Der Herbst ist da und liefert uns wunderbare Ernte. Wie die meisten Jahre sind wir von der Fülle beeindruckt, genießen den Herbst mit allen Sinnen und ernten die Früchte unserer Arbeit.
Den Stockschwämmchen hat der Regen nochmal richtig gut getan
Dieses Jahr hatten wir spät noch einige sonnige Tage, aber auch immer wieder Regen. Durch den Regen sind unsere Stockschwämmchen nochmal richtig aus ihren Baumstümpfen geschossen und haben über einen kurzen Zeitraum ständig neue Fruchtkörper geliefert. Aber auch die Chilis reifen gerade richtig schön. Die hatten dieses Jahr einen schweren Start, die Anzucht hat nicht gut geklappt und das Wetter war am Anfang auch nicht so gut, aber der lange Sommer hat dafür gesorgt, dass doch noch viele gereift sind.
Die Bolivian Rainbow-Chilies sehen fast wie Bonbons aus.
2024 war ein gutes Kürbisjahr, davon haben wir auch etliche. Dieses Jahr hatten wir Butternut und Hokkaido. Die kreuzen sich nämlich nicht untereinander, so dass wir die Samen nehmen können ohne nächtes Jahr seltsame Mischungen zu haben. Die Butternut-Kürbisse brauchen noch ein bisschen, die liegen teilweise noch auf dem Acker zum Reifen.
Ein Teil unserer Kürbisernte
Aber es gibt auch noch Salate, andere Chilis, Süßkartoffeln, Physalis (habt ihr schon einmal eine Physalis gegessen, die an der Pflanze in der Sonne reifen durfte? Unvergleichlich!), Topinambur, letzte Bohnen, Paprika (aus dem Gewächshaus), massenweise Mangold und vereinzelte Tomaten.
reiche Ernte
Manches lässt sich gut lagern, Vieles muss schnell gegessen werden, das klappt aber gerade auch ganz gut. Wir teilen am Ende des Gartentags immer die Ernte unter allen Anwesenden auf, und die Kürbisse zum Beispiel werden zum großen Teil eingelagert.
Im Rahmen einer Summer School der Universität zu Köln besuchten zehn indonesische und fünf deutsche Studierende den Vitalisgarten der Gartenwerkstadt Ehrenfeld. Während dieser Summer School, bei der indonesische Studierende aus Jakarta für drei Wochen nach Köln kommen, treffen wir Akteur*innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und der Universität. Unsere Summer School trägt den Titel „Shaping the Future – Sustainability, Cooperation and Culture“. Genau das möchten wir durch das Zusammenbringen junger Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt erreichen: eine aktive Gestaltung der Zukunft, in der Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit im Vordergrund stehen. Wir freuen uns deshalb, dass wir im Vitalisgarten ein ehrenamtlich geführtes Projekt kennenlernen durften, das im städtischen Raum Artenvielfalt fördert und soziale und ökologische Nachhaltigkeit verbindet. Im Folgenden schildert eine indonesische Studentin, Rakai Michelia, ihre Eindrücke des Gartens:
Die Teilnehmer der Sommer School mit Karin und Hildegard von der Gartenwerkstadt
Vitalis Garden focused on planting vegetables and herbs. They were organized by a gardening community with a total of 25 members, led by a board of which Karin is a member. They started the Vitalisgarten 8 years ago.
Vorstellung des Gartens
They showed the whole area of the garden in our tour yesterday. We saw tomatoes, cabbages, lavenders, apple trees, etc. However, the most unique thing about it was the rainbow chili in the veggies section. We never saw purple chilis in Indonesia, so seeing it was surprising and remarkable. When the chili first grows, it will be purple, then it will turn white, then yellow, and then red when it’s perfectly matured. They tasted quite the same as the regular chili in Indonesia, but of course the visual difference makes it a unique experience! They also have a special section to plant flowers for the bees, which could help for the crops to grow better.
