Online-Vortrag über Gartenschläfer am 26.06.2024

Wir haben in unserem Garten Gartenschläfer. Für diese haben wir auch schon unter fachkundiger Anleitung Nistkästen gebaut und konnten eine Expertin für einen Online – Vortrag am 26.06.2024 um 20:00 Uhr gewinnen.

Bei Interesse am Vortrag bitte bei Frau Dr. Thiel-Bender unter christine.thiel-bender@bund.net melden.

„Der Gartenschläfer – der heimliche Bilch mit der Zorro-Maske“

Ein heimlicher Bewohner in unseren Gärten? Hier in Köln gibt es sie noch – die Schlafmäuse mit der Zorro-Maske – in anderen Teilen Europas sind sie schon verschwunden. Lernen Sie die Gartenschläfer von Köln näher kennen und erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten so gestalten können, dass unsere vielen heimischen Tierarten auch dort überleben.

Ein Gartenschläfer. Die haben wir auch im Garten. Dieses Foto ist aber ausnahmsweise mal nicht von uns.

Der Gartenschläfer: Obwohl Deutschland eine besondere Verantwortung für die Erhaltung der Gartenschläfer hat, existierten kaum aktuelle Daten zur Verbreitung der Tiere. Hier setzte der BUND gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft und der Justus-Liebig-Universität Gießen in seinem im Projekt “Spurensuche Gartenschläfer” an: Ziel war es, das Ausmaß und die Ursachen des Artrückgangs zu erforschen. Mit Hilfe von standardisierten Untersuchungen und einem Netz an freiwilligen “Spurenlesern” konnte dieses (Citizen-) Science Projekt die Lebensweise der besonderen Schlafmaus genau untersuchen. Aus diesen Ergebnissen wurden anschließend ein bundesweites Schutzkonzept und regional spezifische Schutzmaßnahmen entwickelt und umgesetzt.

In diesem Vortrag lernen Sie die Lebensweise des kleinen Bilchs mit der Zorro-Maske und die Gefahren, denen er ausgesetzt ist, näher kennen. Was macht den Gartenschläfer so besonders und warum ist er schützenswert? Erfahren Sie bei diesem Vortrag von der Biologin Dr. Christine Thiel-Bender, Artenschutzreferentin beim BUND Landesverband NRW, wie und wo das Wildtier des Jahres 2023 lebt und was wir alle für seinen Fortbestand tun können.

Bei Interesse am Vortrag bitte bei Frau Dr. Thiel-Bender unter christine.thiel-bender@bund.net melden.

19.05.2024 – Unsere Südfrüchte-ins-Freie-Feier

Wie jedes Jahr kurz nach den Eisheiligen dürfen unsere über Monate herangezogenen, frostempfindlichen Pflanzen endlich ins Freie. Dieser Zeitpunkt ist für uns ein wichtiger, jährlicher Termin. Und was machen Mensche zu wichtigen, jährlichen Terminen? Eine Feier, ist doch klar. Deshalb gibt es bei uns jeden Mai unsere bewährte Südfrüchte-ins-Freie-Feier. Vielleicht fällt uns irgendwann ja mal ein weniger sperriger Name ein.

Vorher gibt es natürlich die Vorarbeiten. Die Chilis waren als erste dran, die haben wir teilweise schon im Januar ausgesät, die Kürbisse und Zucchini als letztes, die kamen erst im April. (Aus deren vergleichsweise riesigen Samenkörnern können auch verblüffend schnell große Pflanzen entstehen). Auf verschiedenen Fensterbänken und später Balkonen verschiedener Gärtnerinnen sind so etliche Pflanzen vor sich hin gewachsen. Im Garten selbst haben wir auch schon viel vorbereitet. Wo soll welche Pflanzenart hin? Durch die Fruchtfolge ist das schon ganz gut definiert, aber wo soll jetzt welche Pflanzensorte genau hin? Das wurde schon im Vorfeld überlegt und markiert. Natürlich mussten auch die Beete vorbereitet werden, also gejätet werden, die Erde gelockert und mit reichlich Kompost angereichert werden, da fast alle der Südrfüchte Starkzehrer sind, also viele Nährstoffe brauchen.

