Löwenzahn 29. April 2017

Diesmal waren wir wieder im Vitalisgarten aktiv. Wir widmeten uns vor allem dem Löwenzahn und führten ein wichtiges Planungstreffen durch.

Der Gartentreff im Vitalisgarten fing recht einsam zur Mittagszeit an. Zunächst war einzig Volker auf der Jagd nach Löwenzahnpflanzen. Ab 15 Uhr bekam er Unterstützung von Sabine, Marlene und Jan, die ebenfalls auf der Wiese Hand anlegten. Der Vorsitzende des Kleingartenvereins Ploog hatte uns vor der Invasion von Löwenzahn gewarnt. Dem galt es also Einhalt zu gewähren!

Ganz einfach gestaltete sich das Entfernen von Löwenzahn nicht. Zum einen existierten sehr viele Pflanzen und zum anderen bildet Löwenzahn eine tiefe Pfahlwurzel. Mit einem Spaten bewaffnet ließ sich die Wurzel weit unten in der Erde ausgraben. Nicht immer gelang es allerdings die gesamte Wurzel hervor zu holen, weshalb zu befürchten ist, dass die Pflanzen wieder, wie der Phönix aus der Asche, auftauchen.

Wir entzündeten ein kleines Lagerfeuer, um die Reste der Löwenzahnpflanzen und insbesondere die Samenstände los zu werden. Dummerweise hatten wir nicht unsere Schrebernachbarn auf dem Plan. Die fanden unser Lagerfeuer störend! Nach klärenden Gesprächen stand fest, dass wir Feuer nur noch in Ausnahmefällen machen können. D. h. genau dann, wenn Schrebergärtnernde nicht anwesend sind. Sehr schade!

Iris hatte weitere Stockrosen vorgezogen. Diese grub sie am Zaun in die Erde. Jetzt bleibt abzuwarten und zu hoffen ob sich blühende Pflanzen entwickeln. Nach der Löwenzahnaktion erweiterten wir gemeinsam unseren Acker und erzeugten einen weiteren Quadratmeter fruchtbare Erde.

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Um 17 Uhr ging es dann ans Planen: Wir diskutierten zusammen mit zwei Beetpatinnen den möglichen Umzug von HELGA nach Helios 37. D. h. unsere Pflanzkisten könnten nach einer kurzen Zeit erneut umziehen, diesmal allerdings nur innerhalb des Heliosgeländes. Außerdem planten wir die Südfrüchte-ins-Freie-Feier und versuchten unsere vielen Projekte voranzubringen. Wir bauen ein Tomatendach, verbessern die Wasserversorgung, renovieren die Casa Esmeralda, wollen ein Gewächshaus anschaffen und weitere Dinge verwirklichen. Leider fehlt es für die vielen Ideen an Menschen, die diese voranbringen.

HELGA-Fortschritte 22. April 2017

In HELGA geht es voran! BeetpatInnen sind aktiv, zwei Fallrohre können ab jetzt Wasser liefern, unsere Beerensträucher wurden vorsorgt und Kompostmieten laden euch zum Sammeln von Bioabfällen ein.

Kurz nach 13 Uhr war Volker der erste Gärtner in HELGA. Er widmete sich direkt dem Fallrohrproblem. Unsere Anzapfeinrichtung hatte sich gelöst und war in die Tiefe gestürzt. Volker bohrte mit unserem Akkubohrer ein Loch für die Befestigungsschelle. Leider war die Schellenklammer zu klein, weshalb Volker sich mit einem Draht aushalf. Zu guter Letzt musste er noch eine kleine Lücke zwischen Fallrohr und Abzweig schließen. Das ging recht einfach mit Hilfe eines Stücks Teichfolie, das Volker zu einem Trichter formte und so eine verlustfreie Verbindung erschuf.

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Gabriela und Carrie schauten vorbei und packten gleich mit an. Wir nutzten Paletten für die Gestaltung von Kompostmieten. Es stehen uns nun insgesamt drei Mieten zur Verfügung. In der ersten sammeln wir Bioabfälle, die ihr gerne bei uns vorbeibringen könnt. Eine gute Mischung von grünen und braunen Abfällen führt zu dem perfekten C (Kohlenstoff)/N (Stickstoff)-Verhältnis von 30. Mit grün bezeichnet werden Bioabfälle die schnell zersetzen wie Graschnitt, Obst- und Gemüsereste oder Beikräuter. Braune Abfälle bestehen beispielsweise aus Zweigen, Laub und Stroh und zersetzen sich langsamer.

