Amselflüsterer 13. April 2019

An diesem vorösterlichen Gartentreff begrüßten wir wieder ein neues Gesicht. Wir setzten gespendete Kartoffeln der Sorte Salome ein, jäteten, düngten Maiwirsing mit Brennnesseljauche, stachen unseren Ackerweg ab, hüpften Seil, mähten unser Wiesengrundstück, gossen unsere frischen Saaten und ernteten Salat. Am Spätnachmittag gab es in netter Runde sogar leckere Teilchen.

Katharina betrat zusammen mit Volker den Vitalisgarten. Das Wetter war angenehmer als gedacht. Es war zwar kühl, aber es schien die Sonne und viel Wind kam auch nicht auf. Dafür kam gleich Katharina S. als neue Gärtnerin vorbei. Sie hatte unser Projekt schon länger im Blick, in Pflanzkisten gärtnern wollte sie aber nicht. Beim Besuch des Carlsgartens in Mülheim kam ihr wieder das gemeinschaftliche Gärtnern in den Sinn und sie stellte fest, dass der Vitalisgarten von ihr aus gesehen um die Ecke liegt. Da war sie also nun.

Katharina und Volker begrüßten Katharina S. herzlich und erklärten ihr kurz, was der Vitalisgarten alles zu bieten hat und wie wir grob organisiert sind. Nach der Einführung begaben wir uns direkt ans Werk und pflanzten von den Finken gespendete junge Kopfsalatpflänzchen und selbst aufgezogenen grünen Pflücksalat ins Beet B4. Während der Pflanzaktion trudelte Detlef im Garten ein. Es entwickelte sich sogar eine kurze Diskussion über die Europawahl, bei der unterschiedliche Meinungen über den Sinn und Zweck von Europa zum Vorschein kamen. Detlef machte sich anschließend im neuen Schrebergarten zu schaffen. Er machte weiterhin ein Beet urbar und betätigte sich als Amselflüsterer. Eine Amsel freute sich nämlich über aufgewühlte Würmer, die Zuhauf in ihrem Schnabel landeten.

Auf der Veranda legten wir eine kleine Pause ein und gemeinsam erarbeiteten wir, wie und wo wir Kartoffen in den Acker bringen. Wir entschieden drei Reihen im Nordosten des Ackers mit Kartoffeln zu besetzen. Dazu legten wir einen etwa 10 cm tiefen Graben an und legten die Kartoffeln im Abstand von etwa 40 cm in den Graben. Unsere Reihen bekamen den Abstand von etwa 50 cm. Wir setzten die Kartoffelsorte Salome ein. Diese frühe und festkochende Sorte schenkte uns Franziska G. über nebenan.de. Sie hatte die Kartoffeln versehentlich bestellt und Katharina holte sie letzten Mittwoch ab. Herzlichen Dank für die Kartoffelspende!

Während des Einbuddelns der Kartoffeln kamen auch Alina, Leni und Mila in den Vitalisgarten. Alina beteiligte sich direkt an der Kartoffelaktion. Leni und Mila gingen mit Volker auf die Löwenzahnjagd. Katharina S. hatte Spaß am Jäten und entfernte Beikraut im nördlichen Ackerteil. Alina, Mila und Katharina kümmerten sich derweil um unsere Wirsingpflanzen. Sie jäteten rundherum und Katharina düngte die Pflänzchen mit Brennnesseljauche der letzten Gartensaison. Katharina maß außerdem noch die Mitte des Ackers aus, denn dieses Jahr soll dieser gesechstelt werden.

Volker verkleinerte inzwischen den nördlichen Ackerweg, da er in die Breite gewachsen war. Er stach Teile ab und entfernte Beikräuter. Während Volker im Boden wühlte, schaute erneut Hermann vorbei. Er ist fotographiebegeistert und besorgte Katharina und Volker eine digitale Spiegelreflex-Kamera. Damit die beiden den Umgang mit der Kamera erlernen hatte Herman gleich auch noch ein Profibuch dabei, dass er beiden auslieh. Nach dem kurzen Besuch machte sich Hermann gleich wieder vom Acker.

Nach dem Jagen, Abstechen und Jäten hatten sich Leni und Mila das Seilspringen redlich verdient, während sich Katharina S. verabschiedete. Weiter ging es mit dem Ansäen von Möhren in Friedels Schrebergarten. Alina und Volker zogen etwa zwei cm tiefe Furchen und streuten die Samen vorsichtig hinein. Anschließend schlossen die beiden die Furchen wieder und fast fertig war die Arbeit. Katharina ging mit Mila und Leni noch zur Terrasse um Schildchen für die Möhren zu schreiben. Als diese in der Erde steckten, war dann auch für alle anderen ersichtlich, was dort wachsen soll.

Die nächste Aufgabe bestand darin unser Wiesengrundstück zu mähen. Mittlerweile waren die Pflanzen schon so hoch gewachsen, dass es Zeit wurde zu Mähen. Zunächst versuchten Lina und Mila alleine ihr Glück. Die beiden mussten aber feststellen, dass ohne Hilfe nicht so recht vorangehen wollte. Zusammen mit einer oder einem Erwachsenen gings aber. Lina wunderte sich anschließend, dass Volker im T-Shirt mähte. Volker erklärte ihr, dass das Mähen anstrengend ist und im Körper Wärme produziert. Auch Alina wurde warm und zog letztendlich ihre Jacke aus. Am Ende war die Wiese gekürzt und Alina und Volker hatten sich das Fitnessstudio gespart.

Katharina war inzwischen zusammen mit Lina und Mila mit dem Rad unterwegs zum Besorgen von einem Nachmittagssnack. Die drei holten Teilchen und so konnten wir den Nachmittag gemütlich am sonnenbeschienene runden Tisch ausklingen lassen.

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Alina, Lina und Mila räumten noch mit auf und verabschiedeten sich anschließend. Katharina und Volker verblieben als letzte im Garten. Die beiden gossen noch unsere frischen Saaten und transportierten Regenwasser von der Casa nach Vorne in den Garten. Zum Schluss ernteten sie noch Endiviensalat, Asiasalat und Rucola und machten sich ebenfalls vom Acker.

Gefragter Löwenzahn 06. April 2019

Bei diesem Gartentreff hätte das Schnuppergärtnern stattfinden sollen. Es kamen aber leider keine zu dieser Aktion. Statt dessen jäteten wir im Acker, pflegten die Erdbeerpflanzungen, setzen Kohlrabi und Koriander ein, jagdten Löwenzahn und verschenkten diesen. Machten ein Beet urbar und düngten es mit Kompost. Außerdem gossen wir unsere frischen Saaten.