Einige der vorgezogenen Tomaten
Unter dem Tomatendach ist für jede Pflanze eine Schnur zum Hochwachsen. Die eignen sich auch hervorragend zum Markieren, welche Sorte wo wachsen soll.

Am Sonntag selbst war strömender Regen angesagt, vermutlich auch deshalb kamen dann trotz Emails, Einträgen im Internet und hier auf der Homepage leider ziemlich wenige zusätzliche Gärtner:innen, mit Ausnahme von Bea und Petra vom Thurner Hof, deren tatkräftige Unterstützung sehr hilfreich war.

Auf den Acker kamen Kürbisse, Zucchini, manche Gurken und Auberginen.

Aber trotzdem haben wir dann alle fleißig angepackt und insgesamt über 120 verschiedene Pflanzen ausgepflanzt, davon alleine 3 verschiedenen Zucchini-Arten, 6 verschiedene Chilis und 17 verschiedene Tomatensorten. Die sind auch einfach so lecker, da wollen wir alle haben. Das Wetter hat dann auch gut mitgespielt, nachdem es morgens geregnet hatte, kam gegen Mittags die Sonne heraus, es war aber auch nicht zu heiß.

Nach getaner Arbeit haben wir dann den Sonntag mit einem leckeren Buffet in geselliger Runde, mitten in unserem schönen grünen Garten ausklingen lassen. Mensch geht es uns gut.

Gutes Essen, Geselligkeit, Natur – was will man mehr?
Jetzt müssen sie nur noch wachsen.

16.05.2024 Unser Mini-Nahrungswald

Seit letztem Jahr haben wir einen kleinen Nahrungswald. Ein Nahrungswald, oder auch Foodforest ist eine Anbaumethode, in der Bäume, Sträucher und kleinere Pflanzen dauerhaft zusammen wachsen und ein stabiles Ökosystem, ähnlich einem Wald, bilden. Hier werden zwar die Früchte der Pflanzen geerntet, die Pflanzen selbst bleiben aber permament stehen. Das klingt nach weniger Arbeit als das jährliche Aufziehen und Auspflanzen von Gemüsepflanzen und nach einer nachhaltigen und ökologisch sinnvollen Anbaumethode.

Im großen Stil wäre das zum Beispiel ein Wald, in dem verschiedene Obstbäume und Kastanien mit verschiedenen Sträuchern in Mischkultur zusammen wachsen. So viel Platz haben wir mitten in Köln natürlich nicht. Aber wir hatten eine komplett überwucherte Fläche unter bzw. zwischen zwei Apfelbäumen und einem Sauerkirschbaum und wollten dort mit dieser Anbaumethode experimentieren.

Dazu musste zuerst der Efeu und die anderen Pflanzen auf der Fläche entfernt werden. Das war die schwierigste Aufgabe. Nachdem das endlich geschafft war, besorgten wir verschiedene Beerensträucher wie Johannis- Josta- und Stachelbeeren, sowie gut geeignete und leckere Bodendecker wie Walderdbeeren und Waldmeister. Diese wurden dann vorsichtig eingepflanzt, um die Wurzeln der Bäume nicht zu schädigen.

Erste Schritte zum Nahrungswald direkt nach dem Einpflanzen der Beeren im März 2023
Im Juni 2023 war schon einiges gewachsen, man sieht den Waldmeister und die Walderdbeeren zwischen dem Sträuchern. Die Mulchschicht soll verhindern, dass alles gleich wieder überwuchert wird.

Danach hieß es abwarten und vorsichtig jäten, damit der Efeu nicht wieder alles übernimmt. Heute sieht “das Unterholz” des Nahrungswalds schon so aus:

Unser Mini-Nahrungswald Ende April 2024

Die Walderdbeeren und Beerensträucher blühen, der Waldmeister hat sich schon schön ausgebreitet und bedeckt den Boden schon ganz gut. Weiter hinten ist noch einiges an Efeu zu sehen und der Stamm des einen Apfelbaums. Der Sauerkirschbaum ist leider teilweise abgestorben, treibt aber an anderen Stellen wieder aus. Wir lassen die abgestorbenen Teile des Baumes größtenteils stehen, dafür bekommen wir jetzt gelegentlich Besuch von einem Specht. Wir freuen uns schon auf die Beeren und den weiteren Verlauf dieses Experiments.