Im Westen verfügt jetzt eine Weinrebe über ein prächtiges Gerüst. Auf der einen Seite steht den Weinranken ein Palettenportal und auf der anderen Zaunelemente zur Verfügung. Wir sind gespannt wie schnell der Wein unser buntes Gerüst einrankt.

Sabine und Jan kümmerten sich um unsere Beerensträucher. Sie versorgten die Pflanzen mit Hornspänen, der als Langzeitdünger wirkt, und mit Kompost. Wir hoffen auf eine reiche Beerenernte.

Einige BeetpatInnen wie auch Nihal, Sarah und Michael waren bereits aktiv und hatten beispielsweise Erbsen, Salat und Radieschen ausgesät. Leider passen nicht allzu viele Pflanzen in so eine Kiste. Viele Kisten könnten gemulcht werden. Krähen scheinen sich Jungpflanzen und Samen zu schnappen und im Garten fällt leider viel Müll an. Da gibt es also noch Optimierungsbedarf.

Carrie hatte sich viel Saatgut besorgt. Deshalb bauten wir gemeinsam eine neue Pflanzkiste. Diese stellten wir an den Platz einer alten zerfallenen Kinderkiste, die wir entsorgten. Nach und nach erneuern wir jetzt also unseren Kistenbestand.

Am Schluss lief das parallel stattfindende Streetfood Festival immer noch weiter. Wir räumten das Werkzeug auf und einige Hölzer noch an die richtige Stelle. Erschöpft und zufrieden gingen wir nach Hause.

Karsamstag 15. April 2017

Dieser Gartentreff war ungewöhnlich: Es regnete anfangs und die meisten GärtnerInnen waren leider aufgrund der Ostertage ausgeflogen. Zu viert verbrachten wir aber trotz dieser Umstände einen schönen Gartennachmittag.

Der Gartentreff begann mit dem Einsetzen eines Zaunelements. Weil es praktisch war, hatten wir im Zuge der Errichtung der Kräuterspirale ein Stück des Zauns entfernt. Jetzt befestigten wir es wieder mit Kabelbindern und so hat die Weinrebe die Möglichkeit weiter Richtung Osten zu wachsen.

Weiter ging es mit dem Auslichten der Pflanztöpfe. Den Winter und Trockenphasen hatten nicht alle Pflanzen überstanden und so konnten wir einige Töpfe leeren. Andere Töpfe platzierten wir um und stellten diese vornehmlich an den Rand der Wiese.

Im Schrebergarten ging es ans Jäten. Karin probierte unsere Beikrauthacke im Beet B1 aus. Diese Hacke durchtrennt dicht unter den Bodenoberfläche die Wurzeln der Beikräuter und lässt diese als Mulch an der Oberfläche zurück. Nur für Löwenzahn und auch den kriechenden Hahnenfuß ist dies keine Lösung, denn diese Pflanzen nutzen ihre Wurzeln um wieder empor zu kommen. Außerdem jätete sie zwischen den Pastinaken und Radieschen.

Katharina nutzte derweil das Beet C2 und säte Rote Bete in großen Abständen. In den Zwischenraum sollen später Buschbohnen integriert werden. Aniko kümmerte sich um das Beet B3 und rodete den Bewuchs um es zum bepflanzen frei zu machen. Einige Blumen legte sie beiseite und nahm sie mit nach Hause.

Volker machte sich am Acker zu schaffen: Er entfernte zunächst den grünen Bewuchs und rubbelte von diesem Erde auf einem Stein ab. Die von Gras und vor allem kriechenden Hahnenfuß befreite Erde schickte Volker durch das Durchwurfsieb und entfernte dabei Müll und Steine. Damit sind jetzt weitere gute zwei Quadaratmeter der Wiese in Acker verwandelt.

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Außerdem räumte Katharina unser Lager der Wiese auf, wir füllten eineinhalb 1000-Liter Tanks Dank der Hilfe von Schrebergärtnern mit Wasser, Karin erzeugte aus Zweigen eine Erbsenrankhilfe, hackte Japanischen Knöterich in Stücke und säuberte die Dachrinne auf der Gleisseite der Hütte. Am Ende dieses eher ruhigen Gartennachmittags hatten wir dann doch einiges fertig gepuzzelt.

Wasser gesucht 08. April 2017

Das Wasser in unserem Gemeinschaftsgarten HELGA geht zu Neige. Deshalb sind wir auf der Suche nach Wasserquellen. Wir bekamen die Genehmigung Fallrohre vom Matratzenladen anzuzapfen und setzten dies mit gut einem Dutzend Gartenbegeisternden um.