Volker kam als Erster in den Vitalisgarten. Er öffnete zu Beginn die Gewächshausfenster und bereitete sich aufs Schnuppergärtnern vor, das um 14 Uhr starten sollte. Zunächst schaute er sich auf der Veranda der Casa Esmeralda um. Zu dieser Zeit erschien Tanja, die vor Jahren einen Aushang von uns entdeckt hatte, aber nie dazu gekommen war bei uns mitzumachen. Jetzt traf sie Volker und fand den Vitalisgarten direkt sympatisch. Volker dachte sich, die Veranda könnte hübscher fürs Schnuppergärtnern aussehen. Deshalb kehrten Tanja und Volker zunächst den Boden und räumten zahlreiche Gegenstände an einen neuen Platz.

Michaela kam als dritte in den Garten und wurde freudig begrüßt. Die drei überlegten sich was die erste Gartenaufgabe sein sollte. Der mittlere Streifen des Ackers war von Beikräutern eingenommen und wartete aufs Jäten. Also machten sich die drei Gärtnernden auf zum Acker und fingen an zu jäten. Volker war allerdings zunächst auf Löwenzahnjagd und wurde natürlich wieder fündig. Unser Schrebergartennachbar Pitter zeigte sich und war froh, dass er Löwenzahn für seine Kaninchen bekommen konnte.

Jakob und Dagmar und ihre Freundin schauten ebenfalls vorbei und mischten direkt mit. Jakob beteiligte sich am Jäten des Ackerstreifens. Dagmar sah, dass am Seitenstreifen Ringelblumen anfingen zu blühen. Sie machte sich am Blühstreifen zu schaffen und entfernte Beikräuter. Sie bekam ebenfalls ein Löwenzahn-Prachtexemplar für zu Hause in die Hand. Auch Tanja bekam schöne Löwenzahnpflanzen. Wer hätte gedacht, dass unser Löwenzahn so gefragt ist.

Ein wenig später trudelten auch Katharina und Detlef im Vitalisgarten ein. Katharina pflegte zunächst das Erdbeerbeet hinter der weißen Bank. Sie verteilte Erdbeerableger und jätete ebenfalls. Detlef kümmerte sich um seine neu eingepflanzten Erdbeerpflanzen, er düngte diese mit Hornspänen und goss sie.

Jetzt kamen auch Iris, Birk, Kai und Bastian in den Vitalisgarten. Iris brachte vorgezogene Kohlrabi- und Koriander-Pflanzen von zu Hause mit. Die jungen Kohlrabi setzte sie ins Beet B2 hinter unseren Schneckenzaun. Bleibt zu hoffen, dass unser Schneckenzaun eine wirkliche Barriere für die Nacktschnecken darstellt. Die Koriander-Pflänzchen setzte Iris in die Kräuterspirale.

Birk und seine beiden Jungs fingen an ein Vogelhäuschen zu bauen. Sie fanden ungenutztes Holz und begannen zu werkeln. Später unterstützte Iris die drei und fast fertig war das Häuschen. Was noch fehlt ist das Eingangsloch für die Vögel.

Was war mit dem Schnuppergärtnern? Niemand kam wegen dieser Aktion vorbei und so fiel das erste Schnuppergärtnern aus. Tanja war ja das erste Mal im Garten und deshalb bekam sie noch eine kurze Führung durch den Vitalisgarten. Nach der Führung ging es im Schrebergarten von Friedel weiter. Dort erlaubt uns Friedel Gemüse auf ungenutzten und brachliegenden Flächen anzubauen.

Tanja, Michael, Jakob und Volker stiegen also über den Zaun und begannen überwucherte Beete urbar zu machen. Es galt also zu hacken, den Boden aufzulockern und Beikräuter und vertrocknete Gräser zu entfernen. Volker zeigte Jakob wie er am besten unsere Afrikanische Hacke zum Schwingen bringt. Letztendlich hatten wir zwei Flächen von Bewuchs befreit.

Mittlerweile war Ingo aufgetaucht und half Katharina beim Gießen von frischen Saaten. Außerdem schaute er bei unserer Solaranlage nach dem Rechten. Die Jättruppe war erschöpft. Michaela und Tanja machten sich auf den Heimweg und Jakob und Volker ruhten sich auf der Veranda der Casa Esmeralda aus. Nach der Anstrengung schmeckte unser eigener Apfelsaft doppelt gut und erfrischte die müden Gärtner. Mit einem stärker aufgeladenem Akku holten Jakob und Volker zwei Kompostsäcke und düngten die urbar gemachten Flächen. Die beiden arbeiteten den Kompost mit Hilfe unseres Rechens in die oberste Erdschicht ein.

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Am Ende hatten bereits die meisten Gärtnerinnen und Gärtner unseren Gemeinschaftsgarten verlassen. Wir räumten suchten die verstreuten Gartengeräte zusammen, reinigten diese, verschlossen alle Türen und machten uns diesmal vor der Dämmerung auf den Heimweg.

Gartenschläfer 23. März 2019

An diesem Gartentreff war viel los, denn es kamen 18 Gärtnernde in den Vitalisgarten. Mit dabei waren auch sechs Neulinge, die gleich mit anpackten. Wir fanden einen Gartenschläfer, der sich im Gartenhaus Zwei in einer Gardine eingewickelt hatte. Außerdem brachten wir Zwiebeln ins Beet, säten, mähten, räumten Beete frei, jäteten im Acker, räumten auf, brachten ein Gitter an und unterhielten uns ausführlich.

Zunächst eröffneten Katharina und Volker den Gartentreff. Es gab diesmal keine Sturmschäden und es war auch kein Einbruch zu beklagen. Viele neue und alte Gärtnerinnen und Gärtner fanden den Weg in den Vitalisgarten. Nach und nach trudelten Detlef, Michaela, Jakob, Hermann, Lara, Dagmar, Iris, Birk, Bastian, Kai, Petra, Danny, Petra II und Tim ein. Die Neulinge bekamen den Vitalisgarten gezeigt, wir unterhielten uns ausführlich und packten mit an:

Detlef kümmerte sich zuerst um unseren großen Rosenstock. Dort entfernte er vorallem Totholz. Anschließend befreite er überwucherte Beete westlich des Gartenhauses Zwei von wildem Grün. Dort plant er Erdbeeren einzupflanzen.

Katharina, Michaela und Jakob kümmerten sich um die Nordwestecke des Ackers. Dort hatten sich Beikräuter ausgebreitet und mussten gejätet werden. Die drei befreiten unseren Maiwirsing und schufen Platz für die Ansaat von Möhren.

Auf unseren Erdbeerhügeln wächst ebenfalls Knoblauch, da sich Erdbeeren und Knoblauch gut verstehen. Dummerweise hatten wir einige Knoblauchknollen im Boden vergessen. Jetzt galt es die jungen Knoblauchpflänzchen zu vereinzeln. Michaela legte Hand an und verteilte den Knoblauch.

Iris brachte Steckzwiebeln mit und steckte diese ins Beet C4. Dagmar nahm ebenfalls Charlotten steckte diese zwischen unsere Erdbeeren.