We closed the tour by gathering around near the house, where we ate and drank apple juices specially made by the Vitalis Garden. Karin’s husband cooked us an Indonesian meal called Martabak with sambal, but for me it’s more like Bakwan than Martabak. It was a pleasant evening and being welcomed warmly made me feel very comfortable to be there. I love the hospitality and the closure they gave regarding their work in the garden. I wish I can join the community and take care of the garden because gardening isn’t a something common that students in Indonesia would do. Seeing them and getting to know them is a new experience and I enjoyed it so much 🙂
dieses Jahr freuen wir uns über eine reiche und tolle Ernte. Das liegt an vielen Dingen: Beispielsweise war viel Regen hilfreich. Ohne die große Menge an Pferdemist hätte es auch nicht so viel Ernte gegeben. Und natürlich wären ohne den großen Einsatz der Gärtnerinnen und Gärtner gar keine Samen und Pflanzen in die Erde gekommen und die Beikräuter hätten den Garten in einen Dschungel verwandelt.
Die Baugruppe hat jetzt endlich den Verschluss des IBC-Tanks zur Wasserbevorratung auf der großen Wiese fertig montiert und das Ganze in Betrieb genommen. Es wurde schon erfolgreich Wasser aus vollen Tanks im Mambogarten umgeleitet. Damit kann jetzt wieder mehr Regenwasser gesammelt werden.
Wir möchten nochmal herzlich zu unserem Sommerfest am Sonntag, den 01. September 2024 einladen! Genaueres könnt ihr weiter unten in diesem Gartenbrief lesen. Kommt zahlreich! (ve, kt)
Sommerfest: Unser Sommerfest findet am 01. September 2024 ab 14 Uhr im Vitalisgarten statt. Das ist ein Sonntag Nachmittag und es wird ein kleines Programm geben. Weiter lesen …
Besuch aus Lima: Am 20. Juni 2024 besuchen Yeffel und Freyre aus der peruanischen Hauptstadt Lima, die bei der Misereor-Partnerorganisation CENCA arbeiten, den Vitalisgarten. Weiter lesen …
So ein Mist!: Ja. Pferdemist. Pferdemist ist ein begehrter und vielseitiger organischer Dünger, der zugleich eine bodenverbessernde Wirkung über eine längere Zeit hat. So enthält Pferdedung verhältnismäßig viele Pflanzenfasern. Weiter lesen …
Schnuppergärtnern: Ab jetzt seit ihr am zweiten Samstag in jedem Monat herzlich zum Schnuppergärtnern eingeladen. Los geht es immer um 15 Uhr in der Nähe des Eingangs an der Kräuterspirale. Weiter lesen …
Am 20. Juni 2024 besuchen wir die Gartenwerkstatt in Ehrenfeld. Zu Besuch sind Yeffel Pedreros und Freyre Pedraza aus der peruanischen Hauptstadt Lima, die bei der Misereor-Partnerorganisation CENCA arbeiten. Außerdem bringen sie sich aktiv bei der Plattform für urbane Landwirtschaft in Lima ein. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Verbesserung der Lebensbedingungen für besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen in der Stadt.
Lima ist mit 10 Millionen Einwohner*innen weltweit die zweitgrößte Stadt, die in der Wüste liegt – und trotzdem haben sie es geschafft unter erschwerten Bedingungen die urbane Landwirtschaft zu verbreiten, die für viele Bewohner*innen einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit und eine ausgewogenere Ernährung leistet. Beim Besuch konnten wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede der urbanen Landwirtschaft in Köln und Lima feststellen. Im Folgenden teilen die beiden Gäste ihre Reflexionen und Eindrücke zur urbanen Landwirtschaft und der Gartenwerkstatt:
Besuch aus Lima in der Gartenwerkstadt
Für die Entstehung vieler Städte auf der ganzen Welt war die urbane Landwirtschaft von entscheidender Bedeutung. Die meisten urbanen Zivilisationen entwickelten sich aus Gebieten, in denen Landwirtschaft betrieben werden konnte. Im Laufe der Zeit wurden die landwirtschaftlichen Aktivitäten jedoch gänzlich in das Umland und die ländlichen Gebiete verlegt, während die städtische Entwicklung insbesondere durch große Bauprojekte und eine Landschaft aus Zement und Stahl geprägt wurden.
