Kreuz und quer 13. Oktober 2018

Wir trieben die Dacherneuerung der Casa Esmeralda voran. Dazu entfernten wir die Wohnzimmerdecke und schmiedeten Pläne fürs Mauern eines stabileren Mauerrings. Außerdem bauten wir das Bauwagenregal im Gartenhaus Zwei auf. Lara baute einen Weg aus Steinplatten zwischen unseren Gartenhäusern und beseitigte dafür Efeu. Außerdem ernteten wir reife Tomaten, Zucchini und Weintrauben.

Lara war dieses Mal unsere Gastgeberin. Sie war pünktlich um 13 Uhr im Vitalisgarten und legte im neuen Nachbargrundstück los. Sie hatte das Ziel einen Weg zwischen der Casa Esmeralda und dem Gartenhaus Zwei einzurichten. Das bedeutete aber, dass zunächst Efeu und anderes Grün von Steinplatten entfernt werden musste.

Einige Minuten nach Lara tauchte auch Volker im Gemeinschaftsgarten auf. Er schaute zunächst einmal Lara bei der Arbeit zu und überlegte was er zuerst tun wollte. Lara überredete Volker das Bauwagenregal im Gartenhaus Zwei aufzustellen. Dafür mussten die beiden ein paar Nägel ziehen und wenige Schrauben in die Konstruktion zur Stabilisierung einbauen. Die langen Bretter der Regalkonstruktion mussten lediglich durch die Seiten- und mittlere Konstruktion gefädelt werden. Jetzt konnten die Bretter eingeklinkt werden und fertig war das große Holzregal. Lara und Volker kramten aus den Ecken vom Gartenhaus Zwei gleich Sachen hervor und räumten das Regal ein. In Nullkommanix war das Regal voll und das Haus in einem aufgeräumteren Zustand.

Inzwischen war Dagmar im Garten angekommen und machte sich gleich nützlich. Sie sammelte Bohnenkerne und erntete Tomaten. Im Winter möchte sie einen Lavendelsäckchen-Workshop durchzuführen. Nach einer kurzen Weile kehrten auch Katharina und Wolf im Vitalisgarten ein. Zusammen mit Volker diskutierten die drei die Erneuerung des Dachs der Casa Esmeralda. Da der Mauerkranz des Dachs instabil ist, gestaltet sich der Neubau als Herausforderung. Wir planen jetzt Teile der Mauern zu ersetzen und auf der Frontseite der Casa die Mauer etwas höher zu ziehen, um das Gefälle des Daches zu vergrößern.

Wolf und Volker begaben sich direkt aufs Dach und entfernten weitere Dachpappenreste und die darunter sich befindlichen Bretter. Am Rand bröselte an der einen oder anderen Stelle die Mauer und es zeigten sich bedenkliche Risse. Wir befürchten, dass die Verandaüberdachung der Frontseite der Casa abstürzen könnte, da die Mauer zu schwach ist. Der Neubau der Mauer mit Hilfe von Kalksandsteinen ist deshalb dringend erforderlich. Gut, dass Wolf Erfahrungen mit dem Mauern hat.

Iris, Birk, Kai und Bastian und Boris erschienen im Garten. Lara hatte Boris eingeladen und zeigte ihm gleich unser Grün und die weitere Infrastruktur. Boris packte beim Steinplatten freilegen mit an und half beim Dachbau. Birk wurde gleich von Volker beim Palettentransport eingespannt und er bugsierte mehrere Paletten aufs Dach. Mit den Paletten lassen sich nämlich prima Lücken zwischen den Dachsparren überbrücken.

Inzwischen waren weitere Bretter der Dachkonstruktion entfernt worden. Für Wolf, Boris und Volker hieß es als Nächstes die Deckenplatte der Küche freizuräumen und zu säubern. Dort gespeicherte Gegenstände flogen in die Wallapampa und werden dort zwischengeparkt. Birk entfernte inzwischen Schrauben der Wohnzimmerdeckenverkleidung. Wir wollten uns den Mauerkranz von Innen genauer anschauen und da musste die alte Decke weichen. Letztere bestand aus tapezierten Schrankrückwänden auf denen sich Bitumenreste gesammelt hatten. Es rieselte also Bitumen als wir die Decke abnahmen. In der Südecke tauchte wie erwartet das verlassene riesige Wespennest auf. Bastian und Kai packten begeistert mit an und wünschten sich den schönen alten Zustand zurück.

Bald hatte sich eine Materialschlacht entwickelt. Kreuz und quer lagen Bretter vom Dach und der Wohnzimmerdecke verstreut. Volker schaffte die Sachen nach vorne und Birk half beim Verstauen in Big Bags. Dabei wollte er eigentlich im Garten entspannen und ein Buch lesen. Katharina, Kai, Bastian und Wolf räumten das Wohnzimmer auf und fegten es sauber. Anschließend galt es die Möbel wieder einzuräumen.

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Lara hatte in der Zwischenzeit viele Steinplatten freigelegt und verlegte diese zu einem Weg zwischen Casa und Gartenhaus Zwei. Die Mühe hatte sich jedenfalls gelohnt, denn jetzt lässt es sich einfacher zwischen den Häusern hin und her gehen. Die Steinplatten können wir noch ebener verlegen, aber fürs Erste war der Weg bereitet.

Da die Dämmerung anfing herein zu brechen begaben sich abermals Wolf und Volker aufs Dach der Casa Esmeralda. Mittels der Holzpaletten und weiterer Bretter überbrückten sie Lücken zwischen den Sparren, so dass bei Niederschlägen keine Wassertaschen entstehen und deckten das Dach mit Plane ab.