Hermann war über nebenan.de bzw. Volker auf den Vitalisgarten aufmerksam geworden. Bei nebenan.de entstand ein Fotographie-Gruppe, der Leben eingehaucht werden könnte. Eine Idee ist eine Fotosafari im Vitalisgarten durchzuführen. Hermann schaute sich also den Vitalisgarten mal genauer an, war begeistert und hatte gleich auch noch ein paar Sicherheitstipps für uns. Vielleicht kann er uns helfen, dass technische Geräte unserer Solaranlage nicht wieder gestohlen werden.

Lara nahm sich diesmal das Gartenhaus Zwei vor und räumte den größten Raum frei. Beim Umräumen fand sie plötzlich ein interessantes Tier in einer Gardine eingerollt. Lara nahm es behutsam in die Hand und zeigte es anderen Gärtnernden. Wir vermuteten, dass sich ein Gartenschläfer im Gartenhaus Zwei eingenistet hatte. Der Gartenschläfer ist der “kleine Bruder” des Siebenschläfers und gehört zur Familie der Bilche. Sein Bestand geht dramatisch zurück und er ist nach dem Bundesnaturschutz- und dem Bundesartenschutzgesetz besonders geschützt. Nachdem uns klar war, was für ein wertvoller Schatz im Gartenhaus Zwei wohnt, brachten wir ihn in die Gardine zurück und ließen ihn wieder in Ruhe.

Unsere Wiese ist recht artenreich und ein kleines blühendes Kleinod. Michaela tat es leid Beikräuter zu jäten und hatte Lust zu schauen, was da alles Interessantes wächst. Zusammen mit Dagmar ging sie auf Wildkräutersuche und fand Gundermann, Vogelmiere, Löwenzahn, Nesseln und andere Kräuter.

Dagmar säte ansonsten die Kesselheimer Zuckererbse ins Beet A1. Zusammen mit Petra und Caro erntete sie den Lauch im Beet C2 ab. Praktischerweise säuberte Petra anschließend den Lauch. In den Stangen versteckt sich gerne Erde und das Knirschen ist beim Essen sehr unangenehm.

Wolf diskutierte mit Volker den Weiterbau des Dachs der Casa Esmeralda. Wolf traf letzte Woche einen befreundeten Zimmermann, der sich unser Gartenhaus unter die Lupe nahm. Dabei kam heraus, dass wir die Decke über der Wohnfläche, die aus Schalbrettern und Dachsparren besteht, nicht abreißen. Ansonsten ist zu befürchten, dass die Hauskonstruktion instabil wird und Mauern teilweise einfallen. Auf die Bretterdecke schrauben wir dicke und breite Balken und erhöhen dadurch die Westseite der Casa um etwa 40 cm. Auf die Balken legen wir neue Dachsparren und können darauf Trapezbleche installieren. Was wir über der Betonplatte der Küche machen schauen wir dann später.

Wir brachten auch den Bau des Hühnerstalls voran. Birk nutzte die gestapelten Balken und sägte zwei Balken auf eine Länge von 2,5 Meter. Letztere entspricht der Länge des Hühnerstalls. Da wir die Breite des Stalls nicht im Kopf hatten ging es mit der hohen Seite weiter. Hier mussten wir aber den Dachwinkel beachten. Mit Hilfe des Tangens berechneten Birk und Volker einen Winkel von 13°. Mit der Winkelwasserwage von Wolf konnten wir letztlich den Winkel anzeichnen und gemeinsam sägten wir den Balken mit hoffentlich dem richtigen Winkel durch. Als nächstes brauchen wir weitere Balken.

Danny befestigte Gitter in der rechten Kompostmiete und transportierte Erde mit einem Lastenrad ab, da er sein Zuhause grüner gestalten möchte. Dazu grub er, wie auch Dagmar, Zitronenmelisse aus und nahm diese mit nach Hause. Er mähte das Wiesengrundstück und verschonte dabei Wildkräuter für Bienen. Am Ende löste ihn Caro ab und sie achtete ebenfalls darauf blühende Wildkräuter nicht abzumähen.

Petra II & Tim waren ebenfalls das erste Mal mit von der Partie. Iris zeigten den beiden den Vitalisgarten.

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Am Ende waren die meisten Gärtnernden bereits heimgekehrt. Wolf entzündete noch ein Lagerfeuer und brachte damit einen Schrebergärtner auf die Palme. Unglücklicherweise herrschten teilweise Nordwinde, weshalb der Rauch in die falsche Richtung zog. Wir löschten das Lagerfeuer und es trat kein Rauch mehr auf. Ganz zum Schluss war nur noch Lara im Garten. Sie räumte die letzten Reste auf und schloss das Gartentor hinter sich. Dieser Gartentreff hatte sich wieder voll rentiert und wir wünschen dem Gartenschläfer, den Lara entdeckte, dass er nach der Störung wieder gut zur Ruhe kommt.

Frühlingsprolog 17. März 2019

Viel gibt es im Vitalisgarten zu tun. Wir beseitigten zunächst Sturmhinterlassenschaften, putzten die Casa und deren Veranda, räumten auf, befreiten Endivien von Beikräutern, jäteten im Gewächshaus und im Nordosten des Ackers. Das war also Mitte März ein kleiner Vorgeschmack auf Frühlingsarbeiten: unser Frühlingsprolog.

In dieser ausgeprägten Westwindphase hatten wieder die meisten Gärtnernden mit Gegenwind zu kämpfen um in den Vitalisgarten zu kommen. Dies galt auch für Katharina und Volker, die als Erste unseren Gemeinschaftsgarten bevölkerten.

Wieder war ein Sturmschadencheck angesagt: Zunächst waren wir froh, dass die Dachplane noch vor Ort war. Das stärkere Befestigen hatte sich also gelohnt. Die Veranda der Casa Esmeralda glich allerdings eher einem Trümmerfeld als einem aufgeräumten Ort. Unsere Sachen waren nass, heruntergeweht und es hatte sich organisches Material auf dem Boden verteilt. In der Gartenhütte selbst war abermals Wasser eingedrungen und Dreck war von den verbliebenen Dachbrettern heruntergespült worden.

Katharina bereitete sich ein kleines Mittagessen vor, da sie einen Bärenhunger hatte und Volker wischte derweil den Wohnbereich der Casa. Er räumte Sachen aus dem Weg und beseitigte bei der Gelegenheit auch alten Dreck. Das Putzwasser war schnell sehr dreckig, so dass Volker es häufiger austauschen musste.

Katharina begab sich nach ihrem kleinen Mahl ins Beet B4 und pflanzte mitgebrachte Salatpflänzchen als Vorkultur ein. Karin und Katharina waren am Mittwoch in der Klostergärtnerei der Alexianer unterwegs und besorgten uns verschiedene Pflanzen. Neben dem Salat brachten sie auch eine Waldmeisterpflanze mit, die jetzt einen neuen Standort unter einem Apfelbaum bekam.