Zunächst überraschte uns ein Zahlenschloss am Eingang zum Heliosgelände. Dies zwang uns zum Umweg und so kamen wir ein wenig verspätet in HELGA an.

Yvonne, Nihal, Hanno und Volker fingen direkt an Fallrohre anzuzapfen. Zunächst schraubten wir die Schelle auf und zersägten das Fallrohr. Nun galt es unsere Regenwasserklappe einzubauen. Ganz einfach war das nicht, denn die Klappe war länger als die notwendige Lücke. Wie sollten wir also die Klappe ins Fallrohr zwängen? Die Lösung war eine größere Lücke zu erzeugen und das Fallrohr von unten nachzuschieben. Da hatte es glücklicherweise einen Überstand in einem feststehenden Rohr.

In der Zwischenzeit waren weitere Gärtnerinnen und Beetpatinnen eingetroffen. Besonders erfreulich war, dass Karla und Paola seit längerer Zeit wieder vorbeischauten. Gemeinsam räumten wir den Raum vor der Wand frei und stapelten Holzbalken. Auf diese platzierten wir schließlich drei Wassertanks, die wir in Reihe schließen wollen. Als nächstes zersägten wir dann das zweite Fallrohr und bauten diesmal einen Abzweig ein. Leider war das alles etwas wackelig, weshalb wir uns mit Panzertape aushalfen.

Carlo brachte inzwischen Neeltje und Paula den Bau von Pflanzkisten bei und reparierte anschließend unsere Gartenmöbel. Sarah, Paola, Gabriela, Susanne und Volker füllten die erste Kiste direkt mit Erde und pflanzten unsere Brombeere um. Diese parkte in der letzten angegriffenen EURO-Palettenkiste. Diese Ära ist jetzt also endgültig vorbei!

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Als Letztes widmeten wir uns dem Müll- und Schuttberg an der Westseite von HELGA. Diesen Unort bereinigten wir teilweise, wodurch dieser Bereich jetzt deutlich hübscher aussieht. Diese Arbeit begeisterte leider die wenigsten, weshalb sich die meisten nach und nach verkrümelten. Die Sonne senkte sich und ein erfolgreicher und aktionsreicher Gartentreff ging zu Ende.

Grüne Aktivitäten 01. April 2017

Dieser Gartentreff war kein Aprilscherz. Zu Besuch kamen Grüne Vertreter aus unserem Veedel und diesmal waren acht tapfere GärtnerInnen mit von der Partie.

Volker schloss den Vitalisgarten bereits kurz vor 13 Uhr auf, da er Besuch von Christiane Martin und Arndt Klocke erwartete. Die beiden verspäteten sich ein wenig und so stapelte er gefundene Ziegelsteine ordentlich auf eine Palette.

Christiane und Arndt waren auf einer kleinen Radexkursion bei der sie sich den Vitalisgarten und den Gemeinschaftsgarten vom FINK e.V. anschauten. Aniko und Chris trudelten ein und gemeinsam berichteten wir den Grünen von der Gartenwerkstadt Ehrenfeld: von der Geschichte des Vereins, der Anzahl der Mitwirkenden, den Herausforderungen und Erfolgsgeschichten des Vereins. Gemeinsam erkundeten wir unsere Wiese, die sich etwa hälftig in einen Acker verwandelt und den hinteren Schrebergarten, der zurzeit ein Blütenmeer darstellt. Witzig fanden die beiden das Bild von Esmeralda, nach der wir unsere Hütte Casa Esmeralda tauften. Anschließend verabschiedeten die beiden sich in Richtung FINK.

Die grünen gärtnerischen Aktivitäten starteten ab sofort: Karin kam auf dem Drahtesel angefahren und machte sich fachfrauisch ans Jäten des Beets A3. Dort galt es Beikräuter von Radieschen und Pastinaken zu unterscheiden. Leider hatten Schnecken einige Jungpflanzen kahlgefressen, weshalb Karin Radieschen nachsäte.

Sabine, Jan und Volker waren im Beet C2 zu Gange. Wir entfernten die Beikräuter, siedelten einige Veilchen um und platzierten Erdbeerpflänzchen am Rand des Beetes. Die Veilchen setzte Susanne an den Rand der vorderen Wiesenfläche. Außerdem hatte sie Liebstöckel mitgebracht, den sie in die Kräuterspirale integrierte.

