von Michael eine neue Pflanzkiste. Durch das Freilufttheater war der Weg zur Palettenquelle versperrt, weshalb Volker auf die Ressourcen von HELGA zurückgreifen musste. Zwischendurch schaute Aniko vorbei und klopfte wieder ein paar Nägel gerade. Mit altem Kistenmaterial konnten wir die neue Pflanzkiste schließlich vollenden.

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Aniko verschwand und Bettina kam wie angekündigt vorbei. Volker schaufelte eine alte Erdbeerkiste leer, platzierte die neue Kiste an die gleiche Stelle und schaufelte Erde in die neue Kiste. Bettina wurde kalt und fing deshalb ebenfalls an zu schaufeln. Am Ende setzten wir die übrig gebliebenen Pflanzen ein, gossen diese an, räumten auf und ließen HELGA mit Michael alleine.

Solare Ernte 16. September 2017

Nach dem Kartoffel-Erntefest am Freitag kam gleich wieder der Gartentreff im Vitalisgarten. Wir mähten Rasen, kitteten ein Fenster, gruben Kartoffeln aus, säten Inkarnatklee aus und installierten endlich erfolgreich unsere Solaranlage.

Kurz nach 13 Uhr war Volker als erster Gärtner im Vitalisgarten angekommen. Zuvor hatte er die Ring Frei-Demo besucht und war traurig, dass er sich nicht teilen konnte. Das Gras und anderes Gewächs der Wiese war aufgrund der feucht-kühlen Witterung gewachsen und musste gemäht werden. Er zückte den Spindelmäher und mähte geduldig die vordere Wiese. Leider gilt es dort mit vielen Ecken klarzukommen. Das vereinfacht das Mähen nicht gerade.

Pitter – unser Schrebergartennachbar – tauchte auf und lud Volker in seinen Garten ein. Der entpuppte sich als eine Art japanische Gartenanlage mit vielen Teichen. Im größten Teich hält sich Pitter hübsche Kois und das Wasser hält er mit einer ausgeklügelten Filteranlage sauber.

Nach einem kleinen Regenschauer bevölkerte sich der Vitalisgarten zusehens. Gemeinsam jäteten Iris, Ines, Jan und Volker im Acker. Unser gesäter Spinat Butterflay war gekeimt, doch leider taugte unser Feldsalat-Saatgut nichts. Nur etwa fünf Feldsalat-Pflänzchen und jede Menge Beikräuter waren empor gekommen. Hier galt es also gewollte von ungewollten Kräutern zu unterscheiden. Gemeinsam machte das Jäten sichtlich Spaß, da wir uns nebenbei auf dem Laufenden halten konnten.

Inzwischen waren auch Ingo, Stephan und Zoe aufgetaucht. Ingo zeigte sich als unerschrockener Elektronikkenner. Gemeinsam widmeten wir uns also der Solaranlage. Jan hatte zwischenzeitlich herausgefunden, dass nur eine Sicherung im Ladekabel fehlte. Als wir die einsetzten leitete das Kabel erstaunlicherweise den Strom. Wir packten die Module auf unseren Schuppen, installierten alle Kabel und plötzlich ernteten wir Sonnenstrom. Hurra! Da fehlt uns jetzt nur noch der Einbau der Batteriesicherung. Für kühle Getränke ist jetzt also durch den Solarstrom und unseren Kühlschrank gesorgt.

Im Acker schlummern noch etliche Kartoffeln. Einen Teil dieser galt es zu finden. Mit Mistgabel, Spaten und afrikanischer Hacke ging es an die Suche. Wir wurden fündig und sammelten etwa anderthalb Eimer Kartoffeln.

Der Casa Esmeralda fehlt seit Langem eine Fensterscheibe. Stephan war dies direkt bei seinem ersten Besuch vor einigen Wochen aufgefallen. Zunächst entfernte er alten Kitt, jetzt schnitt er eine Plexiglasscheibe zu, nahm den besorgten Leinsamenkitt und passte die neue Scheibe ein.