Am Ende wässerten wir noch unsere Beete, wir räumten weiter die Veranda und die Casa auf und machten uns letztendlich vom Acker. Dieser Gartentreff hatte viel Trubel und wir hatten einige Dinge vorangebracht.

Gewächshaus 06. Oktober 2018

Nahezu fertig ist unser Gewächshaus. Es fehlen noch ein paar Klammern und Schrauben, aber sonst ist es vollbracht. Wolf fing an die Dachpappe der Casa Esmeralda zu entfernen und dabei stellten wir fest, dass ein tragender Balken durchgefault war. Im Acker und in unseren Beeten wurde außerdem gejätet und unsere Pflanzgruppe plante die kommende Ackersaison.

Bei diesem Gartentreff war Volker unser Gastgeber. Er war der erste im Vitalisgarten und öffnete die Tür zum Schrebergartenteil, die Türen und Fenster der Casa Esmeralda und vom Gartenhaus Zwei, denn es war warm und sonnig. Da noch niemand eintrudelte genehmigte sich Volker ein Glas Apfelsaftschorle der eigenen Äpfel. Lecker und sehr süß ist unser Saft.

Kurz darauf kam Katharina mit dem Rad in den Garten gefahren. Die beiden schmiedeten Pläne für den Nachmittag als die Schülerin Julie mit ihrem Vater im Vitalisgarten vorbeischaute. Julie war am Donnerstag mit ihrer Stammgruppe der Heliosschule im Vitalisgarten gewesen. Die Schülerinnen und Schüler lernten unseren Gemeinschaftsgarten kennen und kochten zusammen mit Katharina Apfelkompott. Julie gefiel unser Garten so sehr, dass sie den ihrem Vater unbedingt zeigten wollte. Also starteten wir zu viert eine kleine Führung durch unseren Gemeinschaftsgarten.

Katharina und Volker widmeten sich wieder dem Gewächshaus und kurz darauf auch Karin, die ebenfalls in den Garten kam. Am Tag der deutschen Einheit hatten wir bereits die Fenster eingebaut und Doppelstegplatten angebracht. Dummerweise hatten wir vergessen Aluschienen an die Platten anzubringen. Das holten die beiden jetzt nach. Schwierig gestaltete sich allerdings der Einbau der Schienen für bereits mit Klammern festgeklemmte Doppelstegplatten. Einfacher war es die Platten auszubauen und dann die Schienen anzubringen. Die Platten, die mit dem Dachfirst verbunden waren versuchten wir aber vor Ort zu lassen, denn das Anbringen der Dichtung am First war auch nicht gerade einfach. Nach einer Weile und mit viel Geduld waren letztendlich alle Schienen angebracht und die Doppelstegplatten waren zumindest provisorisch festgeklammert.

Iris, Birk, Bastian, Kai waren zusammen mit Sarah auf der großen Hambi Demo unterwegs. Nach der Demo begaben sich die fünf aber direkt in den Vitalisgarten. Der kleine Kai packte beim Gewächshaus mit an. Iris zeigte Sarah unseren Gemeinschaftsgarten und anschließend brütete sie zusammen mit Karin und Katharina einen Pflanzplan für den Acker für die kommende Gartensaison aus.

In der Zwischenzeit waren auch Ingo und Wolf aufgetaucht und die beiden schraubten zusammen mit Volker und Kai am Gewächshaus herum. Als erstes bauten die Jungs die Gewächshaustür ein und anschließend befestigten sie den Schließmechanismus der Gewächshausfenster.

Wolf trieb es unterdessen aufs Dach der Casa Esmeralda. Er entfernte weitere Plastikwellblechelemente und versuchte Dachpappe abzukratzen. Wolf hatte befürchtet, dass das ein schwieriges Unterfangen sein könnte. Glücklicherweise hatte der Zahn der Zeit an der Dachpappe genagt und den Bitumenkleber teilweise losgelöst. Deswegen konnte Wolf größere Lappen auf einmal abheben. Später bekam Wolf Unterstützung durch Volker. Letzterer sammelte Dachpappenreste auf und legte diese in Spießbütten. Beim Kamin wackelte die Decke bedenklich. Mit fortschreitender Abdeckung der Dachpappe kam ein durchgerotteter Balken zum Vorschein. Rund um den Schornstein war eine Mulde entstanden durch die Wasser eindrang und das Holz verfaulen ließ. Es ist also wirklich an der Zeit das Dach zu erneuern.

Gärtnerisch ging es im Vitalisgarten ebenfalls voran. Katharina jätete zwischen Spinat und Porree und säte Spinat im Acker nach. Karin jätete wiederum in den Schrebergartenbeeten, sie säte Winterportulak ins Beet B4, entfernte wilde Blumen am Zaun und düngte den Kohl mit Brennnesseljauche.

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Am Ende des Gartentreffs war es bereits dunkel. Karin erledigte im Garten die letzten Dinge und Wolf und Volker deckten die Casa Esmeralda mit einer Bauplane und eine LKW-Plane ab. In der folgenden Nacht sollte es nämlich regnen und die Casa sollte nicht von innen nass werden. Wolf und Volker verließen als letzte den Garten und fuhren nach Hause.

Richtfest 29. September 2018

Vor der Jubiläumsfeier des Vereins ging es weiter mit dem Gewächshausbau. Wir errichteten das Gerüst des Gewächshauses, zogen den First ein und befestigten die Dachverstrebungen. Am Spätnachmittag bekamen wir Besuch von Katharinas Eltern, so dass wir gemütlich leckeren Kuchen essen und Apfelsaft, Tee und Kaffee trinken konnten.