Volker hingegen widmete sich nun der durchgewirbelten Veranda. Da half es zunächst einmal Gegenstände zu entfernen. Anschließend ging Volker zu Gießkannentechnik über. Er goss Wasser über die verdreckten Stellen und fegte das Dreckwasser mit einem Besen in die Südwestecke. Dort entdeckte er sogar einen Wasserausguss, den er von Dreck befreien musste. Durchs Freiräumen floss zumindest langsam Wasser ab. Die Veranda verwandelte sich also wieder in eine hübsche Örtlichkeit. Die Putzerei hatte sich gelohnt, dass musste auch Katharina anerkennen. Sie traute sich nicht ihre mit Erde verschmierten Bergstiefel auf die saubere Veranda zu setzen. Da musste Volker ihr die Schuffel fürs Jäten hervorkramen.

In der Zwischenzeit war Danny aufgetaucht. Er hatte eine anstrengende Nacht hinter sich und verspürte keine Lust sich zu bücken. Also nahm er die große Gartenschere und eine Astsäge und kürzte einen Hibiskusbusch. Nach der Schneide- und Sägerei hatte Danny genug gegärtnert und machte sich wieder auf dem Heimweg.

Katharina fing mit der Schuffel an unsere Endiviensalate von Beikräutern zu befreien. Die Salatherzen waren etwas zu tief gesetzt worden, so dass das Jäten auch gleichzeitig den Salaten mehr Luft verschaffte.

Volker versuchte derweil weitere Sachen auf der Veranda aufzuräumen. Von den Vorbesitzenden hatten wir Metallgegenstände geerbt. Manches war Müll aber andere Sachen können wir gegebenenfalls noch mal verwenden. Im Gartenhaus Zwei sind sie aber besser aufgehoben als im Schuppen, denn da nehmen sie nur Platz weg.

Als sich Danny verabschiedete kam Detlef in den Vitalisgarten. Katharina und Volker machten mit ihm einen kleinen Rundgang und zeigten ihm, was es generell zu tun gibt. Es sind noch etliche Beete vorhanden, die entweder aktiviert oder aus denen Beikräuter entfernt werden können. Als erste Aufgabe befreite Detlef unser Gewächshaus von sprießenden Beikräutern.

Lara kam nach ihrer Studienexkursion nach Bangladesch ebenfalls vorbei und erkundigte sich, was passiert war und wie wir wieder zu Strom kommen können. Den können wir nämlich bald wieder gut für verschiedene Aktivitäten gebrauchen.

Nach den Erörterungen ging es für Lara ans jäten. Volker entfernte die letzten Beikräuter der Endivien und anschließend gingen Lara und Volker in der Nordostecke des Ackers auf Beikräuterjagd. Detlef war mit dem Gewächshaus fertig und unterhielt letztlich Lara und Volker beim Jäten. Katharina machte sich auf der Veranda der Casa Esmeralda nützlich und räumte weitere Gegenstände auf, bevor sie zum Ernten für einen Salat zum Abendessen überging.

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Die Dämmerung schritt voran und am Ende galt es unsere Gartengeräte zu putzen und Ziegelsteinabmessungen zu erfassen. Wolf möchte nämlich in den nächsten Tagen Steine zersägen. Das wäre sehr praktisch und der nächste Schritt für unsere Dacherneuerung. Nachdem die Daten im Kopf waren machten sich die Verbliebenen auf den Heimweg.

Vom Winde verweht 09. März 2019

Windig war dieser Gartentreff und im Vitalisgarten war viel Getümmel. Wir schaufelten Sand um, verlegten Platten, erstellten einen Opfertisch, säten Möhren, Erbsen und Spinat, ernteten Red Russian, Schwarzkohl und Spinat, planten den Bau des Rahmens des Hühnerstalls und bauten eine Rankhilfe für unsere Brombeere und beschnitten Rosenstöcke.

Auf dem Weg zum Vitalisgarten wurden wir vom Winde verweht. Es traten Sturmböen auf, wodurch wir mit dem Rad teils nur im Schritttempo vorankamen. Als erste schafften es Katharina und Volker durch den Sturm in den Vitalisgarten. Die Sonne schien und direkt fiel der hübsche Eingang auf. Am Mittwoch fuhren dankenswerterweise Karin und Birk unseren Müll zum Wertstoffhof und zur AVG. Jetzt hinterließ der Platz neben der Kräuterspirale wieder einen viel besseren Eindruck.

Nach dem anstrengenden Gegenwind setzten sich Katharina und Volker ersteinmal hin und ruhten ein wenig. Kurz darauf besuchte Nihal nach mehreren Monaten wieder den Vitalisgarten. Sie wurde freudig begrüßt und Katharina erklärte ihr die Saisonalität und Fruchtfolge von Pflanzen. Inzwischen war auch Karin eingetroffen und Nihal bekam das Angebot Pflanzen aufzuziehen. Dafür bekam sie Anzuchterde und Salatsamen von Karin.

Karin und Volker schaufelten als Erstes Sand aus einen Big Bag in unsere Schubkarre. Den Sand lagerten die beiden in einem viereckigen Bottich am Rand der Wiese. Dort befand sich auch noch Sand aus einem Eimer, den Volker per Hand in den Bottich bewegte.

Volker suchte anschließend nach Gehwegplatten und fand diese im Efeudickicht des Gartenhaus Zwei. Unter Efeu versteckten sich in regelmäßigen Abständen viele Steinplatten, die Volker in eine Schubkarre lud. Er transportierte die Platten zu unseren Kompostmieten und fing an diese zu verlegen. Das Ziel war es vor den Kompostmieten eine Reihe Gehwegplatten zu verlegen und in der Mitte einen Opfertisch einzurichten. Auf letzterem können nämlich die Bioabfällle z. B. von The Good Food mit Hilfe eines Spatens verkleinert werden. Anschließend lässt sich das Verkleinerte bequem in eine Kompostmiete schaufeln. Außerdem sollten die Steinplatten auf das Bodenniveau gesenkt werden. Volker grub also wieder einmal mit der afrikanischen Hacke. Die losgelöste Erde schaufelte er in eine Spießbütte. Damit sich die Platten waagerecht verlegen ließen nahm Volker Sand und eine Wasserwaage zur Hilfe. Mit ein wenig Geduld und ein bisschen Können verlegte Volker letztendlich alle kleinen Steinplatten und die des Opfertisches. Am Ende stopfte er Lücken mit Erde und fertig war das praktische Plattengebilde.

Unterdessen waren Detlef, Alina, Max und zum ersten Mal auch Laura aufgetaucht. Alina und Laura ernteten im südlichen Ackerteil alle Spinatpflanzen. Karin und Katharina planten welche Sorten in die unterschiedlichen Beete sollten. Katharina, Detlef und Max ernteten zunächst unsere letzten Schwarzkohlpflanzen. Detlef und Max säten anschließend späte Möhren ins Beet B3. Karin säte Erbsen ins Beet B1 und Spinat in A3.

