Gartentreff mit Probe und düsselgrün 21. Februar 2015

Diese Sonnenstrahlen hatten wir eigentlich gar nicht erwartet und so hatten wir gutes Wetter bei der Bodenprobenentnahme und für den Besuch von Anika, Julia, Jutta, Moritz und Emil von unserem Schwestergarten düsselgrün.

Gegen 14 Uhr ging es pünktlich los mit der Bodenprobe. Unterstützt hat uns dabei Matthias Welpmann, der Umweltpolitische Sprecher der Kölner Grünen. Nach einer kurzen Beratung entschieden wir uns eine Mischprobe aus verschiedenen Pflanzkisten zu nehmen. Aufgrund der vielen verschieden Herkunftsquellen der Böden in den Kisten machten einzelne Proben nicht wirklich viel Sinn. So haben wir aus den obersten zwei Zentimetern verschiedener Kisten eine Bodenmischung zusammengestellt. Diese füllten wir schließlich in ein Einmachglas. Jetzt nehmen wir Kontakt mit einem zertifizierten Labor auf und werden die Bodenprobe auf die notwendigen Standardparameter hin untersuchen lassen.

Für unsere Besucher gab es zunächst eine ausführliche Führung durch den Gartenbahnhof. Anschließend ging es an den Pflanzkistenbau. Die DüsseldorferInnen waren erstaunt, wie einfach so eine Holzkiste gebaut werden kann. Dazu werden eigentlich nur sechs kurze Balken, viele Bretter und Nägel benötigt. Daraus lassen sich dann Kisten in verschiedenen Größen bauen. Dokumentiert haben wir den Pflanzkistenbau auch noch. Annika möchte aus dem Material einen Film schneiden.

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Darüber hinaus ging es ebenfalls rund. Der Fairteiler wurde gesäubert und dieser ist nun mit einer Tür ausgestattet worden. Erstmals wurde eine quadratische Kiste zusammengebaut. In vier Pflanzkisten wurden gejätet. Am Ende reduzierten wir den Asthaufen und füllten damit den Boden der neuen Kisten. Es regnete nun leicht und so verzogen wir uns während der Dämmerung.

Gartentreff am Karnevalssamstag 14. Februar 2015

Mensch, was für ein tolles Wetter hatte uns der Karnevalssamstag beschert. Teilweise wärmte uns die Sonne so sehr, dass wir unsere Winterjacke und den Schal beiseite legen konnten. Gleich zu Beginn wartete eine Überraschung auf uns. Carlo hatte die größte Pflanzkiste des Gartenbahnhofs zusammengezimmert. Die haben wir direkt als neue Tomatenkiste verwendet und unser Tomatendach daran befestigt.

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Knapp 20 kleine und große GärtnerInnen haben diesmal wieder den Gartenbahnhof bevölkert. Wir verwandelten weitere zwei Pflanzkisten, bei denen noch Lücken vorhanden waren. Karin hat zwei weitere Schaufelhalterungen zusammengebaut. Jetzt sind im Geräteschuppen die Schaufel aus den Fußraum verschwunden. Prima! Eine alte Kiste haben wir ausgeschaufelt und durch eine größere, stabilere ersetzt. Bretter von Nägeln befreit haben wir natürlich ebenfalls und geerntet wurde sogar auch noch: Pastinaken, Teltower Rübchen und Topinambur. Letztere haben wir auch gleich auf dem Feuer angebraten und mit Stockbrot und Käse gegessen. Iris und Birk hatten netterweise nämlich schon fertigen Teig mitgebracht.

Kahlschlag vorm Gartentreff 07. Februar 2015

Los ging es diesmal mit einer Erkenntnis: Die Aurelis hatte einen Kahlschlag veranlasst und große Bäume auf dem ehemaligen Güterbahnhof fällen lassen. Wofür die Natur zu diesem Zeitpunkt geschröpft wurde ist uns nicht klar. Schade!

Die Sonne lachte allerdings diesmal über dem Gartenbahnhof und wir hatten diesen Gartentreff unter dem Motto “Pflanzkisten verwandeln” gestellt und alle Kerngruppenmitglieder der Gartenwerkstadt explizit eingeladen. Schade, dass nur ein Bruchteil der Leute vorbeischauten. Trotzdem brachten wir fünf Pflanzkisten auf Trab. Dabei entfernten wir zunächst die Bretter der lückenhaften Kistenwände. Praktischerweise war der Boden gefroren und so fiel keine Erde aus den Kisten. Anschließend stellten wir mit den alten und neuen Brettern schließlich Vollholzkisten her.

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Ansonsten haben wir Sägespäne des Kahlschlags eingesackt, einen Waschbeckenstöpsel eingebaut, eine Teelichtheizung kreiert, eine Veranstaltung im Mai vorgeplant, Kompost besorgt, Matsch durch Schotter bekämpft und eine leckere Suppe auf dem Lagerfeuer gekocht. Gesättigt und zufrieden ging es schließlich gegen 20 Uhr ins warme traute Heim.