Karin war unsere Gastgeberin und war als erste im Vitalisgarten. Danach trudelten Katharina und Volker im Gemeinschaftsgarten ein. Die drei tauschten sich zunächst ausführlich aus und anschließend packten sie Sachen für den Gewächshausbau zusammen.

Weiter ging es also auf unserem Wiesengrundstück. Glücklicherweise hatten wir bereits die beiden Gewächshausgerüste der Giebel und Seitenwände zusammengeschraubt. Diese mussten die drei dementsprechend nur noch auf das fertige Fundament schrauben. Lara und Yvonne schauten vorbei und verstärkten das Gewächshausteam. Es galt jeweils eine Wand und einen Giebel festzuhalten und gleichzeitig miteinander zu verschrauben. Mit ein wenig Tüfteln erforderte das Verbinden ein wenig Geduld, war aber gut machbar.

Nachdem alle vier Gerüste miteinander verbunden waren, richteten wir die Gewächshauswände auf dem Fundament aus und schraubten diese mit Stahlschrauben an den Aluschienen fest. Zuvor bohrte Karin zunächst ein Loch, denn diese Löcher waren nicht vorgebohrt. Flux standen die Wände.

Als nächstes ging es darum den Dachfirst und die Dachverstrebungen einzubauen. Yvonne und Volker säuberten zunächst den First, den wir anschließend mit vereinten Kräften an den Giebelspitzen fest schraubten. Zwischen First und Seitenwände platzierten wir nun die Dachverstrebungen. Dabei vergaßen wir aber leider die Isolierungen einzuziehen. Die mussten wir also anschließend mühevoll in die Schienen eindrücken. Als letztes bauten wir noch vier Querverstrebungen für die Fenster ein.

Katharinas Eltern kamen zu Besuch und brachten Walnuss- und Apfelkuchen und Apfelsaft aus dem Westerwald vorbei. Zu sechst – Yvonne war zwischenzeitlich abgereist – startete die gemütliche Kaffeerunde als sich die Sonne bereits merklich senkte.

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Am Ende des Gartentreffs räumten wir die Gewächshaussachen auf und spülten ab. Derweil kümmerte sich Karin um unsere Paprikapflanzen. Dort hatten Schmuckkörbchen einige Chilipflanzen überwuchert, weshalb Karin die Blumen entfernte. Katharina steckte die Blüten ein und jetzt ziert ein Blumenstrauß das Wohnzimmer von Katharina und Volker. Es wurde merklich kühler, weshalb auch Karin bald den Vitalisgarten verließ.

Viele Äpfel 22. September 2018

Eine tolle Apfelsaison ist das! Wir pflückten knapp 150 kg Äpfel fürs Apfelpressen am 23. September. Darüber hinaus spülten wir ab, entfernten wuchernde Pflanzen und Tapeten, bekamen Endivien und Sonnenhut geschenkt, pflanzten Endivien ein und schauten, wie wir das Dach der Casa Esmeralda erneuern können.

Wir haben wieder Gastgeberinnnen und Gastgeber für unsere Gartentreffs festgelegt. Dieses Mal war Lara unsere Gastgeberin und kam pünktlich gegen 13 Uhr in den Vitalisgarten. Wolf war der erste Gärtner im Garten und wurde von Lara herzlich begrüßt. Kurz später tauchten auch Katharina und Volker im Garten auf. Nach einer kurzen Lagebesprechung ging es mit Äpfeln weiter.

Wolf erkundete als erstes das Dach der Casa Esmeralda. Er wird uns ggf. beim Neubau des Daches helfen und da wollte Wolf nach dem Rechten sehen. Ihm wurde klar, dass wir das Dach austauschen müssen, denn es gab etliche Löcher in den Plastikwellblechen.

Katharina, Volker und Wolf pflückten Äpfel im neuen Schrebergartenteil. Unser alter Apfelbaum hing von oben bis unten voll mit Früchten. Zunächst sammelten wir behutsam Äpfel ein und packten diese in schwarze Kisten. Lara war derweil im Nachbargarten aktiv und pflückte kleine rote Äpfel. Der Schrebergarten gehört einem alten Mann, der aber wegen eines Schlaganfalls nicht mehr gärtnern kann. Deshalb war er froh, dass wir Äpfel pflückten. Gerne können wir auch den Apfelbaum beschneiden.

Nach einiger Pflückerei waren die ersten Apfelkisten gefüllt. Die weiteren Äpfel hingen weiter oben und ließen sich nicht so einfach pflücken. Deshalb breiteten wir eine Folie unter dem Baum aus und schüttelten u.a. mit einem Apfelpflücker Äste. Dadurch purzelten viele Äpfel herunter. Die guten und nicht angefaulten Exemplare sammelten wir ein und hatten flux bereits zu viele Äpfel eingesammelt. Insgesamt kamen knapp 150 kg Äpfel zusammen. Mehr Äpfel warten noch an weiteren drei Bäumen, sie können gegessen, zu Apfelmus oder Apfelkompott verarbeitet werden.

Wir hatten gerade das Apfelpflücken beendet, als es zu regnen begann. Michael, Nihal, Ingo und Iris trafen nacheinander ein und schützten sich vor dem Regen auf der Veranda der Casa Esmeralda. Iris machte sich daran unseren Teich von zu viel Pflanzenmaterial zu befreien. Lara spülte weiter Sachen von HELGA ab und Nihal und Volker halfen beim Abtrocknen. Katharina war derweil zu Stefan im Kiwi-Schrebergarten unterwegs. Dort gab es nämlich zahlreiche Endivien-Pflanzen und Sonnenhut auszugraben. Als Katharina zurück war, überlegten wir, ob wir das Gewächshaus bei Regen weiter bauen sollten. Das hätte aber zu lange gebraucht, weshalb wir uns nun aufmachten um die Endivien einzupflanzen.