Mittlerweile waren auch Petra, Iris mit Kai und Bastian und Danny im Gemeinschaftsgarten eingetrudelt. Iris säte Möhren in Beet C3 und Kai und Bastian ernteten mit HIlfe von Petra drei Red Russian-Pflanzen, beschäftigten danach mit Hämmern und erfuhren woraus Wasser besteht. Petra zerkleinerte Red Russian in handhabbare Portionen. Sie hatte eigentlich gehofft, dass die Hühnertruppe zahlreicher aufgetaucht wäre. Sie hätte gerne beim Rahmenbau des Hühnerstalls geholfen. Volker grub immerhin Balken für das Ständerwerk des Hühnerstalls aus und wir überlegten wie wir die Balken miteinander verbinden. Max reinigte und sortierte den geernteten Spinat, so dass wir nicht alle Erdanhaftungen mit nach Hause nehmen mussten. Danny packte ebenfalls mit an, säte im Gewächshaus Petersilie aus und jätete im Beet A3. Außerdem rechte Katharina Zweige und Moos zusammen und entfernte Hibiskusableger vor der Casa Esmeralda.

Iris und Karin bauten ein Gerüst für unsere Brombeere. Dazu rammten die beiden zwei Holzständer in den Boden, was leider etwas mühsam war. Außerdem nutzten sie blauen Draht und spannten diesen als Rankhilfen zwischen das Ständerwerk.

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Am Ende räumten wir unsere Gartengeräte auf und reinigten diese. Die meisten Gärtnernden hatten sich bereits früher verabschiedet, da noch andere Termine anstanden. Petra fröstelte und zog es nach Hause. Auch Katharina und Volker verließen den Vitalisgarten mit Spinat, Kohl und Sellerie im Gepäck. Übrig blieben noch Karin und Iris mit Kai und Bastian. Iris und Karin beschnitten am Schluss noch unsere Rosenstöcke und als es dunkel wurde brachen auch sie auf.

Vorbereitung für den Frühling 02. März 2019

Auch am Karnevalssamstag waren wir wieder im Vitalisgarten aktiv. Detlef war zum ersten Mal dabei. Wir bereiteten unsere Beete für Aussaaten vor, brachten Erbsen ins Beet, säten Spinat, zerkleinerten Bioabfälle von The Good Food, holten lange Balken vom Dach und platzierten dafür kurze, jäteten unser Tomatenbeet und düngten mit Kompost. Am Ende suchten wir nach einer Lösung für unser Solarproblem.

Karin war die erste im Vitalisgarten. Nach der Öffnung des Gewächshauses, räumte sie abgestorbene Zweige im Staudenbeet der Sonnenfalle ab. Dabei kamen auch Katharina und Volker ebenfalls im Vitlaisgarten an. Die drei entdeckten, dass im Kompost neues Material angekommen war. Gemeinsam besprachen sie, was es im Gemeinschaftsgarten zu tun gab. Als erstes begaben sich die drei in den Schrebergarten und stellten den Aussaatplan für die Beete im Schrebergarten auf.

Bei der Besichtigung der Beete tauchten auch Wolf und zum ersten Mal auch Detlef auf. Karin pflanzte vorgezogene Erbsen ins Beet B1. Anschließend erntete sie Rosenkohl ab, bereitete das Beet vor und säte Spinat im Beet A3 aus. Katharina kürzte den großen Hibiskusstrauch ein.

Volker hingegen begab sich zurück zur Wiesenfläche und leerte den von vermutlich von Ute mit Broccoli bestückten Big Bag. Anschließend bugsierte er mit der Schubkarre den Biomüll zur Kompostmiete. Dort zog er intakte Sellerieknollen aus dem Kompost und baute sich mit Hilfe von Steinen einen kleinen Opfertisch. Dort platzierte er die Knollen und zerhackte diese mit der mitgebrachten Schaufel. Anschließend nahm er einen Spaten zur Hilfe und zerkleinerte die erste Portion Broccoli.

Mitten in der Aktion besuchte uns Meike, die am Karnevalssonntag ein Geburtstagsfrühstück veranstalten wollte. Ihr fehlte allerdings Geschirr und hatte über nebenan.de mitbekommen, dass wir solches verleihen. Also nahm sie Kontakt auf und holte sich während des Gartentreffs Kuchenteller, Tassen und Besteck ab. Volker brachte das Geschirr mit ihr zur Wiesenfläche und verabschiedete Meike. Anschließend ging es für Volker wieder ans Zerkleinern von Broccoli.

Den Opfertisch hatte er mit Balken begrenzt, die sich wegrollen lassen und Volker so das zertrümmerte Material per Schaufel in den Kompost bugsieren konnte. Wolf tauchte auf und begutachtete die neue Konstruktion. Anschließend schaufelten die beiden aus der rechten Kompostmiete fertigen Kompost in unsere Schubkarre. Wolf war leider von der Arbeit während der Woche so stark beansprucht, dass er nach wenigen Schaufelungen aufgab. Volker übernahm den Rest und sortierte noch Pappstücke aus. Anschließend ging es zurück in den Schrebergartenteil.

Dort jäteten Karin und Katharina in Beeten, die als nächstes neu eingesät oder mit Kompost versorgt werden sollen, und ernteten Schwarzkohl und Winterpostelein. In diesem Augenblick schauten Iris, Birk und Kai vorbei. Detlef hatte einen ersten positiven Eindruck gewonnen und verabschiedete sich mit Wolf bis kommenden Samstag.

Volker holte kurze Balken von unserem Holzstapel auf der Wiese und brachte diese mit einer anderen Schubkarre zur Casa Esmeralda. Volker kletterte aufs Dach und entfernte lange Balken, die wir für den Bau unseres Hühnerstalls benötigen. Zusammen mit Birk und Kai brachte er statt der lange Balken nun kurze aufs Dach und platzierte diese auf der Plane. Dadurch sollte die Plane wieder vor starken Winden geschützt sein.

Iris und Birk entfernten zusammen mit Kai Beikräuter unter dem Tomatendach. Dort arbeiteten die drei anschließend Kompost und Pferdeäpfel in die Erde ein. Volker unterstütze die Aktion und zog mit unserem Rechen die aufgewühlte Erde wieder glatt. Zum Abschluss wässerte Iris die Erde um das Bodenleben fördern. Unter dem Tomatendach regnet es sonst ja nicht und wir bewässern die Fläche erst wenn die Tomaten einziehen.

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Am Ende des Gartentreffs regnete es bereits seit einiger Zeit und es wurde ungemütlich. Wir trafen uns auf der Veranda und beratschlagten uns. Es ging um den gestohlenen Wechselrichter. Wir waren uns einig, dass wir einen neuen Wechselrichter brauchen. Unklar ist allerdings ob wir diesen gegen Diebstahl versichern können und wie wir diesen gegen weiteren Diebstahl schützen können. Zum Schluss räumten wir auf, reinigten unsere Gartengeräte, teilten die Ernte auf und fuhren im Regen nach Hause.