Heutzutage stellen die klimatischen Veränderungen, die Anfälligkeit der Ernährungssysteme und Gesundheitskrisen neue Herausforderungen für das menschliche und ökologische Wohlergehen dar. Die Landwirtschaft ist unverzichtbar, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Als notwendige Tätigkeit für das menschliche Überleben kann sie jedoch nicht von den Städten und ihren Verbraucher*innen losgelöst betrachtet werden.
Es ist inspirierend zu sehen, wie Oasen der Lebensmittelproduktion in Städten auf Dächern, auf Freiflächen und in Wohnhäusern entstehen. Sie führen die Menschen wieder näher an die Natur heran und verbinden sie mit ihr. Sie holen die Landwirtschaft an ihren Ursprungsort, die Städte, zurück, um damit auf die Unwägbarkeiten des Klimawandels und der Ernährungsunsicherheit zu reagieren. Außerdem tragen sie zu unserer Gesundheit bei.
Dies wird deutlich, wenn man einen Garten wie den der Gartenwerkstatt in Ehrenfeld betritt und dieses Umfeld riechen und genießen kann. Mit einem agrarökologischen Ansatz wird hier geerntet, es werden soziale Beziehungen gestärkt und wieder eine Verbindung zur Erde und der ökologischen Landwirtschaft in der Stadt hergestellt. Wer die Gartenwerkstatt in Ehrenfeld betritt, betritt ein kleines Paradies in der Stadt. Ein Ökosystem, das aus der solidarischen und kollektiven Arbeit von Frauen und Männer in Köln entstanden ist.
Blumen im Gartenbahnhof Ehrenfeld
Der seit 2015 entstandene Garten besteht aus vier durch pflanzliche Barrieren getrennte Anbauflächen und basiert auf den Prinzipien der Agrarökologie. Mittwochs und samstags trifft man sich hier zum Pflanzen, Ernten, Jäten, Beschneiden und zum Fangen hungriger Insekten, wie Schnecken und natürlich zum Austausch und Genießen.
Birgitt erklärt unsere Anbaupläne
Die Initiative wird durch einige wenige Zuschüsse, die Unterstützung von Partnerorganisationen und die ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder getragen. Das jüngste Mitglied ist 2 Jahre und das älteste 75 Jahre alt. Neben dem Anbau von Gemüse, Blumen und Obstbäumen beherbergt die Grünanlage auch diverse Tierarten, wie z. B. quirlige Frösche, scheue Siebenschläfer, Singvögel und bald auch Honigbienen.
Kleines Paradies
Was ist die Motivation, sich für die Erhaltung dieses kleinen Paradieses einzusetzen? Die Liebe für den direkten Kontakt mit der Pflanzenwelt, mit dem Leben und untereinander. Kurz gesagt: Die urbane Landwirtschaft nährt nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Beziehung zur Natur und unser kollektives Wohlbefinden. Sie erinnert uns daran, dass inmitten von Beton und Hektik, die Erde unsere wichtigste Lebens- und Nahrungsquelle bleibt.
Besuch im Garten
Autor*innen: Yeffel Pedreros und Freyre Pedraza (CENCA)
Unser Sommerfest findet am 01. September 2024 ab 14 Uhr im Vitalisgarten statt. Das ist ein Sonntag Nachmittag und es wird ein kleines Programm geben.
Ihr könnt euch an einem Quiz zu Saatgut beweisen und außerdem habt ihr die Möglichkeit, bei einem Dart-Turnier mitzumachen. Für Kinder wird es eine Schnitzeljagd geben. Es gibt Info-Material über Gartenschläfer und ihr könnt auch unsere beiden Gartenschläfer-Häuschen bewundern. Bei Interesse machen wir gerne Gartenführungen.