XXXII. Gartenbrief Februar 2015

Liebe GartenfreundInnen,

dass der Gartenbrief diesmal etwas später kommt, liegt an den vielen Diskussionen, die derzeit über die Emissionen und die Perspektiven unseres Gartens geführt werden müssen. Doch zuerst eine gute Nachricht zur Spendenaktion:

66 % sind geschafft!

Geld ist die eine Sache, für die wir uns herzlich bei allen Spendern bedanken, die andere Sache ist nicht weniger wichtig: Euer Vertrauen, das uns den Rücken stärkt. Ihr seid großartig!

Stand der Dinge:
1. Die Grüne Partei hat uns ihre Unterstützung angeboten.
2. Seitens der Bezirksregierung wird die Angelegenheit weiterhin herunter gespielt: "Wenn die Sache gefährlich wäre, hätten wir sie ja nicht genehmigt." – "Sicherheitshalber könnten Folienabdeckungen über die Pflanzkisten gebaut werden."… Unser Antrag, Dokumente aus Emissionsgutachten und Umbaugenehmigung der Firma Becker auf unserer Website veröffentlichen zu dürfen, blieb bislang unbeantwortet. Ein Zeitraum für diesen Zustand kann "auf Grund der Ungewöhnlichkeit unserer Nachfrage" nicht benannt werden. Stattdessen wurde uns ein Formular zur Darlegung unserer Beweggründe und Absichten zugestellt.
3. Die Firma Becker hat unsere Anfrage abschlägig beantwortet. Die Dokumente seien nur für die interne Kommunikation gedacht.

Wer trotzdem Einsicht in die uns vorliegenden Unterlagen nehmen will, kann sich gerne direkt an uns wenden.

Alle, die noch keine Zeit hatten oder den Monatswechsel abwarten wollten, seien an dieser Stelle daran erinnert.

Es geht um mehr als um ein bisschen Blei und Cadmium in den Pflanzkisten einiger Ökofreaks.

Auf dem Gelände der Firma Becker weisen die Gutachten 3 Lecks aus, über die Giftstoffe seit Jahren ins Grundwasser sickern. Weitere 7 Jahre wurden eingeräumt für die vollständige Befestigung der bewirtschafteten Flächen.

Auf unserer Gleisseite des Immissionsbereiches sind umfangreiche Wohn- und Büroanlagen geplant, mit einem Kindergarten und einem Gemeinschaftsgarten, die beide im Hauptniederschlagsbereich liegen werden. Die Kleingärten im hinteren Teil des Geländes sind den giftigen Immissionen seit Jahrzehnten ausgesetzt. Das Ausmaß ihrer Kontamination sollte dringend festgestellt werden.

Bei der Präsentation des Bauvorhabens wurden Gebäude vorgestellt, Verkehrswege, Grünanlagen, Parkplätze, Lärmschutzmaßnahmen. Kein Wort zu den Ergebnissen des Emissionsgutachtens, das bereits seit Mitte 2012 vorliegt. Kein Wort über die festgestellte Grundwasserverseuchung.

Soll Investoren wieder einmal der Weg zur Renditesteigerung geebnet werden auf Kosten unserer Gesundheit und der Zukunft unserer Kinder?

Hier ist nochmal der Link zum Spenden: www.betterplace.org/p24432

Was ansonsten Interessantes zu berichten ist, könnt ihr hier lesen:

geisselkisten Neues vom Flüchtlingsprojekt: Von außerhalb des Geländes gibt es allerdings auch Positives zu berichten. Unser Flüchtlingsprojekt kommt voran! Weiter lesen …
nugk_Saatgut_Karte_V 3. Kölner Saatgutbörse: Zum dritten Mal findet am 22. Februar 2015 zwischen 14 und 17 Uhr die Kölner Saatgutbörse statt. Unter dem Motto „Artenvielfalt und Saatgut-Souveränität erhalten“ kann in den Räumen der eva e.V. Saatgut getauscht, geschenkt oder gegen Spende erworben werden.Weiter lesen …
P1040526 Wetterkapriolen im Januar: Der Monat Januar 2015 war durch Wetterkapriolen geprägt. Nachdem es im Dezember 2014 bereits häufig samstags geregnet hatte hieß es am 03. Januar "Land unter" im Gartenbahnhof. Weiter lesen …
P1040489 Das war sonst los!: Wir haben eine großzügige Sachspende bekommen, Pflanzkisten und eine neues Frühbeet gebaut, Anmachholz zugeschlagen, Schrauben sortiert, den Fair-Teiler fit gemacht,… Weiter lesen …

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