Mörtelfundament 16. Februar 2019

Viele Gärtnerinnen und Gärtnern kamen bei Sonne in den Vitalisgarten. Wir jäteten in unseren Beeten, versorgten diese mit Kompost und beschnitten zwei Apfelbäume. Darüber hinaus erstellten wir mit Hilfe von Mörtel ein Fundament für einen noch zu mauernden Flämischen Verband. Außerdem waren wir auf der Suche nach einer Feuerstelle.

Als erste waren diesmal Katharina und Volker im Vitalisgarten. Die beiden lüfteten unser Gewächshaus und gossen Pflanzen. Weiter ging es in den Schrebergarten: Dort erwartete die beiden ein blühendes Krokusmeer samt Pollen sammelnden Bienen und Hummeln. Die Casa Esmeralda wurde glücklicherweise vom Sturm verschont. Da hatte es gut getan die Plane mit Seilen zu befestigen. Katharina nahm sich eine Leiter und Astschere und fing an einen Apfelbaum zu beschneiden. Leider war die Leiter nicht lang genug und da konnte sie nicht alle Äste erreichen.

Derweil tauchte Alina auf und jätete mit Volker gleich in unseren Beeten Beikräuter. Dabei gab es viel zu erzählen und so lernten sich die beiden weiter kennen. Danny kam mit seinem geputzten Rad vorbei und besorgte Kompost für das Beet B4 und arbeitete den Kompost sorgfältig ein. Danach machte er sich daran das Erdbeerbeet zu jäten und ebenfalls mit Kompost zu versorgen.

Wolf, Dagmar, Iris und Birk mit Kindern kamen dazu und schauten sich an, was los war. Volker überredeten Wolf beim Dach weiter zu machen. Zunächst ging es aufs Dach und Volker entfernte die Plane. Wolf und Volker richteten Aluschienen ein und nutzen dabei die gestapelten Paletten. Volker platzierte die unterste Palette so, dass die Aluschienen den richtigen Abstand zur Mauer bildeten. Weiter ging es mit dem Anmischen von Mörtel. Ingo kam den beiden zur Hilfe und packte gleich mit an. Die drei brachten den Mörtel aufs Dach und füllten das Material an die vorgesehene Stelle. Weiter ging es mit dem erneuten Anmischen von Mörtel. Aufs Dach brachten wir wieder den Mörtel und Wolf baute diesen ein.

Dagmar begab sich mit Iris zum Acker wo die beiden sich um die Beikräuter zwischen den Spinatpflanzen und die Reste der Tomatillos kümmerten. Später ging es zusammen mit Katharina ans Ernten der Topinamburknollen und verschiedener Kohlsorten. Sogar ein paar Rote Bete waren noch da.

Unterdessen kamen Christine, Kosta und deren kleiner Sohn Simon in den Vitalisgarten. Kosta schaute sich gleich an, was der Stand mit dem Dach war. Wir brachten weiteren Mörtel auf unser Dach und mauerten das Fundament für den Flämischen Verband fertig.

Außerdem wurden noch der kleine Apfelbaum beim Tomatendach und die Beerensträucher beschnitten. Dagmar und Alina pflanzten einen kleine Hibiskuspflanze um und platzierten diese in einer Reihe von Hibiskuspflanzen.

Kosta und Volker machten sich Gedanken über die zukünftige Platzierung einer Feuerstelle. Kosta hatte eine Spende durch die Deutsche Bahn erwirkt und nun galt es einen passenden Ort zu finden. Der war gar nicht so einfach zu finden, denn die Wiese des Schrebergartens ist künftig für Hühner vorgesehen. Die Rettung war eine ungenutzte Stelle in der wir die Feuerstelle im ursprünglichen Schrebergarten einrichten könnten. Dazu müssten aber ein paar Pflanzen umgesiedelt oder entfernt werden.

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Inzwischen hatten sich die meisten Gärtnerinnen und Gärtner verabschiedet. Im Vitalisgarten waren noch Katharina, Volker und Wolf übrig geblieben. Volker versuchte das frische Mörtelfundament mit Dämmmaterial vor Kälte zu schützen und legte wieder die Bauplane über das Dach. Katharina und Wolf räumten die letzten Reste auf und anschließend fuhren die drei nach Hause.

Neuankömmlinge 09. Februar 2019

Wir waren diesmal wieder bei wärmeren Temperaturen und nahezu gänzlich bei trockenen Bedingungen im Vitalisgarten aktiv. Ein Hauch von Frühling wehte durch unseren Gemeinschaftsgarten. Wir schaufelten unsere letzte Pflanzkiste aus. Wir spülten ab, zerkleinerten Zweige, packten Efeu in Big Bags, entfernten Efeuwurzeln und befestigten unsere Dachplane möglichst sturmsicher. Neuankömmlinge waren Aline und Max, die Teil des Gemeinschaftsgartens werden wollen, und auch die ersten Krokusse des Jahres zeigten sich.

Wieder war Danny der Erste im Vitalisgarten. Er parkte sein Rad und entdeckte Bretter, die der stürmische Wind umgeweht hatte. Er stellte diese wieder fein säuberlich an die Wand vom Gartenhaus Zwei und nach einer kurzen Weile tauchten Katharina und Volker auf und los ging es mir der Planung des Tags.

Zunächst spülte Katharina dreckiges Geschirr ab und sorgte für Ordnung. Währenddessen schaufelten Danny und Volker unsere letzte Pflanzkiste aus. Die Pflanzkiste parkte seit dem Herbst in der Einfahrt. Die Aktion startete mit dem Entfernen von trockenen Beerensträuchern. Letztere hatten den trockenen Sommer nicht in der Kiste überlebt. Anschließend zeigte Volker Danny, wie eine Pflanzkiste am effektivsten ausgeschaufelt werden kann und wie viel Erde in unsere Schubkarre passt bzw. mit wie viel Erde diese noch fahrbar ist.

Während des Ausschaufelns besuchten Aline und Max zum ersten Mal den Vitalisgarten. Danny hatte für uns Werbung bei Freunden gemacht und deshalb schauten die beiden bei uns vorbei. Volker war noch am schaufeln, weshalb er Aline und Max nach der freudigen Begrüßung zunächst auf Entdeckungstour übers Wiesengrundstück schickte.

Nachdem die Kiste leer war, startete Volker eine kurze Führung durch den Vitalisgarten. Zunächst erklärte er Aline und Max was Lippenblütler sind und wir entdeckten, dass der Rosmarinbusch blühte. Auf der Wiese gibt es viel zu entdecken und zu erledigen. Deshalb widmeten wir uns kurz einer Kompostmiete. Danny zerkleinerte Bioabfall von The Good Food. Dadurch verrottet das Biomaterial deutlich schneller.

Volker führte die Neuankömmlinge weiter in den Schrebergartenteil, zur Casa Esmeralda und ins Gartenhaus Zwei. Danach packten Aline und Max direkt an und separierten mit Volker Efeu von Apfelbaumzweigen. Die Zweige verkleinerten wir, packten diese in Kisten zum Abtrocknen und stellten diese unters Dach der Terrasse vom Gartenhaus Zwei. In der Zwischenzeit war auch Wolf eingetrudelt und legte Hand an.