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Zum Schluss erschien noch Katharina, bestaunte unseren Abwasch und half einen dunklen sicheren Ort für unsere Kartoffeln zu suchen. Gemeinsam machten wir uns kurz vor der Dämmerung vom Acker.

Obdachlos 09. September 2017

Dieser Gartentreff verlief anders als gedacht: Volker schloss sich aus und war so kurz obdachlos, Kathrin und Nicole reisten aus Siegen an und Verabredungen funktionierten leider nicht.

Die Tür schlug kurz nach 12 Uhr zu! Volker hatte sich ausgeschlossen. Das bedeutete, dass er keinen Zugriff auf unsere Werkzeuge, sein aktuelles Fahrrad und Finanzmittel hatte. Er machte also sein altes rotes Rad startklar und fuhr zunächst einmal in den Grünen Weg. Dort gab es eine Pflanzaktion und es sieht so aus, als ob zumindest ein kleiner Teil unserer Pflanzkisten an den Grünen Weg zurückkehren könnte. Gegenüber entstand nämlich im Mai 2011 der Gemeinschaftsgarten Obsthain Grüner Weg. Jetzt stehen dort Klötze und es dominiert Beton.

Das rote Rad hatte Volker nicht umsonst aufgegeben und so mühte er sich in den Vitalisgaten. Dort konnte er nämlich Hammer, Kuhfuß, Zangen und eine Säge einpacken. Außerdem versorgte er sich mit Himbeeren, Äpfeln und Wasser. Ein solches Obdachlosenleben erfordert nämlich gewisse Ressourcen.

In HELGA kam Volker erst gegen 13:40 Uhr an und er hatte damit bereits die erste Verabredung verpasst. Der neue Verein MITmachen sucht ehrenamtliche Engagementmöglichkeiten für Flüchtlinge. Leider war unser Garten verlassen und wirkte vernachlässigt, weshalb Anke von MITmachen denkt, dass zu wenige soziale Kontakte entstehen könnten. Da hat sie mit HELGA nicht ganz unrecht, denn viel ist bei den Gartentreffs nicht gerade los.

Überraschenderweise hatten sich die Siegener Studentinnen Kathrin und Nicole in HELGA eingefunden. Für ein Forschungsprojekt waren auch die beiden an Kontakten interessiert, kamen diesmal aber nur in Kontakt mit drei Obdachlosen. Michael und Karsten hielten sich wieder im Gemeinschaftsgarten auf und Volker war ja kurzzeitig obdachlos.

Zu dritt ging es an den Bau von zwei Pflanzkisten, die zerfallene Erdbeerkisten ersetzen sollten. Dank der besorgten Werkzeuge war das überhaupt erst möglich. Kathrin und Nicole erfuhren, wie unsere Pflanzkisten gebaut wurden. Es mangelte an Hämmern, weshalb wir einen Hammerkopf mit einem provisorischen Stiel versahen.

Als es daran ging die Pflanzkisten vollzuschaufeln verabschiedeten sich Kathrin und Nicole gen Siegen. Glücklicherweise hatte Karsten Lust Volker zu helfen. Sie schaufelten zwei Kisten mit Erde voll und setzten die Erdbeerpflanzen wieder ein.

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Die Dämmerung brach ein, wir räumten auf und Volker begab sich anschließend auf den Heimweg. Zu Hause begrüßte ihn nach kurzer Wartezeit Katharina. Die Obdachlosigkeit war also für Volker bereits beendet!

Spät in Schwung 02. September 2017

Im Vitalisgarten gibt es viel zu tun! Diesmal kümmerten wir uns erneut um unsere Solaranlage. Erst spät kam der Gartentreff richtig in Schwung und am Ende galt es die kommenden Wochen zu planen.

Gegen 13 Uhr startete unser Gartentreff. Volker schaute sich an, wie er am besten unsere Solarpanele mit Brettern verbindet. Zunächst war er allein und die Muttern an die Schrauben zu drehen war knifflig.