Mit Hilfe von Hacken entfernten wir zunächst Beikräuter und ebneten freie Teile Beete A2 und B2 mit dem Rechen. Katharina steckte die ersten Endivien ins Beet B2 und Ingo versorgte diese mit Wasser. Weiter ging es ans Beet A2 in dem noch weitere Salate wuchsen. Nihal und Katharina pflanzten die jungen Endivien einfach in Lücken und recht schnell war das Beet besetzt. Volker huschte über den Zaun und erweiterte mit dem Stieger flux unsere Beetfläche. Unser Nachbar Friedel erlaubt uns nämlich den Anbau von Nutzpflanzen in seinen vernachlässigten Beeten. Leider machte die Erde keinen guten Eindruck, weshalb Iris und Wolf einen Big Bag mit Gartenbahnhof-Kompost herbrachten. Wir siebten Stöcke und Müll aus dem Kompost heraus und reicherten den Boden mit reichlich Kompost an. Zum Schluss setzten Katharina und Volker etwa 75 Endivien-Pflänzchen in die Erde.

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Wir räumten die Gartengeräte auf, während Wolf Lara zeigte, wie am effektivsten Tapetenreste entfernt werden können. Mit aufgesprühtem Wasser konnten die beiden die Tapete recht einfach entfernen. Die noch nicht geplante Renovierung von Gartenhaus Zwei hat also bereits begonnen. Lara schaute mit Volker am Ende des Gartentreffs noch im Schuppen vom Gartenhaus Zwei nach Sachen, die wir nicht brauchen. Da kam Einiges zum Vorschein, dass in den nächsten Tagen abgefahren werden kann. Lara verschloss die Türen und zu viert verließen wir im Dunkeln den Vitalisgarten. Unterwegs traf Volker Rosa und erzählte ihr von den Aktivitäten von der Gartenwerkstadt. Vielleicht können wir bald eine neue Gärtnerin begrüßen?

HELGA abgeräumt 15. September 2018

Wir starteten mit der Abwicklung von HELGA, denn unser Gemeinschaftsgarten war zum unkontrollierten Obdachlosenheim und zur Müllhalde verkommen. Dank der freiwilligen Feuerwehr und den Handhubwagen von RS Möbel und B.O.C. konnten wir 18 Pflanzkisten in die Borsigstraße für die Heliosschule transportieren. Außerdem brachten wir Gartensachen und Erde in den Vitalisgarten, sortierten Müll und räumten auf. Wer mag kann jetzt noch Erde von uns bekommen.

Die Vorbereitung für die Abwicklung von HELGA startete schon in der Vorwoche als Katharina und Volker auf der Suche nach Handhubwagen waren. Jetzt liehen sie das Rothehausrad aus und brachten Pflanztöpfe und Schaufeln zu HELGA. Die beiden machten sich gleich an die Beseitigung des von Menschen angerichteten Chaos. Paletten und waren über unseren Sachen und Müll gestapelt worden. Manche Ecken stanken nach Urin und das war nicht schön zu beseitigen. Ein Obdachloser hatte unseren Bauwagen mit einem Vorhängeschloss verschlossen, kam aber glücklicherweise vorbei und schloss auf um seine Sachen mitzunehmen.

Kurz vor 13 Uhr ging Katharina zu B.O.C. und Volker zu RS Möbel und die beiden liehen jeweils einen Handhubwagen aus. Erst dadurch konnten wir einige noch brauchbare Pflanzkisten bewegen. Nach und nach trudelten helfende Hände von F.I.N.K. ein. Wir schenken dem Finkennest unseren Bauwagen und da wollten sich die Finken mit Hilfe revanchieren. Antje, Mira, Simon und weitere packten kräftig mit an. Von unserer Seite waren ebenfalls Lara, Karin, Ingo und Birk mit von der Partie.

Besonders eklig gestaltete sich das Entfernen von Müll und Geschirr aus dem Kompost. Dort waren vermutlich einige Menschen flüssige und feste Hinterlassenschaften los geworden. Jedenfalls stank die Ecke zum Himmel und bereitete uns kein Vergnügen. Verwendung für den Kompost haben wir jetzt auch nicht mehr.

Um kurz nach 14 Uhr traf bei uns die freiwillige Feuerwehr mit einem Lastkraftwagen ein. Karsten hatte einen Helfer mitgebracht und das ermöglichte uns den Transport von Pflanzkisten und weiteren Gegenständen.

Simon entpuppte sich als versierter Ameisen-Fahrer und recht bald waren zehn Pflanzkisten im LKW verstaut. Wir luden noch zusätzlich lange Bretter und Paletten ein. Diese kann die Heliosschule für weitere Kisten, Hochbeete oder Holzmöbel nutzen. Zu viert ging es mit dem Feuerwehrwagen in die Borsigstraße. Das war eine interessante Erfahrung so hoch oben in einem wichtigen Wagen zu sitzen. Über die Feuerwehrzufahrt gelangten wir in den Hof der Sporthalle. Dort luden wir die Pflanzkisten ab und ließen unserer Phantasie freien Lauf. Es sieht bereits jetzt hübsch aus.

Zurück in HELGA luden wir zunächst vier defekte Kisten mit Erde ein. Die Erde können wir beispielsweise für unser Gewächshaus gebrauchen. Außerdem kamen unterschiedliche noch zu gebrauchende Sachen in den LKW. Als die Ladefläche gefüllt war ging es zum Vitalisgarten und wir stellten fest, dass die Feuerwehrzufahrt keine echte Feuerwehrzufahrt ist. Sie ist viel zu klein als dass ein großer Feuerwehrwagen dort hinein fahren würde. Damit der Wagen schnell geleert war, packten wir die Sachen in die Einfahrt und parkten die vier Pflanzkisten am unteren Ende der Einfahrt.