Da es wieder eine Mitbringparty wird, freuen wir uns sehr, wenn ihr eine Essensspende beisteuern würdet. Bei den letzten Gartenfeiern hatten wir dank euch ein köstliches Buffet. Die Gartenwerkstadt sorgt für Getränke. Bei gutem Wetter werden wir auch den Grill anwerfen und wenn es der Wind erlaubt, entzünden wir ein Lagerfeuer.
Kommt also gerne am 01. September in den Vitalisgarten und feiert mit uns!
Ab jetzt seit ihr am zweiten Samstag in jedem Monat herzlich zum Schnuppergärtnern eingeladen. Los geht es immer um 15 Uhr in der Nähe des Eingangs an der Kräuterspirale. Wieder habt ihr als Neulinge die Möglichkeit den Vitalisgarten und die Gartenwerkstadt Ehrenfeld kennenzulernen und direkt im Gemeinschaftsgarten Hand anzulegen.
Das Schnuppergärtern hatten wir auch vor Corona gemacht und das war sehr gut. Jetzt führen wir es wieder ein und so habt ihr die Möglichkeit uns einfach und gezielt kennenzulernen. Los geht es am 14. September 2024.
Das Schnuppergärtnern ist vor allem für Leute gedacht, die uns zunächst einmal kennenlernen wollen. Es soll auch mögliche Hürden abbauen. Wer neu ist muss sich möglicherweise zunächst einmal überwinden in den Vitalisgarten zu kommen und wer weiß wie dort Anschluss möglich ist. Beim Schnuppergärtnern findet ihr direkt Anschluss und ihr seid möglicherweise als Neulinge auch nicht allein. D. h. Ihr findet unmittelbar mitstreitende Gärtnerinnen und Gärtner.
Unser Aktion startet immer mit einer kurzen Vorstellungsrunde und mit einer Führung durch den Vitalisgarten. Anschließend beantworten wir Fragen zum Verein und zum Gärtnern. Nach der Einführung bekommen Neulinge direkt eine interessante Aufgabe. Kommt also gerne vorbei und lernt uns bzw. den Vitalisgarten kennen. (ve)
Pferdemist ist ein begehrter und vielseitiger organischer Dünger, der zugleich eine bodenverbessernde Wirkung über eine längere Zeit hat. So enthält Pferdedung verhältnismäßig viele Pflanzenfasern. Auch das Verhältnis an Nährstoffen, die Pflanzen zum Wachsen brauchen, ist ausgewogen. Aber er darf nicht frisch aufs Beet, sondern sollte abgelagert oder kompostiert sein.
Wir nutzen ihn insbesondere für nährstoffhungrige Gemüsearten wie Zucchini, Kürbis oder Tomaten.
Seit einigen Jahren holen wir Ihn von einem kleinen Pferdehof in der Nähe.
Er ist der Beste, welcher in erreichbarer Nähe verfügbar ist.
Getestet, geprüft und bewiesen durch ein Insekt, einen Nashornkäfer.
Hä, … Nashorn, Käfer, …?
Ja, Ihr habt richtig gelesen, Nashornkäfer.
Vor zwei Jahren haben wir beim Mist schaufeln einen großen Engerling (ca. 8 cm) entdeckt. Thomas hat nachgeforscht und es scheint die Larve eines Nashornkäfers zu sein, der ein Zeichen für gute Kompostqualität ist.
Engerling eines Nashornkäfers
Jeder Fund einer Nashornkäfer-Larve im Kompost ist ein untrügliches Indiz für dessen hohe ökologische Wertigkeit. Nashornkäfer-Weibchen sind nämlich sehr wählerisch bei der Auswahl eines Biotops oder Komposthaufens als Kinderstube. Das ökologische Gleichgewicht muss im Lot sein und alle Rahmenbedingungen stimmen, damit werdende Käfermütter diesen Standort als Larvalhabitat überhaupt in Betracht ziehen.