Weiter ging es unter dem Apfelbaum mit dem Entfernen von Efeu. Aline überlegte sich, dass das Umgraben in diesem Fall Sinn macht bei der Suche nach Efeuwurzeln. Normalerweise ist es ja nicht sinnvoll Erde umzugraben, denn auf diese Weise wird die fein abgestimmte Bodenstruktur stark verändert. Wir möchten ja auch nicht mit dem Kopf nach unten weiterleben. Dank der Umgrabetechnik ging die Efeuwurzelsuche recht schnell voran und wir hatten nach einer Weile den westlichen Teil unter dem Apfelbaum von Efeu befreit. Derweil packten Katharina und Wolf Efeureste in zwei Big Bags um und die eingetrudelte Lishan unterstütze die zwei. Efeu lässt sich leider nicht direkt kompostieren und deshalb entsorgen wir es bei Gelegenheit.

Während der Efeu-Aktion windete es stark und sorgte dafür, dass unsere Bauplane weggeweht wurde. Dadurch wurde abermals der westliche Teil des Dachs der Casa Esmeralda freigelegt. Glücklicherweise schien teils die Sonne und es regnete nicht. Max und Volker stiegen aufs Dach und versuchten die Plane sturmsicherer zu befestigen. Die beiden nutzten die Ösen der Plane und befestigten sie mit Hilfe von Tomatenschnüren an der Verankerung des Vordachs.

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Danny hatte sich bereits verabschiedet. Jetzt waren Aline und Max dabei aufzubrechen, denn der Hunger kehrte bei ihnen ein. Auch Lishan machte sich auf den Heimweg. Im Vitalisgarten verblieben noch Katharina, Volker und Wolf. Die drei räumten auf, säuberten unsere Werkzeuge und schützten unser trockenes Brennholz mit zwei kleinen Planen. Durch das Abspannen der Dachplane fließt künftig nämlich Regenwasser auf die Veranda und würde unser Holz nass machen. Dann fegten wir noch die Veranda der Casa Esmeralda, auf der sich Matsch durchs häufige Betreten mit dreckigen Schuhen abgelagert hatte. Zu guter Letzt unterhielten sich die drei noch eine Weile und brachen letztlich in die Dunkelheit auf. Mittlerweile ist es schon deutlich länger hell und bald beginnt schon der Frühling.

Wasserfall im Efeu 02. Februar 2019

Es tropfte an allen Ecken und Enden. Tauwetter hatte eingesetzt und teilweise regnete es ein wenig. Das Wetter war wenig einladend fürs Gärtnern und deshalb trauten sich diesmal nur vier Gärtnernde in den Vitalisgarten. Wir räumten auf, wurden unnütze Sachen los, befreiten die überdachte Terrasse von Gartenhaus Zwei von Plunder, entfernten abermals Efeu und pflasterten den Übergang zwischen unseren beiden Gartenhäusern.

Danny und Christian waren zum ersten Mal die Ersten im Vitalisgarten. Christian hatte mit dem Fahrradanhänger zwei Kisten mit Bioabfällen transportiert. Die Bioabfälle platzierten die beiden direkt in unserer mittleren Kompostmiete. Da von den üblichen Gärtnernden noch niemand auftauchte setzten sich Danny und Christian vor das Gartenhaus Zwei und warteten.

Katharina und Volker waren in der Zwischenzeit bei The Good Food nicht fündig geworden. Das verwundert nicht, denn Danny hatte ja zusammen mit Christian den Biomüll bereits abgeholt. Das hatte Danny Volker auch per Email durchgegeben, doch letzterer hatte die Email nicht gelesen. Ohne Bioabfall kamen Katharina und Volker nun ebenfalls im Gemeinschaftsgarten an. Damit war der Gartentreff vollzählig, denn bei dem regnerischen Tauwetter kam sich sonst leider niemand in den Vitalisgarten.

Die vier überlegten zusammen, was im Garten anstand und was trotz Schneeauflage erledigt werden konnte. Danny und Christian interessierten sich fürs Gartenhaus Zwei und deshalb gab es zunächst eine Führung durchs große Gartenhaus. Nach der Besichtigung räumten die vier als Erstes die überdachte Terrasse des Gartenhaus Zwei frei. In dieser Ecke hatte sich allerlei Sachen versammelt. Nun identifizierten die vier Müll, Sperrmüll und noch zu gebrauchende Sachen. Manche Dinge wie Töpfe und Keramik kann die Gartenwerkstadt nicht gebrauchen und deshalb entschlossen sich Danny und Christian diese Gegenstände auf den Gehsteig vor The Good Food zu stellen und zu verschenken.

Nach einer Weile war die überdachte Terrasse von Flunder befreit. Danny suchte im Gartenhaus Zwei nach weiteren Gegenständen, die wir loswerden wollten und Christian brachte Sperrmüll nach vorne. Katharina und Volker kümmerten sich derweil ums Efeu. Das hatte das Dach der Terrasse teils eingenommen. Christian scheute den Kontakt mit dem Atemwege reizenden Efeu und betrachtete das Treiben skeptisch aus sicherer Entfernung. Katharina und Volker kappten Efeustränge und fädelten diese zwischen dem Dachwellplastik und dessen Halterungen heraus.

Überall tropfte es, denn es herrschte Tauwetter. Katharina holte unsere Stehleiter hervor und räumte die Dachrinne des Gartenhauses Zwei frei. In der Dachrinne hatte sich Einiges angesammelt und das Ausräumen lohnte sich: An der mit Efeu berankten Säule tauchte sogar eine Wassertonne auf. Die war durch den nun freien Ablauf schnell gefüllt und es entstand kurzfristig ein kleiner Wasserfall entlang des Efeus.

Christian hatte noch andere Pläne für den Nachmittag und verabschiedete sich von den dreien. Katharina nahm dagegen die Gartenschere und kürzte einige Büsche. Mittlerweile kehrt langsam Ordnung in den zweiten Schrebergarten ein und es lässt sich unser Wirken erkennen.

Danny und Volker nahmen sich eine nervige Matschstelle südlich der Veranda der Casa Esmeralda vor. Der Übergang von der Casa zum Gartenhaus Zwei führt unweigerlich durch diese Matschstelle und auch der Weg aufs Dach erfordert das Betreten des Matsches. Durch das ständige Betreten der Stelle verteilte sich unweigerlich Matsch auf der Veranda, im Schuppen und in anderen Ecken. Dies sollte Schluss haben, weshalb die beiden Gehwegplatten pflasterten.