Falls ihr euch für das Thema interessiert: Hier ist ein Beitrag des NDRs über einen sehr viel größeren Nahrungswald.

4 Ladies und ein LKW

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! So auch bei diesem Thema”Holzschnitt”. Zuerst hieß es, wir suchen wieder die altbekannten Stellen im Stadtwald auf und sammeln geschreddertes Holz in große Behälter. Also Orte finden, Auto organisieren etc.

Dann kam die Idee auf, mal bei der Stadt Köln anzufragen, ob das Grünflächenamt uns nicht mit Holzschnitt behilflich sein kann. Und siehe da- eine realistische Option. Eine Woche später kam der Anruf:” Wir hätten da etwas Holzschnitt für die Gartenwerkstadt. Haben Sie noch Interesse?” Aber klar doch, Termin vereinbart, Leute organisiert und dann standen wir gestern Nachmittag zu Viert an der Einfahrt zum Garten. Ein kleiner LKW kippte seine Ladung in die Einfahrt und dann hieß es :”Schaufeln, schaufeln und noch einmal schaufeln!”

Schaufeln, schaufeln…
und nochmal schaufeln. Fast geschafft.

Wir sortierten das angelieferte Material in reinen Zedernhozschnitt und in mit Grün versetztes Schnittgut, so dass die richtigen Mischungen gleich an Ort und Stelle für ihre jeweiligen Zwecke in Bigpacks bevorratet werden konnnten. Und es kam etwas zusammen! Nach 2,5 Stunden Schaufelarbeit können wir jetzt zufrieden das Ergebnis festhalten:

2 Bigpacks reiner Zedernholzschnitt für die Wege im Acker, der jetzt schon Bohnen und Erbsen, bald aber viele weitere Gemüsearten beheimatet

Die Bigpacks für die Wege im Acker.

1 großer Sammelhaufen Holzschnitt für alle Fälle

1 neu gemulchter Fahrradstellplatz

Unser Fahrradstellplatz mit der Sammelstelle für Holzschnitzel im Hintergrund

2 renovierte Schlammstellen, jetzt kommen wir wieder trockenen Fußes ins Gewächshaus oder an unser Materialregal

… und wir haben schon eine Menge Ideen, wie wir mit dem durchmischten Holzschnitt unseren Garten wieder begehbar und ansehnlicher machen.

Das hat sich gelohnt!

Eine echte Herausforderung

Im Winterhalbjahr kommt man ja auf so manche Idee, so auch Hildegard und ich. Ach , was wäre es schön, wenn wir die beiden Blumenbeete, die regelmäßig zuwachsen, einfassen und so den Eingangsbereich zu unserem Garten aufhübschen.

Gesagt- getan, wir machten uns an die Arbeit: Holzbalken im Schuppen aussuchen, Fachleute befragen, inwieweit das Flämmen die Holzbalken haltbarer machen, an den Beeten mit den Balken so lange puzzeln, bis es annähernd passt, an trockenen Wintertagen schon mal flämmen , Sand besorgen, Winkel, Schrauben,Verbindungsprofile heraussuchen bzw, kaufen ….

Dann … endlich… wärmere Tage: Graswuchs im Anmarsch auf unsere Beete ! Und nach der endlosen Regenperiode endlich trockenes Arbeitswetter.

Und dann begann die Challenge:

auf kaum sichtbar abfallendem Gelände, mit Balken unterschiedlicher Höhe und Breite, auf unebenen alten Ziegeln im Sandbett eine Beeteinfassung bauen, die das wuchernde Gras begrenzt und gut aussieht.