Auf diesem Pferdehof wird der Mist getrennt gesammelt und gelagert. Und wir dürfen den abgelagerten und kompostierten Mist nutzen, welche keinerlei Entwurmungsmittel oder sonstiges enthält. Und wie man sieht, es lohnt sich.
Wie seit einigen Jahren haben wir auch dieses Jahr im März gemeinsam bei bestem Wetter wieder Pferdemist besorgt.
Evelyne hat ihr Auto mit Anhängerkupplung zur Verfügung gestellt. Thomas hat den Anhänger besorgt und ist gefahren. Bei der ersten Tour waren Karin, Hildegard, Evelyne und Katharina S. mit dabei und haben fleißig geschaufelt und Schubkarren vom Misthaufen auf der Pferdekoppel bis zum Auto auf den nahegelegenen Feldweg geschoben. Thomas hat die Schubkarren über die Rampe auf den Anhänger bugsiert und die wertvolle Fracht gleichmäßig dort verteilt.
Nach schweißtreibenden 1,5 – 2 Stunden war der Hänger ausreichend befüllt und wir traten die Rückfahrt zum Vitalisgarten an.
Dort angekommen wurde durch vereinte frische Kräfte der Inhalt des Anhängers auf Schubkarren entladen und der Pferdemist an den vorbereiteten Stellen abgeladen. Wer wollte, konnte sich mit chilli sin carne, welches von Katharina T. gekocht wurde, stärken. Zwei starke Männer, Ingo und spontan, unser Gast, Max, konnten motiviert werden und flugs, ging es auf die zweite Tour. Katharina S. war vor Ort geblieben und hatte sich in der Sonne entspannt und Energie getankt. Zu viert ging es frisch ans Werk und gefühlt nach ca. 50 Schubkarren, wurde der Anhänger für „voll“ erklärt, die mitgebrachten Schaufeln, Spaten sowie Gartengabel und Schubkarren aufgeladen und die Fahrt zu unserem Garten angetreten. Aber nicht ohne uns vorher, herzlich und dankbar, von den Pferdehofbetreibern und den freiwilligen Mitarbeitern zu verabschieden.
Beim Warten auf den Anhänger
Das Entladen des Anhängers war im wahrsten Sinne des Wortes ein Kinderspiel. Selbst unsere jüngsten Mitgärtner beteiligten sich mit Freude und Engagement beim Entladen des Pferdemistes.
Alle helfen beim Entladen des Anhängers
So war sogar noch Zeit für eine dritte Tour für Hildegard, Volker und Thomas, um „Knochensteine“ oder besser „Pflasterstein Doppel T-Verbundpflaster grau“ zu besorgen, wie man sie von Gehwegen oder Garageneinfahrten kennt. Volker hatte unzählige Überschüssige davon, welche es „nur“ galt von seinem Grundstück abzuholen. Jetzt wissen wir auch, warum sie Knochensteine heißen. Denn nach dem Verladen in den Hänger und dem Entladen, via Schubkarre bis zum Haus im Mambo, wo sie zum Bau eines erhöhten Fundamentes für zwei IBC-Tanks für die Erweiterung der Regenwasserversorgung genutzt wurden, spürten alle Beteiligten Ihre Knochen.
Somit ging ein erfolgreicher, gemeinschaftlicher Tag im Vitalisgarten zu Ende.
diesmal gibt es quasi einen Spezial-Gartenbrief. Eigentlich hatten wir vor, den Gartenbrief vierteljährlich zu verschicken. Doch dieses Mal möchten wir euch herzlich für einen Online-Vortrag über Gartenschläfer einladen. Der Vortrag hält Christine Thiel-Bender vom BUND am 26. Juni 2024 ab 20 Uhr. Wer teilnehmen möchte schreibt einfach Frau Thiel-Bender eine Email. Weitere Details findet ihr im Artikel.