Als nächstes bepflanzten wir unseren Acker. Sabine setzte Porree-Jungpflanzen und Pastinakensamen in den Nordteil des Ackers. Die Porree-Pflanzen hatten wir am Mittwoch zuvor von der Alexianer Klostergärtnerei besorgt. Derweil waren Jan und Volker dabei den Acker an der Ostseite um etwa vier Quadratmeter zu vergrößern. Iris brachte vorgekeimte Kartoffeln vorbei, welche wir in die Erde legten. Wir setzten zwei Reihen vom blauem Schweden und eine Reihe mit Aeggeblomme.

In der Zwischenzeit hatte Karin im Schrebergarten weitere Gartenarbeiten durchgeführt. Sie befreite den Ostteil des Gartens von Totholz und säuberte die Dachrinne des Vordachs. Dort hatte sich bereits feiner Kompost gebildet.

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Kurz vor der Dämmerung war Volker wieder allein, baute einen Holzstapel für Wassertanks und räumte die Werkzeuge in den Schuppen. Außerdem probierte er unsere neuen Marker aus und beschriftete Beetschilder. Es regnete leicht und Volker beendete unsere grünen Aktivitäten.

LVIII. Gartenbrief April 2017

Liebe Gartenbegeisterte,

ihr habt es mitbekommen draußen blühen viele Bäume und Blumen und der Frühling ist im vollen Gange. In dieser Zeit ist viel im Garten zu tun und deshalb war der Monat März für uns eine arbeitsreiche Zeit.

Für HELGA haben wir knapp 20 Beetpatinnen und Beetpaten gefunden. Das ist erfreulich und bereits die ersten haben begeistert angefangen zu Gärtnern. Leider mangelt es in HELGA noch an der Wasserversorgung. Noch ist unklar, ob wir Fallrohre anzapfen dürfen. Leider hat uns das Matratzengeschäft nicht erlaubt einen Wasserhahn zu nutzen. Aus diesen Gründen liegt HELGA momentan auf dem Trockenen. Wer kann kann uns ggf. helfen Fallrohre anzuzapfen und unsere 1000 Liter Tanks mit Rohren zu verbinden?

Im Vitaiisgarten konnten wir die Kräuterspirale in Betrieb nehmen und weitere Beete im Schrebergarten aktivieren. Neue Erdbeerpflänzchen bringen uns demnächst hoffentlich eine köstliche und reichhaltige Ernte. (ve)

P1250156 Nachhaltiges Gärtnern: Am 18. März fand unser Workshop über das nachhaltige Gärtern statt. Leider hatte das Wetter mit uns kein Erbarmen. Es regnete fast durchgehend. Trotzdem kamen vor allem unseren neuen BeetpatInnen vorbei und machten sich schlau. Weiter lesen …
P1250029 Kräuterspirale: Durch mehrere Gartentreffs und Aktionen entstand endlich wieder unsere Kräuterspirale. Der Wiederaufbau war viel Arbeit, hat Spaß gemacht und sich gelohnt. Im März füllten wir die Spirale mit Erde auf und pflanzten die ersten Kräuter an. Weiter lesen …
P1240956 Kistenbau: Am 03. und 10. März veranstalteten wir gleich zwei Kistenbau-Workshops. Insgesamt bauten wir drei niegelnagelneue Kisten und pflanzten drei Johannisbeersträucher um. Dadurch vervollständigten wir auch das “A” des Kistenschriftzugs HELGA. Weiter lesen …
P1240879 Saatgut Festival: Am Nachmittag des 04. März fand das zweite Saatgut Festival Köln statt. Zahlreiche BesucherInnen besorgten sich Saatgut und informierten sich über den nachhaltigen Anbau von Pflanzen. Wir verteilten eigenes Saatgut und gestalteten ein Kinderprogramm. Weiter lesen …
P1250263 Fairteiler zerlegt: Zu dritt lösten wir den Foodsharing-Fairteiler auf dem Güterbahnhof auf und transportierten Holzbretter zu HELGA. Es war im Grunde eine vierfache Kooperation: #foodsharing #gartenwerkstadt-ehrenfeld #rothehausrad #agorakoeln. Weiter lesen …
P1250243 Das ist sonst alles passiert!: Wir buddelten, verlegten Steine, füllten Kompost um, buchstabierten und nummerierten Beete, säten, pflanzten um, füllten das Frühbeet, installierten ein gelbes Schubkarrenrad und Schaufelhalterungen und berieten BeetpatInnen. Weiter lesen …

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