Glücklicherweise hatten Karsten und sein Helfer noch Zeit und Muße für einen dritten Transport. Wir waren jetzt also auf der Suche nach noch brauchbaren Kisten. Die waren gar nicht so einfach zu finden. Insgesamt kamen noch acht Kisten zusammen und mit weiteren Holzpaletten beladen fuhren wir erneut in die Borsigstraße. Diesmal war Katharina mit dabei und sie konnte ihre Ameisen-Lenkfähigkeiten ausbauen. Als Standort für die Kisten wählten wir dieses Mal die Nähe zu Fahrradständern und Sitzmöglichkeiten. Fertig war der erste Teil des Heliosschulgartens. Mit Pflanzen sieht er bald noch hübscher aus.

Wieder in HELGA spendeten wir der freiwilligen Feuerwehr einen 1000 Liter Tank und bedankten uns herzlich für die tolle Hilfe. Ohne den Transport hätte die Auflösung von HELGA nicht wirklich starten können.

Die vielen helfenden Hände der Gartenwerkstadt hatten in der Zwischenzeit einige Pflanzkisten zerlegt und 10 Liter Pflanztöpfe mit Erde gefüllt. Mira kam für das Albertus-Magnus-Gymnasium vorbei und nahm uns etwas Erde ab. Diese soll jetzt in der Eifel zwischengelagert werden. Dass das auch im Vitalisgarten passieren könnte, fiel uns erst später auf.

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Wir brachten die Handhubwagen zurück und verspeisten anschließend den leckeren Bananenkuchen von Lara. Katharina holte erneut das Rothehausrad und mit dem bepackten Rad fuhren die verbliebenen Lara, Katharina und Volker in den Vitalisgarten. Dort galt es ja noch die abgeladenen Sachen aufzuräumen und im Gartenhaus Zwei zu verstauen. Birk hatte schon einige Sachen verschoben

Barbarakresse 08. September 2018

Wir planten die Auflösung von HELGA, erreichten eine Zusage für einen Handhubwagen, säten Barbarakresse und Asiasalate aus, lösten ein Schraubproblem und wässerten unsere Pflanzen. Außerdem erstellte Volker für Ingo eine Anleitung für eine Gartenführung.

Dieses Mal fingen wir den Gartentreff erst gegen 13:30 Uhr an. Katharina und Volker waren schon zuvor allerdings schon für die Gartenwerkstadt unterwegs. Zunächst trafen sie Karsten von der freiwilligen Feuerwehr in unserem Gemeinschaftsgarten HELGA. Dort erwartete die drei das erwartete Chaos, das am 15. September reduziert werden soll. Wir schauten, was noch zu retten ist und wie Kisten abtransportiert werden können. Das sollte mit einem Hubwagen möglich sein. Daran mangelte es aber und deshalb machten sich Katharina und Volker auf die Suche nach einer Ameise. Beim BOC sah es schlecht aus denn da soll Personal auf die Ameise aufpassen. Bei RS Möbel wurden wir aber fündig und der Geschäftsführer sagte uns die Nutzung deren Handhubwagen zu.

Wegen der Mission waren die beiden also etwas später als üblich im Vitalisgarten. Katharina jätete zunächst beim Porree und häufelte diesen an. Sie gab unseren Paprikapflänzchen Kompost und entfernte weitere Ringelblumen.

Volker erstellte unterdessen eine Anleitung für eine Gartenführung und für Solarstrom im Vitalisgarten. Wir hatten nämlich der interreligiösen Naturschutzwoche eine Führung versprochen. Die wird jetzt Ingo übernehmen, da Volker aus privaten Gründen verhindert ist. Ingo kam auch gleich kurz vorbei und war über die Anleitung erfreut. Diese nutzte er gleich für einen Rundgang, bei dem Katharina ihn begleitete.

Katharina und Volker nahmen ein paar trockene Lavendelbündel und rieben die Samenstände ab. Ein betörender Duft machte sich breit, den auch der eingetroffene Chris mitbekam. Chris hatte wieder viel zu erzählen und war froh die Beine im Vitalisgarten hoch zu legen.

Katharina und Volker nutzten in Beeten freiwerdenden Platz für neue Saaten. Zuerst säten die beiden Barbarakresse ins Beet A2. Danach ernteten sie einige Kohlrabipflanzen und bereiteten das Beet A3 vor. Im Abstand von etwa 20 cm kamen nun die Asiasalate Green in Snow und Mizuna etwa 2 cm tief unter die Erde.

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In letzter Zeit hatte es etwas geregnet, die Beete waren aber trotzdem recht trocken. Also entschlossen sich Katharina und Volker unseren Kreis- und Sektorenregner Petra auszupacken und als erstes die zwölf Beete zu wässern. In der Zwischenzeit schnappten sie sich unseren Akkubohrschrauber und Schraubschlüssel. Die Hoffnung war, dass unser Gewächshausproblem in Bezug mit dem Befestigen der Aluschienen verringert werden konnte. Per Bohrer erweiterte Volker ein Loch, so dass jetzt bequem seine Schraube die Aluschiene und den Anker verbinden kann. Mit zwei Schraubschlüsseln drehten die beiden eine weitere Schraube fest und konnten mit viel Kraft eine Mutter von einer anderen Schraube lösen. Die Mutter saß so schief auf der Schraube, dass die beiden das Gewinde zerstören mussten. Jedenfalls fehlen jetzt nur noch zwei Schrauben mit Muttern und fertig wäre das Gewächshausfundament.