Toll, dass wir vom BUND auch eine Wildkamera bekommen haben. Bisher waren auf den ersten Bildern leider keine Gartenschläfer zu sehen. Stattdessen tauchten zunächst Ratten und Kohlmeisen auf.
Ansonsten berichten wir euch über unsere erfolgreiche Südfrüchte-ins-Freie-Feier und über unseren Foodforest.
Erfreulicherweise regnete es regelmäßig, weshalb wir vergleichsweise wenig gießen mussten. Als Nächstes steht für das Ansammeln von Regenwasser auch noch das Anbringen einer Regenrinne im Mambogarten an. Wer daran Interesse hat, kann sich bei unseren neu gegründeten Baugruppe melden.
Momentan lohnt der Weg in den Vitalisgarten. Unsere leckeren Kirschen sind reif und möchten geerntet werden. Aus diesen lässt sich beispielsweise Kirschkompott herstellen oder ihr könnt einen leckeren Kirschkuchen backen. Kommt also gerne vorbei und helft bei der Kirschernte.
Übrigens findet unser Sommerfest nicht wie gedacht an einem Samstag, sondern an einem Sonntag statt. Der 01. September 2024 ist nämlich ein Sonntag. Den Termin könnt ihr euch also erneut vormerken. (ve)
Online-Vortrag über Gartenschläfer am 26.06.2024: Wir haben in unserem Garten Gartenschläfer! Für diese konnten eine Expertin für einen Online – Vortrag am 26.06.2024 um 20:00 Uhr gewinnen. Weiter lesen …
19.05.2024 – Unsere Südfrüchte-ins-Freie-Feier: Wie jedes Jahr kurz nach den Eisheiligen dürfen unsere über Monate herangezogenen, frostempfindlichen Pflanzen endlich ins Freie. Weiter lesen …
16.05.2024 – Unser Mini-Nahrungswald: Seit letztem Jahr haben wir einen kleinen Nahrungswald. Ein Nahrungswald, oder auch Foodforest ist eine Anbaumethode, die wir euch hier näher vorstellen. Weiter lesen …
Wir brauchen
Interessenten/Hilfe für unsere vielen Aktivitäten:
Vitalisgarten ( Holz zum Heizen, Menschen für Gemüseanbau und Planung, Gartengestaltung)
Euren Bioabfall, allerdings nichts Gekochtes, kein Brot und keine Zitrusfrüchte.
Wer mag ,kann uns für unsere Aktivitäten etwas spenden: https://www.betterplace.org/p24432
Wir haben in unserem Garten Gartenschläfer. Für diese haben wir auch schon unter fachkundiger Anleitung Nistkästen gebaut und konnten eine Expertin für einen Online – Vortrag am 26.06.2024 um 20:00 Uhr gewinnen.
„Der Gartenschläfer – der heimliche Bilch mit der Zorro-Maske“
Ein heimlicher Bewohner in unseren Gärten? Hier in Köln gibt es sie noch – die Schlafmäuse mit der Zorro-Maske – in anderen Teilen Europas sind sie schon verschwunden. Lernen Sie die Gartenschläfer von Köln näher kennen und erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten so gestalten können, dass unsere vielen heimischen Tierarten auch dort überleben.
Ein Gartenschläfer. Die haben wir auch im Garten. Dieses Foto ist aber ausnahmsweise mal nicht von uns.
Der Gartenschläfer: Obwohl Deutschland eine besondere Verantwortung für die Erhaltung der Gartenschläfer hat, existierten kaum aktuelle Daten zur Verbreitung der Tiere. Hier setzte der BUND gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft und der Justus-Liebig-Universität Gießen in seinem im Projekt “Spurensuche Gartenschläfer” an: Ziel war es, das Ausmaß und die Ursachen des Artrückgangs zu erforschen. Mit Hilfe von standardisierten Untersuchungen und einem Netz an freiwilligen “Spurenlesern” konnte dieses (Citizen-) Science Projekt die Lebensweise der besonderen Schlafmaus genau untersuchen. Aus diesen Ergebnissen wurden anschließend ein bundesweites Schutzkonzept und regional spezifische Schutzmaßnahmen entwickelt und umgesetzt.