Stephan kam mit Zoe hinzu und gemeinsam ging der Rahmenbau für die Solarmodule weiter. Der Amerikaner Mark hatte über Franziska von uns erfahren und besuchte uns. Den Neuankömmlingen bot Volker deshalb eine bilinguale Führung durch den Vitalisgarten. Am Ende der Führung waren wir auf der Wiese am Holzlager angekommen. Zunächst suchten wir Balken für ein Untergestellt zusammen. Anschließend holte Volker eine Palette hervor und wir nahmen diese auseinander. Die Bretter waren ebenfalls für das Holzgestell der Solarpanele gedacht. Nach dem Auseinandernehmen galt es die Nägel zu entfernen und wir verabschiedeten Mark.

Zu dritt transportierten wir die Balken und Bretter in den Schrebergarten. Dort sägten wir die Bretter auf die richtige Länge und schraubten das Untergestell zusammen. Derweil tauchten Ann-Marlen und Marlene auf. Erstere fing an den Vitalisgarten im Hinblick auf Ökosystemdienstleistungen für eine Masterarbeit zu kartieren. Letztere nahm Zoe an die Hand und beide ernteten Tomaten und Trauben und sammelten Schnecken bei den Bohnen ab.

Nach den Stunden der Ruhephase kam jetzt also Schwung in den Gartentreff. Hinzu gesellten sich Tina, Iris, Birk, Christine und Kosta und vier Kinder. Gemeinsam ernteten wir auf dem Acker Maiskolben.

Am Ende des Gartentreffs kamen Karin und Katharina in den Vitalisgarten. Gemeinsam besprachen wir verschiedene Dinge beim monatlichen Planungstreffen. Sollen wir das Angebot von Pitter annehmen und Moderlieschen (friedliche Fische) in unseren Teich einsetzen? Was gibt es bei der Hühnerhaltung zu beachten? Welche Projekte sind gerade zu bearbeiten und was steht als Nächstes auf dem Programm?

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Als Letztes brachten wir die Untergestelle der Solarmodule aufs Dach und wir waren erfreut, dass die drei Solarpanele auf das Dach des Geräteschuppens passen. Mit dieser guten Nachricht im Gepäck machten wir uns auf den Heimweg.

Hindernisse 26. August 2017

Ein ungewöhnlicher Samstag-Gartentreff liegt hinter uns. Diesmal waren wir sowohl in HELGA als auch im Vitalisgarten aktiv. Von Les Boites bekamen wir Paletten geschenkt, wir versuchten unsere Solaranlage zu installieren und bauten zwei Pflanzkistenwände.

In unserem Gemeinschaftsgarten HELGA traft Volker gegen 13 Uhr Karsten. Karsten ist seit ein paar Tagen obdachlos und verbrachte drei Nächte zusammen mit Michael in HELGA. Ja, sogar Obdachlosen gefällt unser Gemeinschaftsgarten. Karsten ist handwerklich versiert und baute sich aus Müll einen Anhänger mit Hilfe dessen er seine Habseligkeiten nach Ossendorf transportieren wollte.

Ein weiterer Besucher traf ein und war erstaunt, dass wir ehrenamtlich Gärtnern und nichts mit HELGA verdienen bzw. das aus eigenem Antrieb tun. Volker macht ihm klar, dass keine Order von Oben für sein Tun verantwortlich ist.

Derweil hatte sich Volker mit Rainer von Les Boites verabredet. Anja und Rainer räumen gerade die 4. Etage des Hauses in der Heliosstraße. Wir hatten die Möglichkeit Euro-Paletten zu bekommen und so war Volker schließlich dabei das Palettenbett abzubauen. Mit Hilfe eines großen Einkaufwagens – der war HELGA zugeflogen – konnte Volker neun Paletten transportieren. Da kam ihm die Transporterfahrung aus dem Jahr 2012 zu Gute. Damals hatten wir von der DGE-Halle Paletten bis zum Grünen Weg gebracht. Der Transportrekord aus dem Jahr waren 11 Paletten. Da kam Volker also diesmal nicht ganz ran.