Am Ende des Gartentreffs versetzte Katharina Petra auf die Wiesenfläche und goss mit der Kieskanne weitere Pflanzen. Chris verabschiedete sich und Katharina und Volker räumten genutzte Sachen auf während Petra den Acker wässerte. Gegen halb sechs war diesmal schon Schluss, denn es stand noch eine Reise in den Westerwald im Raum.

Ausdehnungskoeffizient 25. August 2018

Endlich regnete es wieder! Die kühleren Temperaturen behinderten allerdings den Gewächshausbau, nachdem wir die Styrodurplatten eingebaut hatten. Darüber hinaus kümmerten wir uns um unsere Bohnen, sammelten Tomatillos, gruben Knoblauch aus und bändigten Topinamburpflanzen.

Nach einem kurzen Besuch im vermüllten und von Obdachlosen gekarperten HELGA kam Volker im Vitalisgarten an. Er war der Erste im Garten und spülte einige Sachen ab. Kurz darauf erschien Katharina und half Volker beim Aufräumen. Volker machte sich daran Plastikschnipsel aufzusammeln. Eine Plastikfolie als Abdeckung des defekten Daches hatte die Sonneneinstrahlung zerbröselt. Chris kam vorbei, berichtete vom Honigtreffen von letzter Woche und entspannte eine Weile auf der Veranda.

Karin traf ein und überlegte mit Katharina, was im Vitalisgarten zu tun war. Zunächst sammelten wir Samen von Mangold und der Bohnensorte Mexican Black. Katharina versorgte die Tomaten mit Beinwelljauche und düngte Paprika und Zucchinis mit Brennesseljauche. Endlich regnete es wieder einmal beim Gartentreff und es war fast das Schmuddelwetter, was wir uns im Juli erträumten um Saaten ins Beet zu bringen.

Gemeinsam packten wir Sachen für den Gewächshausbau zusammen und brachten diese auf die Wiesenfläche. Wir hatten zuvor vier Gräben für Styrodurplatten gegraben. Am Freitag kauften wir neue Platten und sägten diese mit der Stichsäge in der Mitte durch. Jetzt galt es die Styrodurplatten unter den Aluminiumschienen als Wärmedämmung anzubringen. Katharina passte die Platten an und sägte sie in der Schubkarre zurecht. So vermieden wir, dass Sägespäne im Boden landeten. Knapp drei Platten waren für die lange Seite und zwei für die kurze notwendig.

Schwieriger gestaltete das Anbringen der Alufundamente, denn diese hatten sich vermutlich ein wenig in der Länge verkürzt. Als wir die Anker einbetonierten war es deutlich wärmer als an diesem Samstag. Der Ausdehungungskoeffizient von Aluminium beträgt 23,1×10-6 K-1, wodurch die Schienen auf der langen Seite um etwa 1 mm schrumpften. Jedenfalls passten die Schrauben nicht mehr optimal in die vorgebohrten Löcher der einbetonierten Anker. Ingo kam zur Schraubzeit vorbei und packte gleich mit an. Auch er hatte leider kein Patentrezept, wie die Schrauben durch die Löcher kommen konnten.

Karin und Katharina gaben nach zwei Gräben auf weitere Styrodurplatten zu verlegen. Ingo und Volker besaßen noch Puste und bewiesen Ausdauer. Mit ein wenig Geschick und Geduld waren auch die beiden letzten Gräben mit Dämmplatten bestückt und darüber die Alufundamente angebracht. Da wir die Schraubprobleme hatten brachten die beiden die Schrauben nur provisorisch an. Jetzt hoffen wir auf heißere Temperaturen und eine erneute Längenausdehnung des Aluminiums.

Während die Jungs das Gewächshausfundament fertig stellten gärtnerten Karin und Katharina. Karin hatte sich die Bohnen vorgenommen. Sie pflückte Buschbohnen und versteht jetzt besser, warum wir Bohnen aus Kenia importieren. Die Bohnenpflückerei ist nämlich eine mühsame Angelegenheit. Hinterher jätete sie den Bohnenbereich.

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Katharina bildete sich durch die Biogarten-Lektüre über die Schädlingsbekämpfung. Anschließend sammelte sie hübsche Tomatillos ein und kostete die ersten Physalisfrüchte. Danach erntete sie Knoblauch und ließ einige der kleinen Zwiebeln im Boden, so dass diese noch ein weiteres Jahr größer werden können. Mit Karin zusammen entfernte sie kleine Topinamburpflanzen, die sich in Richtung Erdbeeren verbreiteten und sie banden große Pflanzen zusammen. Außerdem gossen sie den Topinambur und die beiden Apfelbäume.

Ingo machte sich vom Acker und die drei letzten Gärtnernden überlegten, wann das kommende Planungstreffen stattfinden könnte. Dann räumten die drei auf und machten sich anschließend mit Taschen voller Ernte auf den Heimweg.

Neue Gärtnerinnen 18. August 2018

Bei diesem Gartentreff schauten zwei neue Gärtnerinnen im Vitalisgarten vorbei. Das ist der Verdienst von Marcel, denn er hatte über Facebook kräftig Werbung gemacht. Das brachte Kirsten und Dagmar in den Garten. Wir ernteten kräftig, jäteten und gruben den vierten und letzten Graben fürs Gewächshaus.