Wir haben kräftig und lange zugepackt: Grasnarbe entfernen, buddeln, verborgene Eisenträger aus alten Zeiten einbeziehen, Sand schippen, Steine puzzeln, immer wieder neue praktische Lösungen suchen ,Pflanzen doch noch umsetzen , sägen, bohren, schrauben, hoffen, dass das alte Holz nicht splittert …

es hat gedauert und… die erste Beeteinfassung kann sich sehen lassen

(finde ich)

Birgitt

Südfrüchte-ins-Freie-Feier am 19.05.2024

Es ist eine lang gelebte Tradition, dass wir von der Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. jährlich im Mai zu unserer Südfrüchte-ins-Freie-Feier einladen. Unser Fest findet im Vitalisgarten statt, dort könnt ihr mit vielen anderen Gärtner*innen ab 14 Uhr aktiv werden. Vorerfahrungen werden nicht benötigt, alle sind willkommen.

Derzeit sind wir fleißig dabei Pflanzen vorzuziehen, darunter Chilis, Paprika, Tomaten, Auberginen und Süßkartoffeln, später werden noch Gurken und Kürbisse dazukommen.

Nachdem alle Pflanzen ihren neuen Standort bekommen haben, gehen wir zum gemütlichen Teil über. Da es wieder eine Mitbring-Party wird, freuen wir uns über jeden Menschen, der eine Kleinigkeit beisteuert, dies ist aber kein Muss. Bei der letzten Gartenfeier konnten wir unseren Besucher*innen ein abwechslungsreiches Buffet anbieten

Bei einer Runde Dart könnt ihr die anderen Leute besser kennen lernen.

Für Interessierte gibt es eine Führung durch unseren Gemeinschaftsgarten.

Kommt gerne am 19. Mai in den Vitalisgarten und seid mit von der Partie!

Weitere Informationen zur Anfahrt unter:

http://www.gartenwerkstadt-ehrenfeld.de/anfahrt-zum-vitalisgarten/

Schnelles Gießen ermöglichen

In der Zeit des Klimawandels ist es wichtig Wasser zu sammeln, wenn es da ist um bei Trockenheit gießen zu können. In den letzten Sommern war es häufig sehr trocken und da hatten wir viel Wasser zu verteilen.

Gießen ist aber nicht immer ganz einfach. Entweder dauert es mit dem Schlauch ewig oder das Wasser ist nicht in der Nähe der Pflanzen oder die Wassertonnen sind unpraktisch.

Die drei Nachteile lassen sich mit einem gut zugänglichen Wasserspeicher in der Nähe des Bedarfs beseitigen. Wie das funktioniert, haben wir damals bei einem Besuch in der Raketenstation mit einem Garten gesehen. Dort gab es eine Wasserstelle in der Mitte des Kräutergartens. Mit der Gießkanne ging dort das Wässern schnell und einfach. Die Kanne musste einfach nur eingetaucht werden und schon war sie gefüllt. Mit einem Schlauch dauert dies etwa 20 Sekunden. Die Wasserstelle war auch groß genug und so war es kein Problem, die Gießkanne zu füllen.

Volker dachte sich, dass solch eine Lösung auch etwas für den Vitalisgarten sein könnte. Am Acker gibt es zwar einen Wasserhahn, aber es steht kein großer Wasserspeicher zur Verfügung. Wir gossen also entweder mit dem Schlauch oder mit der Gießkanne und da mussten wir immer warten, bis das kleine Becken voll war.

Das Problem kann einfach mit einem 1000 l Tank gelöst werden. Das Problem von IBC-Tanks ist die Zugänglichkeit. Volkers Idee war, einen IBC-Tank so umzubauen, dass dieser als gut zugänglicher Wasserspeicher genutzt werden kann.

Zunächst legte Volker mit Ingos Hilfe den IBC-Tank tiefer. In 1 Meter Höhe lässt sich nämlich nicht einfach Wasser schöpfen. Der Erde aus dem Boden zu bekommen war anstrengend. In mehreren Anläufen war das im Spätsommer 2023 erledigt.