Nachdem auch Chris HELGA besuchte, ging es für Volker diesmal kurzzeitig in den Vitalisgarten. Dort hatten sich Jan, Ziad und Volker verabredet, um die Installation unserer Solaranlage voranzubringen. Die gute Nachricht: Die Solarmodule liefern Strom. Die schlechte: Leider scheiterte die Installation an der Verbindung zwischen Laderegler und Batterie. Da scheint das Kabel defekt zu sein. Ein spannender Moment entstand, als sich die Plus- und Minuskabel der Batterie berührten und ein Lichtbogen entstand. Das hätte besser nicht geschehen sollen. Passiert ist uns aber nichts!

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Zurück in HELGA räumte Volker Paletten auf, während Bettina eintrudelte. Gemeinsam erzeugten beide aus Paletten neue Bretter und bauten zwei neue Pflanzkistenwände. So endete der Gartentreff dann doch noch produktiv!

Tomatenmassen 19. August 2017

Mitten im August fand dieser Gartentreff im Vitalisgarten statt. Viel war leider nicht gerade los! Wir konnten zahlreiche Tomaten ernten, mähen, jäten und Feldsalat säen.

Kurz nach 13 Uhr trudelten Katharina und Volker im Vitalisgarten ein. Gemeinsam machten sich die beiden direkt ans Ernten von Tomatenmassen. Es zeigte sich, dass der August die Haupterntezeit für Tomaten ist und wir konnten etliche Tomaten pflücken. Außerdem gab es noch Bohnen, Zwiebeln, Kartoffeln, grünen und roten Mangold und Kräuter zu ernten. Die Gurkenzeit geht jetzt langsam aber sicher zu Ende. Zu dieser Zeit hofften wir noch, dass wir die Ernte teilen hätten können. Doch dem war leider nicht der Fall.

Das Gras und die Vegetation war durch die feucht-warme Witterung enorm gewachsen. Aus diesem Grund begaben wir uns zunächst ans Rasenmähen. Nach den kleinen Rasenflächen im Vitalisgarten ging es auf die Wiese. Die großen Flächen waren kein Problem. Lästiger waren die Randstücke und es standen leider etliche Gegenstände unserem Spindelmäher im Weg. Gemeinsam machten wir uns den Weg frei und flux war die Wiese getrimmt.

Nachdem wir unseren Mittagshungerast durch ein kleines Mahl überwunden hatten, gings ans Jäten im Acker. Am Nordrand hatte sich spontane Begleitvegetation neben den hübschen Porree- und Pastinakenpflanzen breitgemacht. Mit dem Grubber und der langstieligen Hacke gingen wir den Beikräutern an den Kragen und legten wieder ein Stück Acker frei.

Chris und Jan schauten vorbei, waren aber nicht zum Gärtnern gekommen. Chris wollte auf dem Laufenden bleiben und besucht uns deshalb regelmäßig. Jan hatte uns auf dem “Markt des guten Lebens” kennengelernt und brachte uns eigens gezüchteten Bokashi vorbei: Wunderbarer Dünger! Da hoffen wir mal, dass Jan demnächst mit seiner Frau bei uns mitmischt.

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Nach dem Besuch schauerte es zeitweilig. Wir zogen vier Rillen im freigelegten Stück Acker und säten Feldsalat. Auf der anderen Hälfte wollen wir zusätzlich noch Spinat einsäen. Die Kombination stellt laut “Der Biogarten” eine bewährte Pflanzkombination für den Herbst dar. Wir räumten auf und verließen den Vitalisgarten.

Mittelstrich vom A 12. August 2017

Nach dem Regen startete der Gartentreff im Gemeinschaftsgarten HELGA. Heute bekamen wir Besuch von Nina und Dinah von Solis TV. Die beiden werden ein Tagebuch-Dreh übers urbane Gärntern drehen und wollen berichten, wie das mit dem Gärtnern in HELGA funktioniert.