Wieder einmal war Volker als Erster im Vitalisgarten. An diesem Samstag hatte er sich einen ‘kalten Fall’ mitgebracht. Das ist ein norwegischer Krimi von Anne Holt, den er in Ruhe zu lesen begann. Nach etwa zwei Dutzend Seiten tauchte plötzlich Kirsten auf der Veranda der Casa Esmeralda auf. Volker war froh nicht mehr allein zu sein und erzählte Kirsten von den Aktivitäten der Gartenwerkstadt. Kirsten ist erst im August nach Köln gezogen. Über Facebook wurde sie auf uns aufmerksam und jetzt traf sie zunächst Volker.

Als nächstes führte Volker Kirsten durch den Schrebergarten und weiter ging es zu unserer Wiesenfläche. Auf dem Weg dorthin begegneten den beiden Christa und Wolf, die sich der kleinen Führung anschlossen. Zurück auf der Veranda diskutierten wir über unser Leck im Dach vom Gartenhaus Zwei und sammelten Saatgut von einer Rübstielpflanze. Inzwischen war Karin aufgetaucht: Nach vier Wochen Sommerurlaub in der Bretagne! Sie steckte die eingetüteten Rübstielsamen direkt ein und führt sie unserer Saatgutbank zu.

Gemeinsam ging es mit der Beetpflege weiter. Karin und Kirsten sammelten Ringelblumensamen ein, damit sich die Ringelblumen nicht endlos vermehren. Außerdem mussten ein paar Pflanzen dran glauben. Wolf taten die Pflanzen leid und nahm zwei mit nach Hause. Volker jätete inzwischen in den Beeten A3 und A4 und Kirsten sammelte heruntergefallene Tomatillos ein.

Während der Jätaktion tauchte Dagmar im Vitalisgarten auf und wollte in unseren Gemeinschaftsgarten hereinschnuppern. Also organisierte Volker eine zweite Führung für Dagmar. Es stellte sich heraus, dass Dagmar einen Schrebergarten besitzt. Dieser macht ihr aber nicht mehr so viel Spaß und sie war auf der Suche nach einer anderen Gelegenheit zu gärtnern. Schrebergärten haben Regeln, ein Garten allein zu betreuen ist anstrengend und allein ist weniger spannend als in der Gruppe. Jedenfalls zeigte sie ein großes Interesse an unserem Gemeinschaftsgarten und legte direkt fachfrauisch Hand an indem sie Lavendel beschnitt und zusammen mit Kirsten bündelte.

Inzwischen war auch Ingo in den Vitalisgarten gekommen. Ingo erntete zunächst zusammen mit Karin unsere reichhaltigen Tomatenvorkommen ab. Karin geizte nebenher die Tomaten aus und jätete unter den Tomaten. Nach der Tomatenernte ging Ingo mit Volker zur Gewächshausfläche. Dort wurden die beiden von Kirsten unterstützt und die drei zogen mit unserer großen Spitzhacke einen Graben für Styrodurplatten. Dummerweise waren letztere gestohlen worden. Zu dritt ging das Grabenziehen deutlich schneller und leichter von der Hand als am Tag zuvor. Da hatte nämlich Volker ganz allein zwei Gräben gezogen und dabei floss reichlich Schweiß.

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Der Gartentreff neigte sich zum Ende. Katharina schaute noch kurz nach der Arbeit vorbei und verabschiedete sich ebenso wie Kirsten, Dagmar und Ingo. Karin und Volker ernteten ein paar Trauben und räumten die Reste auf. Volker schnappt sich den Kriminalroman und las noch ein wenig, denn fürs Foodsharing im Bürgerzentrum war es noch ein bisschen zu früh. Um kurz vor 21 Uhr war es aber Zeit und Volker verließ als Letzter den Vitalisgarten.

Leben im Garten 11. August 2018

Viele Jungs waren dieses Mal mit von der Partie. Wir brachten den Gewächshausbau voran, pflanzten Salate ein, sammelten Endiviensamen, kümmerten uns um ein Loch im Dach von Gartenhaus Zwei, ernteten und bewässerten unsere Nutzpflanzen.

Vor dem Gartentreff war Karin P. als erste im Vitalisgarten. Dort erwarteten sie reife Tomaten und andere Köstlichkeiten, die sie ernten konnte. Nach der Ernte verließ Karin P. unseren Gemeinschaftsgarten und traf beim Nachhauseweg Marcel und Volker, die sich zum Gartentreff aufmachten.

Kurz nach 13 Uhr eröffneten wir den Gartentreff offiziell und versuchten als erstes Petra, unseren Kreis- und Sektorenregner, zu reparieren. Petra leidet an einem kleinen Leck und wir bekamen Ersatzteile zugeschickt. Leider fehlte uns ein 21er Schraubenschlüssel, weshalb wir Petra vorerst nicht reparieren konnten.

Als nächstes trudelten Katharina und Wolf im Garten ein. Wolf hatte am Donnerstag Volker bei einer Umzugshilfe in der Sömmeringstraße kennengelernt und war neugierig auf unseren Gemeinschaftsgarten. Dort hatten Wolf und Volker spontan Franzi und Jan beim Umzug geholfen. Im Vitalisgarten hatte Wolf am Freitag direkt das defekte Dach vom Gartenhaus Zwei entdeckt. Heute hatte er sich vorgenommen, der Lösung des Problems näher zu kommen.

Katharina und Volker räumten im Beet A2 die letzten Erbsenreste ab und jäteten Beikräuter. Anschließend pflanzten die beiden Salate der Alexianer Klostergärtnerei ein. Nebenher jätete Marcel kleine Ringelblumen im Bereich der jungen Buschbohnen. Marcel nahm zusätzlich Fotos auf und dokumentierte die Aktivitäten im Vitalisgarten für Facebook-Posts. Katharina schnappte sich eine geschossene Endivienpflanze, die Samen gebildet hatte. Zusammen mit Volker sammelte sie Endiviensamen, die der Wind praktischerweise von den Hüllblättern trennte.