Als nächstes ging es an den Deckel des IBC-Tanks. Volker sägte in das dicke Plastik ein rechteckiges Loch. Dort kann also einfach eine Gießkanne gefüllt werden. Damit Kinder nicht in den Tank fallen, nutzte Volker das ausgesägte Teil und baute daraus einen Deckel. Dieser lässt sich im Handumdrehen entfernen und dann kann Wasser geschöpft werden.

Wo kommt das Wasser her? Das kommt entweder aus dem benachbarten Wasserhahn oder von Dächern aus der Umgebung. Im Mambogarten gibt es viel Dachfläche und das Wasser lässt sich per Schwerkraft in den tiefer gelegenen Tank weiterleiten. Auch von der zur Straße hin höher gelegenen Geländeseite könnte das Wasser alleine in den Tank fließen. Dort könnten wir als Quelle ein größeres, überdachtes Außenregal bauen.

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Obstbaumpflege

Wir haben im Vitalisgarten einen alten Obstbaumbestand mit zwei größeren Apfelbäumen und einem Sauerkirschbaum in Margots Garten und zwei kleineren, spindelförmigen Apfelbäume im Hauptgarten. Darüber hinaus stehen im Mambogarten ein riesiger Süßkirschbaum, mehrere kleinere Apfelbäume, ein Birnbaum und eine sog. Nashibirne (oder Japanische Apfelbirne).

Besonders die beiden Apfelbäume in Margotsgarten wurden in der Vergangenheit zunächst radikal zurückgeschnitten und danach über vielen Jahren vernachlässigt (Bild 1). Dadurch sind an den Ender den alten Ästen zunächst mehrere „Wasserschösse“ gewachsen und diese sind ungebremst zu langen „Peitschen“ weitergewachsen. In dieser Form ist die Krone instabil und bruchanfällig. Durch die fehlende Pflege waren die Kronen komplett zugewachsen. In diesem Zustand kann die Sonne die Krone nicht gut durchdringen. Dadurch wachsen die Früchte schlecht. Außerdem ist der Baum durch die fehlende Luftzirkulation anfälliger für Krankheiten.

In 2019 hat Karin vorsichtig angefangen, die Obstbäume zu beschneiden. In 2020 machte sie eine Weiterbildung „Sommerschnitt an Obsthochstämmen“ beim Streuobstwiesennetzwerk Nordeifel (SoNNe) und im Frühling 2023 folgte der Kurs zum Winterschnitt. So gewappnet mit etwas Basiswissen, hat sie die beiden Bäume langsam aber sicher umgewandelt. Die beiden Bäume verjüngen sich jetzt wieder und die Kronen sind weitestgehend stabil. (Leider sind in 2022 unter dem Gewicht einer großer Fruchtmenge zwei der alten „Peitschen“ aus dem gezeigten Baum gebrochen).

Zur Erleichterung des Schnitts der Obstbäume besorgten wir uns mithilfe der städtischen Förderung „Essbare Stadt Projekte“ eine Obstbaumleiter samt Stützen (Bild 3). Mit der neuen Leiter konnte Karin endlich auch die Wipfel der Krone sicher beschneiden (Bild 4).

Bild 3: Die Obstbaumleiter, aufgebaut auf der Wiesenfläche
Bild 4: Obstbaumleiter im Apfelbaum des Margotsgartens im Einsatz

Es wird wohl 1-2 Jahre dauern, bis dieser Baum wieder mehr Fruchtholz geformt hat, aber hoffentlich lohnt sich unsere Geduld. (KB)

Wasser speichern

Im Jahr 2023 gab es von der Stadt Köln das Förderprojekt “Essbare Stadt Projekte”. Wir haben uns beworben und erfreulicherweise wurde unter anderem ein Wasserprojekt der Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. gefördert.