In diesem Vortrag lernen Sie die Lebensweise des kleinen Bilchs mit der Zorro-Maske und die Gefahren, denen er ausgesetzt ist, näher kennen. Was macht den Gartenschläfer so besonders und warum ist er schützenswert? Erfahren Sie bei diesem Vortrag von der Biologin Dr. Christine Thiel-Bender, Artenschutzreferentin beim BUND Landesverband NRW, wie und wo das Wildtier des Jahres 2023 lebt und was wir alle für seinen Fortbestand tun können.
Wie jedes Jahr kurz nach den Eisheiligen dürfen unsere über Monate herangezogenen, frostempfindlichen Pflanzen endlich ins Freie. Dieser Zeitpunkt ist für uns ein wichtiger, jährlicher Termin. Und was machen Mensche zu wichtigen, jährlichen Terminen? Eine Feier, ist doch klar. Deshalb gibt es bei uns jeden Mai unsere bewährte Südfrüchte-ins-Freie-Feier. Vielleicht fällt uns irgendwann ja mal ein weniger sperriger Name ein.
Vorher gibt es natürlich die Vorarbeiten. Die Chilis waren als erste dran, die haben wir teilweise schon im Januar ausgesät, die Kürbisse und Zucchini als letztes, die kamen erst im April. (Aus deren vergleichsweise riesigen Samenkörnern können auch verblüffend schnell große Pflanzen entstehen). Auf verschiedenen Fensterbänken und später Balkonen verschiedener Gärtnerinnen sind so etliche Pflanzen vor sich hin gewachsen. Im Garten selbst haben wir auch schon viel vorbereitet. Wo soll welche Pflanzenart hin? Durch die Fruchtfolge ist das schon ganz gut definiert, aber wo soll jetzt welche Pflanzensorte genau hin? Das wurde schon im Vorfeld überlegt und markiert. Natürlich mussten auch die Beete vorbereitet werden, also gejätet werden, die Erde gelockert und mit reichlich Kompost angereichert werden, da fast alle der Südrfüchte Starkzehrer sind, also viele Nährstoffe brauchen.
Einige der vorgezogenen TomatenUnter dem Tomatendach ist für jede Pflanze eine Schnur zum Hochwachsen. Die eignen sich auch hervorragend zum Markieren, welche Sorte wo wachsen soll.
Am Sonntag selbst war strömender Regen angesagt, vermutlich auch deshalb kamen dann trotz Emails, Einträgen im Internet und hier auf der Homepage leider ziemlich wenige zusätzliche Gärtner:innen, mit Ausnahme von Bea und Petra vom Thurner Hof, deren tatkräftige Unterstützung sehr hilfreich war.
Auf den Acker kamen Kürbisse, Zucchini, manche Gurken und Auberginen.
Aber trotzdem haben wir dann alle fleißig angepackt und insgesamt über 120 verschiedene Pflanzen ausgepflanzt, davon alleine 3 verschiedenen Zucchini-Arten, 6 verschiedene Chilis und 17 verschiedene Tomatensorten. Die sind auch einfach so lecker, da wollen wir alle haben. Das Wetter hat dann auch gut mitgespielt, nachdem es morgens geregnet hatte, kam gegen Mittags die Sonne heraus, es war aber auch nicht zu heiß.
Nach getaner Arbeit haben wir dann den Sonntag mit einem leckeren Buffet in geselliger Runde, mitten in unserem schönen grünen Garten ausklingen lassen. Mensch geht es uns gut.
Gutes Essen, Geselligkeit, Natur – was will man mehr?Jetzt müssen sie nur noch wachsen.