Inzwischen waren Fred, Thomas und Vatsal im Garten eingetroffen. Wolf nahm direkt Fred und Thomas in Beschlag und entfernte mit ihnen feuchten Putz vom Schornstein. Außerdem entfernten die drei alte Bitumenschichten und betonierte Teile mit deren Hilfe ein Loch im Dach abgedichtet wurde. Die Abdeckung hatte leider Risse bekommen und war deshalb undicht geworden. Die Aufgabe ist also nun die Stelle wieder dicht zu bekommen. Gut, dass es momentan nicht so viel regnet.

Gemeinsam ging es beim Gewächshaus darum das letzte Fundamentloch mit Beton zu füllen und so die Anker zu befestigen. Leider war die Verschalung etwas zu groß, weshalb Vatsal und Volker diese mit unserer Stichsäge kürzten. Letztendlich passte die Verschalung und los konnte das Betonieren gehen. Wir hatten noch fünf 30 kg Säcke Betonestrich zur Verfügung und die Menge war auch notwendig um das 80 cm tiefe Loch zu füllen. Parallel dazu kümmerten sich Fred und Thomas um den ersten Graben. Auf der Südseite demontierten wir eine Aluschiene und erstellten darunter einen 30 cm tiefen und mindestens 5 cm tiefen Graben. In diesen hätten wir Styrodurplatten stecken wollen, doch die wurden leider gestohlen.

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Anschließend bewässerten wir unsere Tomaten, Beete und den Acker. Parallel bastelten wir weiter am Dach des Gartenhauses Zwei. Katharina zauberte ein kleines Abendessen in Form von Kartoffeln und Bohnen auf den Tisch, das sie zusammen mit Volker und Wolf verspeiste. Wir räumten Verbliebenes auf, stellten die Bewässerung ein, spülten ab und ernteten Tomaten und Mangold für Wolf. Nach 21 Uhr war dieser erfolgreiche Gartentreff zu Ende.

Betonierte Hitze 04. August 2018

Bei diesem Gartentreff stand die Hitze im Vordergrund. Geplättet von hohen Temperaturen war zunächst ans Gärtnern nicht zu denken. Stattdessen kümmerten wir uns um die Finalisierung unserer Postkarte. Als die Schatten länger wurden, betonierten Katharina und Volker zwei Löcher des Gewächshausfundaments.

Katharina und Volker waren diesmal schon in der Frühe für die Gartenwerkstadt unterwegs. Auf unseren Beeten möchten wir junge Porree-Pflanzen großziehen und die besorgten die beiden am Samstagmorgen in der Alexianer Klostergärtnerei. Dazu nahmen sie auch bunte Salate und Knollensellerie mit.

Um kurz nach 13 Uhr war Volker zuerst im Vitalisgarten. Es war heiß und sonnig wie in den letzten Wochen, weshalb sich Volker in die Casa Esmeralda zurückzog. Kurz darauf erschien auch Katharina und die beiden erfrischten sich an einem leckeren Salat. Anschließend dösten die beiden auf dem Bett, denn sie waren ja bereits früh unterwegs gewesen.

Nach einiger Zeit belebte sich der Vitalisgarten. Yvonne, Martien und Chris tauchten auf. Yvonne gestaltet eine Postkarte für uns, weshalb wir uns über deren genaue Ausführung unterhielten. Wir fügten noch die Info hinzu, dass bei uns nachhaltige Projekte verwirklicht werden können. Außerdem erstellten wir neue Fotos für die Vorderseite der Postkarte. Von alleine entstehen passende Fotos leider nicht, weshalb wir eine passende Szene mit Händen, Werkzeugen und hübschen Pflanzen zusammenstellten.

Kurz später verabschiedeten sich Yvonne und Martien. Es war immer noch heiß, weshalb die verbliebenen drei sich weiter unterhielten. Nach einer Weile wollten wir aber aktiv werden und räumten die Casa Esmeralda und die Veranda auf. Chris schlief kurzzeitig im kühleren Gartenhaus Zwei. Anschließend verließ auch er den heißen Vitalisgarten.

Inzwischen hatte sich Schatten an der Gewächshausfläche gebildet. Katharina und Volker nutzten den Schatten um zunächst zu prüfen ob die Alufundamente einen rechten Winkel bilden. Im Rahmen der Messgenauigkeit und mit Hilfe von Pythagoras war das der Fall. Jetzt konnten beide anfangen ein Loch des Gewächshausfundaments zu betonieren. Zuvor hatten wir 30 kg-Säcke Betonestrich besorgt. Zusammen mit drei Liter Wasser ergibt sich eine zähe Betonmasse. Die Masse füllten die beiden in die 80 cm tiefen Löcher. Nach viereinhalb Säcken war das erste Loch gefüllt und wir konnten die Betonmasse knapp unter dem Aluprofil verstreichen. Weiter ging es mit dem zweiten Loch bei dem uns eine halbe Verschalung half Material zu sparen. Die Verschalung hatten Christian und Volker Ende Juni angefertigt. Das Einfüllen klappte gut und die Verschalung erfüllt ihren Zweck. Insgesamt verlief das Betonieren einfacher als gedacht. Jetzt fehlen noch acht Säcke und zwei weitere Löcher müssen gefüllt werden.

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Am Ende war wieder Bewässern angesagt. Petra – unser neuer Kreis- und Sektorenregner – half uns beim Bewässern. Wie von Geisterhand dreht sich der Regner hin und her. Nebenher räumten die beiden die Gerätschaften auf und verließen nach einer kleinen Weile den Vitalisgarten.