Volker war zunächst alleine im Garten und täglich grüßte wieder das Murmeltier. Wie immer galt es die vermüllte HELGA von Unrat zu befreien. Diesmal war der Untergrund leider nass und so konnte der Zauberrechen nicht wirklich zaubern.

Nach der Müllsammelei schaute Katharina vorbei. Die beiden unternehmen in den nächsten Tagen eine Radtour durch den Westerwald und da musste noch ein schleichender Platter entfernt werden. Beim Überprüfen des Schlauchs pumpte Volker den Schlauch leider zu stark auf. Der Schlauch platzte lautstark und hinterließ bei Volker auf dem rechten Ohr ein Knalltrauma. Gute Besserung!

Derweil waren Nina und Dinah eingetroffen und bereits dabei zwei Paletten auseinander nahmen. Es galt eine neue Pflanzkiste zu bauen. Mit dem Know-How der Gartenwerkstadt war das nicht allzu schwierig. Da konnten die beiden erstmal handwerkliche Erfahrungen machen, vor dem Gärtnern.

Petra, Anne & Hendry und Chris tauchten ebenfalls auf und so bevölkerte sich HELGA zusehends. Anne konnte Nina und Dinah auch noch eine bestehende Pflanzkiste zuteilen. Eine Beetpatin hatte keine Zeit mehr fürs Gärtnern in HELGA und übergab den Gartenstaffelstab an die beiden.

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Am Ende des Tages hatten wir wieder den Mittelstrich des A von HELGA durch eine neue Kiste ersetzt. Wir transportierten den Müll ab, räumten ab und trafen ganz am Ende noch Ines und Jan.

Mischkultur & Hühner 05. August 2017

Der erste Samstaggartenterff im August fand wie geplant im Vitalisgarten statt. Nach anfänglicher Ruhephase nahm er noch Fahrt auf. wir jäteten, pflanzten Kohl und führten unser Planungstreffen durch.

Am Vormittag hatte es noch kräftig geregnet, aber glücklicherweise hörte mittags der Regen auf und am Nachmittag kam sogar die Sonne heraus. Kurz nach 13 Uhr erschien Volker deshalb im Trockenen als erster im Vitalisgarten. Er schnappte sich unsere Hängematte und das Buch “Der Biogarten”. Dort erklärt uns seit Jahrzehnten Marie-Luise Kreuter wie wir nachhaltig gärtnern. Zufällig fanden wir im Vitalisgarten eine frühere Ausgabe des Buches. D. h. auch die Vorbesitzenden des Schrebergarten besaßen dieses tolle Buch. Diesmal bildete sich Volker zu dem Thema Fruchtwechsel und Mischkultur. Zu Letzterer bietet praktischerweise das Buch Beispielbepflanzungen und wertvolle Tipps. Beispielsweise können Möhren und Zwiebeln nebeneinander in Reihen angepflanzt werden. Damit haben wir schon gute Erfahrungen gemacht. Leider keimten die Möhren dieses Jahr aber sehr schlecht …

Jan tauchte auf und gemeinsam diskutierten wir über den Fipronil-Hühnerskandal. Wir waren dieses Jahr vor allem über die Produktionsbedingungen in Biobetrieben aufgeschreckt worden. Bioeier bei Aldi bedeuten leider nicht, dass sich die Hühner wohlfühlen können. Da ist der Fipronil-Skandal nur die Spitze des Eisbergs. Beim Jäten in den Beeten ging die Diskussion mit Karin, Anne und Iris weiter. Iris hatte am Vortag die Idee gehabt Hühner im Vitalisgarten zu halten. Karin wand ein, dass es klare Verantwortlichkeiten geben müsse. D. h. um die Hühner müssten wir uns jeden Tag kümmern. Da müssten wir erst einmal zuverlässige Hühner-PatInnen finden. Als allererstes bräuchten wir aber die Genehmigung der Stadt für die Hühnerhaltung.