Zu Beginn der Arbeiten musste noch eine Efeuwurzel entfernt werden. Mit unserer Spitzhacke war das für Danny kein Problem. Volker schaufelte Erde in eine Schubkarre und schuf Platz für Gehwegplatten. Danny bugsierte als nächstes Gehwegplatten heran und platzierte diese akkurat genau auf die Höhe der Betonplatte des Schuppens. Letztendlich war die Matschstelle Geschichte und jetzt gibt es einen gepflasterten und sauberen Übergang zwischen den beiden ehemals getrennten Schrebergärten.

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Auch Danny verabschiedete sich. Katharina und Volker reinigten zum Abschluss unsere Gartenwerkzeuge und räumten alles zurück an seinen Platz. Volker nutzte die Schneereste zur Säuberung seiner Schuhe. Das funktioniert besser als das mühsame Abschrubben. Mit Müll im Gepäck ging es mit unserem Fahrradanhänger zurück in die warme Stube.

Rankendes 26. Januar 2019

Bis auf Katharina waren dieses Mal nur Jungs am Werk. Wir bauten für eine Veranstaltung eine Pflanzkiste halb zusammen. Danny war zum ersten Mal im Vitalisgarten und half direkt Efeu zu entfernen. Wolf räumte hinter der Casa Esmeralda auf und wir verstauten Stangen und Stäbe im Außenregal. Katharina entfernte Ranken an der Böschung und traf sich anschließend mit Karin und Iris zum Pflanzgruppentreffen.

Frank vom Ernährungsrat war der Erste im Vitalisgarten und musste sich unser Video anschauen, so dass er uns finden konnte. Katharina begrüßte Frank und erzählte ihm über die Hintergründe des Vitalisgartens. Er interessierte sich vor allem über die mögliche Zukunft des Vitalisgartens. Kurz darauf schaute zum ersten Mal Danny bei uns vorbei. Er hatte uns über die Essbare Stadt Köln gefunden. Er ist für The Good Food aktiv und möchte weitere Menschen für uns begeistern. Das kann er gerne machen, denn bei uns gibt es viele Möglichkeiten sich zu engagieren und wer mag kann auch eigene nachhaltige Projekte starten.

Katharina führte Danny durch unsere Gartenflächen und zeigte ihm, was alles möglich ist. Derweil war Volker mit Bioabfällen von The Good Food im Gemeinschaftsgarten angekommen. Volker hatte sich mit Frank für den Bau einer Pflanzkiste verabredet. Die beiden sollen am 14. Februar in der Stadtbibliothek bei einer Urban-Gardening-Veranstaltung jeweils einen Vortrag halten. Anschließend ist der Bau einer Pflanzkiste geplant. Der komplette Bau einer Kiste würde aber zu lange dauern, weshalb Frank Bretter und Balken zusägen ließ und wir die Kiste zum Teil vorbauten. Frank hatte sich mit seiner Frau eine alternative Baukonstruktion überlegt. Die hatten wir so ähnlich auch schon bei unseren Sitztruhen angewendet. Los ging es mit der Schrauberei und die Kiste nahm langsam Gestalt an. Nach einigen Minuten war die halbe Kiste fertig gestellt. Leider standen die Pfosten ein wenig schief und so werden die Wände nicht ganz perfekt. An einer Seite soll eine Plexiglasscheibe installiert werden. Dadurch kann eventuell das Wachstum von Pflanzen im Untergrund beobachtet werden. Vielleicht zeigen sich auch Regenwürmer unter der Erde.

Nach dem halben Kistenbau verabschiedete sich Frank und im Gegenzug tauchte Wolf auf. Er meinte er könnte das Plexiglas durch richtiges Glas ersetzen. Na, das hätten wir vorher wissen sollen. Katharina hatte sich inzwischen in die Böschung hinter dem Teich begeben. Sie entfernte Ranken von Flieder, Holunder und einem Kirschbaum. Danny entfernte derweil Efeu unter unserem Apfelbaum. Volker kam hinzu und entfernte ebenfalls das rankende und über den Boden kriechende Grün. Efeu ist für Hühner giftig und da wir an dieser Stelle die Hühnerhaltung einplanen, muss das Efeu weichen.

Katharina verabschiedete sich zum Pflanzplanungstreffen. Iris und Katharina trafen sich bei Karin in der warmen und trockenen Stube. Die drei sortierten vorhandenes Saatgut und listeten neu zu bestellendes auf. Außerdem planten die drei unseren Auftritt beim Saatgutfestival und verteilten die ersten Saaten zum Vorziehen. Wer Lust darauf hat bei der Planung für das kommende Gartenjahr mitzumachen ist herzlich eingeladen! Einfach kurze Mail an: pflanzgruppe@gartenwerkstadt-ehrenfeld.de

Ab etwa halb vier waren im Garten also nur noch Jungs am Werk. Wolf kümmerte sich um Holz- und Metallstangen, die hinter der Casa Esmeralda gelandet waren. Als wir die Dachnische für den Dachbau ausräumten warfen wir die Gegenstände einfach ins Geflecht des Japanischen Knöterich. Der Anblick gefiel Wolf nicht und so räumte er die Sachen auf unsere Veranda.

Ingo und Chris tauchten auf und schauten beim Efeu entfernen zu. Ingo kam auf die Idee mit einem Metallrechen Efeu und Pflanzenmaterial zu entfernen. Danny harkte emsig weiter und Volker fand die Rechenidee nicht ganz schlecht. Ihn plagte bereits der Rücken und da war das aufrechte Arbeiten eine gute Alternative. Jedenfalls zeigte sich zusehends der nackte Boden. Dummerweise schlummern im Boden noch Efeureste und die werden schnell wieder Wurzeln schlagen. Da heißt es also am Ball zu bleiben und auch noch die Wurzeln entfernen. Vielleicht hilft auch eine dichte Gründüngung in Form von Klee?

Es fing wie vorhergesagt an zu Nieseln. Deshalb verzog sich Volker kurzzeitig im Schuppen und räumte Raketenstäbe und weitere Stangen aus dem oberen Regalfach. Dadurch entstand weiterer Platz z. B. für die Hülle unseres Akkubohrschraubers. Zusammen mit Chris brachte Volker die Stäbe und Stangen zum Außenregal. Dort passten diese perfekt zwischen die Regalböden. Diese bestehen nämlich aus Paletten, die einen Zwischenraum besitzen.

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Am Ende des Gartentreffs galt es zunächst unsere Schuhe von Erdklumpen zu befreien. Die nasse Erde hatte sich beim Entfernen des Efeus an unsere Füße geklebt. Anschließend reinigten wir unsere Werkzeuge und hängten diese im Schuppen auf. Jetzt waren noch die von Wolf auf die Veranda verfrachteten Gegenstände aus dem Weg zu räumen. Volker entschied, sie zusammen mit Wolf im Schuppen von Gartenhaus Zwei unterzubringen. Dort waren sie aus dem Weg und können in Ruhe trocknen. Wolf und Volker sattelten ihre Drahtesel und Volker brachte leere Bioabfallkisten zu The Good Food zurück. Da fing es leider stärker an zu regnen.