Da wir durch das Gärtnern die vergangenen Dürresommer hautnah miterlebt hatten und uns Nachhaltigkeit wichtig ist, hatten wir das Ziel, mehr Regenwasser für die Bewässerung unserer Nutz- und Zierpflanzen einzusetzen. Als zusätzlicher Nutzen ist das weichere Regenwasser besser für die meisten Pflanzen als das harte Kölner Trinkwasser. Zunächst stand die Speicherung des Regenwassers im Fokus. Wir besorgten drei IBC-Tanks und stellten diese im Hauptgarten an der Casa Esmeralda (Bild 1) und im Mambogarten (Bild 2) am dortigen Gartenhaus auf. An der Casa Esmeralda stieg die Speicherkapazität dadurch von etwa 400 Liter auf 2000 Liter an. Die drei Regentonnen von der Casa konnten wir im Hauptgarten am Tomatendach aufstellen und können dort nun 400 Liter mehr Regen aufsammeln (Bild 2).

Bild 1: Die installierten IBC-Tanks an der Casa Esmeralda
Bild 2: Die Wassertonnen, die früher an der Casa standen, stehen nun beim Tomatendach

Im Mambogarten konnten wir erstmals einen IBC-Tank aufstellen, wodurch die Speicherkapazität um 1000 Liter stieg (Bild 3).

Bild 3: Der IBC-Tank im Mambogarten samt neuem Vordach

Damit im Mambogarten überhaupt Wasser gesammelt werden konnte, installierten wir mit Hilfe von gespendetem Material ein neues Vordach und kauften dafür eine Regenrinne und ein Fallrohr samt Zubehör (Bild 3). Im Margotsgarten ersetzen wir die alte Regenrinne durch eine neue, wodurch weniger Regen verloren geht (Bild 4). Mit Hilfe von vorhandenen IBC-Tanks steigerten wir auch an dieser Stelle und auf der Wiesenfläche am Gewächshaus die Speicherkapazität (Bild 5).

Bild 4: Die neue Regenrinne des Margotshauses

Bild 5: Neu installierte alte IBC-Tanks am Gewächshaus.

Für die Bewässerung der Pflanzen besorgten wir zwei langlebige Schlauchwagen aus Metall. Handhabung und der Einsatz gestalteten sich bisher einfach und komfortabel. Für die Schlauchwagen besorgten wir ebenfalls neue Schläuche mit einem Durchmesser von ¾ Zoll. Durch die dickeren Schläuche können wir mehr Wasser transportieren.

Damit sind wir für die nächsten trockenen und heißen Sommer hoffentlich etwas besser gewappnet, und auch die Rückhaltekapazität bei starken Regenfällen ist zumindest etwas gestiegen.

(VE)

Saatgutfestival am 24.02.2024

Im Jahr 2024 findet das 7. Kölner Saatgutfestival statt.

Es kann samenfestes Saatgut gekauft oder getauscht werden, darunter auch viele alte und regionale Sorten. Es gibt vielfältige Möglichkeiten sich an den Ständen der Saatgutanbieter*innen, Gemeinschaftsgärten und NGOs zu informieren, auszutauschen und an zahlreichen Mitmachangeboten für Groß und Klein teilzunehmen.

Themenschwerpunkt in diesem Jahr ist der Garten im Klimawandel. Von ausgedehnten Trockenphasen bis zu Starkregenepisoden lassen sich auch in unseren Breitengraden zahlreiche Auswirkungen des Klimawandels beobachten. Die Vorträge und Workshops des Begleitprogramms schauen auf unterschiedliche Facetten des Klimawandels in Köln und Deutschland wie auch im Globalen Süden.
Programmpunkte sind u.a.: Wilde Gärten und Artenvielfalt, Gärten im Wandel, Wassermanagement, Ernährung, Permakultur und resilientes Saatgut.
Außerdem wird ein Kinderprogramm angeboten. Die Lesung „Ein schrägen Blick über den Gartenzaun”
präsentiert erheiterndes und nachdenkliches aus dem literarischen Gartenkosmos.

Veranstaltet wird das Saatgutfestival gemeinsam durch VEN -Vereine zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt, dem Netzwerk der Gemeinschaftsgärten Köln, der Volkshochschule Köln und dem Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V.

Saatgutfestival
24.02.2024 von 10:00 -17:00 Uhr
VHS-Gebäude am Neumarkt, Cäcilienstr. 35, 50676 Köln
Anmeldung nicht erforderlich, Eintritt 2€