Neben dem Jäten pflanzte Karin Kohlpflanzen ins Beet. Im Beet wuchsen zuvor Erbsen. Diese Leguminosen sorgen für die Stickstoffanreicherung des Bodens. Deshalb pflanzte Karin den Starkzehrer Kohl. Starkzehrer verbrauchen viele Nährstoffe und können nicht fortlaufend an gleicher Stelle angepflanzt werden. Da muss also die Fruchtfolge beachtet werden.

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Am Ende des Gartentreffs kam abermals Chris zu Besuch. Dieses Mal hatte er seinen neuen Mitbewohner Johannes im Schlepptau. Gemeinsam schauten wir nach der Solaranlage um vielleicht Ideen für die Errichtung zu bekommen. Die zündende war aber noch nicht dabei. Anschließend startete unser monatliches Planungstreffen: Zu viert ging es um Themen wie die Solaranlage, das Kartoffelernte-Fest und natürlich um eine mögliche Hühnerhaltung.

Zauberrechen 29. Juli 2017

Nach dem 1. Gipfel zur Essbaren Stadt fand der Gartentreff in unserem Gemeinschaftsgarten HELGA statt. Viel war beim Gartentreff nicht los, aber wir haben Einiges erledigen können.

Zunächst war Volker allein vor Ort, nahm sich gleich den Zauberrechen in die Hand und sammelte den Müll der letzten zwei Wochen zusammen. Wieder kam eine kleine Schubkarrenladung Müll zusammen und nach der Aktion war HELGA hübscher und sauber.

Petra gesellte sich als erste zu Volker. Sie freute sich über die Wachstumsfortschritte einiger Pflanzen und war traurig, dass ihre Kohlrabis abhanden gekommen waren. Hanno kam ebenfalls vor seinem wohlverdienten Urlaub vorbei und fragte sich, was er noch im Sommer anpflanzen kann. Katharina, die vom Vitalisgarten zu uns stieß, riet ihm beispielsweise Feldsalat, Radieschen oder Kohl zu säen.

Derweil kam Tina mit Begleitung im Garten vorbei. Über das Nachbarschaftsportal nebenan.de hatte sie nach einen Kühlschrank für ihre Geburtstagsfeier gefahndet. Den boten wir ihr zum Ausleihen an und versorgten Sie auch noch mit 12 Kölschstangen, 10 Tellern und 10 Gabeln. Wir verleihen Interessierten gern unsere Vereinsutensilien und hoffen, dass dadurch Müll vermieden wird. Wer also von euch Geschirr oder Besteck für eine Feier benötigt, kann sich an uns wenden.

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Weiter ging es mit dem Jäten. Nach der feuchten Witterungsphase hatten sich Beikräuter breitgemacht. Melde, schwarzer Nachtschatten und andere spontane Begleitvegetation hatten sich zu unseren Nutzpflanzen gesellt. Wir entfernten also in einigen Pflanzkisten Beikräuter.

Im Vitalisgarten planen wir als Nächstes unsere Solaranlage zu installieren. Dafür schnitten wir Bretter für einen Rahmen zurecht. Zunächst mussten wir aber Holz besorgen und wurden auf dem Gelände in Form von Einwegpaletten fündig. Kompliziert wird die Halterung deshalb weil wir die Solarpanele neigen wollen. Optimal in unseren Breiten ist eine Neigung von 30° und die Ausrichtung in Richtung Süden.

Maria und Gabriella waren kurz im Gemeinschaftsgarten mit von der Partie. Maria hatte im Gartenbahnhof damals die Pflege des Außenwalls übernommen. Jetzt hat sie wieder mehr Zeit und wird die Pflege einer Pflanzkiste übernehmen.

Am Ende des Gartentreffs hatten wir eine Palette komplett auseinander genommen und Bretter auf die richtige Länge gesägt. Hanno schaute abermals vorbei, säte den spontan besorgten Feldsalatsamen ein und verabschiedete sich gen Urlaub.